Deutsche Reparationen, griechische Schulden: Versailles 2.0

politicaleconomy @, Montag, 13.04.2015, 10:20 vor 3927 Tagen 3989 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 13.04.2015, 12:28

Treffender Artikel von Ulrike Herrmann in der taz:

Das Geld ist längst weg

EUROKRISE Wer Geld für die Vergangenheit verlangt, ruiniert die Wirtschaftsleistung der Zukunft. Deshalb zahlte Deutschland keine Reparationen. Und darum kann auch Griechenland die Schulden nie begleichen

(Zitat gelöscht vom Moderator wegen Copyright)

(Zum kompletten Artikel)

Deutsche Reparationen, Schulden, Versailles....

Rotstein, Montag, 13.04.2015, 12:30 vor 3927 Tagen @ politicaleconomy 2881 Views

Wurden die deutschen Kredite aus den 20'er Jahren nicht noch bis 2010 abgezahlt?

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat Deutschland sehr wohl Reparationen geleistet, und zwar die sowjetische Besatzungszone in Form von abgebauten Industrieanlagen, die an die Sowjetunion geliefert wurden, weswegen einige Ökonomen der Meinung sind, daß Ostdeutschland das eigentliche "Wirtschaftswunder" vollbracht hat, sich nach dem Krieg ökonomisch zu entwickeln, z. B. durch den Aufbau einer eigenen Stahlproduktion als Grundlage seiner Wirtschaft.
In dem Buch "Was war die DDR wert?" wird darüber geschrieben.

@politicaleconomy: Copyright beachten! (oT)

Moderator @, Montag, 13.04.2015, 12:31 vor 3927 Tagen @ politicaleconomy 2218 Views

- kein Text -

Reparationen und Karusellgeschäfte

FESTAN, Montag, 13.04.2015, 12:50 vor 3927 Tagen @ politicaleconomy 3064 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 13.04.2015, 13:11

oops, jetzt ist der Text weg. Trotzdem:

Bis 1923 zahlte "Deutschland" bereits 56 MRD in Goldmark (dort weitere Links zu Zahlen und Hintergründen).

Dem herrschenden privaten Bankenkartell (Rothschild, Schiff, Warburg etc.) ging es nie darum, Ländern zu helfen oder sie wirtschaftlich aufzubauen, sondern immer darum, die Völker zu unterwerfen und maximal zu verschulden, um sie in Abhängigkeit zu halten und Zinsen daraus zu ziehen.

Das Spiel läuft seit gut 3000 Jahren so. Die beste Publikation zu diesem Thema findet sich hier, hervorragend recherchiert für den in Englisch geübten Leser.

Auf Seite 41 - 47 dort können sich Herren wie Heinsohn und Martin mal schlau machen, wer mit welchen Motiven und welchen Mitteln hinter den "Revolutionen" in England, Frankreich, USA und Russland steckte. So hat der Philanthrop Jacob Schiff z. B. 20 Mio. Dollar (Papiergeld?!) in die Russische Revolution investiert und 600 Mio. Goldrubel aus seinem "Investment" zurückerhalten (S. 47).


FESTAN

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„…Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Lebensgewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in demokratischen Gesellschaften. Diejenigen, die diesen unsichtbaren Mechanismus der Gesellschaft manipulieren, bilde

Kann man sich hier vorlesen lassen und nebenher den Gartenzaun streichen oder im Wald spazieren gehen

Bernadette_Lauert, Montag, 13.04.2015, 13:15 vor 3927 Tagen @ FESTAN 3132 Views

Das Spiel läuft seit gut 3000 Jahren so. Die beste Publikation zu diesem
Thema findet sich
hier
, hervorragend recherchiert für den in Englisch geübten
Leser.

Danke für den Link.
Es gibt so viel wichtigen Input, dass er kaum zu verarbeiten ist.
Wer sich für "The Babylonian Woe" interessiert, findet hier einen YT-Kanal, in dem er verhörbucht wurde: https://www.youtube.com/watch?v=AX9bZVsiIVE&index=1&list=PLBD6A9E817ECA0EC2
Tipp: Tonspur rausziehen und in den Alltag einbauen, beispielsweise beim Gartenzaun streichen...

Aber Vorsicht: Ich hab mir die mit diesem Video
https://www.youtube.com/watch?v=fdSKFzJWzWM
beginnende Vorlesungsreihe von Prof. Senf v.a. beim Inlineskaten angehört. Und jedesmal wenn ich meine Stammstrecke abfahre, schießen mir Ausführungen von Senf durch den Kopf, die mit der Tätigkeit und Umgebung hirntechnisch verknüpft sind.
Er kommt übrigens zu ähnlichen Schlussfolgerungen, aber nicht in der Sprache der Besatzer und näher an unserem aktuellen Zeitgeschehen.

Gruß, Bernadette

Hierzu ein lesenswerter Artikel von Günter Ederer auf der Achse

zip @, Montag, 13.04.2015, 16:04 vor 3927 Tagen @ politicaleconomy 2639 Views

Im zweiten Teil seiner Beitragsreihe über Griechenland beschreibt Ederer die innenpolitische Situation des Landes - weit über den Zeitraum des WK II hinaus. Er vermittelt tiefe Einblicke in die auf griechischem Boden erfolgten Verbrechen und nennt die Zahl der Opfer.

Ich war erstaunt über die Angaben:

Ganze Landstriche waren 1949 entvölkert. Die Kommunisten zwangen erst bis zu 30 000 Kinder, die sie meistens gewaltsam den Eltern abnahmen über die Grenze in die kommunistischen Nachbarstaaten. Später, als deutlich wurde, dass sie den Krieg nicht gewinnen konnten, evakuierten sie die Dörfer samt des Viehs nach Albanien, Jugoslawien und Bulgarien und brannten sie dann nieder. Nur vage sind noch immer die Angaben über die Zahl der Opfer dieser Verwüstungen. Es gibt Zahlen von 150 000 bis 750 000 Ermordeten und Vertriebenen. Das sind weit mehr Opfer als der Weltkrieg gefordert hatte. Zur Wahrheit gehört, dass die königstreue Armee auch ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung Krieg führte und Dörfer schon mal mit Napalm bombardierte. Aufgearbeitet wurde der Bürgerkrieg nie.

Er stellt gut die Strategie der aktuellen Regierung dar und beleuchtet den Aspekt, dass die deutsche Vergangenheit als Brennglas dient, mit der die bis heute nicht aufgearbeitete Vergangenheit der griechischen Geschichte mit ihren jahrzehntelangen Machtkämpfen rivalisierender kommuninstischer Ideologen gebündelt werden soll.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_griechische_tragoedie_teil_2_d...

Sein erster Teil ist nicht weniger interessant, wenngleich vor dem historischen Kontext nicht so erhellend:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_griechische_tragoedie_teil_1_d...

Beste Grüße vom

--
.zip

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