Permakultur – Hilfeersuchen

Leserzuschrift @, Donnerstag, 02.04.2015, 16:02 vor 3938 Tagen 5883 Views

Guten Tag,
wir sind eine gemeinnützige Lebens- und Arbeitsgemeinschaft und benötigen fachlichen Rat und Entwicklungs-/Aufbauhilfe einer Permakulturanlage in Schleswig Holstein auf ca. 4,7 ha Grund.

Gibt es im "Gelben" hierzu vielleicht Fachleute?
Selbstverständlich auch mit Vergütung.

Vielen Dank,
mit freundlichen Grueßen von der Ostsee

J. Gowitzke

Verein für beschütztes Leben e.V.

Berater für Permakultur-Design

Leser68 @, Donnerstag, 02.04.2015, 16:22 vor 3938 Tagen @ Leserzuschrift 5238 Views

Hallo,
auf die Schnelle fällt mir nur Burkhard Kayser in Minden ein:

Burkhard Kayser
Beratung für nachhaltige Landnutzung, Projektentwicklung & Hotelgarten-Design, Minden
http://www.burkhardkayser.de/

Genau das Thema habe ich heute beackert.

Oberbayer @, Donnerstag, 02.04.2015, 16:38 vor 3938 Tagen @ Leserzuschrift 4750 Views

Permakultur, also die Schaffung einer ökologisch ausgewogenen Umwelt, mit dem besonderen Ziel einer dauerhaften Bodenfruchtbarkeit-ist immer abhängig von der momentan vorhandenen Ausgangslage. Wenn die schlecht ist-dann kann es Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis das Ziel erreicht ist.
Überdüngte oder überkalkte (versandete) Böden, massiv verdichtete Böden, grundwasserferne Standorte, versalzene Böden-das sind echte Problemfälle.
Da bedarf es dann schon spezifischer Pionierpflanzen um über die Jahre auf natürliche Weise da wieder naturnahe, nachhaltige Bedingungen zu schaffen.


LG

Wann braucht ihr den Rat?

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Donnerstag, 02.04.2015, 17:15 vor 3938 Tagen @ Leserzuschrift 4730 Views

Hallo,

bin gerade ziemlich beschäftigt, ansonsten kenn ich mich in dem Thema ganz gut aus. Wobei, was sind schon meine 30 Jahre Forschung und Entwicklung im Bereich Permakultur, bei einem Thema wo es eigentlich um die Ewigkeit geht.

Wisst ihr ganz genau was ihr wirklich wollt? Habt ihr schon ein Konzept, einen Entwurf? Habt ihr eine Sozialplanung? Seht ihr Permakultur als Konzept für den Garten? Habt ihr schon eine permakulturelle Finanzplanung und Rechtsform? Wie geht ihr mit Konflikten um? Meiner Erfahrung nach ist die Planung der Zone Null (im Haus - zwischen den Menschen) wichtiger als die Planung der Freifläche im Aussen.

Den "Grund" werdet ihr vermutlich nicht meinen, denn "Grund" bezeichnet den Boden unterhalb der Wasserfläche. Ihr habt wohl eher 4,7ha Boden zur Verfügung. Oder habt ihr schon viele und große Wasserflächen?

Konstantin

Guten Tag,
wir sind eine gemeinnützige Lebens- und Arbeitsgemeinschaft und
benötigen fachlichen Rat und Entwicklungs-/Aufbauhilfe einer
Permakulturanlage in Schleswig Holstein auf ca. 4,7 ha Grund.

Gibt es im "Gelben" hierzu vielleicht Fachleute?
Selbstverständlich auch mit Vergütung.

Vielen Dank,
mit freundlichen Grueßen von der Ostsee

J. Gowitzke

Verein für beschütztes Leben e.V.

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Volltreffer.

BillHicks ⌂ @, Wien, Freitag, 03.04.2015, 01:36 vor 3937 Tagen @ Konstantin 4188 Views

Hallo,

Hallo Konstantin.

bin gerade ziemlich beschäftigt, ansonsten kenn ich mich in dem Thema
ganz gut aus. Wobei, was sind schon meine 30 Jahre Forschung und
Entwicklung im Bereich Permakultur, bei einem Thema wo es eigentlich um die
Ewigkeit geht.

Ewigkeit auch, vor allem beständiger Wandel und Beweglichkeit[[top]]

Wisst ihr ganz genau was ihr wirklich wollt? Habt ihr schon ein Konzept,
einen Entwurf? Habt ihr eine Sozialplanung? Seht ihr Permakultur als
Konzept für den Garten? Habt ihr schon eine permakulturelle Finanzplanung
und Rechtsform? Wie geht ihr mit Konflikten um? Meiner Erfahrung nach ist
die Planung der Zone Null (im Haus - zwischen den Menschen) wichtiger als
die Planung der Freifläche im Aussen.

Volltreffer. Kann ich aus eigener Erfahrung genau so bestätigen.

Den "Grund" werdet ihr vermutlich nicht meinen, denn "Grund" bezeichnet
den Boden unterhalb der Wasserfläche.

Das ist ein absoluter Voll-Volltreffer. Allerdings dürfte sich da so ganz ohne weitere Erklärung für viele der tiefere Sinn kaum erschließen.

Konstantin

Beste Grüße und Dir weiter viel Erfolg!

--
BillHicks

..realized that all matter is merely energy condensed to a slow vibration – that we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There's no such thing as death, life is only a dream, and we're the imagination of ourselves.

ja, gibt es hier. Sorry für die Überschneidung.

siggi, Donnerstag, 02.04.2015, 17:19 vor 3938 Tagen @ Leserzuschrift 4477 Views

bearbeitet von siggi, Donnerstag, 02.04.2015, 17:23

Hallo,

unser Konstantin sollte entsprechendes Wissen haben.

http://www.konstantin-kirsch.de/category/permakultur

@Konstantin, so mußt Du keine Werbung für Dich machen<img src=" />

LG

siggi

Guten Tag,
wir sind eine gemeinnützige Lebens- und Arbeitsgemeinschaft und
benötigen fachlichen Rat und Entwicklungs-/Aufbauhilfe einer
Permakulturanlage in Schleswig Holstein auf ca. 4,7 ha Grund.

Gibt es im "Gelben" hierzu vielleicht Fachleute?
Selbstverständlich auch mit Vergütung.

Vielen Dank,
mit freundlichen Grueßen von der Ostsee

J. Gowitzke

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Professioneller Berater

Samson @, Donnerstag, 02.04.2015, 18:04 vor 3938 Tagen @ Leserzuschrift 4265 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 02.04.2015, 20:50

Hallo,

ein guter Freund von mir hat ca. 30 Jahre Erfahrung und war weltweit
tätig. Er arbeitet auch mit Unis zusammen.
Ich denke, es wäre möglich, ihn zu engagieren.

Wenn du echtes Interesse hast, vermittle ich.

Gruß Samson

Laienmeinung

StillerLeser @, Freitag, 03.04.2015, 00:17 vor 3937 Tagen @ Leserzuschrift 4797 Views

Ich bin der Meinung, daß Permakultur eine Illusion ist. Natürlich funktioniert sie für den Eigennutzer, der dem Boden seine Ausscheidungen zurückgibt (hallo Konstantin!), aber bei 4,7 Hektar vermute ich, daß Du Erzeugnisse verkaufen willst, und dann funktioniert es NICHT!

Wenn Du das, was gewachsen ist entfernst, also verkaufst, dann ist alles, was da drin war, endgültig weg. Eine einfache Wahrheit.
Was in der Luft enthalten ist (NO2, CO2, O2 etc.) und im Regen (H2O, Aluminium, Barium, Strontium äh, Tschulligung! ich meine H2O) ist kein Problem, aber alles, was im Boden ist, Minerale, Metalle, Spurenelemente. Diese Stoffe machen nicht den Nährwert aus, aber den Wert unbedingt!
Und wenn Du Erzeugnisse entfernst, dann werden diese Stoffe im Boden immer weniger.

Man muß zurückgeben! Aber nicht Dünger und Chemie (hattest Du eh nicht vor) sondern Gestein! Die Wurzeln der Pflanzen können Säure absondern und damit Steine auflösen, so bekommmen sie alles, was da drin enthalten ist. Das ist nicht bloß eine krude Theorie, sondern seit Jahrzehnten belegt:
http://www.regenwurm.de/pdf/zimmermann-steine-geben-brot.pdf
Der hat das in den 40ern entdeckt und erforscht, er wurde dafür mit Ehrungen überhäuft, und dann wurde es vergessen...

Urgestein gibt es als Mehl oder Sand. Das ist gemahlener Kaiserstuhl oder Dolomiten (gleichwertig).
Ohne geht es nicht! Man kann nicht PERMAnent etwas wegnehmen und erwarten, daß nichts fehlt.

Steine gebe ich meinen Pflanzen auch, kann es bestätigen. (oT)

Centao @, Freitag, 03.04.2015, 01:08 vor 3937 Tagen @ StillerLeser 3579 Views

- kein Text -

Danke für den Link! (oT)

Olivia @, Freitag, 03.04.2015, 06:15 vor 3937 Tagen @ StillerLeser 3359 Views

- kein Text -

--
For entertainment purposes only.

Was viele nicht begreifen:

Oberbayer @, Freitag, 03.04.2015, 07:02 vor 3937 Tagen @ StillerLeser 4860 Views

Die Verwendung von Düngern in Form von N,P,K,Ca,Mg (fein dosiert) schadet dem Boden nicht und fördert durchaus das Pflanzenwachstum.
Was @StillerLeser meint-das sind die Spurenelemente (Cu,Mn,Zn,B,Fe,Se,Mo,Na...), die immer mehr aus unseren Böden verschwinden.
Das ist der fehlenden Kreislaufwirtschaft geschuldet.
Wenn wir als Großverbraucher dieser Spurenelemente durch Zwangsanschlüsse an Zweckverbände für Abwasser diese (ausgeschiedenen) organischen und mineralischen Stoffe letztendlich ins Meer spülen-dann düngen wir dieses.
Auch die von den grünen Deppen geförderte Stromerzeugung durch "Bioenergie" führt letztendlich zu einer Versandung(=Abtötung) der fruchtbarsten Böden. Den Resthumus dieser Böden verweht dann der Wind in trockenen Phasen.
Ökologie ist eher das, was Konstantin Kirsch propagiert. Deswegen würde ich in Fragen Permakultur seinen Hinweisen Vorrang einräumen. Ich fahre zwar ein ähnliches Prinzip, aber das nur im Kleinen für meinen Eigenbedarf. Und was ich da je qm ernte, das ist im großflächigen Feldbau unmöglich. Quantitativ genau so, wie qualitativ.

Noch einige Beispiele:
1)Ein Nachbar düngt jährlich seinen Rasen. Er entfernt im Frühjahr säuberlich das Moos durch vertikutieren. Die anfallenden Berge an Moos kommen dann auf meinen Komposthaufen auf dem Feld. Die anfallende Rasenmahd ebenso. So landet der ausgebrachte Dünger auf dem Umweg über die kompostierten Pflanzenabfälle letztendlich in meinem Boden...und zwar in bester, planzenverwertbarer Form!

2)Wenn die Leute im Herbst die Blätter harken und die Säcke vor die Tür stellen-dann fahre ich mit meinem großen, abgeplanten Hänger am Wochenende herum, leere die Säcke, rolle sie ordentlich zusammen und lege sie unter den Briefkasten. Das Laub der Bäume ergibt den besten Wurmhumus...
Wenn Ihr mit dem Laub über den Winter Euren Gartenboden (10 cm-Schicht) abdeckt, verhindert Ihr eine Verunkrautung. Und im Frühjahr wird das angewitterte Laub mit eingegraben-so schafft Ihr Euch Dauerhumus.

Danke für den Beitrag, diese Art von "Bioenergie" macht mich auch regelrecht krank.

Olivia @, Freitag, 03.04.2015, 07:36 vor 3937 Tagen @ Oberbayer 4357 Views

Partiell "behalte" ich all diese Dinge auch in meinem Garten. Bisher leider nur partiell. Meine wunderbare, bei diesem Orkan umgestürzte, riesige Fichte wird auch dem Boden zurückgegeben. Zumindest die Teile, die auf meinem Grundstück verblieben sind. Was mich verwundert ist die tiefe Trauer, die nicht nur mich, sondern auch meine Tochter wegen dem Tod dieses mächtigen Baumes befällt. Er stand falsch, er nahm viel Platz weg aber er war so lebendig und vital, dass wir immer wieder staunten und uns freuten, wenn wir ihn anschauten. Es war ein Vergnügen, die Eichhörnchen zu beobachten, die ihre Verfolgungsjagden in den Bäumen machten und den Vögeln zuzuschauen, die sich dort tummelten. Es ist, als ob ein Stück Heimat gestorben wäre. Meine Tochter wollte gleich die Garage abreißen, hinter der er stand (der Sinn davon erschließt sich mir immer noch nicht) und ich würde am liebsten ausziehen, weil ich den Baum so vermisse. Die Stelle ist kahl und kalt. Nur der Beton steht da - und jetzt erschließt sich mir auch der Sinn des "Abreißen" wollens.

--
For entertainment purposes only.

Danke, danke, danke! Bäume sind mehr! Sehr schön geschrieben!

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Freitag, 03.04.2015, 08:48 vor 3937 Tagen @ Olivia 4050 Views

Partiell "behalte" ich all diese Dinge auch in meinem Garten. Bisher leider
nur partiell. Meine wunderbare, bei diesem Orkan umgestürzte, riesige
Fichte wird auch dem Boden zurückgegeben. Zumindest die Teile, die auf
meinem Grundstück verblieben sind. Was mich verwundert ist die tiefe
Trauer, die nicht nur mich, sondern auch meine Tochter wegen dem Tod dieses
mächtigen Baumes befällt. Er stand falsch, er nahm viel Platz weg aber er
war so lebendig und vital, dass wir immer wieder staunten und uns freuten,
wenn wir ihn anschauten. Es war ein Vergnügen, die Eichhörnchen zu
beobachten, die ihre Verfolgungsjagden in den Bäumen machten und den
Vögeln zuzuschauen, die sich dort tummelten. Es ist, als ob ein Stück
Heimat gestorben wäre. Meine Tochter wollte gleich die Garage abreißen,
hinter der er stand (der Sinn davon erschließt sich mir immer noch nicht)
und ich würde am liebsten ausziehen, weil ich den Baum so vermisse. Die
Stelle ist kahl und kalt. Nur der Beton steht da - und jetzt erschließt
sich mir auch der Sinn des "Abreißen" wollens.

Liebe Olivia,
herzlichen Dank für diesen Post. Es wird fühlbar, dass Bäume weit mehr sein können für Menschen, die mit diesen Lebewesen eine Begegnung erleben. Die Freude ist ein Wert, der fühlbar ist.

Meine Empfehlung: Pflanze einen neuen Baum. Diesmal einen mit Pfahlwurzel (wenn es der Standort hergibt), dann dürfte dieser den kommenden Stürmen standhalten. Und mach die Pflanzung mit Deiner Tochter gemeinsam. Nimm sie auch mit bei der Auswahl des Baumes.

Pflanzt einen Familienbaum! Dann kann eines fernen Tages Deine Tochter sich daran erinnern wie sie ein Stück Heimat gepflanzt hat. Dies wird ihr helfen einen Anker auf dieser Welt zu haben wenn stürmische Zeiten (auch im sozialen und emotionalen Sinne) sie erschüttern, umherschmeißen und verwirren könnten.

Deine Tochter wird den größer werdenden Baum immer wieder besuchen und Kraft tanken beim Sehen, Anlehnen und Berühren des Baumes. Sofern ihr einen Früchte tragenden Baum wählt werden auch die Früchte sehr gute Nahrung für Deine Tochter sein.

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Permakultur – Danke und weitere Details

Leserzuschrift @, Freitag, 03.04.2015, 15:06 vor 3937 Tagen @ Leserzuschrift 3832 Views

Danke erst einmal für die eingegangenen Rückmeldungen.

Was wir benötigen: Ein lebenspraktisches, umsetzbares Konzept auf unseren Standort bezogen. Unsere derzeitigen Bedingungen: ca. 4,7 ha Grund, mit Quellen, zwei kleine Teiche, kleiner Fluss (Au), viel Hanglage, Wurmfarm, neu ist eine Obstplantage mit ca. 85 Jungbäumen u. 40 Beerensträuchern. Einen Park mit alten Baumbestand und vieles mehr. Zwischenmenschliche Störungen sind NICHT zu befürchten. Die Finanzierung des Projektes steht bei uns außer Frage; bei Vorlage eines überzeugenden Konzeptes.

Eine Vermarktung ist eigentlich nicht geplant jedoch sollte es möglich sei, dass sich ein paar Menschen hier auch "durchfressen" können. Ein Vorzeigeobjekt für Schulen bzw. Kindergärten wäre eventuell denkbar. Was wir NICHT benötigen, sind psychosoziale, - seelenpflegerische - und/oder weltbilderklärende Hilfestellungen.

(Grundstücksschläfer (Grund, Grundeigentum, Grundbucheintrag ist hier gemeint), sowie angebliche, professionelle, biologische Beratungsversuche hat es bereits gegeben; welche jedoch für unser Projekt nicht überzeugend waren, um in Frage zu kommen.)

Ich kann nicht erkennen, was ihr wirklich sucht.

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Freitag, 03.04.2015, 21:50 vor 3937 Tagen @ Leserzuschrift 3345 Views

Hallo J. Gowitzke,

was Du beschreibst würden manche als Beschreibung einer fertigen Permakulturanlage sehen:

Unsere derzeitigen Bedingungen: ca. 4,7 ha Grund, mit
Quellen, zwei kleine Teiche, kleiner Fluss (Au), viel Hanglage, Wurmfarm,
neu ist eine Obstplantage mit ca. 85 Jungbäumen u. 40 Beerensträuchern.
Einen Park mit alten Baumbestand und vieles mehr.

Was fehlt Euch? Ein Konzept braucht eine gewünschte Zielrichtung. Was ist Eure Absicht?

Zwischenmenschliche
Störungen sind NICHT zu befürchten.

Nach meiner Erfahrung sind Zwischenmenschliche Störungen absolut normal, allgegenwärtig und es würde mich wundern wenn diese bei Euch im Lauf der Zeit nicht auftauchen würden. Ich fürchte diese "Störungen" nicht, ich erwarte sie. Es geht darum wie man mit dem umgeht was garantiert auftaucht. Aber vielleicht habt ihr diesbezüglich schon optimale Methoden.

Die Finanzierung des Projektes steht
bei uns außer Frage; bei Vorlage eines überzeugenden Konzeptes.

Was wollt ihr? Ein Konzept braucht eine Absicht. Wollt ihr von externem Strom unabhängig sein, wollt ihr Essen anbauen, wollt ihr Wohnraum schaffen aus Recyclingmaterialien ... wo ist der Unterschied zwischen der Situation die gerade ist und dem was ihr Euch wünscht? Was versteht ihr unter dem Begriff "Permakulturanlage?

Eine Vermarktung ist eigentlich nicht geplant jedoch sollte es möglich
sei, dass sich ein paar Menschen hier auch "durchfressen" können.

Jetzt verstehe ich weiterhin nicht was ihr wollt. "Eigentlich keine Vermarktung ..." (gehört normalerweise zu Permakulturkonzepten dazu, Fachbegriff: money-crop-systems)
Und: es könnte möglich sein, dass ein paar Menschen sich durchfressen. Was soll denn dass???? Seid ihr ein Projekt ohne Menschen (dann gibts auch keine sozialen Probleme) und ab und zu gibts ein paar hungrige Mundräuber?

Ein
Vorzeigeobjekt für Schulen bzw. Kindergärten wäre eventuell denkbar.

Was soll denn anders sein als jetzt. Das jetzige könntet ihr doch auch schon vorzeigen. Oder?

Gib doch mal Antwort: Wieviele Menschen seid ihr auf dem Gelände. Wollen diese davon leben (zB Essen und trinken)? Wollen diese sich mit selbstangepflanztem Baustoff Wohnräume schaffen (zB nach 50 Jahren ein paar Blockhäuser). Wer seid ihr und was wollt ihr?

Mich irritiert sehr stark der Begriff "Permakulturanlage". Ich kann nicht erkennen, was ihr unter dem Begriff versteht und ob es mit dem eine Schnittmenge gibt was ich als Diplom Permakultur Designer in den letzten 30 Jahren kennengelernt und geschaffen habe.

Permakultur ist im weitesten Sinne eine Geisteshaltung und keine "Anlage". Diese angestrebte dauerhafte Kultur gehört gelebt durch reale Menschen und nicht durch Konzepte auf Papier. Nur wenn Menschen diese Geisteshaltung verinnerlicht haben kann sich dies im Garten wiederspiegeln.

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Eine echter Experte in Sachen Permakultur ist Josef Holzer

Leserzuschrift @, Freitag, 03.04.2015, 17:56 vor 3937 Tagen @ Leserzuschrift 3858 Views

Eine echter Experte in Sachen Permakultur ist Josef Holzer
http://www.seppholzer.at/cms/index.php?id=5

Permakultur ist eine sehr anspruchsvolle Wirtschaftsweise und sollte überlegt angegangen werden. Das Nebeneinander von Bäumen und landw. Kulturen erlaubt es, Nährstoffe aus tieferen Schichten noch oben zu hohlen. Fachwissen gibt es auf diesem Sektor nur sehr wenig, da es sich um eine "Nische" handelt.
Ich wünsche gutes Gelingen.

MfG
Rottalboy (konventionell wirtschaftender Land-und Forstwirt)

Obacht, Holzer ist ein Blender!

StillerLeser @, Freitag, 03.04.2015, 22:45 vor 3936 Tagen @ Leserzuschrift 4170 Views

Es ist wahrscheinlich, daß er 10 Jahre lang zig Tonnen Klärschlamm auf seinem Hof ausgebracht hat und dafür auch noch Geld bekommen hat (Entsorgungsprämie).

Der folgende Link führt zu einer Frau, die mit Holzer eine erbitterte, jahrelange Fehde durch mehrere Gerichtsinstanzen geführt hat. Man könnte unterstellen, daß sie die Unwahrheit sagt, weil sie ihn haßt, ABER, ich glaube, wenn sie unrecht hätte, hätte er sie schon lange auf Unterlassung verklagt. Diese Seite ist aber seit Jahren online! Ich glaube ihr.
Das löst auch mein Problem, daß ich seine "Erfolge" schon immer nicht glauben konnte, auch als ich die andere Geschichte noch nicht kannte.
http://jena-hof.at/index.php?id=66&idmore=30042

Starker Tobak, so eine Scheixxxe. (oT)

Centao @, Samstag, 04.04.2015, 01:26 vor 3936 Tagen @ StillerLeser 3128 Views

- kein Text -

Obacht, Deine Betreffzeile ist eine Beleidigung!

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Samstag, 04.04.2015, 17:15 vor 3936 Tagen @ StillerLeser 3428 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 04.04.2015, 19:47

Hallo "stiller Leser".

Du hättest ja gerne schreiben können: Obacht, Holzer könnte ein Blender sein!

Zu schreiben, dass er ein Blender "ist" und dann im späteren Text zu schreiben, dass Du der Frau von der jena-Webseite "glaubst" ist ein Stil der meines Erachtens in diesem Forum nichts zu suchen hat!

Kennst Du Holzer aus direkter Begegnung? Ich ja.
Kennst Du die Frau von der Jena-Webseite? Ich nein.

Deshalb habe ich eine ganz eigene Wahrnehmung und Meinung zum Sepp, aber in keiner Weise irgendeine Meinung zu der Geschichte mit dem Jena-Hof.

Sepp hatte eine ganz besondere Situation: Er hatte einen überschuldeten Bergbauernhof geerbt und es geschafft ihn in fett schwarze Zahlen zu bekommen. Dabei hat er über 50 Jahre lang immer wieder neues ausprobiert! Ob das mit dem Klärschlamm stimmt, weiß ich nicht, aber wenn, dann ist das super lange her und ich bin sicher, dass er das nicht mehr machen würde geschweige denn jemandem empfehlen. Dies liegt aber nicht daran, dass Fäkalien nicht auf den Boden gehören, denn da gehören sie hin, um den Kreislauf zu schließen. Das Dumme ist, dass die Dummen so viel dummes Zeug essen, dass deren Scheiße einfach nur Scheiße ist und als Sondermüll entsorgt gehört.

Sepp ist ein ganz besonderer Mensch, er hat beispielsweise immer vor Augen, dass sich die Permakultur auch wirtschaftlich rechnen muss. Es ist für ihn definitiv kein Hobby, wie bei vielen anderen, die Permakultur machen, weil sie es ganz nett finden oder trendy und dabei von Zuwendungen leben. Und dann gibt es die Vorwürfe, er würde mehr von Bildungsveranstaltungen verdienen als durch Landwirtschaft. Und wenn es so ist, na und? Gehört Bildung nicht auch zur Umstellung der Landwirtschaft? Ist Bildung denn nichts wert? Und würden die ewigen Stänkerer dann ruhig bleiben, wenn er nur hochproduktive Landwirtschaft machen würde aber niemandem erzählen würde, wie es geht?

Und loben die Stänkerer denn sein Engagement in anderen Ländern, wo er einiges seines Vermögens ausgibt für Projektentwicklung bei Menschen, die kapiert haben, was nötig ist (im Gegensatz zu den Leuten hier) und die es sich nicht leisten können? Nein, darüber wird geflissentlich hinweg gesehen...

Der Sepp kann was, das könnt ihr mir glauben! Allerdings kann beileibe nicht jeder mit ihm zurecht kommen.

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Permakultur/Holzer

Leserzuschrift @, Sonntag, 05.04.2015, 12:27 vor 3935 Tagen @ Konstantin 3106 Views

TOLL, dass das Forumsmitglied Konstantin eine "Lanze" für den Sepp Holzer "bricht".

Gruß von der Villa Distel

Ps: Also die Idee, unsere gewünschte Permakulturanlage auch als Einnahmequelle zu betreiben, gefällt mir erst einmal gut.
Nun muss nur noch ein geeigneter Berater gefunden werden, der unsere noch vorhandenen Freiflächen mit geeigneten Bepflanzungen zu Planen in der Lage ist,
damit wir mit der Umsetzung loslegen können.

Mal sehen, wer für solch eine Aufgabe wirklich geeignet ist.

Dieser Bereich scheint mir wohl wirklich eine "Nische" zu sein.

Vorerst habe ich schon mal als nächste Maßnahme den Anbau von Weinreben in Planung ("Norddeutscher Wein", vielleicht schon als "2015 er Roter Villa Disteler, bio").

Tafeltrauben

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Sonntag, 05.04.2015, 13:50 vor 3935 Tagen @ Leserzuschrift 3248 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 05.04.2015, 14:55

Vorerst habe ich schon mal als nächste Maßnahme den Anbau von Weinreben
in Planung ("Norddeutscher Wein", vielleicht schon als "2015 er Roter Villa
Disteler, bio").

Mein Tipp diesbezüglich: http://tafeltrauben.eu/
Wobei ich dazu sagen muss, dass mich die Weinherstellung nicht interessiert, sondern die direkt zu essenden Tafeltrauben. Und dafür ist diese Rebschule meine erste Wahl.

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

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