Deutscher Erfindergeist revolutioniert das Getriebe

CalBaer @, Freitag, 17.04.2015, 18:51 vor 3924 Tagen 8291 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 17.04.2015, 18:54

Ein deutsches mittelstaendisches Unternehmen hat das Getriebe neu erfunden. Das Galaxiegetriebe hat folgende in Gesamtheit bisher nicht erreichte Eigenschaften:
- spielfrei
- verschleissfrei
- dreifacher Drehmoment bei gleicher Baugroesse
- hohe Steifigkeit
- perfekter Gleichlauf

Mit dem neuen Getriebe koennen Maschinen mit Eigenschaften konstruiert werden, die bisher nicht moeglich waren. Es erhoeht die Praezision, die Lebensdauer und verringert das Gewicht. Sicher ist das vor allem fuer die Robotik hochinteressant. Zwar ist die Herstellung noch teuerer, aber das macht der Produktivitaetsgewinn langfristig wieder wett.

Eine solche Erfindung ist nur durch Konzentration auf die Technik, streng wissenschaftlich-mathematische Vorgehensweise, Disziplin und Ehrlichkeit bei der Umsetzung und gewisse Aesthetik bei der Konstruktion moeglich. Die kulturelle Basis dafuer ist wohl nur in Mitteleuropa insbes. Deutschland zu finden. Hoffen wir, dass diese Kultur in Deustchland erhalten bleibt, und nicht durch Europaeisierung (z.B. EU-Buerokratie u. -Standards) Globalisierung (z.B. TTIP) zerstoert wird.

http://www.vdi-nachrichten.com/Technik-Wirtschaft/Zahnstifte-revolutionieren-Getriebe
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/konstruktion/antriebstechnik/articles/...

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Danke. DAS sind Innovationen, im Gegensatz zum Eifon 17.3 oder so (oT)

Ankawor, Freitag, 17.04.2015, 21:14 vor 3924 Tagen @ CalBaer 4649 Views

- kein Text -

Sowas ist auch noch voll patentierbar und monopolisierfähig. (oT)

sensortimecom ⌂ @, Freitag, 17.04.2015, 22:21 vor 3924 Tagen @ Ankawor 4361 Views

- kein Text -

Getriebe

Efímera @, Samstag, 18.04.2015, 14:08 vor 3923 Tagen @ CalBaer 4738 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 18.04.2015, 14:40

http://www.vdi-nachrichten.com/Technik-Wirtschaft/Zahnstifte-revolutionieren-Getriebe
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/konstruktion/antriebstechnik/articles/...


Ich hab mir das angesehen, auch noch an anderen Stellen. Hat irgendjemand hier im Forum die Funktion verstanden? Und wie man damit ein Wechselgetriebe (Automobil) zustande bringen kann? Interessiert mich sehr.

(Diverse Rechtschreibfehler korrigiert)

Danke für den Hinweis. Gruß (oT)

Broesler, Samstag, 18.04.2015, 14:21 vor 3923 Tagen @ CalBaer 3995 Views

- kein Text -

Verriegelnde Zahnstifte

BBouvier @, Samstag, 18.04.2015, 14:35 vor 3923 Tagen @ Efímera 4790 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 18.04.2015, 14:40

<"... wie man damit ein Wechselgetriebe (Automobil) zu Stande bringen kann?">

Hallo, Efimera!

Es handelt sich dabei allein um die Verzahnung
der jeweiligen Getrieberäder in Getrieben.
=>
http://www.vdi-nachrichten.com/mediaviewer/show/392550/391596

Die Flanken zweier Zahnräder treffen nicht aufeinander,
sondern in das jeweils anzutreibende Rad werden
verriegelnde Zahnstifte geschoben,
womit ein Flächenkontakt entsteht.

Gruß,
BB

Link zu Erklär-Video auf youtube und Hinweis zum hydraulischen Radnabenmotor

Kostan @, Samstag, 18.04.2015, 16:12 vor 3923 Tagen @ BBouvier 4467 Views

Hallo Interessierte,
hallo CalBaer,

das ist wirklich etwas spannendes!
Um das Prinzip zu verstehen hilft wahrscheinlich:
Funktionsprinzip des WITTENSTEIN Galaxie Antriebssystems
https://youtu.be/TK1Nl2qe-zM?t=6s


Ist es eine Revolution, oder doch nur eine Adaption eines bekannten Prinzips aus der Hydraulik?
Ich sehe einfach ein sehr große Ähnlichkeit zum hydraulischen Radnabenmotor.

MAN HydroDrive® 2013
https://youtu.be/_q2AGk1JuAM?t=1m17s


Kostan

Getriebe

Efímera @, Samstag, 18.04.2015, 21:59 vor 3923 Tagen @ Broesler 4097 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 19.04.2015, 12:29

Guten Abend noch einmal.

Das Erklärvideo ist schon einmal viel besser als die VDE-Abbildung, wenn man es als Standbild sieht. Die VDE hatte ich auch schon gefunden. So richtig versteh ich es immer noch nicht. Das muß ich in der Hand haben. Durch die vielen einrastenden Stifte ist natürlich die Übertagungsfläche grösser. Aber macht das so viel aus? Und dann ist das doch kompliziert. Wo sich viel bewegt geht auch viel kaputt. Und dann ist es doch eine Eins-zu-Eins-Übertragung, oder? Wie geht denn das, wenn ich Wellendrehzahlen ändern möchte, von schnell nach langsam oder umgekehrt? OK- lassen wir das.

Waren vorhin Fehler drin? Tut mir leid, werde besser aufpassen.

Efímera

Ich habe es auch noch nicht verstanden - bin aber auch kein Ing.

Griba @, Dunkeldeutschland, Sonntag, 19.04.2015, 15:22 vor 3922 Tagen @ Efímera 3601 Views

... Aber macht das so viel aus? Und dann ist das doch kompliziert. Wo
sich viel bewegt geht auch viel kaputt. Und dann ist es doch eine
Eins-zu-Eins-Übertragung, oder? Wie geht denn das, wenn ich
Wellendrehzahlen ändern möchte, von schnell nach langsam oder umgekehrt?

...

Efímera

Das ist auch mein Problem - ohne es in der Hand zu haben, kann ich es nicht nachvollziehen. Und Ähnlichkeiten zum hydraulischen System von MAN sehe ich auch, nur daß die Zielrichtung da eine ganz andere ist.

--
Beste Grüße

GRIBA

Hier der Vergleich zum Planetengetriebe (mTuL)

DT @, Montag, 20.04.2015, 06:40 vor 3922 Tagen @ Griba 4272 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 20.04.2015, 06:56

http://de.wikipedia.org/wiki/Umlaufr%C3%A4dergetriebe

Ein Getriebe ermöglicht die Übersetzung einer schnell laufenden Bewegung auf eine langsamer laufende Bewegung. Natürlich kann man jetzt aus verschiedenen Getrieberädern so etwas wie eine Gangschaltung aufbauen.

Wenn man sich bisherige Lösungen anschaut, wie man eine schnelle Bewegung auf eine langsame übertragen kann, dann sieht man dabei stets die Verbindung eines kleinen und eines großen Zahnrades, so wie man das früher schon mit Lego-Zahnrädern gemacht hat.

[image]

Wie man dabei erkennen kann, berühren sich die Zahnräder nur an einem Punkt, somit (ausgedehnt in den Bildschirm hinein) an einer Linie. Das limitiert die übertragbare Kraft bzw. das Drehmoment (= Kraft * Radius).

Eine kompakte Lösung der Übertragung und Geschwindigkeitsänderung, bei der beide Wellen auch noch in die gleiche Richtung laufen und nicht entgegengesetzt, ist das Planetengetriebe, das eine Hohlwelle nutzt.

Wie eben schon angemerkt, braucht man jetzt eine schnell laufende Achse und eine langsam laufende Achse. Dies ist mit dem neuen Wittenstein-Getriebe genauso realisiert wie mit dem Planetengetriebe.

Ich gebe zu, daß ich ein bisschen gebraucht habe, das zu verstehen. Das Standbild ist wirklich ungeeignet, und das Video beschreibt das Funktionsprinzip nur zu kurz. Im Moment, wo man richtig hinschaut, ist das Video schon wieder weiter.

Schlecht gemacht von Wittenstein bzgl. PR, aber vielleicht Absicht.

In der Tat erinnert einen das an hydrodynamische Kuppelgetriebe, wie es zB FENDT in Oberaudorf (aufgekauft von den Besatzern, AGCO, Duluth, USA) schon in den 70er Jahren realisiert hatte.

http://www.fendt.com/de/unternehmen.asp

Fendt Variogetriebe:
https://www.youtube.com/watch?v=X91sqYb1x_w
Besonders gut ab 6:38 zu sehen.

Hier nochmal gaanz langsam:
https://www.youtube.com/watch?v=qJahcr21hBk

Und hier noch ein ganz alter, aber super Lehrfilm über den ölhydraulischen Drehmomentwandler:
https://www.youtube.com/watch?v=G3suoyRLHUw

DT

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