Diebstahl/Einbrüche - Und wieder ein "Brandbrief", diesmal vom IHK-Vize- er beabsichtigt keine Steuern mehr zu zahlen. :-)

Tünnes @, Samstag, 04.04.2015, 15:31 vor 3936 Tagen 5849 Views

http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/kriminalitaetsopfer-kritisiert-dortmunder-poli...
"Dortmund. Der Vizepräsident der Industrie-und Handelskammer (IHK) Dortmund erklärt in einem offenen Brief, dass er nicht mehr bereit sei, Straftaten wie Diebstähle hinzunehmen. Er denke sogar darüber nach, Steuergelder einzubehalten, um damit sein Eigentum zu schützen.
...
Vor rund zwei Wochen veröffentlichte die Polizei Dortmund ihre Kriminalitätsstatistik , die Zahlen waren nicht gut. Jetzt schlägt der Vizepräsident der Dortmunder IHK in die gleiche Kerbe: In einem offenen Brief kritisiert er die Entwicklung der Straftaten.
...
Im eigentlichen Schreiben dann wird er deutlich: Er denke, schreibt Punge, darüber nach, die "Sicherungsmaßnahmen an meinem Eigentum jetzt von meinen Steuerzahlungen abzuziehen, weil mit meinen Steuerzahlungen die Sicherheit nicht mehr hergestellt werden kann und ich selber dann für meine Sicherheit eigenverantwortlich auftreten muss". Würden in bestimmten Stadtbezirken Bürgerwehren eingesetzt, um die nicht vorhandene Polizei zu ersetzen, würde ihn das nicht wundern.

Als IHK-Vize relativiert er natürlich politisch korrekt:

"Joachim Punge ist ein Mann der Wirtschaft, insofern ist er ein großer Freund von Zuwanderung. Er befürwortet auch die Grenzöffnungen nach Osteuropa. Doch Polizisten würden insgeheim zugeben, dass die Öffnung der Grenzen nach Osteuropa ein Teil des Problems darstellen würde. Man hätte sich auf diese Öffnung "auch polizeilich vorbereiten müssen, denn das Wohlstandsgefälle ist offenkundig und verführt natürlich".
Punge könnte hier von denen, die das falsch verstehen wollen, falsch verstanden werden. Daher ergänzt er: "Wir brauchen Zuwanderung, wir brauchen Arbeitnehmer. Aber wir brauchen auch eine andere Form der Sicherheitspolitik
[/i]."

Dazu drei m.E. interessante Ansichten aus dem Kommentarbereich:

"Herr Punge , ich will Sie gar nicht falsch verstehen - absolut inhaltlich in Ordnung sind Ihre Zeilen und ich sehe Ihre Sichtweise zumindest mal als recht tiefe Anregung/Wachrüttelung ! Es kann ja so nicht weitergehen und alleine die letzten Vorkommnisse hier in Essen sind irre - sowohl in Quantität als auch in der Qualität (Brutalität ect.) . Die Täterbeschreibungen lassen auch nicht viel Spielraum für ein passendes Phantombild .

Sehr geehrte Damen und Herren Kommentatoren, sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Prunge!
Der Brief reifft den Nagel auf den Kopf - jedoch nicht nur in Dortmund.
Ersetzen Sie "Dortmund" mit "Deutschland", und adressieren Sie ihn auch an die Politik in Berlin, dann passt es besser. Für Fussballspiele, Blitzer-Marathon, Bewachung von Politikern ist Geld da - Geld was zum Schutz der Bürger vor Straftaten fehlt.
Mich wundert, dass nicht viel mehr Bürger deswegen auf die Barrikaden gehen, statt nur zuzuschauen.
Nichts gegen Ausländer, die hier einer ehrlichen, versteuerten und sozialversicherten Tätigkeit nachgehen, aber gegen die ganzen "Fachkräfte", die Mein und Dein nicht unterscheiden können, muss etwas passieren.

Ich frage mich gerade, wieso ein Wirtschaftsberater und Steuerprüfer "der Revolution unverdächtig" sein sollte. Gerade jemand, der Ahnung von ökonomischen Zusammenhängen hat, müsste sich doch für eine vernünftigere Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums einsetzen. Das deutet Herr Punge ja auch durchaus an, indem er beklagt, dass sich die Polizei um Fußballspiele zum Profit von Millionären kümmert, während es zu Diebstahls- und Raubdelikten aufgrund von Armut kommt. Das IST tendenziell revolutionär.
Und einer solchen Revolution ist man nicht "verdächtig". Wenn eine Gesellschaft in eine revolutionäre Phase eintritt, dann weil die Verhältnisse ungerecht sind und zu viele Verlierer hervorbringen. Eine Umwälzung der ökonomischen Verhältnisse ist dann völlig legitim. "Verdächtig" sind dann vielmehr jene, die an den ungerechten Zuständen festhalten
."


Aber Gemach, lieber IHK-Vize Plunge, Ihr Innenminister de Maiziere,
hat das Problem doch auch schon erkannt und pflichtbewusst wie er ist gegenüber dem Bürger, die ultimative(n) Lösung(en) bereits parat:
http://www.bild.de/politik/inland/thomas-de-maiziere/wohnungseinbruch-weiter-zu-4040979...

De Maizière will jetzt die Bekämpfung der Einbruchskriminalität verschärfen und plädiert dabei auch für eine stärkere steuerliche Förderung von Selbstschutzmaßnahmen der Bundesbürger.
Der Innenminister sagte BILD: „Die gute Nachricht ist: 40 Prozent der Einbrüche scheitern im Versuchsstadium. Das heißt, dass das Sichern der eigenen Wohnung hilft. Hier müssen wir Ansetzen: Wir müssen materielle Anreize für die Bürger schaffen, damit sie den Einbruchschutz in ihrem Haus oder ihrer Wohnung verbessern. Die Sicherungsmaßnahmen müssen steuerlich absetzbar sein.“

Bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität will de Maizière künftig auch verstärkt auf die Auswertung von Massendaten setzen.
De Maizière sagte BILD: „Außerdem müssen wir auf neue Polizeimethoden, wie das sogenannte ‚predictive policing’, also die Vorhersage von Tatmustern auf der Grundlage der Auswertung von Massendaten, setzen.“ Bei der Methode werden Daten zum Vorgehen von Einbrecherbanden gesammelt und ausgewertet, um Vorgehensweisen vorhersagen und Verbrechensmuster erkennen zu können.

Der Innenminister setzt beim Vorgehen gegen Einbrecherbanden jedoch auch auf die verstärkte Zusammenarbeit mit den Ländern.
De Maizière sagte BILD: „Den größten Erfolg gegen international agierende Banden erzielt man durch die Zusammenarbeit zwischen den Ländern und dem Bund sowie der internationalen Zusammenarbeit. Nur so können wir den gut organisierten internationalen Einbruchsbanden langfristig das Handwerk legen
.“

[[applaus]] [[applaus]] [[applaus]]


Heil EU! [[hüpf]]

So naiv (wie Hr. De Maizière) kann auch nur ein Politiker mit Null Ahnung von der Realität argumentieren.

sprit @, Samstag, 04.04.2015, 18:14 vor 3936 Tagen @ Tünnes 3680 Views


De Maizière will jetzt die Bekämpfung der Einbruchskriminalität
verschärfen und plädiert dabei auch für eine stärkere steuerliche
Förderung von Selbstschutzmaßnahmen der Bundesbürger.
Der Innenminister sagte BILD: „Die gute Nachricht ist: 40 Prozent der
Einbrüche scheitern im Versuchsstadium. Das heißt, dass das Sichern der
eigenen Wohnung hilft.

Beispiel: Seit dem Einbau der Wegfahrsperre bei Autos werden heute natürlich kaum noch Autos gestohlen!
Außerdem, hat er jemals schon das Wort „Homejacking“ gehört?

--
Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt!

Der Zoni hat die Marktwirtschaft nicht verstanden

Meierding @, Sonntag, 05.04.2015, 00:12 vor 3935 Tagen @ sprit 3167 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 05.04.2015, 12:41

Hier gibt es für Diebe mehr Beute, eigentlich keine Strafe. Jeder, der zum Beispiel in Polen und nicht hier kauft, gehört in die Klapse.

Wer hier klaut: Strafe wie im Heimatland, dort abzusitzen, Einreiseverbot. Wer dennoch wieder hier einreist 3 Monate Knast. Einfach, würde wirken.

So etwas funktioniert sogar bei den Hells Angels, da gibt einen, der bleibt in der Türkei, schöner als noch ein paar Jahre hier.

Ich fass das mal zusammen, was dieser IHK-Vizepräsident so sagt

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Sonntag, 05.04.2015, 03:23 vor 3935 Tagen @ Tünnes 3509 Views

Er will offene Grenzen und Zuwanderung aus dem Osten [klar, da profitiert er als "Wirtchaftsvertreter" ja von], aber regt sich jetzt auf, dass gewisse "Fachkräfte" seiner eigenen Familie diverse Besuche abgestattet haben [was persönliche Betroffenheit so alles bewirkt...].

Jetzt will er, dass der "Staat" für mehr Sicherheit sorgt. Aber mehr Steuern dafür zahlen will er auch nicht, nein, die Polzeikräfte sollen jetzt ihn und sein Eigentum schützen und nicht mehr die Fussballfans [wahrscheinlich geht er nicht zu so einem Pöbel-Sport...], besser noch, er will sogar WENIGER Steuern zahlen, um sein Eigentum privat zu schützen [mal sehen, wie weit er mit seinen sicherlich "optimierten" Steuerzahlungen so kommt...].

Kurz: Vorteile aus den offenen Grenzen will er ziehen, aber um die Probleme sollen sich andere kümmern, natürlich kostenneutral.

Das bekannte "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren". Nicht neues also.

Gruß,
Phil.M.

Und ich ziehe meine Ausgaben zur Einbruchsicherung von den IHK-Zwangsmitgliedschafts-Beiträgen ab (oT)

Ötzi @, Sonntag, 05.04.2015, 12:52 vor 3935 Tagen @ Tünnes 2480 Views

- kein Text -

Man kann nur den Kopf schütteln über so viel Realitätsverlust

Sylvia @, Sonntag, 05.04.2015, 18:01 vor 3935 Tagen @ Tünnes 2772 Views

Innenminister Thomas de Maizière (CDU): "Wir müssen materielle Anreize für die Bürger schaffen, damit sie den Einbruchschutz in ihrem Haus oder ihrer Wohnung verbessern. Die Sicherungsmaßnahmen müssen steuerlich absetzbar sein.

In seiner, von Polizeibeamten (finanziert vom Steuerzahler) bewachten, Villa dürfte für Herrn de Maizière das Thema "Einbruchdiebstahl" kaum ein Problem sein.

Für jeden Normalbürger, dem seine Wohnung schon mal ausgeräumt wurde, müssen de Maizières Worte wie blanker Hohn klingen.

Das ist kein Realitätsverlust, denn der ist ja nicht blöd ...

Leisereiter @, Montag, 06.04.2015, 10:56 vor 3934 Tagen @ Sylvia 2446 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 06.04.2015, 11:30

Innenminister Thomas de Maizière (CDU)
Für jeden Normalbürger, dem seine Wohnung schon mal ausgeräumt wurde, müssen de Maizières Worte wie blanker Hohn klingen.

... es klingt nicht nur wie Hohn, sondern ist auch Hohn. Und zwar blankester.

"Löffelt nur fleißig die Suppe aus, die wir euch eingebrockt haben ... selbstverständlich sollte der Suppenlöffel steuerlich absetzbar sein."
Aber wehr dich nur gegen einen Einbrecher. Dann wirst DU bestraft.

Resume: Die Ursachen sind gut, die Wirkung ist Schxxxxx (oT)

Isländer @, Montag, 06.04.2015, 05:38 vor 3934 Tagen @ Tünnes 2283 Views

- kein Text -

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Alle meine Beiträge stelle ich unter Vorbehalt zukünftiger Erkenntnisse.
Die Zeiten des direkten Beweises sind vorbei.
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