"Plant Moskau einen Atomkrieg?" - Propaganda am Tiefpunkt in "Die Welt"

Phoenix5, Dienstag, 07.04.2015, 13:24 vor 3933 Tagen 4650 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 07.04.2015, 13:27

Was diesen Artikel so perfide macht, ist die (wiederholte) Täter-Opfer-Umkehr. Russland droht Dänemark im Falle eines Nato-Russland-Konflikts als Feindstaat angesehen zu werden, wenn es sich am Nato-Raketenschutzschild beteiligt.

Jeder Experte auf dem Gebiet der Militärstrategie wird bestätigen können, dass der Raketenschild für die USA (Nato) den Sinn hat, nach einem nuklearen Erstschlag gegen Russland das noch übrige Verteidigungsarsenal der Russen zu neutralisieren. Mit dem Bau dieser Raketenschilder gibt die Nato indirekt zu, dass sie nicht an Abrüstung oder einem Gleichgewicht der Kräfte interessiert ist, sondern ausschließlich daran, Russlands Verteidigung massiv zu schwächen und sich außerdem das Recht vorbehält, Russland atomar zu bombardieren. Und was machen die Schmierfinken beim transatlantischen Medium "Die Welt" daraus? Richtig: Sie lenken den Blick weg vom Provokateur, hin zum eigentlichen Opfer. Die Drohung Russlands, Dänemark im Falle einer Beteiligung am Raketenschild bei einem Nato-Russland-Konflikt als Feindstaat zu sehen, wäre eigentlich keine Kreml-Äußerung wert gewesen, weil es eine Selbstverständlichkeit ist.

Um mich nicht falsch zu verstehen: Mit der gegenwärtigen aggressiven Nato-Politik gegen Russland, wird selbiges - wenn es als souveräner Staat überleben will! - irgendwann nichts anderes übrig bleiben, als gegen den Westen militärisch vorzugehen. Aber das muss als Verzweiflungstat gewertet werden, deren Anstifter (mit tatkräftiger Hilfe Europas) in Washington sitzen.

Gruß
Phoenix5

Was erwartest du von einem NATO-Presse Organ?! .-) (oT)

Tünnes @, Dienstag, 07.04.2015, 14:14 vor 3933 Tagen @ Phoenix5 2181 Views

- kein Text -

Wer bietet solchen Leuten eine Platform?

Sylvia @, Dienstag, 07.04.2015, 14:15 vor 3933 Tagen @ Phoenix5 3207 Views

Was
diesen
Artikel
so perfide macht, ...

Bei solchen Artikeln frage ich mich immer: Wer - und warum - bietet solchen verrunzelten, verbiesterten, alten Säcken wie BrzeziÅ„ski (87) oder Laqueur (93) eine Platform um ihr Gift zu speien?

Walter Laqueur, geboren in Breslau in eine deutsch-jüdische Familie, wird das, was er anrichtet, - wahrscheinlich - nicht mehr erleben. Meine Kinder aber schon. Und auch die drei Sohne von Jan-Eric Peters (Chefredakteur) und die zwei Kinder von Stefan Aust (Herausgeber) werden es erleben.

Wenn BILD oder Focus schreibt "Putin schläft bis 11 Uhr und frisst kleine Kinder!" dann sehe ich das auf einer Ebene mit "Schweinsteiger locht bei Brandner nicht mehr ein". Das bringt Klicks, das bringt zwei kurzweilige Leseminuten. Aber am Ende weiß jeder (hoffentlich), dass es Junk war.

Dagegen sind solche Artikel, wie der von Dir verlinkte, wirklich perfide.

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