Besser wäre es, wer bei VW mitarbeiten möchte, hat seinen Arbeitsplatz
zu bezahlen.
Am Besten mehr, als er mit seiner Arbeit verdient...
Bin ich hier noch in einem Wirtschaftsforum oder in einem Perpetuum
Mobile-Traum eines durchgeknallten Arbeitgeberverbandes?
Börse(!) & Wirtschaftsforum &
Ich glaube, du hast es noch gar nicht begriffen, was das bedeutet.
Wenn der Arbeitsplatz jederzeit gekauft und verkauft werden kann, dann entwickelt sich so etwas wie eine Arbeitsplatzbörse.
Und es ist völlig uninteressant, was ein Arbeitsplatz kostet, es kommt nur darauf an, dass beim Verkauf mehr erzielt wird als er mal gekostet hat.
Und der Arbeitslohn wäre so etwas wie die Dividende.
Und Arbeitgeberverband gibt es nicht mehr.
Dafür ist er natürlich auch stimm- und gewinnberechtigt in Höhe
seines
Anteils.
Das Geld dafür kann er sich bei der Bank besorgen.
Selbst die Samariterbank wird ihm kaum mehr leihen, als er
bonitätsmäßig zurückzahlen kann.
Und die Bonität resultiert aus seiner Bezahlung.
Keineswegs, sondern das, was die Bank ihm leiht, bestimmt sich nach dem aktuellen Wert des Arbeitsplatzes. Sinkt der Wert, wird die Bank wohl einen Nachschlag verlangen.
Der Arbeiter wird also in seinem ureigensten Interesse bestrebt sein, alles zu tun, dass der Wert seines Arbeitsplatzes zunimmt.
Der Job bringt doch Geld, aber wenn VW (nur als Beispiel,
Länderbeteiligung unberücksichtigt) Pleite geht, ist man nicht nur
den
Job los, sondern auch noch sein Geld.
Wie jeder Anteilseigner. Hätte er nämlich rechtzeitig verkaufen
sollen.
Natürlich beinhaltet mein Vorschlag, dass einer jederzeit seinen
Arbeitsplatz verkaufen kann und sich vom Erlös einen anderen kaufen
kann.
Den letzten Nachschuldner beißen also die Hunde, der letzte in der
Nahrungskette.
Genau das ist das Prinzip der Marktwirtschaft.
Such Dir einen, der dümmer ist als Du.
Im Gegenteil, Selbstverantwortung. Wenn der Arbeiter den Wert seines Arbeitsplatzes erhöht, wird er ihn mit Gewinn verkaufen können, wenn er ihn im Wert verkommen lässt, wird er eben Verlust machen.
Und das willst Du hier als Endlösung verkaufen?
Mein Konzept ist keineswegs neu, und gab es schon einmal.
Nannte sich Bauernbefreiung.
Die Bauern bezahlten den Gutsherren das, was sie sonst an Fronen und Naturalabgaben zu erbringen hatten, in einem Geldbetrag.
Hatten sie natürlich nicht, darum mussten sie sich das Geld leihen.
War aber nicht weiter schlimm, wenn einer ordentlich gewirtschaftet hat, konnte er dann für seinen Bauernhof mehr erlösen, als der ihn einst kostete.
(Sicher wäre es allgemein cleverer, gestreut in Nahrungsmittelfirmen
zu
investieren, gegessen wird immer.)
Dann soll er sich einen Arbeitsplatz bei einem Nahrungsmittelkonzern
kaufen.
Und das der Arbeitnehmer als letzter aus der Zeitung erfährt, was
wirklich los ist (Standortschließungen), kennen wir ja nicht erst
seit
Opel.
Aber nicht die Anteilseigner.
Die Opelarbeiter haben sich, meiner Erinnerung nach, übrigens
geweigert,
Opel zu kaufen und den Betrieb dann auf eigene Rechnung
weiterzuführen.
Dabei war das Angebot echt günstig.
Und für wen war das Angebot günstig?
http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/autoproduktion-endet-2016-opel-macht-in-bochum-endg...
Das hamse jetzt davon.
Geil.
Ist das Dein Ernst?
Ja
Fehlt nur noch, dass Opel-Mitarbeiter per Arbeitsvertrag Opel zu kaufen
und zu fahren haben.
Quatsch.
Ein Gesellschaftervertrag ist etwas völlig anderes als ein Arbeitsvertrag.
Ironie on
Kann es sein, dass der hintergründige Trick der ganzen Diskussion im
Geldsystem liegt?
Ich meine, Dein Anfangsangebot, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer bei
Gewinn/Verlustbeteiligung Anteile überlässt, wäre ja sehr lobenswert.
Als Darlehen. (Ohne es zwischendurch in irgend eine Währung zu
verrechnen.)
Wenn denn Opel oder VW pleite sind, bekommt der Arbeitgeber die
(wertlosen) Anteile zurück.
Ausgangslage eigentumsmäßig unverändert.
Wie gesagt, wenn Jeder Jedem was klaut, kommt Keinem was weg.
Ironie off.
Wer Anteilseigner ist der Firma, in der er mitarbeitet,hört damit
natürlich auf Proletarier zu sein.
Das wäre das Ende des Proletariats.
Und das Ende der Arbeitgeber.
Denn alle sind gleich.
Ja, Es gibt zwar heute noch Grafen und Fürsten, aber sie haben keine Leibeigenen mehr und kein Gesinde, sondern Angestellte.
Also klassenlose Gesellschaft.
Wie bei den Jägern und
Sammlern.
Urkommunismus.
Ich sehe, du hast den Trick nicht durchschaut.
Macht aber nichts.
Beschäftige dich mal bisschen intensiver mit Debitismus, dann wird dir vielleicht ein Licht aufgehen.
LG
Spek
Gruß Mephistopheles
--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc