Wie ich PEGADA - Sprecher wurde - eine Groteske vom deutschen Hochleistungsjournalismus

Brauer @, Sonntag, 19.04.2015, 21:46 vor 3922 Tagen 6235 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 19.04.2015, 22:28

Einen schönen guten Abend!

Wie ich mich mal eben so "googelte", entdeckte ich doch tatsächlich meinen Namen in einem mir bis dato unbekannten Zusammenhang.
Wie ihr euch evtl. erinnert, gab es hier vor einer Weile das Thema Pegada/ Endgame.
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=338954
Dabei tat sich die Thüringer Landespresse mit unterirdischem Niveau hervor.
"Amerika-Gegner und Demokraten trafen vor dem Bahnhof zunächst friedlich aufeinander." [[freude]]
Verlinkt war darin folgender Artikel der Thüringer Allgemeinen
Polizei verhinderte Massenschlägerei bei Pegada-Demonstration in Erfurt, der identisch auch bei der "Thüringischen Landeszeitung" erschien. Ist ja eh nur ein Duplikat.

Ich schrieb Herrn Wetzel folgende Mail:
"
Sehr geehrter Herr Wetzel,

Waterboarding-Befürworter, Imperialisten und Kapitalismusfans Seit' an Seit' mit vorgeblich linken Antifaschisten als "Demokraten" zu bezeichnen ist schon ein dickes Ding. Das ist von mir natürlich überspitzt dargestellt. Jedoch:
Der gesamte arabische Raum liegt in Schutt und Asche. Möglicherweise wird Saudi Arabien demnächst ebenfalls fallen gelassen und destabilisiert. Die Ukraine wird vom IWF gezwungen den Osten um jeden Preis zurückzuerobern, da sonst die Zahlungen eingestellt werden. Nazis gibt es ja dort auch üüüberhaupt nicht: http://www.politplatschquatsch.com/2014/12/neue-ppq-serie-keine-nazis-in-der.html
Es ist der amerikanische Versuch die einzige Weltmacht zu bleiben, der in den letzten Jahren die meisten Kriegsopfer hervorgerufen hat.
Wer sie auf diesem Weg zu einer monopolaren Welt unterstützt, wird seinen Kindern am Ende eine Welt übergeben, die Abweichungen vom neoliberalen Selbstzerstörungskurs mit Folter und Drohnengewalt belohnen wird. Dann wird es kein zurück mehr geben.
Momentan ist (das westliche) Europa als Sprungbrett nach Eurasien für sie noch zu loyal und wertvoll, als dass diese Methoden hier schon Einzug halten müssten. Die Zeitgeschichte zeigt aber, dass Moral gegebenenfalls kein Faktor amerikanischer Außenpolitik ist. Dazu genügt es, die Strategie der Spannung (http://de.wikipedia.org/wiki/Strategie_der_Spannung) verstanden zu haben. PEGIDA mit ihrem Axel-Springer-abhängigen Ex-Anführer war wohl von vornherein als Spaltpilz des sich erhebenden Volksszorns gedacht, um diesen von den eigentlichen Hintergründen abzulenken. PEGADA ist daher ein etwas unglücklich gewählter Name, suggeriert er doch eine Vernindung zu PEGIDA.
Die Ursache für ausufernde Flüchtlingsströme, nämlich die gezielte Destabilisierung ganzer Erdregionen, taucht in deren Programm nicht auf. Schauen Sie mal nach woher diese Menschen kommen, und überlegen Sie, wieviele derer ohne die NATO hätten fliehen müssen.
Wir in Deutschland haben sicherlich die Möglichkeit, diesen geflohenen Menschen ein neues, friedliches Leben zu ermöglichen. Eines aber können wir hier nie: Ihre Heimat ersetzen. Daher sollten wir alles daran setzen, um Europa herum Frieden zu schaffen. Die USA stehen dem im Wege!
Es liegt im Interesse aller Menschen eine solche Welt nicht entstehen zu lassen. Derartig einseitige Artikel helfen niemandem, nicht einmal der Auflage der Thüringer Allgemeinen. Im Gegenteil.

Eine friedliche und folterfreie Zukunft wünscht"

Nun gab es ja sogar eine Antwort, was meinerseits fast schon zu einer Wertschätzung der TA geführt hätte.
Ich werde sie hier nicht veröffentlichen.
Aber meine nächste Mail war wie folgt:

"Sehr geehrter Herr Wetzel,

ich danke Ihnen für ihre umfängliche Antwort.
Dass sie meine Wortwahl teilweise albern finden war durchaus beabsichtigt.
"Ich will damit in keinerlei Weise sagen, dass die Pegada-Leute keine Demokraten oder gar Demokratie-Feinde sind."
Leider ist es so, dass auch ungewollt die Verwendung des Wortes "Demokraten" für eine Seite der Beteiligten impliziert, dass die andere undemokratisch ist.
So kommt das jedenfalls bei den meisten Leuten an und kann fast schon als Imperativ verstanden werden.
Tatsächlich, Sie haben das ja selbst erkannt, handelt es sich um Demonstationen zwischen hauptsächlich demokratischen Gruppen.
Ich stimme mit Ihnen überein, dass gewaltbereite Leute dabei ein Problem sind, erschwert es doch die inhaltliche Auseinandersetzung extrem.
Bedauerlich finde ich, dass sich die Linke in die Reihen der Kriegsbefürworter eingegliedert hat.
Sie überlässt damit die Friedensbewegung der Mitte und den Rechten ( sowie dem Verfassungsschutz?). Der Grund liegt wohl einerseits in interner Uneinigkeit, aber andererseits auch darin, dass sonst Regierungsparteien gegeneinander demonstrieren würden.
In diesem Fall würde die Koalition wohl zerbrechen, was es ihnen (zu Recht!) nicht wert ist. Auf Thüringer Ebene wird sowieso nicht der Weltfriede hergestellt <img src=" />
Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass letztlich das gesamte politische Spektrum auch bei der PEGADA vorhanden ist.
Und nein, Amerika investiert sein Geld wohl kaum bei Regionalzeitungen. Ebenso kann ich ausschließen, dass meine Meinung finanziell von Russland o.ä. unterstützt ist.
Letztendlich kommen Sie aber auch als Lokaljournalist nicht aus einer gewissen weltpolitischen Bedeutung heraus. Die ausländische Presse greift ja in ihrer Lageeinschätzung auf deutsche Presseartikel zurück. Da sind mögliche Missverständnisse (wie oben erläutert) durchaus in der Lage, ein übertrieben negatives Bild Deutschlands (und Thüringens!) zu bewirken. Das wäre sehr schade.

Mit freundlichen Grüßen"

Jetzt entdeckte ich folgenden Artikel der Thüringer Allgemeinen:
Jagdszenen am Rande von Demonstrationen in Erfurt
Hierin:
"In einer E-Mail distanzierte sich ein "Pegada"-Sprecher namens Tom Schafferhans von der islamfeindlichen "Pegida". Die Abkürzung "Pegada" sei wegen der Lautnähe "etwas unglücklich gewählt", meinte er. Auf die radikalen Rechten im Demonstrationszug ging er in der Email nicht ein. "Das gesamte politische Spektrum" sei bei der "Pegada" vorhanden, schrieb er nur."
Herrlich!

So leicht wird man im Hochleistungsjournalismus zum Sprecher einer politischen Bewegung gemacht [[applaus]]
Abgesehen davon, dass ich weder Sprecher noch irgendwas anderes von Pegada bin, hat wohl auch mein Leserbrief nicht dazu beitragen können, das Niveau etwas anzuheben.

So bleibt zu resümieren:

- Die TA hat wohl keinen Kontakt mit PEGADA aufgenommen. Sonst wäre ich nicht zum "Sprecher" geworden.

- Hier wurde nicht nur nicht recherchiert, sondern glatt gelogen. Ich habe an keiner Stelle einen Hinweis auf eine Sprecher- oder sonstige Funktion bei Pegada gegeben.
Ich war ja nichtmal dort!
[[rofl]]
Daher gibt das morgen noch einen Nachschlag von mir für die TA/TLZ [[freude]]

- Udo Ulfkotte liegt mit seinem Buch "Gekaufte Journalisten" daneben [[zwinker]]
Alles ist noch viel schlimmer. Stellt euch vor, was für einen Müll "hauptberufliche Desinformanten" in die Presse einschleusen können. Geld und Druck braucht es dazu nichteinmal.

- Nächstes Mal gebe ich mich als jemand von der CDU aus. Oder so.
Das kann zu lustigen Verwicklungen führen.

- Ich sollte wohl in "Die Partei" eintreten, denn:
"Gegendemonstranten und Satiriker von "Die Partei" mischten sich mit ihren Plakaten unter die Amerika-Gegner."

Ich hoffe ihr hattet viel Spaß!
Gebt die Hoffnung nicht auf, die Presse bringt bestimmt auch euch in Amt und Würden.

PS:
[[rofl]]

Eines kann man daraus ganz sicher als Lehre ziehen... #Vollpfostenjournalismus

Bernadette_Lauert, Sonntag, 19.04.2015, 22:47 vor 3922 Tagen @ Brauer 4140 Views

Es ist nicht so, dass Mails von der Sauer-Crowd in Redaktionen generell nicht gelesen werden.
Wie geht´s jetzt weiter? Gegendarstellung verlangen, um weiter Stück für Stück die Dummheit aus dem #Vollpfostenjournalismus rauszuprügeln?

Gruß, Bernadette

Erstmal Luft schnappen

Brauer @, Sonntag, 19.04.2015, 23:00 vor 3922 Tagen @ Bernadette_Lauert 4115 Views

Wie geht´s jetzt weiter? Gegendarstellung verlangen, um weiter Stück
für Stück die Dummheit aus dem #Vollpfostenjournalismus rauszuprügeln?

Gruß, Bernadette

Mal sehen, ob ich heut vor Lachen überhaupt in den Schlaf finde [[freude]]

Morgen werde ich da wohl mal einen düsenbetriebenen Anruf tätigen.
Mindestens muss der entsprechende Absatz weg.
Falls da was gedruckt wurde, wird das schon schwierig.

Fraglich ist aber, ob der Artikel nicht später doch noch in seiner Urform gefunden werden kann. Weißt du das zufällig? Also ob Google den z.B. im Cache behält?
Dann wäre das natürlich mit etwas mehr Drall zu versehen. Schließlich könnten z.B. potentielle Arbeitgeber einen falschen Eindruck von mir bekommen.
Ein Satz wie "Auf die radikalen Rechten im Demonstrationszug ging er in der Email nicht ein." ist mit:
"Ich stimme mit Ihnen überein, dass gewaltbereite Leute dabei ein Problem sind, erschwert es doch die inhaltliche Auseinandersetzung extrem."
meiner Ansicht nach widerlegbar.

Mal schauen.

Cache / Umgang mit den #Vollpfostenjournalisten

Bernadette_Lauert, Sonntag, 19.04.2015, 23:21 vor 3922 Tagen @ Brauer 3896 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Sonntag, 19.04.2015, 23:25

Mal sehen, ob ich heut vor Lachen überhaupt in den Schlaf finde
[[freude]]

In den Schlaf lachen - das stelle ich mir toll vor.

Morgen werde ich da wohl mal einen düsenbetriebenen Anruf tätigen.
Mindestens muss der entsprechende Absatz weg.
Falls da was gedruckt wurde, wird das schon schwierig.

Falls gedruckt, kannst Du Gegendarstellung verlangen. Da gibt es dann aber ein paar Sachen zu bedenken...

Fraglich ist aber, ob der Artikel nicht später doch noch in seiner Urform
gefunden werden kann. Weißt du das zufällig? Also ob Google den z.B. im
Cache behält?

Hier kann man den Google-Cache abfragen:
http://www.google-cache.de/

Für den Artikel sieht die Abfrage dann so aus:
http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://www.thueringer-allgemeine.d...

Online-Publisher können über Googles Webmastertools das Werkzeug "URLs entfernen" verwenden und Webcache-Einträge löschen lassen. (Sprich der Webmaster besagter Redaktion kann das)

Dann wäre das natürlich mit etwas mehr Drall zu versehen. Schließlich
könnten z.B. potentielle Arbeitgeber einen falschen Eindruck von mir
bekommen.

Heftig, dass Dein Name "als Sprecher" einfach so übernommen wurde, ohne dass das mit dir abgeklärt war.
Das verstößt eindeutig gegen die journalistische Sorgfaltspflicht (Pressekodex).

Ziffer 2 – Sorgfalt

Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.
Symbolfotos müssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden.

Eine Gegendarstellung (z.B. in Print könnte dazu führen, dass Dein Name nur umso öfter auftaucht (Streisand-Effekt).
Daher: Fordere, dass Dein Namen aus dem Online-Artikel und dem Webcache g e f ä l l i g s t verschwindet!
Richtig auf den Putz hauen - den Chef verlangen (!) Schließlich geht es wirklich um etwas.
Tritt mit Chuzpe auf. Das ist Dein gutes Recht! Oder versöhnlich - was besser passt - aber mach denen klar, dass Du den Schaden hast und im Recht bist.

Wenn Dir das Thema wichtig ist, kann Dir sicher ein Jurist weiterhelfen, was Du konkret für Möglichkeiten hast. Aber Rechtsstreite machen selten Spaß. Würde ich persönlich lieber vermeiden. Hab den Eindruck, dass Du auch kein Wadenbeißer bist...

Ein Satz wie "Auf die radikalen Rechten im Demonstrationszug ging er in
der Email nicht ein." ist mit:
"Ich stimme mit Ihnen überein, dass gewaltbereite Leute dabei ein Problem
sind, erschwert es doch die inhaltliche Auseinandersetzung extrem."
meiner Ansicht nach widerlegbar.

Auf dieser Ebene (der inhaltlichen) würde ich erst einmal nicht einlassen. Konzentriere Dich darauf, dass Sie Dich als Pediga-Sprecher bezeichnen, Du allerdings nur einen Leserbrief als Bürger geschrieben hast.
Dass könnte Dir berufliche und finanzielle Nachteile einbringen.
Willst Du diesem frechen #Vollpfostenjournalismus etwas entgegensetzen, ist das denke ich der bessere Hebel.
Betohne, dass Du Deinen Namen da nirgends lesen willst.
Hältst Du uns auf dem Laufenden?

Gruß, Bernadette

Das wird schon

Brauer @, Montag, 20.04.2015, 01:12 vor 3922 Tagen @ Bernadette_Lauert 3462 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 20.04.2015, 01:50

Falls gedruckt, kannst Du Gegendarstellung verlangen. Da gibt es dann aber
ein paar Sachen zu bedenken...

Wobei gedruckte (außerdem Regional-) Zeitungen eh niemanden interessieren.
Eigentlich ist es fast egal, bis heute hat sich das kaum einer von den Lesern gemerkt.

Online-Publisher können über Googles Webmastertools das Werkzeug "URLs
entfernen" verwenden und Webcache-Einträge löschen lassen. (Sprich der
Webmaster besagter Redaktion kann das)

Danke, das werde ich entsprechend auch vorschlagen.

Richtig auf den Putz hauen - den Chef verlangen (!) Schließlich geht es
wirklich um etwas.

So habe ich das vor.
Sch.... fällt von oben nach unten. Dabei nimmt sie an Masse und Geschwindigkeit zu.
Vielleicht wäre es ganz zielführend zu erwähnen, dass es da mal so ein Urteil gegen den MDR wegen der Erfurter Montagsdemo gab...
Und: Ich frage mich, was eigentlich die Pegada Organisatoren davon halten.
Vielleicht möchten die ja mal vor der TA Redaktion demonstrieren [[zwinker]]

Auf dieser Ebene (der inhaltlichen) würde ich erst einmal nicht
einlassen.

Das wär von mir auch lediglich ein Ansatzpunkt für etwas längere Hebel.
An sich rechne ich schon eher mit Einsicht.

O, welch Herrlichkeit

Rybezahl, Montag, 20.04.2015, 01:18 vor 3922 Tagen @ Brauer 3732 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 20.04.2015, 12:15

Da hat es der Herr Witzel dir aber mal ordentlich gezeigt, welch große Macht vom ihm ausgeht. Hat sogar einen Namen genannt. Ja, so sind sie, die Brüder der Weltbildmacher-Kirche. Glauben selig an die Macht ihrer Wurstblätter.
Fürchte dich, du Schuft!

Vielleicht ist der aber auch wirklich nur zu blöd zum Recherchieren. Kann ja auch sein. [[freude]]

Ursachen

Brauer @, Montag, 20.04.2015, 01:46 vor 3922 Tagen @ Rybezahl 3697 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 20.04.2015, 12:16

Vielleicht ist der aber auch wirklich nur zu blöd zum Recherchieren. Kann
ja auch sein. [[freude]]

Ich vermute eher Zeitmangel, politisches Eigeninteresse oder Faulheit.
Die Grünen sind wohl eher nicht so mit ihm zufrieden...
Ist mir aber auch egal.

Gegen den Artikel vorgehen reicht nicht ...

Romeo @, Somalia 2.0, Montag, 20.04.2015, 11:33 vor 3921 Tagen @ Brauer 3190 Views

Mindestens muss der entsprechende Absatz weg.
Falls da was gedruckt wurde, wird das schon schwierig.

Fraglich ist aber, ob der Artikel nicht später doch noch in seiner Urform
gefunden werden kann. Weißt du das zufällig? Also ob Google den z.B. im
Cache behält?
Dann wäre das natürlich mit etwas mehr Drall zu versehen. Schließlich
könnten z.B. potentielle Arbeitgeber einen falschen Eindruck von mir
bekommen.

Hallo Brauer,

unabhängig vom eigentlichen Artikel wird zumindest der Absatz mit Deinem Namen drin im Kontext mit Deinen eigenen weiteren Zitaten im Ausgangsposting dieses Fadens auch später noch gefunden werden.
[[freude]]

Eventuell den Moderator oder Chef hier fragen, ob er den Namen rausnehmen kann ... dann wird der Gurgel-Cache entsprechend überschrieben.

Namenlose Grüße,
R.

--
Klagt nicht, kämpft!

Das arme DGF ;-)

Brauer @, Montag, 20.04.2015, 13:11 vor 3921 Tagen @ Romeo 3149 Views

Hallo Brauer,

unabhängig vom eigentlichen Artikel wird zumindest der Absatz mit Deinem
Namen drin im Kontext mit Deinen eigenen weiteren Zitaten im
Ausgangsposting dieses Fadens auch später noch gefunden werden.
[[freude]]

Das ist schon richtig so. Immerhin habe ich ja hier in diesem Fall auch selbst veröffentlicht.
Ich mache aus meiner Meinung keinen Hehl. Wer nicht mit evtl. gegensätzlichen Meinungen leben kann, muss das ja auch nicht [[zwinker]]
Bloß ungefragt befördern lasse ich mich nicht ohne Weiteres, schon gar nicht durch subterranen Journalismus.

Allein dass diese unterhaltsame Geschichte hier steht, reicht mir als Genugtuung. Bloß die TA wird sie nicht mehr los [[freude]]

Kein Rückruf von Seiten der Zeitung?

Kostan @, Montag, 20.04.2015, 22:02 vor 3921 Tagen @ Brauer 2956 Views

Hallo Brauer,

einmalige Geschichte!
Eines wundert mich: Der leichtsinnige und blinde Glauben der Thüringer Landespresse an richtige Absender bei Leserbriefen.

Die Pseudonyme berühmter Autoren
http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/die-pseudonyme-beruehmter-autoren-20007-art938721.html

Andere Zeitungen wissen sich zu helfen:
...
2. Leserbriefe müssen handschriftlich unterschrieben sein und eine volle Postanschrift enthalten. Die Redaktion vergewissert sich der Autorenschaft durch Rückruf, um missbräuchliche Namensverwendungen auszuschließen, auch deshalb: bitte Telefonnummer angeben.
...
Quelle:
http://www.mittelhessen.de/redaktionen/leserbrief-senden.html

Danke für die Geschichte aus dem "nicht alltäglichen" Leben!


Kostan

P.S. Alleine als Trophäe würde ich mir den Papierartikel in einer Bibliothek (Stadt-, Uni-) besorgen. Der 24.1. ist ja definitiv gewesen!
Noch ist der Artikel über den Cache zu erreichen:
http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://www.thueringer-allgemeine.d...

Ergebnis heute

Brauer @, Montag, 20.04.2015, 22:40 vor 3921 Tagen @ Kostan 3097 Views

Ich habe heute nach einigen Weiterleitungen direkt mit dem Autor der Artikel gesprochen. Es war ein freundliches Gespräch.
Er hat mich aufgrund meines Stils und meiner Argumentation halt einfach für eine Art Sprecher gehalten [[freude]]

Der Absatz ist mittlerweile verschwunden, eine Richtigstellung habe ich abgelehnt.
Interessant:
- Meine Usprungsmails waren wohl bei ihm nicht mehr auffindbar [[freude]]
- Google hat die alte Version bisher noch im Cache
- Er weiß nicht, ob das auch gedruckt wurde. Na dann.

Gruß
Brauer

Schätze, dass er Dir ins Gesicht lügt, der feine Herr Vollpfostenjournalist

Bernadette_Lauert, Dienstag, 21.04.2015, 08:46 vor 3921 Tagen @ Brauer 2745 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 21.04.2015, 09:07

Ich habe heute nach einigen Weiterleitungen direkt mit dem Autor der
Artikel gesprochen. Es war ein freundliches Gespräch.

Freundlich ist immer gut.

Er hat mich aufgrund meines Stils und meiner Argumentation halt einfach
für eine Art Sprecher gehalten [[freude]]

Er ist trotzdem ein Vollpfostenjournalist der Lügenpresse, denn was noch kommt ist total unglaubwürdig.

Der Absatz ist mittlerweile verschwunden, eine Richtigstellung habe ich
abgelehnt.

Dass die falsche Tatsachenbehauptung raus aus dem Beitrag ist, ist eine Selbstverständlichkeit. Die Richtigstellung abzulehnen war wahrscheinlich gut.

Interessant:
- Meine Usprungsmails waren wohl bei ihm nicht mehr auffindbar [[freude]]

Das glaubt doch niemand. 10 Jahre Aufbewahrungspflicht für jede Sche*ß-Rechnung, aber seine Recherchegrundlagen machen den Verschwindibus...(?) Ausgerechnet jetzt hat er die Mails gelöscht und aus den Ordner "gelöschte Mails" nochmal entfernt. Gleichzeitig hat die komplette Backup-Strategie des Verlages versagt. Davon glaube ich kein Wort.

- Google hat die alte Version bisher noch im Cache

Dann sollten die das mal über das Google-Webmastertool "URLs entfernen" aus dem Cache entfernen. Sind ein paar Mausklicks.

- Er weiß nicht, ob das auch gedruckt wurde. Na dann.

Auch das glaube ich nicht. Bis die PDFs in der Druckerei sind, bleiben Redakteure für ihre Artikel in verschiedenen Workflow-Schritten beteiligt. Ich würde wetten, dass das Ding gedruckt wird, er das aber nicht sagt, weil er Angst hat, Du würdest verlangen, dass die Exemplare nicht ausgeliefert werden. Mit anwaltlicher Unterstützung sind in der Vergengenheit schon mal bereits gedrucklte Exemplare eingestampft worden, in anderen Fällen. Irre teuer, so eine Geschichte. Naja, was soll´s.

Der Redakteur hat vielleicht auch so seine Lektion gelernt. Und dass er Dich für einen Sprecher hielt, kann ich sogar ein Stück weit nachvollziehen, da Du so gut argumentiert hast. Trotzdem hätte er vor Veröffentlichung Deines Namens in dieser Funktion selbstverständlich nachfragen müssen. Sorgfaltspflicht ganz grob verletzt.
Vollpfostenjournallie!

Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht. Total spannend.

Gruß
Brauer

Gruß, Bernadette

Aber das macht doch nichts...

Brauer @, Dienstag, 21.04.2015, 10:24 vor 3921 Tagen @ Bernadette_Lauert 2658 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 21.04.2015, 10:37

Das glaubt doch niemand. 10 Jahre Aufbewahrungspflicht für jede
Sche*ß-Rechnung, aber seine Recherchegrundlagen machen den
Verschwindibus...(?) Ausgerechnet jetzt hat er die Mails gelöscht und aus
den Ordner "gelöschte Mails" nochmal entfernt. Gleichzeitig hat die
komplette Backup-Strategie des Verlages versagt. Davon glaube ich kein
Wort.

Ich auch nicht.
Da aber Selbstdemontage meines Erachtens die nachhaltigste Form der Zerstörung ist, muss das gar nicht weiter kommentiert werden.
[[zwinker]]

Übrigens: Die Funke-Mediengruppe, zu der (in Thüringen!) die Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung und Ostthüringer Zeitung gehören, bearbeitet seit kurzem die überregionalen Inhalte ihrer Zeitungen von Berlin aus.
Die Anfälligkeit für solche Fehler wird, ähnlich zu den Multiplikatoreigenschaften der Presseagenturen, dadurch noch steigen, auch wenn es bei meinem Fall wohl im Bereich "regional" lief. Bleibt zu hoffen oder auch nicht, dass wenigstens dort sauber gearbeitet wird.
"Sauber" natürlich nur im relativen Sinne auf dem Niveau der Zunft.

Dann sollten die das mal über das Google-Webmastertool "URLs entfernen"
aus dem Cache entfernen. Sind ein paar Mausklicks.

Möglicherweise arbeiten in der Abteilung auch so "Experten".
"Hä? Google Webmaster? Kann man das essen?"
Ich hatte jedenfalls darauf hingewiesen.

- Er weiß nicht, ob das auch gedruckt wurde. Na dann.

Auch das glaube ich nicht. Bis die PDFs in der Druckerei sind, bleiben
Redakteure für ihre Artikel in verschiedenen Workflow-Schritten beteiligt.
Ich würde wetten, dass das Ding gedruckt wird, er das aber nicht sagt,
weil er Angst hat, Du würdest verlangen, dass die Exemplare nicht
ausgeliefert werden.

Das mag sein. Der Artikel ist aber vom Januar. Wenn, dann ist das alles schon passiert.
Die Ausgabe ist schon lange zu Füllmaterial in Paketen, Zeitkapseln hinter neuer Tapete und Grillanzünder geworden. Und der große Rest wurde recycled [[top]]

Trotzdem hätte er vor
Veröffentlichung Deines Namens in dieser Funktion selbstverständlich
nachfragen müssen. Sorgfaltspflicht ganz grob verletzt.
Vollpfostenjournallie!

Das wär wohl besser gewesen.
Allerdings war das mit der Sorgfaltspflicht quasi schon bei der Wortwahl des ersten Artikels vorbei. Wenigstens kann man in dieser Hinsicht keine Inkonsequenz vorwerfen.

Danke für den Hinweis (oT)

Brauer @, Dienstag, 21.04.2015, 12:50 vor 3920 Tagen @ Rybezahl 2341 Views

- kein Text -

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