Hierzu ein lesenswerter Artikel von Günter Ederer auf der Achse
Im zweiten Teil seiner Beitragsreihe über Griechenland beschreibt Ederer die innenpolitische Situation des Landes - weit über den Zeitraum des WK II hinaus. Er vermittelt tiefe Einblicke in die auf griechischem Boden erfolgten Verbrechen und nennt die Zahl der Opfer.
Ich war erstaunt über die Angaben:
Ganze Landstriche waren 1949 entvölkert. Die Kommunisten zwangen erst bis zu 30 000 Kinder, die sie meistens gewaltsam den Eltern abnahmen über die Grenze in die kommunistischen Nachbarstaaten. Später, als deutlich wurde, dass sie den Krieg nicht gewinnen konnten, evakuierten sie die Dörfer samt des Viehs nach Albanien, Jugoslawien und Bulgarien und brannten sie dann nieder. Nur vage sind noch immer die Angaben über die Zahl der Opfer dieser Verwüstungen. Es gibt Zahlen von 150 000 bis 750 000 Ermordeten und Vertriebenen. Das sind weit mehr Opfer als der Weltkrieg gefordert hatte. Zur Wahrheit gehört, dass die königstreue Armee auch ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung Krieg führte und Dörfer schon mal mit Napalm bombardierte. Aufgearbeitet wurde der Bürgerkrieg nie.
Er stellt gut die Strategie der aktuellen Regierung dar und beleuchtet den Aspekt, dass die deutsche Vergangenheit als Brennglas dient, mit der die bis heute nicht aufgearbeitete Vergangenheit der griechischen Geschichte mit ihren jahrzehntelangen Machtkämpfen rivalisierender kommuninstischer Ideologen gebündelt werden soll.
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_griechische_tragoedie_teil_2_d...
Sein erster Teil ist nicht weniger interessant, wenngleich vor dem historischen Kontext nicht so erhellend:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_griechische_tragoedie_teil_1_d...
Beste Grüße vom
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.zip