Innenminister Friedrich denkt (laut) über ein Berufsverbot von Depressiven nach

Ikonoklast @, Freitag, 10.04.2015, 09:23 vor 3930 Tagen 3939 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 10.04.2015, 14:40

Hallo Zusammen,

die neueste Idee unserer Henker und Lenker ist ein Berufsverbot für depressive Menschen. Angeblich stehen 58% der Bevölkerung hinter diesem Vorhaben.

Anstatt, dass man die systembedingten Umstände angeht, welche die Menschen in Depression verfallen lassen, doktert man nur wieder an den Symptomen herum. Die Konsequenz wird die Vernichtung vieler Existenzen sein. Ist doch super, wenn ich den Arbeitnehmer loswerden will, dieser sich aber nichts zu Schulden hat kommen lassen, treibe ich ihn in eine Depression oder Burnout (den deklariere ich als Depression). Und zack! raus is' er...

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Grüße

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... and girls of course!

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Das ergibt durchaus Sinn, ff. bedingungsloses Grundeinkommen

Leser23 @, Freitag, 10.04.2015, 10:11 vor 3930 Tagen @ Ikonoklast 3170 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 10.04.2015, 11:11

Das ergibt durchaus Sinn, nur nicht auf Anhieb erkennbar.

Dazu bewege man sich einfach mal ein wenig vom Bildschirm zurück, symbolisch versteht sich und versuche das Bild in Gänze zu erfassen.

Der Süden Europas hat 50% Jugendarbeitslosigkeit.

Und?

Fehlt irgendwas im Regal bei Lidl, Aldi, Rewe und Konsorten?

Hunger? Keine Brennstoffe? Irgendein Ersatzteil nicht zu liefern?

Ist irgendein Mangel wegen NICHT ERFOLGTER ARBEIT der Freigestellten zu erkennen?

Nein, ganz im Gegenteil! Jene, die noch arbeiten, tun dies auch nicht exklusiv, sondern i.d.R. dann auch noch in einer „Verdrängungsposition“, sprich in Konkurrenz und mindesten einem, der genau das Gleiche macht/anbietet/verkauft!

Afrika hat überdies weitere Millionen freier Arbeitskräfte, die der Erdball wegen der Arbeit eben auch nicht benötigt.
Bedürfnisse der Menschen bzgl. Arbeit werden heute und in Zukunft noch vielmehr von Maschinen erledigt!

Tradest Du noch von „Hand“?

Wir haben nicht mehr 1950, wo jede Arbeitskraft gebraucht wurde, wo wir dazu auch noch Gastarbeiter ins Land holen mussten.

Seit 1950 haben wir eine Produktivitätssteigerung von mehreren 100% bei gleichzeitiger Freistellung arbeitsintensiver Sparten mittels der technisch erhofft, gewollt und glücklicherweise erlangten Mechanisierung/Automatisierung.

Alles was dem Arbeitsmarkt bestenfalls fehlt, sind Arbeitskräfte, die sich „unter Wert“ also in Konkurrenz zum Wohlstand- der Bestandsarbeitsplätze verkaufen.

Klar, daß wegen der erforderlichen internationalen Konkurrenz, daß dem einen oder anderen Unternehmen durchaus entgegen kommt oder sogar existenziell wichtig ist.

Wir brauchen, um den Restwohlstand zu behalten, in der Tat diese Lohndumper, entweder direkt hinter der Grenze oder sogar im Land.

Nur wovon leben die dadurch „Freigestellten“ von denen es nach Herrn Friedrichs Meinung also noch zu wenige gibt.

Der Arbeitsmarkt ohne „Depressive“ ist ein in der Qualität durchaus höherwertiger, selbstredend!

Bloß, eine Gleichung ist hier noch zu lösen.

Was tun, mit den freigewordenen ehemaligen Arbeitskräften?

„Bedingungsloses Grundeinkommen!“

Hartz IV war ein Schritt in diese Richtung, ein verkorkster aber erforderlicher Schritt, welcher jetzt die Kurve zum bedingungslosen Grundeinkommen kriegen muss.

Dann wird die Vision von Herrn Friedrich wahr, und jeder Marktteilnehmer kann nach seinem Gelüste oder medizinischer Voraussetzung, den Markt fortan berühren, einmal als eher Dienender oder Produzierender, ein anderes mal eher als „Bedienter“ bzw. „Konsumierender“.

Letzterer eben dann mit dem entsprechenden bedingungslosen Grundeinkommen.

Das mag heute noch als Vision erscheinen, in Teilbereichen der Welt haben wir das jedoch schon längst!

Wieviele Posten im Staatswesen (z.B.) existieren, wo sich der Rest der Menschheit oder sogar auch mal die direkt Vorgesetz bzw. Untergebenen fragen, WAS MACHEN DIE EIGENTLICH DEN GANZEN TAG?

Die bekommen bereits zum Monatsersten Geld, ohne eine relevante Gegenleistung.

Schon heute ist das das erklärte Ziel der Arbeitenden am freien Markt, in irgendeiner „Behörde“ unterzukommen, wissend, daß man sich eben dort nicht mehr „den Allerwehrtesten“ aufreißen muss, und Angst um Kündigung gibt’s auch nicht mehr – es sei denn...

Waren und sind es nicht grad die Griechen vorweg gewesen, die uns genau diesen Weg vorgezeigt haben?

Waren es nicht jene 25% der „beschäftigten“ Bevölkerung welche in Behörden „Unterschlupf“ gefunden haben – und dort eben Geld ohne Gegenleistung bekommen zu können?

Ja, ja der EU Kommission hat das dann nicht gepasst bzw. den externen Dirigenten jener EU Kommission aus der Bankenwelt.

Klar, Letztere werden die Position bedingungsloses Grundeinkommen entweder sogar ganz zu verhindern versuchen oder aber eben auf Hartz IV Niveau herunternivellieren.

Das tun sie, nicht weil sie böse sind, sondern weil es das System, in welchen sie diese Rolle ausfüllen, schlicht vorgibt!

Tun sie es nicht, fliegen sie raus, und ein Zweiter, Dritter oder n+1er muss es ihnen gleich machen.

Tja Herr Friedrich, Ihre Idee ist so schlecht nicht, bedenken sie, den dafür erforderlichen Systemwechsel „auf den Weg“ zu bringen.

Schlussendlich kann die Menschheit dabei in der Tat nur gewinnen!

Dann lässt man sich bevorzugt schon in der Schulzeit als depressiv attestieren, und geht sein Leben lang der Vervollkommnung der geistigen Evolution des Menschen nach – oder schaut halt 60 Jahre am Stück RTL2 Frauentausch an, je nach Duktus.

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Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."

Wenn die Psychiatrie über Menschenschicksale urteilt -> Habe da auch so meine Zweifel.

Bernadette_Lauert, Freitag, 10.04.2015, 10:11 vor 3930 Tagen @ Ikonoklast 2807 Views

Ist doch super wenn ich den Arbeitnehmer loswerden will, dieser sich
aber nichts zu Schulden hat kommen lassen, treibe ich ihn in eine
Depression oder Burnout (den deklariere ich als Depression. Und zack! raus
is' er...

Um ein ähnliches Thema ging es bei einer Diskussion zwischen CalBaer und mir. Das hat sich allerdings erst gaaanz zum Schluss eines langen Fadens gezeigt.

Der Mitforist forderte abschließend: "Ganz einfach indem solche Personen von der Machtausuebung ausgeschlossen werden. Fehlende Emotionalitaet kann wissenschaftlich-psychologisch diagnostiziert werden. Geistig Kranke duerfen z.B. nicht Pilot werden, aber in der Politik wird das bisher nicht verhindert."
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=350804

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich der Gesprächsverlauf immer noch perplex macht, denn der Initialdebattenbeitrag drehte sich um Probleme mit dem Staat und als Alternative "praeneolithischen Stammesgemeinschaften, also welche die in kleinen Gemeinschaften von 100-200 Mitliedern sich hauptsaechlich von Jagd und primitivem Ackerbau ernaehrt haben."

Da bin ich dann manchmal penetrant im Nachfragen, wenn ich nicht weiß, welches Fazit nun gezogen werden soll. (Gesprächsverlauf ab hier: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=350745)

Mit dem eroierten Ergebnis, dass durch psychologische Tests fehlende Emotionalität diagnistiziert werden soll, um Leute mit diesem Defizit von der Machtausübung auszuschließen, bin ich genausowenig einverstanden wie Du mit dem Berufsverbot nach diagnostizierter Depression.

Was passieren kann, wenn die Psychiatrie über Menschen so schicksalhafte Urteile fällt, zeigt sich immer wieder, wenn ein Fall wie Mollath an die Oberfläche schwappt. Subversive Zeitgenossen können so ausgeschaltet werden.
Und auch wenn diese Zunft einen Eid geleistet hat, ist das mit den Gutachten und monetären Einflussfaktoren auch immer so eine Sache.
Aus meiner Sicht daher:
Keine prospektive Macht der Psychiatrie!
Einschränkung: Wenn sich retrospektiv eine echte Gefahr für Mitmenschen erwiesen hat (Kindermörder etc). Hier kann auf das Instrument der Sicherheitsverwahrung zum Schutze der Allgemeinheit nicht verzichetet werden.

Aber "fehlende Emotionalität" oder "Depression" - das ist viel zu schwammig. Solche "Störungen" tragen wir alle in uns, mal mehr, mal weniger.

Gruß, Bernadette

....viel Spass bei der Differenzierung von depressiven Erkrankungen...und der Zuordnung zum Einzelnen (mLuT)

subwave @, Freitag, 10.04.2015, 12:07 vor 3930 Tagen @ Bernadette_Lauert 2568 Views

Depression ist ein Sammelbegriff - Burn Out fällt auch darunter.

Das Klassifikationssystem der ICD-10 klassifiziert depressive Störungen auf der Grundlage von Symptomatologie, Schweregrad, Dauer, Verlauf und Frequenz wiederkehrender Erkrankungsphasen.

Die Symptome werden in Haupt- und Zusatzsymptome unterteilt. Von einer „depressiven Episode“ spricht man, wenn über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen mindestens zwei der Hauptsymptome und zwei Zusatzsymptome vorhanden sind.

http://www.depression-leitlinien.de/depression/7767.php

Gruss sub

--
Be the change you want to see in the world - Gandhi-

Da ist nichts schwamming und Eignungstests sind fuer viele Berufe schon lange Standard

CalBaer @, Freitag, 10.04.2015, 18:08 vor 3930 Tagen @ Bernadette_Lauert 2059 Views

Aber "fehlende Emotionalität" oder "Depression" - das ist viel zu
schwammig. Solche "Störungen" tragen wir alle in uns, mal mehr, mal
weniger.

Eine permanente geistige Unfaehigkeit und voruebergehende psychische Stoerungen sind zwei grundverschiedene Dinge.

Fehlende Emotionalitaet ist wissenschaftlich diagnostizierbar und vermutlich genetisch bedingt (mehr Forschung notwendig).

Eignungstests sind nicht diskriminierend, da um ein Privileg entschieden wird und nicht um einen Ausschluss von der Allgemeinheit. Das hat nichts mit Missbrauch der Psychatrie zu tun.

Es geht um die Diagnose einer permanenten geistigen Unfaehigkeit, die an Gehirnstroemen messbar ist. Diagnosen psysischer Stoerungen wie Depression sind daher eher schwammig und koennen auch leichter missbraucht werden.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Stimme voll zu!

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 10.04.2015, 10:15 vor 3930 Tagen @ Ikonoklast 2940 Views

Berufsverbot für alle depressiven und ansonsten psychisch gestörten Politiker!

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Da kaeme diese Diskussion endlich mal in Gange

CalBaer @, Freitag, 10.04.2015, 18:24 vor 3930 Tagen @ Mephistopheles 2020 Views

Berufsverbot für ... psychisch gestörten
Politiker!

Ein Pilot mit 150 Menschen an Board muss geistig topfit sein (finde ich auch richtig), aber der Geisteszustand eines "Piloten" mit einem ganzen Volk "an Board", das interessiert (noch) niemanden.

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
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Populismus - das wird anders geregelt (edit Betreff: Berufsverbot bei Depression)

Mercury @, Freitag, 10.04.2015, 13:24 vor 3930 Tagen @ Ikonoklast 2547 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 10.04.2015, 14:16

Hallo Anti-Dos,

das "Vorhaben" ist reiner Populismus, da überhaupt nicht umsetzbar.

"Depression" allein ist schon ein Sammelbegriff, wobei es sogar physiologische Unterschiede gibt (bei gleichem Erscheinungsbild).
Doch würden "Depressive" Berufsverbot bekommen, gäbe es Unmengen Klagen auf Gleichbehandlung mit anderen psychisch gestörten "Gefährdern" (gewesene Schizophrenien, Panikstörungen - Auto fahren! etc.).

Dazu käme das Problem der Abgrenzung "normaler" Zustände mit psychischen Störungen.

Dann wäre zu regeln, welche Diagnosegenauigkeit bei einem solchen Eingriff erfolgen muß. Eine Einzeldiagnose? Muß getestet werden? Muß ein Gremium entscheiden?

Letztlich würde es vor Gericht enden und dort dann eine Regelung (und zwar für alle Krankheiten, auch organische) erfolgen müssen, wie sie heute bei einer Zwangsunterbringung erfolgt: Nur per Richterspruch möglich.

Ein derartiger Umbau der Gesellschaft ist allerdings heute noch nicht möglich.

Hier zeigt sich allerdings auch, wie wichtig das von Azur immer wieder angesprochene Recht ist. Auch wenn bestimmt einige "Spezialisten" der Meinung sind, dass das ingesamt nicht geht (aber für Einige dann doch möchten) - sie sind halt genauso gescheit wie der Herr aus Bayern. Das Gesetzt schützt alle gleich und das funktioniert auch, bis auf die übliche statistische Fehlerqoute.

Was allerdings funktionieren wird, ist der Druck auf Behandler. Psychotherapeuten und Ärzte sind da nur zu bereitwillige Helfer, die sich den Druck schon schönreden werden.

Vielleicht wird es Gesetze geben, die die Behandler in die Haftung nehmen. Das würde wesentlich wirksamer sein. Das kann man alles schön diskret im Hintergrund halten, fällt keinem auf und die, die es merken, denen hört sowieso nie jemand zu.

Dagegen zu rechnen wären allerdings die Kosten für die dann häufig als Ausweg zu nehmenden Frühverrentungen.

Also niemand mit psychischer Störung braucht sich Sorgen machen, dadurch arbeitslos zu werden. Jedenfalls nicht mehr als heute schon.

Grüße

Mercury

Erschreckend ist allein die Geschwindigkeit, mit der das Thema aufkommt

Abronsius @, Freitag, 10.04.2015, 20:11 vor 3930 Tagen @ Ikonoklast 2116 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 10.04.2015, 20:20

Das Einzige, was mich daran aufschreckt, ist die Geschwindigkeit, mit der sich erstmals jemand zu dieser Thematik aus der Deckung wagt.
Meine erste Befürchtung habe ich hier thematisiert: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=349150&page=2&category=0&or...

Den in diesem Faden thematisierten Zusammenhang zum bedingungslosen Grundeinkommen finde ich indes höchst überlegenswert.
Bis es jedoch dereinst soweit ist, werden wir uns einer Psychopolizei ausgesetzt sehen.

Und bitte lasst uns nicht die kreativen Leistungen "psychisch gestörter" Menschen vergessen. Die Norm zu denken, bringt das System nicht weiter.

Erinnerung an russisches Gesetz

Leserzuschrift @, Samstag, 11.04.2015, 12:10 vor 3929 Tagen @ Ikonoklast 1889 Views

Hallo,
na, das erinnert doch ein wenig an dieses vor einiger Zeit durch die Medien hier zu Lande gezerrte neue Gesetz in Russland zum Fahrverbot für Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten / psychischen Störungen.
Hübsch verstärkt, zwecks der erhofften Emotionsebene, wurde das damals noch durch das zuerst lancierte – später aber zurückgenommene: In Russland dürfen Transsexuelle nicht mehr Autofahren.
(derart übersteigert überhaupt aufmerksam geworden, dachte sich da so Mancher (ich hab mal so ein bisschen rumgefragt; „Na ja, gaaaaanz so schlecht ist das doch nicht, natürlich hab ich gar nichts gegen Transsexuelle und klar können die Autofahren, ABER ein Schizophrener, ein Sadist , ein SUIZIDGEFÄHRDETER!!!! Da wär mir schon lieber, wenn DIE das nicht dürften.)

Und dann setzt ein psychisch Gestörter laut Mainstream ein Flugzeug mit einer Schulklasse an den Berg.

Na dann: Heil Putin

Oder doch nicht?

Ironie und Verwirrung sind inklusive. Und die Sehnsucht nach Normen, Werten und vor allem Vernunft wird groß und größer.

Eben dies wird letztlich genau dahin führen, worauf dies derart umfassende Spektakel ausgerichtet ist.
Ich meine, um manch Zielpunkt zu erfassen, sollte man sich angewöhnen in UMKEHRUNGEN zu denken.

Wie immer; Beobachtung mit der Frage, Was entsteht daraus?


Mit nachdenklichen Grüßen, Sigrid

Wie immer; Beobachtung mit der Frage, Was entsteht daraus?

nemo, Samstag, 11.04.2015, 14:02 vor 3929 Tagen @ Leserzuschrift 1781 Views

bearbeitet von nemo, Samstag, 11.04.2015, 14:08

Ist doch klar:

Es wird aufgrund der Lüge von 9/11 und der damit verbundenen Generalüberwachung
aller Bürger immer enger und besser überwacht werden. Psychogramme werden erstellt
und Menschen in Kategorien eingeordnet, mit dem Ziel, alles noch besser kontrollieren
zu können. Systemrelevante Jobs werden dann nur noch an Menschen der Kategorie 1
vergeben und Piloten brauchen mindestens die Kategorie 2 um in die engere Auswahl
zu kommen. Menschen der Kategorie 3 dürfen sich fortpflanzen und ab Kategorie
4 darf der Führerschein gemacht werden. Menschen der Kategorie 5 sind genetisch
unbrauchbar und werden für die einfachen Arbeiten eingesetzt.

Bisher nur Science Fiktion. (Die Tribute von Panem, Atlas Cloud usw.)

Aber die Entwicklung hin zu einer wirklich vernünftigen, umfassend normierten
Gesellschaft ist nur noch eine Frage der Zeit. Intelligenztests gehören ja heute schon
zur Routine, bei gut bezahlten Jobs in internationalen Unternehmen.

Das Irre dabei ist, dass diese Entwicklung auf Täuschung und Lügen beruht. Und
noch irrer ist die Tatsache, dass die Leute in den Entscheidungspositionen gar keine
andere Wahl haben, als diese Lügen und Täuschungen als Wahrheit anzuerkennen.

Putin oder Europa ist hier nicht die Frage. Die Frage ist, wie lange kann sich der
Einzelne noch die Freiheit einer eigenen Wahrnehmung leisten, bevor er in eine
Kategorie der Überwacher gesteckt wird, die seine Rechte definiert?

Gruß
nemo

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