Zwangsabgaben auf Sparguthaben nach Spanien jetzt auch in Australien

Leserzuschrift @, Montag, 30.03.2015, 13:43 vor 3943 Tagen 5453 Views

Sehr geehrtes Forum,

ich lese begeistert seit Jahren die lehrreichen Beiträge dieses Forums und möchte eine Frage stellen:

Nach der Einführung auf Zwangsabgaben auf Sparguthaben, zuerst in Spanien, jetzt auch in Australien drängt sich die Frage nach Fluchtwegen aus einer möglichen Einführung dieser Steuer auch in Deutschland.

Hat jemand Informationen, für welche Art Sparguthaben diese Sonderabgaben in Spanien gelten (Australien hat noch keine konkreten Angaben dazu gemacht)? Gelten diese auch für Banken und Firmen oder nur für Privatpersonen?

Kann man diese Steuer umgehen, indem man sein Vermögen in einer Stiftung oder Ltd. einbringt oder gibt es andere Möglichkeiten, wie man diese Steuer umgehen könnte?

Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank
Josef

Zwangsabgabe in Spanien

Efímera @, Montag, 30.03.2015, 14:06 vor 3943 Tagen @ Leserzuschrift 4966 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 30.03.2015, 15:58

Woher hast Du die Information über eine Abgabe auf Sparguthaben in Spanien? Kannst Du dazu Genaueres (Verordnung, Gesetz, Angaben zum Volumen) benennen?

Die Steuer wirkt rückwirkend bis zum 1. Januar 2014 (m.L.)

Aktienbaer @, Montag, 30.03.2015, 14:11 vor 3943 Tagen @ Efímera 4848 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 30.03.2015, 14:19


Woher hast Du die Information über eine Abgabe auf Sparguthaben in
Spanien ? Kannst Du dazu Genaueres ( Verordnung, Gesetz, Angaben zum
Volumen ) benennen.

Die Steuer wirkt rückwirkend bis zum 1. Januar 2014, eine Steuerflucht ist damit praktisch ausgeschlossen. Laut Kabinett könnte die Abgabe mehr als 340 Millionen einbringen. Die Einlagen des Privatsektors in Spanien wuchsen im Jahr 2013 um 3,1% auf 1,14 Billionen, wie El Mundo berichtet.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/17/spanien-erhebt-straf-steuer-auf-s...


http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/03/30/australien-bereitet-zwangsabgabe-...
......Die Maßnahme dürfte als globaler Testballon dienen. Wenn es nicht zu massivem Widerstand der Sparer kommt, könnten andere Staaten – auch in Europa – bald folgen.

Das Modell "rückwirkend" wird Schule machen, somit haben sie uns im Sack ![[trost]]

Alternativlos ! (Merkel)

--
Nur zwei Dinge auf Erden sind uns ganz sicher: der Tod und die Steuer.(Benjamin Franklin)
Alternativlos (Merkel)

In welcher Grössenordnung liegt die Vermögenssteuer in Spanien; kommen die 0.3 %o auf die Vermögenssteuer? (oT)

Fussgänger @, Montag, 30.03.2015, 14:29 vor 3943 Tagen @ Aktienbaer 3683 Views

- kein Text -

Steuer auf Sparguthaben

Efímera @, Montag, 30.03.2015, 21:28 vor 3942 Tagen @ Aktienbaer 3254 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 02.05.2015, 12:39

So richtig informiert bin ich mit der Auskunft nicht, ich hätte schon gern das Gesetz (Real Decreto mit Nummer und Datum) gesehen, das das regelt. Jedenfalls wäre es mir entgangen, trotz täglichen Zeitunglesens. Das hätte ganz sicher ganz oben gestanden.

Richtig ist, dass Sparguthaben bei der Vermögensteuer (Impuesto sobre el Patrimonio) nach der normalen Tabelle besteuert werden, Ende Juni für 2014. Desgleichen werden die Kapitalerträge mit bisher 21 % einheitlich besteuert. Der Steuersatz ist verringert worden. Hier eine Schlagzeile aus ABC:


En 2015, los depósitos y cuentas de ahorro pagarán menos impuestos


Die Vermögenssteuer ist Competencia de las Autonomias, Madrid erhebt sie nicht, andere Autonomias beraten deren Abschaffung.

Generell ist die Progression der Tabelle für die EKSt.für das zurückliegende Steuerjahr etwas gesenkt worden.

Trotzdem werde ich morgen mal bei der Bank vorsprechen.

Zum Verständnis der Steuer

SUCRAM @, VLC, España, Dienstag, 31.03.2015, 17:18 vor 3942 Tagen @ Efímera 2676 Views

Wir als Inhaber der Sparkonten, sind wenn überhaupt, nur indirekt von dieser Steuer betroffen. Die Steuer müssen nämlich die Banken auf die Gesamtheit der bei ihnen gehaltenen Sparkonten an den Staat abführen, und nicht die Kontoinhaber. Ich z.B. zahle gar keine Kontenführungsgebüren und bekomme noch Festzinsen (wenn auch lächerlich) auf meine Sparguthaben. Die Banken geben diese Steuer also nicht an die Kunden weiter. Es ist quasi ein Zusatzzins, den sie dann nur an den Staat und nicht an den Kunden abführen. Sparzinsen sind sowieso sehr niedrig zur Zeit, auch wenn man wieder einen leicht anziehenden Konkurrenzkampf um Sparguthabenskunden bemerkt.

Grüsse aus VLC

Sucram

Unsere Sparguthaben wurden auch bisher schon vom Staat abgeholt

Ankawor, Montag, 30.03.2015, 14:43 vor 3943 Tagen @ Leserzuschrift 5084 Views

Das ist für Australier nicht so richtig schockierend, weil die Regierung in Australien halt besonders smart ist. Alle Guthaben auf Konten, die drei Jahre keine Bewegung hatten, können per Gesetz vom Staat abgeholt werden.

("Das Geld liegt doch sowieso nur da rum")

Ich habe keinen Zweifel daran, dass auch das in anderen Ländern übernommen wird, und ich habe auch keinen Zweifel daran, dass der Staat sich alles holen wird. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Immerhin gab es in England schon den Vorschlag, Gehaltszahlungen generell direkt ans Finanzamt zu überweisen und den Arbeitnehmern dann das weiterzuleiten, was ihnen gnädigerweise zugestanden wird.

Wir sind a.A., da gibts kein Schönreden mehr.

Und was der Fiskus nicht braucht,

Isländer @, Montag, 30.03.2015, 19:25 vor 3943 Tagen @ Ankawor 3721 Views

Ich habe keinen Zweifel daran, dass auch das in anderen Ländern
übernommen wird, und ich habe auch keinen Zweifel daran, dass der Staat
sich alles holen wird. Es ist nur eine Frage der Zeit.

bekommen die Sozialkassen.
Dienstwagen-Ulla hat da schon mal ein Glanzstück vollbracht.

Ein richtiger Hammer, Gesetz auf viele Jahre rückwirkend geändert und Gelder geholt, von welchen vorher nie jemand geahnt hätte, dass diese Beiträge irgendwann erhoben würden:

http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/br/altersvorsorg...

Jetzt könnte der Fiskus ja wirklich auf „Gleichbehandlung“ klagen und bei den Arbeitgebern Steuern für die Sozialbeiträge verlangen, welche der Arbeitgeber hätte leisten müssen, aber gespart hat (geldwerter Vorteil). Egal, ob der Anteil bereits durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt war oder nicht.

Das Verfassungsgericht liegt da bestimmt ganz auf Welle des Fiskus.

LG
Spek

--
Alle meine Beiträge stelle ich unter Vorbehalt zukünftiger Erkenntnisse.
Die Zeiten des direkten Beweises sind vorbei.
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Australien wird Guthaben versteuern lassen

Ankawor, Freitag, 03.04.2015, 00:07 vor 3939 Tagen @ Ankawor 2679 Views

Es gibt zwar in Australien noch sagenhafte 2 - 3 % für Guthaben, aber da es das sonst nirgends mehr gibt, sagt der Staat, dann nehme ich das doch besser. (Erstmal ein bisschen, dann ein bisschen mehr)

Es fällt mir grade nichts mehr dazu ein, daher nur der Link zu Zerohedge:

http://www.zerohedge.com/news/2015-04-02/australia-wants-tax-bank-deposits-will-us-follow

Wir sind a.A., da gibts kein Schönreden mehr.

Oder wie George Carlin, der Unvergessene, sagte:

The planet is fine, the people are f*cked

https://www.youtube.com/watch?v=ovbF0D2wySI

Ist doch klar

Wellenreiter @, Montag, 30.03.2015, 16:34 vor 3943 Tagen @ Leserzuschrift 4001 Views

Früher oder später wird es zu einem massiven Schuldenschnitt kommen. In dem Zusammenhang werden dann auch die Spareinlagen dran glauben müssen. Die Abgabe in Spanien mit 0,3% ist nur ein kleiner Vorgeschmack. In Zukunft werden wir uns über Größenordnungen im Bereich von 20 bis 50% unterhalten. Bleibt lediglich zu hoffen, dass vernünftige Freigrenzen eingeführt werden.

Reale Experimente wurden schon in Zypern durchgeführt. Der öffentliche Aufschrei hielt sich dort sehr in Grenzen, weil nur Einlagen oberhalb der Freigrenze von 100 TEUR betroffen waren. Ich denke, dass mit der Freigrenze von 100 TEUR mehr als 90% der Bevölkerung abgedeckt sein dürfte.

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