Aus deinem bisher Ausgeführten schließe ich, dass auch du denkst, dass in dieser vom Geld und seinem Erwerb bestimmten Welt, sich kaum jemand um die Menschen schert. Das soll ja auch nicht sein, es gehört ja sogar zur offiziellen Moral, dass die Menschen eigennützig sein, ihren Nutzen maximieren sollen, weil so ein Verhalten, gemäß Pareto, ja schließlich zum allgemeinen Wohlstand beitragen soll. Mag es bei den „einfachen“ Leuten noch ein paar verträumte Moralisten geben, die sich tatsächlich für ihre Artgenossen ohne Gegenanspruch aufopfern, kann man mit Gewissheit davon ausgehen, dass das bei den politisch und finanziell Mächtigen zwar in einem speziellen sittlichen Rahmen Moral gepflegt wird, aber ansonsten das Prinzip des Eigennutzes ausgiebig zum Tragen kommt,
Also was soll es, abwertend von Strukturen, Seilschaften, Mafia usw. zu reden. Wenn sich Leute zusammenschließen, um mehr Geld zu machen ist das völlig zulässig und nur dann nicht legal, wenn es den Staaten und Politikern nicht in den Kram passt. Man kann weder den Juden noch den Arabern noch irgendwelchen Kapitalisten oder Finanzfritzen vorwerfen, wenn sie sich zusammenschließen, weil sie meinen, durch den Zusammenschluss mehr Geld machen zu können. Ich sage, sie haben völlig recht und ich würde es genau so machen, wenn ich in ihrer Lage wäre und würde, wie sie, alle Mittel nützen um meine Interessen durchzusetzen. Sich über so was zu beschweren ist entweder der eigenen Erfolglosigkeit geschuldet oder einem, ich muss es so sagen, verlogenen Moralismus, der in einer Welt, wo das Geld im Zentrum steht, nichts verloren hat.
Deshalb ist es völlig uninteressant, sich in diesem System des Geldes die jüdischen Finanzfritzen herauszupicken. Sie machen doch nichts anderes als ihre Konkurrenten, nur machen sie es vielleicht ein bisschen besser, aber vielleicht auch nicht, denn heute gibt’s ja auch noch Chinesen und andere Asiaten, die da kräftig mit und ohne Seilschaften mitmischen. Wenn man sich aufregen möchte, dann sollte man sich darüber aufregen, warum es überhaupt und generell möglich ist, dass eine (Finanz)clique Menschen verachten, ausbeuten und fertig machen kann. Und da ist es dann wirklich egal, falls es denn so sei, ob dabei die Juden eine herausragende Rolle spielen.
Wenn man aber immer wieder an den Juden, als einem irgendwie besonderen Menschenschlag herummäkelt bzw. er zumindest unverhältnismäßig viele verschlagene Typen hervorbringt, dann steht dahinter eine Ideologie mit rassistischen Wertvorstellungen. Das bringt aber außer den Ideologen, die damit die Leute verblöden wollen, nichts. Mit Ideologien geht man den aktuellen Problemen nur aus dem Wege, aber mit ihnen klärt man nichts, schafft man keine Lösungen sondern schafft nur Verwirrung und landet im allgemeinen genau dort, was du beklagst, in Krieg und Elend.
Deshalb habe ich ja angedeutet, dass die Menschen hier und woanders über Lösungsansätze wie den Debitismus, ob er nun richtig sei oder nicht, reden und sich den Kopf dabei anstrengen sollten, statt sich mit ideologischer Phrasendrescherei voll zu quasseln um irgendwann aufeinander loszugehen. Nur, nämlich, wenn wir uns die immer bedrohlicher werdende Lage der Menschheit anhand von begründeten Begriffen erklären, kommen wir weiter.
Gruß
Mangwei