Hallo Erinnerung,
Bewusstes aussortieren, wer flexibel ist und ausserhalb
ausgelatschter Pfade denken kann? Experimentieren, welche Darlegungswege
fruchten, ohne kollektiv benutzte Assoziationsketten loszutreten?
Ja, das passt schon ganz gut. Mir konnte in schweren Zeiten ein enger Freund und Familienmitglied alleine dadurch neuen Lebensmut schenken, weil er meine Perspektive auf die wahrnehmbare Welt veränderte, ich mich dadurch von erdrückenden Gedanken lösen konnte.
„Das Erkennen gleicht meiner Erkenntnis nach einer Bewusstwerdung des
Beobachters. Nur dieser schafft einen Sinn (braucht keinen Sinn). Insoweit
ist Glück für mich keine Frage der Lebensausgestaltung, sondern eine
Frage der Perspektive auf das Gestalten, ein beobachten.“
Ich uebersetze: Dein Beobachter ist das Ego, die Persoenlichkeit in ihrer
Summe (spaeter mehr dazu).
Nein, mein Beobachter ist kein solcher Gedanke. Das Ego ist eine sich rückkoppelnde und überschlagende Konzentration von Gedanken, die kognitive Konzentration an der sich in Vergessenheit alles ausrichtet. Der vergessene Beobachter sitzt da drüber, dadrunter, dadrin, daneben, darum, kann sich nicht sehen, kann sich nicht beschreiben, da er keine Gedanken über sich selbst fassen kann. Wenn du alleine diesen Satz hier liest, werde dir dabei bewusst, dass ihn eine Stimme vorliest und dieser Leser dabei von Dir beobachtet werden kann. Gäbe es den Beobachter nicht, gäbe es keine Perspektivität um jemals eine Welt entstehen zu lassen. Es ist dieser Beobachter, der vergessen wurde. Maßgeblich dadurch, dass die eingeimpfte Vorstellung des Universums Dich (Beobachter) als Mittelpunkt deiner vorgestellten Welt ablehnt.
Glueck ist unabhaengig von den Ereignissen in
der realen Welt und stattdessen eine Frage der Empfindung / Interpretation
selbiger.
Glück ist für mich zu erkennen, dass man - Gott sei dank - nur Beobachter einer sinnlichen Welt ist. Wenn man so weit ist und all seine in Vorstellungen geformten Ecken der Welt, sein Ego, den Sinn und Unsinn auslebt und sich zugleich darüber bewusst wird, dass es diese Erscheinungen nur deshalb gibt, weil man sie gerade beobachtet (die Perspektive schafft).
„Es geht im Leben nicht darum, etwas willentlich zu tun oder nicht zu
tun,nicht darum, dem Leben willentlich einen Sinn zu geben, oder Unsinn zu
schenken, nicht um den Willen zur Macht, um den Kampf gegen die Ohnmacht,
sondern sich dabei zu beobachten, wie der Sinn und die Sinnlosigkeit einen
Beobachter, dich, zwingend voraussetzt. Das verändert auf Schlag. Erkenne
den Beobachter als Mittelpunkt und verwechsle ihn nicht mit dem Sinnlichen
und Willentlichen deiner Beobachtungen (kein wünsch dir was!). „
Uebersetzung: Wenn die (leidstiftende) Identifizierung mit dem Ego
aufhoert, ist Platz fuer das pure Sein. Sein als das Gegenstueck zum
Handeln und zum Tun (z.B. wollen, nicht wollen, Sinneswahrnehmungen).
Das Ego ist wichtig. Es formt deine Weltvorstellung, ist die Hauptverbindungsstraße deiner Vorstellungswelt. Hinsichtlich der Identifizierung stimme ich insoweit zu, dass man anfangen muss, sich mit dem Beobachter zu identifizieren. Der Beobachter schafft und beobachtet erst das Ego und die vorgestellte Welt. Ohne beobachtete Vorstellung ist da nichts.
„Wie würdest du reagieren, wenn jemand behauptet, dass du selbst diese
Fallen (Ideale) aufgestellt hast, sie nur ein Teil deiner Perspektive
sind.“
Ich wuerde nicht widersprechen. Indem ich mich mit diesen Idealen
identifiziere, sie mir zueigen machen, gebe ich ihnen erst die Macht ueber
mein Ego.
Diese Ideale kommen aus dir selbst. Es sind nicht "diese Ideale", sondern "deine vorgestellten Ideale". Wenn dir bewusst wird, dass du selbst jeden Gedanken, jede Erscheinung deiner Welt aus deinem Vorstellungsvermögen schaffst, dann spürst du Liebe. Deine Liebsten umgeben dich nicht, sondern sie wohnen in deinem Tempel, sind aus deinem Geiste geboren. Ein solcher Tempel kann niedergerissen werden und binnen 3 Tagen wieder auferbaut werden?
Perspektive uebersetze ich mit meinem „Wesen“ als die Summe
von allem, was mich ausmacht. (Spaeter mehr dazu.)
Dein Wesen ist eine Vorstellung, die Perspektive die Verbindung zwischen dem Beobachter (Dir) und deiner Vorstellungen.
Das ist meine Hauptkritik an der Opferrolle. Das Ablehnen der
Eigenverantwortung fuer eine selbst (moeglicherweise unbewusst) getroffene
Entscheidung.
Verstehe schon. Ja, wir sind für viel mehr verantwortlich, als uns das in Vergessenheit lieb ist.
„Wenn man sich vorstellt, dass es da draußen Gestalten gibt, die
unabhängig von deiner Perspektive eine dich informierende Gestalt
besitzen, deine Perspektive beeinflussen, dann verkennt man meiner
Überzeugung nach den Beobachter, vergißt, dass es nur Vorstellungen sind.
Darum geht es doch, zu erkennen, dass es so oder so Vorstellung bedarf.
„
Ich lehne mich aus dem Fenster: die Gestalten sind das, was Rupert
Sheldrake als morphogenetische Felder beschreibt.
Die Gestalt ist die von dir beobachtetete und sich damit gestaltende Welt. Rupert Sheldrake ist ein Gedanke, eine Vorstellung die Du beobachtest.
Kurzzusammenfassung: Es
gibt einen nichtlokalen Informationsspeicher an den alles lebende (alles
sich wandelnde) angeschlossen ist.
Das ist eine von vielen denkbaren Vorstellung. Du stehst als Beobachter in deiner Vorstellungswelt, stellst es dir vor.
Je oefter etwas bereits passiert ist,
umso hoeher die Wahrscheinlichkeit, dass es erneut passiert. U.a.
psychologisch, chemisch, physisch, biologisch. (Bei Bedarf mehr dazu.)
Konkret: Die Magie eines funktionierenden Mindfucks basiert darauf, dass er
schon bei vielen anderen funktioniert hat. Anders ausgedrueckt: Ein
(lokaler/globaler) Gruppenprozess, dessen Wirkunsweise und Tragweite
unberuecksichtigt bleibt, wenn man „ich will“ denkt oder tut.
Bedarf!
"Dein Sinn und Wille wohnt nur in deinen Vorstellungen. Jede Stellung ist
sinnvoll und sinnlos zugleich, abhängig vom Beobachter. Jede Sinngebung
und -nehmung ist Ausgestaltung in Vergessenheit darüber, dass Du im Grunde
nur Wertungen beobachtest."
Wertungen = interne persoenliche Konsequenzen basierend auf der
Egostruktur?
Werte als Verhältnisse von Gedanken. Gedanken werden nur bewertet, wenn du bewertete Gedanken in Beziehung zum bewertenden Gedanken setzt. Nichts hat losgelöst einer relativen Vorstellung seinen Wert. Wertungen, als die Beobachtung von Gedankenketten.
„Sich nicht beeinflussen zu lassen, beeinflusst dies nicht zugleich?
Was, wenn du das Spiel nur noch beobachten kannst und es dir egal wird, du
den Sinn und Unsinn zugleich achtest?“
Gewiss. Jedes willentliche Handeln hat ebenso Konsequenzen, wie jedes
willentliche Nichthandeln.
Richtig.
Dein 2. Satz beschreibt einen Zustand, der wohl gemeinhin Erleuchtung
genannt wird.
Das ausschliessliche Sein. Die wertungsfreie Achtung und
kritiklose Anerkennung von ausnamslos allem, was ist. Die Abwesenheit vom
Denken. Nichtidentifizierung.
S-ein. Hier leuchtet aber nichts. Aber dabei nicht aufhören zu werten, sich zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Bewusstwerden des Beobachters meine ich nicht, sich nicht mehr in Vorstellungen und Wertungen der Erscheinungen zu werfen. Es geht nur darum, sich darüber bewusst zu werden, was wäre, wenn dein Wurf keinen Beobachter, keine Perspektive, hätte.
„Wer bist du selbst? Der Beobachter kann sich nicht selbst beobachten,
sondern nur Gedanken des Beobachters.“
In meiner momentanen Vorstellung bin ich die Summe von meinem Koerper,
meinem Geist und meiner Seele. Oben nannte ich diese Summe "mein Wesen".
Alle 3 funktionieren als wechselwirkende Informationsspeicher. Den
Beobachter wuerde ich im Geist verorten. Seine Gedanken ebenso. Wird
haeufig mit dem „ich“ verwechselt = Identifizierung mit nur einem Teil
vom Ganzen.
In "deiner momentanten Vorstellung bist du...". Du lieferst dir selbst die Antwort: Du bist die Vorstellungskraft, du als die Kraft, um Vorstellungen erst zu erschaffen und damit zu beobachten.
„ Anzunehmen, man könne sich irgendwie kennenlernen, das glaubte ich
auch lange Zeit. Und dann lernt man doch immer wieder wen neues kennen,
beobachtet die Vorstellungen des Erschaffenen. Mal ist man Top, mal ist man
Flop, bis man derjenige ist, der Floptop erfunden hat.“
Mit diesem Dilemma habe ich mich lange gequaelt. Zu meiner (bzw. unserer)
Erkenntnis trugen die Arbeit und persoenliche Begegnungen mit Artho
Wittemann bei. Kurzzusammenfassung: Auf der Ebene der Persoenlichkeit, gibt
es kein ich, sondern nur ein wir. Wir im Sinne von eine Crew, eine Horde
sich bekriegender Wilder oder im Idealfall eine kooperierende Armee.
Persoenlichkeitsanteile mit voellig verschiedenen (und widerstreitenden)
Idealen, Gefuehlen, Erinnerungen, Traumas, Talenten, Zielen,
Handlungsstrategien. Spezialisten fuer verschiedene Fachgebiete. Dominante
Despoten und hochsensible kleine Maedchen. Rauflustige Draufgaenger und
autistische Typen, die einfach nur die Wand anstarren wollen.
Hochinteressantes Thema und genial einfache Techniken, dieses Crew bewusst
kennenzulernen. Bei Interesse mehr.
Derjenige der Floptop erfunden / wieder mitgebracht hat ist die Seele.
Sehr viele Gedanken. All das spielt sich letztendlich nur in Gedankenwelten ab, sowohl die Seelendefinition, als auch die Persönlichkeitsentwicklung. Die Gedanken drängen sich auf. Man kann von seinen Gedanken heute als Derjenige vorgestellt werden, der Top ist, morgen als derjenige der der Flop ist. Im Endeffekt ist die Persönlichkeit ein sich rückkoppelnder Gedankenprozess, der Schritt, Gedanken soweit durch Wiederholungsschleifen zu konzentrieren, dass sie sich letztendlich materialisieren (Form behalten). Das Denken soll formen. In einfachster Hinsicht: In die Hände spucken, etwas persönliches erschaffen.
„Du als Beobachter lernst immer nur Vorstellungen kennen, die zu
beobachtende Ausgestaltung (Ob Positiv oder Ashitaka, das ist beides deine
Perspektive). Und du bist weder mehr Positiv, noch Ashitaka, noch
Negativ.“
Zustimmung. Ich erlebe die Realitaet aus der Perspektive von dem, der eben
gerade am Druecker sitzt. Konkretisierung: Ich bin mindestens alle
Mitglieder meiner Armee. (Zuzueglich Seele und Koerper, ist aber momentan
nicht relevant.) Einen Ashitaka habe ich in mir noch nicht kennengelernt.
Du erschaffst Ashitaka, stellst ihn dir vor (liest ihn dir vor) und machst ihn damit erst zu einer Beobachtung. Natürlich hast du Ashitaka kennengelernt.
Oh, Korrektur: Als Deine Darlegungen bezueglich Kaese zum dran Riechen
versiegten (und ich mir vor Lachen fast in die Hose gemacht hatte), habe
ich Euren Dialog zu meiner weiteren Erbauung in meinem Kopf fortgesetzt.
Ok, einen Ashitaka habe ich wohl auch in meiner operativen Gang.
Exakt.
„Im Grunde ist alles nur selbst(beobachtet). Stell dir einen Apfel ohne
Perspektive und ohne Kognitionen (ohne Zeitablauf) vor. Ohne dich als
Beobachter (Perspektive) ist weder ein Raum, noch die Zeit dafür
vorhanden.“
Hier kann ich leider nicht folgen.
Anders gefragt: Kannst du dir die Richtungslosigkeit eines Universums vorstellen?
„Stell dir vor zu stirbst eines Tages. Geht es danach hier weiter? Oder
geht es nur so weit, wie du es dir gerade vorstellen kannst (dir als
Vorstellung einen äußeren Beobachter installierst, der deinen Tod
beobachtet)?! Geht es hier danach ohne dich weiter, weil du es schon bei
anderen Begräbnissen (als Vorstellungen) beobachtet hast?„
Das ist in sehr spezielles Thema fuer mich, da ich in diesem konkreten
Koerper, der hier gerade den Computer bedient, bereits einmal tot war.
Du meinst, frei von dem Zwang, Vorstellungen zu beobachten?!
Zu
Deinen Fragen: Ob es beim naechsten Mal fuer mich (meine Seele) hier
weitergeht, weiss ich nicht. Dass es fuer mich weitergeht, halte ich fuer
sehr wahrscheinlich.
Das ist ja der Witz. Es muss immer nur für Vorstellungen weitergehen. Der Beobachter (nenn ihn Geist) ging noch nie wo hin, noch könnte er wohin gehen. Egal wie sehr sich deine vorgestellte Welt, dein Körper etc. verändert, der Beobachter ist immer der selbe geblieben, hat alles in dieser Zeit in sich geschlossen.
Jedenfalls waere es das erste Mal seit Aeonen, dass es
fuer mich nicht weitergeht. Ich bin schon unzaehlige Male gestorben, u.a.
auch oft als Erdenmensch. Dabei habe ich Erfahrungen und Fertigkeiten
gesammelt, welche mir bei meinem jetzigem Auftritt als Talente zur
Verfuegung stehen und es mir ermoeglichen, mich in verschiedene
(groesstenteils handwerkliche) Taetigkeiten sehr schnell einzuarbeiten.
Ich weiß nicht, ob es Beobachter gibt, die Kräfte besitzen, um ihre Vorstellungen soweit zu beeinflussen. Gibt es eine Erstausstattung an Kognitionen? Denn schließlich ist jede Tätigkeit nur als Vorstellung vorhanden. Eine Tat, die nicht vorstellbar ist, existiert nicht.
„Ich erinnere mich“ waere etwas zu salopp formuliert, weil es einen
ewigen Beobachter voraussetzt. So sage ich lieber, ich weiss bei Bedarf, wo
ich mir das jeweils benoetigte Upgrade downloaden kann. Natuerlich kann
ich nicht ausschliessen, dass auch diese Vorstellung wieder nur eine
Projektion meiner Erkenntnisfragmente ist, aber gegen die Gegenthese, dass
ich mich einfach an das morphogenetische Feld der gesamten Menschheit
anschliesse, spricht die Erfahrung, dass ich nicht auf beliebige Skillpacks
zugreifen kann, sondern eben nur auf die, die ich Talente nenne.
„Ist der Tod vielleicht deshalb nicht erklärbar, weil wir ein Problem
damit haben, von äußeren Beobachtern, die in Vorstellung Raum und Zeit
überdauern, loszulassen?
Es geht nur mit dir weiter, indem du beobachtest und damit deinem
Universum eine Perspektive auf Zeit erschaffst (ausgestaltest).“
Zum letzten Satz finde ich keinen Zugang. Koenntest Du den bitte nochmal
umformulieren?
Raum und Zeit existieren vielleicht nur, solange du dem Universum die Perpektive schenkst. Dass es auch ohne dich Raum und Zeit gibt, das ist der Zirkelschluss, ist niemals mehr als nur eine Vorstellung in deinem Universum. Könnte es sein, dass der Anfang und das Ende dieser raumzeitlichen Auffächerung den Beobachter aus und in eine Richtungslosigkeit führt, aus unzähligen Beobachtern etwas vor- und hinterlässt, dass keine Perspektive bedarf? Das Jenseits als Nichtvorstellbarkeit, als etwas, das mehr als nur eine Beobachtung bietet?
Herzlichst,
Ashitaka
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Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.