Merkel/Tsipras

eddie09 @, Montag, 23.03.2015, 09:10 vor 3949 Tagen 3826 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.03.2015, 12:10

Hi,

schon mal der Gedanke gekommen, dass wir als Bürger vollständig von der Politik verar...t werden? Da spielen sich im Bundestag Scheingefechte ab, um den Eindruck einer parlamentarischen Demokratie zu erwecken, dabei sitzen sie alle am Trog und winken schön gemeinsam alles Dubiose durch.

Das heutige Treffen Merkel/Tsipras ist das gleiche Muster. Es ist schon längst alles klar, dass wir auf eine dubiose Liste etliche Mrd. zahlen werden. So haben wir zunächst Ablehnung gesehen, damit wir uns von der Stärke unserer Reichsführer überzeugen konnten und dann werden wir von der Kanzlerimitatorin darüber informiert, dass man im guten europäischen Geist einen alternativlosen Weg gefunden hat, den es gilt jetzt zu gehen.

Aufruf an die Wähler dieses Landes, "lasst uns gemeinsam dieses unaufrichtige, skrupellose, schädliche Politikervolk mit samt ihrer Lügenpresse beseitigen" wir haben es in der Hand.

Thema heute auf der Straße, "DSDS" von Samstag. Das ist die Realität und die Grundlage für ungestörte Politik. Wie schön doch alles ist.

Gruß

--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

Das System fördert niemanden, der kritisch denken mag

Fairlane @, Montag, 23.03.2015, 13:17 vor 3949 Tagen @ eddie09 2831 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.03.2015, 13:21

Thema heute auf der Straße, "DSDS" von Samstag. Das ist die Realität und
die Grundlage für ungestörte Politik. Wie schön doch alles ist.

Der Horizont der meisten Menschen - so jedenfalls mein persönlicher Eindruck - beschränkt sich auf leichte Unterhaltung und Politik ist für viele zu einer "black box" geworden, die sich ihrem persönlichen Einfluss entzieht. Nur wenn der persönliche Kreis davon berührt wird, es an die Geldbeutel geht, dann werden manche aktiv und das meist zu spät.

Ich bin davon überzeugt, dass etliche hier die leidvolle Erfahrung gemacht haben, dass Gespräche über Politik im Freudes- und Bekanntenkreis nicht gerne geführt werden oder schnell ein Ende finden, oder auf der üblichen Floskel "...da können wir eh nichts dran ändern!" enden.

Schaut man sich die Reden von Politikern an, welche nach dem 2. Weltkrieg stattgefunden haben, so bemerkt man deren Emotionalität und Kampfgeist - diesen Menschen war es absolut ernst, was sie sagten; heute schafft es vieles nicht mehr in die Medien, weil das Publikum garnicht so lange zuhören kann oder will.

Die Bürger werden erst wieder verstehen, was ihr Leben tatsächlich beeinflusst, wenn sie die Auswirkungen selbst ausbaden dürfen; dann kommen wohl die Fragen auf, wie es dazu kommen konnte und was sie versäumt haben. Der dann einsetzende Aktionismus hält meiner Meinung nach wieder ein paar Jahre oder ein Jahrzehnt an, bevor sie wieder in ihren Konsum- und Soap-Alltag verfallen.

Jeder müsste sich einen Freiraum zur aktiven Mitgestaltung schaffen, sich auch an komplexere Fragestellungen der Politik und Soziologie heran wagen und nicht nur über das wundern, was Planetopia und Co. im Fernsehen zeigen. Aber was will man verlangen, wenn der Alltag und Probleme im Job nebst dem abzuzahlenden Eigenheim der Dauerbrenner sind?
Viele sind ausgebrannt, müde oder einfach nur träge und das, was von den Medien als erstrebenswerter Lebensweg vorgegeben wird, läuft häufig nur auf einen oberflächlichen Lebensstil hinaus, der die Seele und den Geldbeutel entleert. Jene, die tatsächlich andere Ziele verfolgen gelten schnell als Aufrührer oder Sonderlinge - wer will das schon sein?

Die Politik ist schon länger ein Geschäft, das von den Bedürfnissen der Wirtschaft gelenkt wird; dort hinein kommen nur jene, die dem System dienlich sind; menschliche Alternativen sind nicht gefragt und die Zusammenhänge versteht ohnehin nur, wer einen Blick über den Tellerrand wirft.

Wer das wagt, wird ohnehin nie mehr der sein, wer er oder sie einst war.

Gruß, Fairlane

Geplänkel

Rybezahl, Montag, 23.03.2015, 15:16 vor 3949 Tagen @ eddie09 2307 Views

Klaro bekommen die ihr Geld. Das ganze Theater zum phösen Griechen dient nur dazu, zu zeigen, dass sie sich nicht alles erlauben dürfen (wir sollen murren und das sollen die Griechen sehen). Sonst kommt gleich der Nächste und hält die Hände offen, doppelt so dreist aber.

Ganz so einfach soll es ja nun doch nicht sein.

Habe ich schon vor über einem Jahr geschrieben...und immer wieder...

ottoasta @, Montag, 23.03.2015, 15:44 vor 3949 Tagen @ Rybezahl 2446 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.03.2015, 16:03

....'die' werden die Griechen mit Geld zuscheißen*
Denn 'die' haben Angst, dass GR den Euro und eventuell die EU verlässt!
Wenn andere Pleitestaatene dann merken: Holla, es geht mit nationaler Währung besser als mit dem Zwangseuro, ja dann werden einige ebenfalls bestimmte Überlegungen anstellen!
Somit verlieren etliche Eurokraten ihre Pöstchen. Da sei Draghi vor!
Somit können die Griechen lustig weiter ihre 'Papiere' vorzeigen, was sie so alles vorhaben. Ob das dann durchgeführt wird, ist eine ganz andere Frage!

Und wer kommt als nächster Bittsteller nach Muster GR? Natürlich die Ukraine!
Hat ja schon angekündigt, dass dringend etliche Milliarden benötigt werden. Rückzahlung nicht vorgesehen, ganz offiziell angesagt.

Und wer wird zahlen? Natürlich die EU, sprich Hauptlast Deutschland!
Ist doch alternativlos, sonst kommt der böse Russe in die Ukraine!
Sagt zumindest Obama und seine 'Freunde'!
Die Blödzeitung wird es schon der Masse vertickern! Denn unsere amerikanischen Freunde könne wir doch nicht hängen lassen! Da sei Merkel vor!

Der Durchschnittsdeutsche ist doch sowas von blöd!

Otto

--
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

Auch @ Olivia

Rybezahl, Montag, 23.03.2015, 16:50 vor 3949 Tagen @ ottoasta 2269 Views

Und warum das alles? Um die Machtposition nicht aufgeben zu müssen.

Man stelle sich mal vor, wie das aussieht, ein globaler Schuldenschnitt. Dabei wäre das - so vermute ich - noch die unblutigste Alternative. Der globale Schuldenschnitt aber, der wird so oder so kommen (zumindest wenn nicht vorher eine konkurrenzlose Weltregierung und Weltbank manifestiert wird). Wenn nicht auf vernünftiger Basis, dann eben durch Blut.

Wenn die griechische Regierung schlau wäre

Ötzi @, Montag, 23.03.2015, 21:11 vor 3949 Tagen @ ottoasta 2034 Views

....'die' werden die Griechen mit Geld zuscheißen*
Denn 'die' haben Angst, dass GR den Euro und eventuell die EU verlässt!

Hallo Ottoasta!

Genau so ist es.
Wenn die griechische Regierung schlau wäre, würde sie das Geld viel schneller ausgeben als geplant, also zum Beispiel in 2 statt in 4 Monaten, dann bekommt sie schneller einen Nachschlag.

Damit es nicht so offensichtlich ist, könnten die Griechen mit Tricks arbeiten, zum Beispiel ein Gerichtsbeschluss, gemäß dem das Arbeitslosengeld und die Rente aufgrund diverser Paragraphen zu niedrig ist, und die Regierung die Zahlungen umgehend erhöhen muss. Auf diese Weise kam es in Deutschland vor einigen Jahren zu einer Mini-Erhöhung des Arbeitslosengeld II.

Nach außen hin heißt es dann einfach: Tut uns leid, wir sind rechtlich an unsere unabhängige Justiz gebunden - wenn wir nationales Recht ignorieren wäre es das Ende der griechischen Demokratie, es käme es zum Staatszusammenbruch, wobei mit Sicherheit alle ausländischen Besitztümer von den ehemaligen Sicherheitsorganen geplündert würden....
natürlich müsste man es höflicher formulieren.

Insbesondere den IWF könnte man so unter Druck setzen, Geld nachzuschießen, da derzeit offenbar vor allem die Amerikaner an einem Verbleib Griechenlands in der Eurozone interessiert sind. Bei den Europäern sind offenbar schon zu viele Neo-Brünings an den Schalthebeln, die nicht verstehen, was ein Austritt Griechenlands bedeutet.

... würde sie alles nehmen, was sie bekommen kann! (oT)

Rybezahl, Montag, 23.03.2015, 23:02 vor 3949 Tagen @ Ötzi 1622 Views

- kein Text -

Ne, man will wohl einen "geordneten" Ausstieg des gesamten Systems, vermute ich mal.

Olivia @, Dienstag, 24.03.2015, 13:35 vor 3948 Tagen @ Ötzi 1555 Views

Den Griechen "Tricks" beibringen zu wollen heißt wirklich Eulen nach Athen zu tragen. :-))) Wenn es etwas wirklich nicht braucht, dann das.

Schätzungsweise ist man mit den Vorbereitungen für das Herunterfahren des gesamten Systems noch nicht so weit. Griechenland rechnet sich entweder Chancen aus, wenn es "als Erster" aussteigt, oder die sind einfach zu doof um den gesamten Schlamassel zu begreifen.

Außerdem sind immer unterschiedliche Prioritäten der handelnden Parteien zu berücksichtigen. Und manch einer mag sich blöder stellen als er ist, weil er seinem einfach strukturierten "Klientel" entsprechend entgegenkommen muß.

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Griechische "Gelddurst" wird auch im Congreß "vernebelt".

Olivia @, Montag, 23.03.2015, 15:52 vor 3949 Tagen @ Rybezahl 2371 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.03.2015, 16:05

Im Zusammenhang mit einem 100 Milliarden Dollar "Darlehen" an den IWF mußte Obama am 16. April 2009 die Zustimmung des Congresses einholen (kurz nach einem G20 Gipfel).

In einem Brief an den Congreß legte er alle wesentlichen Punkte, die für das "Darlehen" sprachen, dar. Den "Verwendungszweck" des Darlehens verschleierte er jedoch. Obwohl bereits klar war, dass die Gelder zu 50 % zum Bailout benutzt werden würden (Irland, Portugal, Zypern, Griechenland), so wurde im Brief doch angegeben, es handle sich um Hilfestellungen "primarily to developing and emerging market countries".

Die Erklärung für dieses Verhalten faßt J. Rickards in seinem Buch "The Death of Money" wie folgt zusammen:

"The misleading language was intended to dodge criticism from Congress that U.S. taxpayer money would be used to bail out Greek bureaucrats who retired at age fifty with lifetime pensions, while Americans were working past seventy to make ends meet".

Die "Sache" flog auf und Rickards schreibt weiter: "By early 2011, the European sovereign debt crisis had reached a critical state, and it was impossible to disguise the fact that U.S. funds, if drawn by the IMF, would be used to bail out retired Greek and Portuguese bureau........"

Und das weitere "Verhalten" des IMF schlicht gesagt: jenseits der Vorstellungskraft.......

Was mir jedoch bisher nicht bekannt war, ist dass die "graue Eminenz" des IMF ein Chinese aus China ist. Offensichtlich hochintelligent, sehr erfahren und mit sehr eigenen Plänen und Vorstellungen über zukünftige Abläufe. Name: Dr. Min Zhu. Eine hochinteressante Person.

--
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