IWF, Washington Consensus, Chicago Boys: US-Neokolonialismus

politicaleconomy, Mittwoch, 08.04.2015, 11:28 (vor 3986 Tagen) @ Bernadette_Lauert3078 Views

Hi,

Wenn der IWF mitmischt, war es bisher immer so, dass sich dem Großkapital
Chancen eröffneten, billigst an bis dato Volksvermögen zu kommen. Die
Troika ("Institutionen") marschiert den gleichen Weg entlang...
So findet in Griechenland auch ein solcher Raubzug durch das Großkapital
statt.
Einem Pleiteland wird das Tafelsilber für wenig Geld genommen, das
irgendwann etwas Geld reinbringen könnte. Konzerne schnappen sich Perlen
und zahlen Glaskugeln und Haselnüsse dafür. Irrsinnig!

So funktioniert der "Washington Consensus" seit Jahrzehnten - wurde auch für die Entwicklungländer und die post.1989-Transformationsländer so gemacht.

Die Theorie - inclusive der Entwicklungstheorie - wurde systematisch verzerrt, um den neokolonialistischen Interessen des US-Groß- und Finanzkapitals zu dienen, wie Varoufakis in seinem "globalen Minotaurus" zeigt (er hat es begriffen - diejenigen, die hier schreien, er sei eine Marionette der USA, ohne je einen Blick in sein Buch geworfen zu haben, haben einfach null Ahnung, wie er tickt). Die Chicago Boys hatten eine Agenda.

Daß nachholende Entwicklung nur mit zum Washington Consensus völlig konträren Strategien erfolgreich funktioniert hat (Paradebeispiel dafür: Deutschland im 19. Jhdt.), und daß der "Washington Consensus" dazu dient, Moderniserungs-Nachholer niederzuhalten und auszubeuten, zeigt Ha Joon Chang in "Kicking Away The Ladder: Development Strategy in Historical Perspective".


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