Christian Springer, Bielefeld: 91 % der Mittel kommen nie an!

Apostroph @, Down Town (Switzerland), Donnerstag, 26.03.2015, 14:23 vor 3946 Tagen 3316 Views

mit grosser Ueberzeugung und aus Eigen-Erfahrung weiss Christian Springer, dass im Durchschnitt 91 % der gesprochenen Geld-Spenden NIE bei den Kriegs-Opfer und -Geschädigten ankommen.

Alle grossen Hilfswerke, u.A. Rotes Kreuz, Caritas, Brot für Brüder und ganz besonders vom IWF, blenden mit monströsen Hilfzusagen, welche gar nicht oder höchstens im einstelligen Prozentbereich die Kriegsversehrten erreicht.

Der Rest oder gleich Alles wird verwendet für Administration, 1.-Klassflüge à discrétion, mit Fuhrpark an Premium-Autos (deutscher Herkunft) sowie eine fürstliche Besoldung. Inklusive Aufenthalt in den besten 5*-Hotels.

Weit aus am besten ist die Organisation 'Médecins sans Frontier' unterwegs welche nebst Geld vor allem persönlichen Einsatz vor Ort garantiert.


Meistens sind diese Wohltätigkeits-Organisationen auch noch steuerbefreit! In deren Vorständen tummeln sich oft egomanische Sektierer und Stiefellecker. Die Jahres-Berichte zeigen ein Who is Who dieser arroganten Profiteure und Hintermänner!

Apo'

An der Türe klopft es: Eine junge Dame sammelt für das lokale Rote Kreuz, sie ist total schockiert über solche Zustände, was man nie erfahren würde bei ihrer karitativen Arbeit!

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"Wir können nicht alle Helden sein, weil ja irgendeiner am Bordstein stehen und klatschen muss, wenn sie vorüber schreiten."

W. Adair

"Entwicklungshilfe ist nicht die Lösung, sie ist das Problem."

Doomsday @, Donnerstag, 26.03.2015, 14:56 vor 3946 Tagen @ Apostroph 2563 Views

Stimme Dir voll zu.


https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=afrika+2+billionen+entwicklungshilfe+


http://www.n-tv.de/leute/buecher/Dead-Aid-Keine-Almosen-fuer-Afrika-article5698936.html

Afrika ist ein Kontinent voller Hunger und Elend, voller Korruption, blutiger Bürgerkriege, Diktaturen und gescheiterter Staaten. Afrika ist ein armer Kontinent - trotz mehr als 2 Billionen Dollar Entwicklungshilfe in den vergangenen 50 Jahren.

"Schluss damit!", fordert eine afrikanische Ökonomin, "Entwicklungshilfe ist nicht die Lösung, sie ist das Problem."

Da könntest du wohl Recht haben… (Thema Entwicklungshilfe)

Leserzuschrift @, Donnerstag, 26.03.2015, 19:23 vor 3946 Tagen @ Doomsday 2000 Views

Da kann ich auch noch was beisteuern. Zu Sozialismus Zeiten hatte ich einen (deutschen) Kollegen, der eine Zeitlang in Angola war. Die DDR hat dort z.B. LKW vom Typ W50 hin geliefert. Er erzählte mir das er sich wunderte, warum immer mal wieder diese LKWs rostig am Straßenrand stünden. Man sagte ihm, sie seien kaputt. Die Überprüfung ergab das kaputt z.B. bedeutete: Keilriemen gerissen oder Frontscheibe eingeschlagen. Reparatur? Fehlanzeige! Man ging einfach hinunter zum Hafen und holte den nächsten neuen LKW! Der „kaputte“ konnte dann dort, wo er stehen gelassen wurde, in aller Seelenruhe vor sich hin gammeln.

Oder letztens eine Reportage im Öffentlich-Rechtlichen über ein nordafrikanisches Land. Die DDR hatte dort Neubauwohnungen gebaut, in der Küche gab es ursprünglich einen Gasherd. (Eingedenk der Tatsache das wohl nicht unbedingt mit dem Vorhandensein von Strom gerechnet werden könne).

Ach, der Herd aus der DDR sei Mist gewesen, den habe man gleich raus geräumt. Man mache lieber auf dem Balkon ein schönes Holzfeuer zur Zubereitung des Mittagessens. Tapete oder wenigstens Farbe war an keiner Wand mehr zu erkennen.

Man möge mich bitte nicht falsch verstehen, ich hatte seinerzeit auch einen Kollegen aus Mosambique, der die Meisterlaufbahn eingeschlagen hatte und als Schichtleiter sehr geachtet war.

Die große Masse aber weiß gar nichts mit den guten Taten anzufangen. Jedenfalls ist man nur Willens sie zu benutzen, nicht aber mit deren Hilfe etwas Eigenständiges aufzubauen.

Die Vietnamesen andererseits waren immer sehr fleißig und engagiert. Da konnte sich mancher deutsche Kollege eine Scheibe von abschneiden.

Thoringer

von der Entwicklungs"hilfe" zur eigenständigen Entwicklungsstrategie

politicaleconomy @, Donnerstag, 26.03.2015, 21:48 vor 3946 Tagen @ Doomsday 1778 Views

Hi,

Afrika ist ein Kontinent voller Hunger und Elend, voller Korruption,
blutiger Bürgerkriege, Diktaturen und gescheiterter Staaten. Afrika ist
ein armer Kontinent - trotz mehr als 2 Billionen Dollar
Entwicklungshilfe in den vergangenen 50 Jahren.

"Schluss damit!", fordert eine afrikanische Ökonomin, "Entwicklungshilfe
ist nicht die Lösung, sie ist das Problem."

Ja, weil sie so gemacht wird, daß sie a) den kreditgebenden Banken und b) der korrupten Elite in den "Entwicklungsländern" dient, gleichzeitig aber - im Interesse der Industrienationen - dafür sorgt, daß die Länder gar keine eigenständige nachholende Entwicklung hinbekommen.

Sie bekommen gezielt systematisch falsche Ratschläge. Sie sollten stattdessen schauen, was erfolgreiche "Nachholer" erfolgreich gemacht hat und das kopieren (z.B. Deutschland im 19. Jhdt. und heute China. Damals (D im 19. Jhdt) versuchten die Engländer, durch systematisch falsche "Entwicklungshilferatschläge" den aufstrebenen Konkurrenten niederzuhalten:

Den Nachholern sollte die Leiter, auf der die Vorreiter emporgeklommen waren, nicht verfügbar gemacht, sondern weggekickt werden, wie Ha-Joon Chang zeigt:

Kicking Away The Ladder: Development Strategy in HISTORICAL Perspective.

Die "Entwicklungsländer" müßten ihre "Berater" in die Wüste schicken und selber Erfolgsstrategien recherchieren. Das verhindern ihre korrupten Eliten, die von der westlichen "Entwicklungshilfe" profitieren, aber ihren Bevölkerungen damit schaden.

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