Germanwings-Absturz: Die Türe zum Cockpit ...

Albrecht @, Samstag, 04.04.2015, 23:08 vor 3935 Tagen 7207 Views

Hallo zusammen,

bei quer-denken.tv ist heute folgendes zu lesen:
Germanwings-Absturz: Die Türe zum Cockpit ...

"04. April 2015 Die ganze Story mit des Selbstmord des Piloten steht und fällt mit der Behauptung, der Kapitän sei ausgesperrt gewesen und habe die Cockpit-Türe nicht öffnen können. Der Copilot habe sie von innen verriegelt. Nun gibt es aber vom Hersteller selbst ein Video, das zeigt, wie man sich von außen doch Zutritt in die Pilotenkanzel verschaffen kann.

Logischerweise müßte es so sein, die Prozedur heißt ja ausdrücklich "emergency access" - Notzugang. Wenn es aber möglich war, DOCH mittels dieses Vorganges in die Pilotenkanzel zu kommen, hätte der Kapitän den Crash verhindern können. Es ist kaum vorstellbar, daß weder der Kapitän noch die Crew diese Möglichkeit des "emergency access" nicht kannten. Wenn das so ist, können dann die Beschreibungen dessen, was auf dem Voice-Recorder zu hören war, stimmen?..."

Weiter im Text incl. Video zum Öffnen der Cockpittür im Notfall


Gruß
Albrecht

--
SCHEITERT DER €URO, ENDET DIE KNECHTSCHAFT!

Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.
Friedrich von Schiller (1759 - 1805)

Hatte nicht der Haisenko gesagt, man könne von innen immer wieder verschließen?

azur @, Samstag, 04.04.2015, 23:52 vor 3935 Tagen @ Albrecht 5361 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 04.04.2015, 23:56

Hallo Albrecht,

mir ist, als habe der Haisenko bei KenFM gesagt, im Cockpit könne man ständig den Schließknopf drücken und es so verhinden...

Wenn die nun bekannten Details stimmen, könnte es schlicht das Werk eines Massenmörders sein. Wenn das stimmt, dass von innen verhindert werden kann, dass jemand rein kommt.

Mein lieber Verwandter:) hat die Prüfung bestanden, ganz ohne das wir davon wussten:

" http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/pilot-der-alptraumberuf-a-1026534.html

„Als offenes Geheimnis gilt in der Branche, dass sich zahlreiche Bewerber in speziellen Kursen auf die Tests vorzubereiten versuchen. Zu Kosten von mitunter mehreren Tausend Euro können sie sich wochen- oder gar monatelang darauf drillen lassen, die Fragen der Gutachter so zu beantworten, dass sie am Ende den ersehnten Job im Cockpit bekommen.“

Aber die Welt ist wohl nicht perfekt und es gibt wahren und falschen Glanz sowie daraus folgende Tragödien.

Die Ausbildung kostet nun übrigens 80k, und die Einstiegsgehälter bei der LH sind > 100k.

Mithin ist das alles schlecht recherchiert?

Viele freundliche Grüße

azur


PS: tröstet: https://www.youtube.com/watch?v=hhAML9OzhAE

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Zeichnet der Flight Data Recorder so etwas mit auf?

Sylvia @, Sonntag, 05.04.2015, 09:08 vor 3935 Tagen @ azur 4165 Views

Hallo Albrecht,

mir ist, als habe der Haisenko bei KenFM gesagt, im Cockpit könne man
ständig den Schließknopf drücken und es so verhinden...

Jetzt wäre es schön, wenn Experten hier mitlesen würden [[zwinker]]

Was ich mich fragte: Zeichnet der Flight Data Recorder so etwas mit auf?
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=348601

Notruf, Tür und Bewusstlosigkeit

Diego2 @, Sonntag, 05.04.2015, 01:10 vor 3935 Tagen @ Albrecht 5373 Views

"Die ganze Story mit des Selbstmord des Piloten steht und fällt" vor allem mit dem (widerrufenen) Notruf, den das Flugzeug an den Tower von Barcelonette abgegeben haben soll. Selbstmörder /Amokläufer geben keinen Notruf ab, wenn dieser Notruf bewiesen werden könnte, kann die Einzeltäterthese ad acta gelegt werden.

Ebenso unsicher ist die Geschichte mit der Tür, wenn Copilot (und hinten vielleicht auch die Crew) bewusstlos gewesen wären, kennt keiner der Passagiere den Code und die Tür geht nie wieder auf. Es gibt keinen Beweis, dass der Copilot bei vollem Bewusstsein war. Es gibt keinen Beweis, dass Crewmitglieder (und nicht vielleicht Passagiere) die Tür mit Gewalt öffnen wollten. Es gibt keine Berichte, dass auf dem Voicerekorder Nachrichten darüber waren, dass die Crew über das Interphone versucht hätte, mit dem Pilot Kontakt aufzunehmen. (Was laut Haisenko wohl ein normaler Schritt gewesen wäre.) Es gibt keine Berichte, dass auf dem Voicerekorder die Klicktöne zu hören waren, die entstehen, wenn man den Code eingibt (Haisenko).

In der Original Pressekonferenz spricht der frz. Staatsanwalt von einem Atemgeräusch, also von einer Person vivant - lebend oder bewusstseinseingeschränkt war. In der (Notfall-)medizin wird dazu die GCS verwendet: http://de.wikipedia.org/wiki/Glasgow_Coma_Scale

Kein Arzt und Staatsanwalt kann am Atemgeräusch den Bewusstseinszustand heraushören.
Die Einzeltäterthese wäre nur dann zweifelsfrei aufrechtzuerhalten, wenn zweifelsfrei belegt werden kann, dass der Copilot voll bei Bewusstsein war. Da dies nicht möglich ist, sind grundsätzlich andere Hergänge nicht ausgeschlossen.

1, 2, 3 - immer wiederkehrende Ereignisse

Olivia @, Sonntag, 05.04.2015, 08:03 vor 3935 Tagen @ Diego2 4811 Views

Nach dem Absturz der GW-Maschine in den Alpen gab es ein paar Tage darauf einen Unfall mit dem gleichen Maschinentyp in Kanada - und nun die Notlandung in Stuttgart.

http://www.focus.de/panorama/welt/luftnotlage-germanwings-airbus-muss-in-stuttgart-notl...

Die Weigerung einiger Crews direkt nach dem Absturz, kein Flugzeug dieses Typus zu besteigen, erscheint für Profis auch denkwürdig. Vor allen Dingen, wenn man sich die öffentlich gewordenen Vorfälle in München und Hamburg vergegenwärtigt.

Ja, man kann die Tür von innen immer wieder verriegeln. Jedenfalls wurden entsprechende Videos davon gezeigt. Vermutlich hätte man aber davon ja ein Geräusch hören müssen, oder etwa nicht?

--
For entertainment purposes only.

So wie zu einem Anschlag ein Bekennerschreiben gehört, gehört zu einem Selbstmord ein Abschiedsbrief.

Griba @, Dunkeldeutschland, Sonntag, 05.04.2015, 13:19 vor 3935 Tagen @ Diego2 3640 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 05.04.2015, 13:33

Das sind Grundthesen/Dogmata der Kriminalistik. Solange es keines von beiden gibt, ist beides unbewiesen.

Im übrigen halte ich nach wie vor an meiner Unschuldsvermutung dem Co. gegenüber fest.[[zigarre]]

--
Beste Grüße

GRIBA

Ausserdem fehlt ein Motiv, akute Eigengefährdung oder Fremdaggressivität

Diego2 @, Sonntag, 05.04.2015, 14:10 vor 3935 Tagen @ Griba 3592 Views

""Insbesondere fehlt es auch weiterhin sowohl an der belegbaren Ankündigung einer solchen Tat als auch an einem aufgefundenen Tatbekenntnis", heißt es in der Mitteilung der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft vom Montag. Es seien auch noch keine besonderen Umstände bekannt geworden, "die tragfähige Hinweise über ein mögliches Motiv geben können."
Eine organische Erkrankung sei nach der vorliegenden ärztlichen Dokumentation bislang nicht ausgewiesen. Zuletzt hätten weitere Arztbesuche stattgefunden, ohne dass Suizidität oder Fremdaggressivität attestiert worden ist.""

Kein Motiv, keine akute Depressivität, keine akute Selbstgefährdung, keine akute Fremdaggressivität - die Suizidtheorie kann durch nichts gut untermauert werden.

Auswertung des Tablet

Rybezahl, Sonntag, 05.04.2015, 15:44 vor 3935 Tagen @ Diego2 3627 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 05.04.2015, 15:50

Presseerklärung vom 02.04.2015 der Staatsanwaltschaft Düsseldorf:

"Presseerklärung IV der Staatsanwaltschaft Düsseldorf zu aktuellen Ermittlungs-
ergebnissen
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf wertet in dem weiterhin als Todesermittlungssache
geführten Verfahren durch eigene Kräfte, den Mitarbeiterstab des Polizeipräsidiums
Düsseldorf und Beamtinnen und Beamte des Landeskriminalamtes NRW übergebene
und sichergestellte Unterlagen sowie die beschlagnahmten Datenträger aus.
Bei der Durchsuchung an der Wohnanschrift in Düsseldorf konnte darüber hinaus ein
sog. Tablet sichergestellt und bereits ausgewertet werden. Der Name des Anmelders,
die persönliche Korrespondenz und eingegebene Suchbegriffe tragen den Schluss,
dass das Gerät im relevanten Zeitraum vom Co-Piloten genutzt wurde. Der
Browserverlauf war nicht gelöscht, insbesondere konnten die in der Zeit vom 16.03. bis
zum 23.03.2015 mit diesem Gerät aufgerufenen Suchbegriffe nachvollzogen werden.
Danach hat sich der Nutzer zum Einen mit medizinischen Behandlungsmethoden
befasst, zum Anderen über Arten und Umsetzungsmöglichkeiten einer Selbsttötung
informiert. An mindestens einem Tag hat sich der Betreffende darüber hinaus über
mehrere Minuten mit Suchbegriffen über Cockpittüren und deren Sicherheits-
vorkehrungen auseinandergesetzt.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir einzelne Suchbegriffe auch auf Nachfrage
nicht bestätigen oder gar mitteilen werden und deren Bewertung der Auswertung und
Würdigung aller Beweismittel vorbehalten bleiben muss. Aufgrund des Umfanges der
Dokumente und der Vielzahl der Dateien sind weitere Ermittlungsergebnisse in den
nächsten Tagen nicht zu erwarten. Um den Ermittlungen Fortgang geben zu können,
bitten wir auch deshalb, bis dahin von Nachfragen abzusehen."

Quelle:
http://www.sta-duesseldorf.nrw.de/behoerde/presse/Pressemitt/Flugzeugabsturz/index.php

Dein Zitat bezieht sich auf eine ältere Presseerklärung vom 30.03.2015.

Jetzt ernsthaft?

Sylvia @, Sonntag, 05.04.2015, 18:09 vor 3935 Tagen @ Diego2 3346 Views

... die Suizidtheorie kann durch nichts gut
untermauert werden.

Außer durch einen zerlegten A320, dessen Autopilot bewußt auf 30 Meter eingestellt wurde und der, vor dem Aufprall, noch mehrmals beschleunigt wurde.

Autopilot

Diego2 @, Sonntag, 05.04.2015, 18:35 vor 3935 Tagen @ Sylvia 3346 Views

Außer durch einen zerlegten A320, dessen Autopilot bewußt auf 30 Meter
eingestellt wurde und der, vor dem Aufprall, noch mehrmals beschleunigt
wurde.

Laut Haisenko (Ken FM Interview) kann man den Autopiloten so nicht einstellen,
da es dabei eine Art Engine Protection System gibt, die genau dazu dient Crashs durch den Autopiloten zu vermeiden.

Unzweifelhaft (Flightradar Daten) ist, dass die Maschine gesunken ist.
Woher hast Du den Beweis, dass dies bewusst eingeleitet worden ist und nicht durch z.B: einen technischen Defekt ?
Die Beschleunigungen könnten ja auch Rettungsversuche gewesen sein, um wieder Höhe zu gewinnen.

All diese Flugzeugbewegungen sind für sich gar kein Beweis für eine absichtliche Handlung.

Bei einer paranoiden Schizophrenie könnte ich mir das ja noch vorstellen.

Olivia @, Montag, 06.04.2015, 07:32 vor 3934 Tagen @ Diego2 2877 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 06.04.2015, 07:55

Eine organische Erkrankung sei nach der vorliegenden ärztlichen
Dokumentation bislang nicht ausgewiesen. Zuletzt hätten weitere
Arztbesuche stattgefunden, ohne dass Suizidität oder
Fremdaggressivität attestiert worden
ist.""

Kein Motiv, keine akute Depressivität, keine akute Selbstgefährdung,
keine akute Fremdaggressivität - die Suizidtheorie kann durch nichts gut
untermauert werden.

..........................

Bei der Diagnose "Depression" fällt es mir schwer, mir eine solche Handlung vorzustellen. Hätte er die Diagnose "Paranoide Schizophrenie" gehabt, dann hätte ich mir vorstellen können, dass er "plötzlich"..... Vermutlich wäre diese Krankheit aber vorher schon seiner Umgebung aufgefallen.

Wobei eine befreundete Psychoanalytikerin beim Gespräch darüber meinte, es sei schwierig, weil sich Depressive so gut "verstellen" könnten. Nun, was auch immer bei der weiteren Untersuchung "herauskommen" mag, so denke ich, dass wohl ein regelmäßiger "Psycho-Check" bei "Gefahrenberufen" angebracht wäre und selbstverständlich auch eine entsprechende Diagnostik im Vorfeld. Soweit ich informiert bin, sollen solche "Checks" bei verschiedenen Berufsgruppen in den USA (nach Stressituationen oder Auffälligkeiten) durchgeführt werden. - Wie überall, kann so etwas natürlich auch mißbraucht werden. Aber was wäre die Alternative? Bedauerlich an der ganzen Sache ist, dass so viele Menschen mit der Diagnose "Depression" nun in Mitleidenschaft gezogen werden. Immerhin ist diese Diagnose die bei weitem Häufigste in diesem Bereich und in den Industrienationen sind extrem viele Menschen davon betroffen. Auch die vielen "Bournouts" könnten hineingezogen werden.

Für einen Depressiven gäbe es wirklich unendlich viele, andere Möglichkeiten, seinem Leben ein Ende zu setzen. Wenn er jedoch die Fluggesellschaft für seinen psychischen Zustand verantwortlich gemacht hätte, dann gäbe das eher Sinn. Aber würde dann nicht auch ein "anklagender" Abschiedsbrief vorliegen?


Eine Schulfreundin von mir hat sich umgebracht. Sie war jahrelang in psychotherapeutischer Behandlung. Einen Tag vorher hatten wir uns als Gruppe noch für das Mathematikabitur vorbereitet. Sie war Teilnehmerin und wir haben nicht das Geringste geahnt. Es war ein Sonntag. Am Montag kamen wir in die Schule und der Direktor teilte uns mit, dass sich unsere Freundin umgebracht hatte. Wir waren fassungslos, weil wir nicht gemerkt hatten, in welchem Zustand sie sich befand. Sie scherzte und war nicht angespannt. Nichts, was auch nur im Geringsten darauf hingewiesen hätte. Auch von ihrer Behandlung wußten wir nichts.

--
For entertainment purposes only.

An der Depression habe ich auch meine Zweifel

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 06.04.2015, 09:56 vor 3934 Tagen @ Olivia 2854 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 06.04.2015, 13:46

Bei der Diagnose "Depression" fällt es mir schwer, mir eine solche
Handlung vorzustellen.

Mir auch.

Hätte er die Diagnose "Paranoide Schizophrenie"
gehabt, dann hätte ich mir vorstellen können, dass er "plötzlich".....

Welche Erfahrungen hast du mit paranoid Schizophrenen?
Ich habe welche und kann es mir eben deswegen nicht vorstellen.
Gewalttaten von Schizophrenen - die selten sind! Seltener als bei der "Normal"-Bevölkerung - richten sich vorzugsweise gegen das familiäre Umfeld und Beziehungspartner, selten gegen absolute individuelle(!) Zufallsopfer, welche im Wahn als Incarnation des Bösen assoziiert werden.

Vermutlich wäre diese Krankheit aber vorher schon seiner Umgebung
aufgefallen.

Wobei eine befreundete Psychoanalytikerin beim Gespräch darüber meinte,
es sei schwierig, weil sich Depressive so gut "verstellen" könnten.

Zum Beispiel so gut, dass der Psychoanalytiker eine Depression unterstellt, wo gar keine ist.

Nun,
was auch immer bei der weiteren Untersuchung "herauskommen" mag, so denke
ich, dass wohl ein regelmäßiger "Psycho-Check" bei "Gefahrenberufen"
angebracht wäre und selbstverständlich auch eine entsprechende Diagnostik
im Vorfeld. Soweit ich informiert bin, sollen solche "Checks" bei
verschiedenen Berufsgruppen in den USA (nach Stressituationen oder
Auffälligkeiten) durchgeführt werden. - Wie überall, kann so etwas
natürlich auch mißbraucht werden.

He, he... und wenn der Psychocheck genau auf die Eigenschaften hin testet, die bei solch einem Beruf unbedingt erforderlich sind, um ihn erfolgreich durchhhalten zu können?

Aber was wäre die Alternative?
Bedauerlich an der ganzen Sache ist, dass so viele Menschen mit der
Diagnose "Depression" nun in Mitleidenschaft gezogen werden. Immerhin ist
diese Diagnose die bei weitem Häufigste in diesem Bereich und in den
Industrienationen sind extrem viele Menschen davon betroffen. Auch die
vielen "Bournouts" könnten hineingezogen werden.

Diese Diagnose bei weitem Häufigste besagt, wir wissen nicht genau, was es ist, helfen können wir auch nicht, aber wir würden dich gerne abzocken und so verpassen wir dir eben das Label "Depression".

Für einen Depressiven gäbe es wirklich unendlich viele, andere
Möglichkeiten, seinem Leben ein Ende zu setzen.

Eben.

Wenn er jedoch die
Fluggesellschaft für seinen psychischen Zustand verantwortlich gemacht
hätte, dann gäbe das eher Sinn.

Nein, weil er dann eher kein Depressiver wäre.
Sinn ergäbe es bei der Diagnose "Destruktiver Narzissmus.

Aber würde dann nicht auch ein
"anklagender" Abschiedsbrief vorliegen?

Eben. Bei einem Depressiven würde wahrscheinlich ein Abschiedsbrief, und zwar ein selbstanklagender vorliegen.

Eine Schulfreundin von mir hat sich umgebracht. Sie war jahrelang in
psychotherapeutischer Behandlung. Einen Tag vorher hatten wir uns als
Gruppe noch für das Mathematikabitur vorbereitet.

Wie viele von euch hat die Schulfreundin mit in den Tod genommen?

Sie war Teilnehmerin und
wir haben nicht das Geringste geahnt. Es war ein Sonntag. Am Montag kamen
wir in die Schule und der Direktor teilte uns mit, dass sich unsere
Freundin umgebracht hatte. Wir waren fassungslos, weil wir nicht gemerkt
hatten, in welchem Zustand sie sich befand. Sie scherzte und war nicht
angespannt. Nichts, was auch nur im Geringsten darauf hingewiesen hätte.
Auch von ihrer Behandlung wußten wir nichts.

Parallelgesellschaft.
Ihr lebtet eben in einer Parallelgesellschaft. Die Parallelgesellschaft kann man erkennen an so typischen Aussagen wie "Wer hätte das ahnen können?" oder "Niemand kann wissen, was in einem andern Menschen vorgeht" usw.
Was wusste die "beste Freundin"?

Sage jetzt nur nicht, sie hatte keine.
DAS allerdings wäre ein absolutes Alarmsignal.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Keine Depressionen

Rybezahl, Montag, 06.04.2015, 18:04 vor 3934 Tagen @ Mephistopheles 2446 Views

Zumindest nicht bei den letzten Untersuchungen:

"Aus ermittlungstechnischen Gründen kann das UKD keine weiteren Auskünfte erteilen. Meldungen, wonach Andreas L. wegen Depressionen in unserem Haus in Behandlung gewesen sei, sind jedoch unzutreffend."

Ob diese Diagnose je gestellt wurde und dann auch noch zutreffend war, weiß ich nicht.

Quelle:
http://www.uniklinik-duesseldorf.de/ru/presse/detailansicht/article/co-pilot-der-german...

Jetzt ernsthaft?

Sylvia @, Sonntag, 05.04.2015, 18:05 vor 3935 Tagen @ Griba 3355 Views

Zusammengefasst behauptest Du also: "Kein Selbstmord ohne Abschiedsbrief"? Verstehe ich Dich da richtig?

Nein, Du verstehst mich falsch.

Griba @, Dunkeldeutschland, Sonntag, 05.04.2015, 19:52 vor 3935 Tagen @ Sylvia 3156 Views

Zusammengefasst behauptest Du also: "Kein Selbstmord ohne Abschiedsbrief"?
Verstehe ich Dich da richtig?

Ein Abschiedsbrief (so er echt ist) beweist einen Selbstmord. Nicht mehr und nicht weniger.

--
Beste Grüße

GRIBA

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