... sollte man nicht mit obskuren Nebenwerten anfangen, deren Produktionsstätten und Absatzmarkt, sofern überhaupt vorhanden, sich am anderen Ende der Welt befinden und deren Management kein Deutsch spricht, vom dortigen Rechtssystem und Bilanzierungsreglement noch gar nicht gesprochen.
Das zielt aber ausdrücklich nicht auf @Martino!
Und sich dann wundern, dass die Deutschen Aktienmuffel sind...
Man sollte in folgender Reihenfolge anfangen:
Indexfonds - niedrige Kosten! Die wenigsten managed Fonds schlagen den Markt
Dax- und Mdax-Werte - da gibt es genug Überraschungen, aber man hat evtl. etwas Verständnis der Märkte, kann die Berichte lesen und verstehen und kann sogar dort anrufen und Auskunft verlangen (geht wirklich!)
Deutsche Nebenwerte - da gibt es bereits genügend Smart Boys, denen man auf den Leim gehen kann
Ausländische Werte - erst wenn man Erfahrung gesammelt hat
Managed Fonds mag ich persönlich nicht wegen der Kosten. Wichtiger Lehrsatz: die Kosten sind das Einzige, das man als Investor überhaupt beeinflussen kann. Ein wenig Rechnerei dürfte zeigen, wie unterschiedlich sich ein Depot bei durchschnittlichen 7% Rendite und 0,5/1/1,5 etc Prozent Kosten pro Jahr über die Zeit entwickelt.
PS. noch zu Fonds: Gerade in Abschwüngen performen Fonds besonders schlecht. Denn die verängstigten Anleger ziehen plötzlich viel Geld ab und nötigen den Fonds zu Verkäufen, er kann also schlecht "Aussitzen", sondern muß billig verkaufen. Ist der Markt dann am Boden, fehlen ihm wiederum die Mittel, um günstig einzusteigen, denn die Masse kauft erst, wenn die Kurse wieder gestiegen sind.