Die Folgen der Negativ-Zinsen

Apostroph @, Down Town (Switzerland), Sonntag, 22.03.2015, 21:57 vor 3950 Tagen 5812 Views

sind kaum abschätzbar. Einmal initialisiert sind sie ein veritabler Freipass für Diebstahl an den Ersparnissen, Renten, Pensionen und Spar-Verträgen.

Die Ausweitung auf Immobilien und andere Assets (Wertpapiere und Edelmetalle) sind m.E. nur eine Frage der Zeit.

Klamme und bankrotte Staaten besitzen einen Einfalls-Reichtum, dass uns noch Sehen und Hören vergehen wird.

Von den Minus-Zinsen direkt zum offiziellen Diebstahl, weil es so verdammt einfach ist.


Apo'

--
"Wir können nicht alle Helden sein, weil ja irgendeiner am Bordstein stehen und klatschen muss, wenn sie vorüber schreiten."

W. Adair

der Preis

Martino @, Sonntag, 22.03.2015, 22:34 vor 3950 Tagen @ Apostroph 4899 Views

sind kaum abschätzbar. Einmal initialisiert sind sie ein veritabler
Freipass für Diebstahl an den Ersparnissen, Renten, Pensionen und
Spar-Verträgen.

Die Ausweitung auf Immobilien und andere Assets (Wertpapiere und
Edelmetalle) sind m.E. nur eine Frage der Zeit.

Klamme und bankrotte Staaten besitzen einen Einfalls-Reichtum, dass uns
noch Sehen und Hören vergehen wird.

Von den Minus-Zinsen direkt zum offiziellen Diebstahl, weil es so verdammt
einfach ist.

Lustig wird es auch, wenn man den "Zins als Preis des Geldes" definieren möchte und diese Definition auf den Arbeitsmarkt überträgt. Da wird man dann nämlich bald dafür bezahlen dürfen, dass man im Hamsterrad seine (überflüssige) Arbeitskraft zur Verfügung stellt. [[freude]] Nennt sich dann negatives Gehalt.

Frohes Schaffen.
Martino

Die Zinsen werden dauerhaft niedrig bleiben

aliter @, Montag, 23.03.2015, 08:36 vor 3949 Tagen @ Martino 4329 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.03.2015, 12:14

Logischerweise müsste Geld wie jede andere Ware mit der Zeit sich abnutzen, zerbröseln, an Wert verlieren.
Indirekt findet das bisher schon immer statt durch Inflationierung, durch Währungsreformen, durch Kriege.

Logischerweise sollte die Zukunft so aussehen: Eine sichere Geldverwahrung bringt allenfalls Minizinsen bis Negativzinsen als Gebühr für die sichere Verwahrung. Unsichere Anlagen bringen Zinsen als Versicherungsprämie für Totalverlust.

Im Prinzip so wie bisher schon, nur das der Basiszins sich nahe an Null einpegelt. Gut für Häuslebauer, schlecht für Sparer!

mfg

Bei Geldinflation = Zwangsumstellung auf "Hard-Assets".

Olivia @, Montag, 23.03.2015, 11:19 vor 3949 Tagen @ aliter 3656 Views

Vielleicht eine drastische Maßnahme um den "Eigentumsanteil" der deutschen Bevölkerung zu erhöhen. D. liegt ja, gemessen an den Südländern, weit zurück. Die Preise hier sind noch niedrig, selbst die berüchtigten Großstädte haben immer noch nicht die Preise, die in den Südstaaten gezahlt wurden. Möglicherweise soll hier eine Art Ausgleich stattfinden. Nur eine Idee!

Jedenfalls wäre es an der Zeit, der deutschen Bevölkerung auch ein "Goodie" zur Verfügung zu stellen. Dann ist der gefühlte Crash später nicht so schlimm. Mit normalem Sparen geht natürlich nichts mehr und jede Art von Unternehmung bedeutet auch Risiko. Deshalb "klemmen" sich ja alle an den Staat und an direkte oder indirekte staatliche Leistungen.

Kennt jemand die Zahlen der "Firmen, Vereine, Institutionen und Freelancer", die alle vom Sozial-Komplex der BRD ihre "Aufträge" erhalten? Derzeit die allerbeste Art, relativ leistungslos "Geld abzustauben". :-))) Schafft zudem nahezu "Vollbeschäftigung".

Derartige, vollkommen aus dem Ruder gelaufene Strukturen erfordern in der Tat einiges an mentaler Kraft, wenn man sie wahrnimmt.

--
For entertainment purposes only.

Da wird eine "mentale Atombombe" draus

sensortimecom ⌂ @, Montag, 23.03.2015, 08:38 vor 3949 Tagen @ Martino 4560 Views

Lustig wird es auch, wenn man den "Zins als Preis des Geldes" definieren
möchte und diese Definition auf den Arbeitsmarkt überträgt. Da wird man
dann nämlich bald dafür bezahlen dürfen, dass man im Hamsterrad seine
(überflüssige) Arbeitskraft zur Verfügung stellt. [[freude]] Nennt sich
dann negatives Gehalt.

Man wird auch zB. illegale Mieter was bezahlen müssen, wenn sie geruhen eine Wohnung zu besetzen <img src=" />
Für das gesamte Rechtswesen wird das der SUPERGAU schlechthin.

s.
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=329762
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=329782

Über Silvio Gesell, der damit überhaupt nix zu tun hat:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=329826

Liest sich wie eine grobe Satire

cassi @, Mitten in der EUdSSR, Montag, 23.03.2015, 09:47 vor 3949 Tagen @ LLF 3793 Views

Man könnte es auch für eine "Sendung mit der Maus" für zurückgebliebene Erwachsene sehen: Gaaanz tolle Vorteile an den Haaren beigezogen!

" Je nach Größe der Gastfamilie können 2-4 Teilnehmer gleichzeitig untergebracht werden, so dass du auch bei der Gastfamilie nicht alleine bist."

"Der Standard der Unterkunft ist gut, d.h. Es gibt in der Regel Strom und fließend Wasser, auf Stromausfall oder die Kübeldusche solltest du jedoch vorbereitet sein."

Buche gleich ein Jahr und spare bis zu 70%! [[wut]]

Frage mich gerade - wie so oft in letzter Zeit - ob das nicht doch gut getarnte Satire ist. Ich kann das so langsam nicht mehr unterscheiden! [[sauer]]

--
Gruß ©
"Dummheit ist ein menschliches Privileg" (S. von Radecki)
"Versuche niemals in keinem System die herrschende Macht mit Vernunftgründen zu überzeugen." (@Meph)

Wundere mich sowieso, dass negatives Gehalt nicht schon lange üblich ist

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 23.03.2015, 09:42 vor 3949 Tagen @ Martino 3887 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.03.2015, 13:48

Lustig wird es auch, wenn man den "Zins als Preis des Geldes" definieren
möchte und diese Definition auf den Arbeitsmarkt überträgt. Da wird man
dann nämlich bald dafür bezahlen dürfen, dass man im Hamsterrad seine
(überflüssige) Arbeitskraft zur Verfügung stellt. [[freude]] Nennt sich
dann negatives Gehalt.

Etwa so:

Einstellung zum ...
Um die Kosten der Einarbeitung wenigstens teilweise abzudecken, bitten wir Sie, sich mit einem Betrag von .... zu beteiligen (5-6-stellige Summe).
Sollte das Arbeitsverhältnis während der Probezeit ohne Verschulden Ihrerseits beendet werden, erhalten Sie .... anteilig rückerstattet.

Soll heute bei MTAs und PTAs schon so ähnlich organisiert sein.
Ebenso bei Genossenschaften. Bevor du Genosse wirst und mitarbeiten kannst, musst du erst deinen Genossenschaftsanteil errichten.

Früher bei Zünften war das absolut üblich. Bevor der Lehrling genommen wurde, musste erst das Lehrgeld bezahlt werden.

Und wisst ihr was?
Die Arbeitsplätze, bei denen man Einstiegsgeld bezahlen muß, werden begehrt sein, um so mehr, je mehr einbezahlt werden muss.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Was NIX kostet, das ist auch NIX!

Olivia @, Montag, 23.03.2015, 11:31 vor 3949 Tagen @ Mephistopheles 3322 Views

Früher bei Zünften war das absolut üblich. Bevor der Lehrling genommen
wurde, musste erst das Lehrgeld bezahlt werden.

Und wisst ihr was?
Die Arbeitsplätze, bei denen man Einstiegsgeld bezahlen muß, werden
begehrt sein, um so mehr, je mehr einbezahlt werden muss.

.................

Wenn die Lehrlinge gut ausgebildet werden, ganz sicher!

Im gewissen Rahmen gibt es das ja heute schon (schlechte Bezahlung, viel Arbeiten, gutes Image/gute Ausbildung, hohe Anwärterzahl). Man kann darüber natürlich wirklich geteilter Meinung sein.

Oft ist es aber so, dass nur derjenige, der bereit ist, etwas für eine Ausbildug zu GEBEN, auch ein echtes Interesse daran hat. Unsere Gesellschaft hat für viele Personen die Notwendigkeit des "Anstrengens", um etwas zu erreichen, eliminiert. Tja, schlecht gelaufen!

Die Folgen(simpel gesagt)... Depressionen.... genau wie bei den Tieren.

Deshalb müssen sich zumindest die Tiere in modernen Zoos bereits "aktiv" um ihre Nahrung kümmern :-))) Nein, sie sollen nicht die Besucher fressen!
Aber z.T. wird die Nahrung versteckt oder die Tiere müssen sich sonstwie anstrengen, damit sie nicht in Depressionen verfallen.

--
For entertainment purposes only.

R on I vs R of I

pigbonds @, Montag, 23.03.2015, 09:46 vor 3949 Tagen @ Apostroph 3978 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.03.2015, 13:51

sind kaum abschätzbar. Einmal initialisiert sind sie ein veritabler
Freipass für Diebstahl an den Ersparnissen, Renten, Pensionen und
Spar-Verträgen.

Die Ausweitung auf Immobilien und andere Assets (Wertpapiere und
Edelmetalle) sind m.E. nur eine Frage der Zeit.

Klamme und bankrotte Staaten besitzen einen Einfalls-Reichtum, dass uns
noch Sehen und Hören vergehen wird.

Von den Minus-Zinsen direkt zum offiziellen Diebstahl, weil es so verdammt
einfach ist.

Es ist kein Diebstahl. Die Minus-Zinsen sind auch Ausdruck davon, dass eine
Rentnergesellschaft mehr an "Return of Investment" als an "Return on Investment"
interessiert ist.

Wer bereit ist, Risiken zu tragen, findet sogar bei Staatsanleihen hohe Renditen:
Griechenland, Ukraine, Russland, Venezuela.

Was wir auch sehen, ist ein wahnsinniger Gründerboom von neuen Unternehmen.
Bleiben die Zinsen bei null, werden Unternehmen, die es schaffen, einen
Gewinn zu erwirtschaften, ein Hundertfaches an Kapitalgewinnen schaffen.

Noch sitzen einige Konzerne auf riesigen Cashbeständen, aber in 2-5 Jahren wird
eine Handvoll jener Unternehmen, die aus dem Gründerboom hervorgegangen sind, diese
Konzerne bedrängen und dann wird es richtig losgehen mit M&A.

Schon jetzt kann man Duzende Konzerne aufzählen, die selber Inkubatoren, VC's, etc.
gegründet haben, um am Gründerboom dabei zu sein. Dies ist aber erst die Zeit des
Säens.

Super Beispiel das Early Stage Portfolio der Swisscom:
https://www.swisscom.ch/en/ventures/swiss-early-stage-fund.html
Wieso ist die Swisscom, die an Mobilfunkgebühren fett verdient, Early Stage Investor
für P2P Technologie?
http://www.uepaa.ch/how2p2p
Für jeden, der Schumpeter kennt, muss ich es nicht ausführen.

Hier sind sehr hohe Returns on Investment möglich. Für Rentner aber zu riskant, schon
alleine aufgrund des Anlagehorizonts.

Für Rentner macht es deshalb perfekt Sinn, sich um Return of Investment zu kümmern und
weil die Konkurrent zwischen den vielen Rentnern so gross ist, steigen die Preise für
"sichere" Investments und damit deren Renditen. Die politische Macht der Rentner (in den
reichen Staaten) wird auch für den nötigen Druck sorgen, Austerität zu verfolgen.

Wunschdenken?

Oberbayer @, Montag, 23.03.2015, 10:11 vor 3949 Tagen @ pigbonds 3665 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.03.2015, 11:07

Abgesehen von diversen Rechtschreibfehlern in Deinem Beitrag, wo siehst Du einen Gründerboom? In Thailand? In Vietnam?
Die Realität in D ist leider entgegengesetzt:
http://www.ifm-bonn.org/statistiken/gruendungen-und-unternehmensschliessungen/#accordio...
Tendenz eindeutig fallend, seit mehreren Quartalen.
Die gesamte Finanz-, Militär- und Wirtschaftspolitik der Eurozone ist eine einzige Katastrophe.
Da gibt es nichts schön zu reden. Leider.

Und was Putin angeht: Der ist wirklich ein böser Schlingel:
http://www.statusquo-blog.de/20-milliarden-dollar-in-wenigen-tagen-putin-duepiert-die-w...

Ich spreche von Gründung von innovativen Unternehmen, die Rendite versprechen

pigbonds @, Montag, 23.03.2015, 11:52 vor 3949 Tagen @ Oberbayer 3207 Views

Abgesehen von diversen Rechtschreibfehlern in Deinem Beitrag, wo siehst Du
einen Gründerboom? In Thailand? In Vietnam?
Die Realität in D ist leider entgegengesetzt:
http://www.ifm-bonn.org/statistiken/gruendungen-und-unternehmensschliessungen/#accordio...
Tendenz eindeutig fallend, seit mehreren Quartalen.
Die gesamte Finanz-, Militär- und Wirtschaftspolitik der Eurozone ist
eine einzige Katastrophe.
Da gibt es nichts schön zu reden. Leider.

Diese Gründerstatistik kann nicht abbilden, ob innovative Unternehmen
gegründet werden oder nicht.

Was derzeit stattfindet, ist, dass wie schon oben angemerkt, Konzerne
beginnen, Inkubatoren, VC's etc zu gründen oder entsprechende Mandate
zu vergeben, um sehr früh an diesen Unternehmen beteiligt zu sein.

Mich interessiert nicht die Zählung von neugegründeten Friseursalons und
Gaststätten, sondern Gründungen, die z.B. ab ETH oder EPFL kommen. ETH spinoffs
haben in den letzten Jahren einen jährlichen Return von 43% gebracht:
http://en.wikipedia.org/wiki/Venture_capital#Switzerland

Es vergeht kaum eine Woche, in der in der Schweiz nicht ein neues Programm für
Gründer lanciert wird:
http://www.startupticker.ch/

Wer bereit ist, Risiken einzugehen, kann in diesem Segment sehr hohe Renditen
erzielen.
Im Gegensatz zu @Apo bedaure ich nicht, dass Eidgenossen eine negative Rendite
aufweisen; heute trennt sich der Spreu vom Weizen.

Innovative Schweizer, wie Nesté?

Oberbayer @, Montag, 23.03.2015, 12:07 vor 3949 Tagen @ pigbonds 3275 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.03.2015, 12:10

Es vergeht kaum eine Woche, in der in der Schweiz nicht ein neues Programm
für
Gründer lanciert wird:
http://www.startupticker.ch/

Wer bereit ist, Risiken einzugehen, kann in diesem Segment sehr hohe
Renditen
erzielen.

Der Nestlé-Konzern klaut (anders kann man das nicht nennen) international Wasserquellen zusammen um Riesenprofite aus der Not der Ärmsten zu pressen.
http://netzfrauen.org/2015/03/22/nestle-erwirbt-wassernutzungsrechte-und-laesst-fabrike...

Wahrlich innovative Gründungen, die aus der Schweiz kommen.

[[rofl]]

Sicher einiges innovativer als die Deutschen

pigbonds @, Montag, 23.03.2015, 14:24 vor 3949 Tagen @ Oberbayer 2899 Views

Es vergeht kaum eine Woche, in der in der Schweiz nicht ein neues

Programm

für
Gründer lanciert wird:
http://www.startupticker.ch/

Wer bereit ist, Risiken einzugehen, kann in diesem Segment sehr hohe
Renditen
erzielen.


Der Nestlé-Konzern klaut (anders kann man das nicht nennen) international
Wasserquellen zusammen um Riesenprofite aus der Not der Ärmsten zu
pressen.
http://netzfrauen.org/2015/03/22/nestle-erwirbt-wassernutzungsrechte-und-laesst-fabrike...

Wahrlich innovative Gründungen, die aus der Schweiz kommen.

[[rofl]]

Innovative Schweiz:
Nr. 1 auf dem Innovations Index:
https://www.globalinnovationindex.org/content.aspx?page=data-analysis

Nr.1 in Venture Capital pro Kopf:
http://www.youblisher.com/p/216985-Theory-vs-Reality-Venture-Capital-in-Europe-Verve-Ca...

Dasselbe Szenario hatten wir bereits beim NewEconomy-Crash 2000/2001

sensortimecom ⌂ @, Montag, 23.03.2015, 13:12 vor 3949 Tagen @ pigbonds 3224 Views


Diese Gründerstatistik kann nicht abbilden, ob innovative Unternehmen
gegründet werden oder nicht.

http://www.startupticker.ch/

Genau wie vor 15 Jahren. Auch damals wurden unzählige Start-Ups gegründet, die den Börsianern erzählten, den Stein der Weisen erfunden zu haben<img src=" />

Dann schau mal die Renditen an: Amazon, Ebay, Netflix, Google, ...

pigbonds @, Montag, 23.03.2015, 14:18 vor 3949 Tagen @ sensortimecom 3106 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.03.2015, 15:55


Diese Gründerstatistik kann nicht abbilden, ob innovative Unternehmen
gegründet werden oder nicht.

http://www.startupticker.ch/


Genau wie vor 15 Jahren. Auch damals wurden unzählige Start-Ups
gegründet, die den Börsianern erzählten, den Stein der Weisen erfunden
zu haben<img src=" />


Ich spreche von den Rendite-Möglichkeiten. Man muss aber was riskieren,
für die, die das nicht wollen, gibt es dann -1%.

Das sind die wenigen Bullen...

sensortimecom ⌂ @, Montag, 23.03.2015, 17:09 vor 3949 Tagen @ pigbonds 2720 Views

... die über zehntausende Patente verfügen und die kleinen Start-Ups fertig machen.

Die machen diese nicht fertig, die bieten das Ökosystem für Exits

pigbonds @, Montag, 23.03.2015, 18:10 vor 3949 Tagen @ sensortimecom 2688 Views

... die über zehntausende Patente verfügen und die kleinen Start-Ups
fertig machen.

Die ganz Grossen braucht man, um seinen Gewinn realisieren zu können, es
sei denn, man hat den Mega-Treffer a la Google, Facebook, etc.

Das ist das mühsame an den Startup-Investments, sie kleben einem auf
Jahre an der Backe.

Aus einem Portfolio von 20-50 Investments hat man mit Glück einen Mega-
Treffer, der dann die Hälfte der Rendite ausmacht.

Ich finde Nassim Taleb's Strategie schlau: VC Investments sind wie
Optionen auf einen Mega-Treffer. Dabei sind die VC Investoren in einer
weit besseren Position als die Unternehmer. Die meisten Unternehmer reissen
sich am Ende den Arsch für nichts auf und ein paar wenige reüssieren
spektakulär.
Schafft man es als VC-Investor mit überschaubarem Aufwand (due diligence ist
extrem aufwändig) möglichst viele Chips auf gute Teams mit interessanten
Ideen zu setzen, könnte es sich auszahlen. Feedback in klingender Münze
gibt es aber erst 5-10 Jahren. Also eher eine Art von Investment für Reiche oder
Waghalsige.

Es wird dereinst interessant sein, zu sehen, wie die Crowdinvestments z.B. von
Angellist performen werden. Einige Angellist-Syndikate können bereits mehr bringen
als etablierte VC's: https://angel.co/syndicates?utm_source=home_gs

Europa ist sicher noch nicht so weit wie die USA und Kontinentaleuropa hinkt
UK noch hinterher, aber es tut sich auch was:
https://www.rudebaguette.com/2015/03/13/crowdfunding-equity-europe-platforms-bringing-m...

In der Schweiz stehen 40 Mrd Pensionskassengelder zur Diskussion, die bis 2030 in
Startups fliessen könnten:
http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/pensionskassen-sollen-jungunternehmen-finanzieren-1.1...

In der Realität ist es momentan noch extrem schwierig, grosse Summen in Startups
zu investieren. Die ersten paar Finanzierungsrunden sind im einstelligen Millionenbereich und
wenn man in eines von zehn Proposals investiert, ist dies schon gut. Also ein sehr grosser
Aufwand.

In Anbetracht dessen, dass die Gesamtrendite von 1-2 Überfliegern bestimmt wird, ist
der wichtigste Punkt, dass man nach oben unbeschränkt partizipieren kann. Als normaler
Aktionär ist dies der Fall, aber in Deutschland wird man nicht so einfach Aktionär, wenn ich
dies richtig verstehe (Prospektpflicht wäre nötig?).

Zu Angellist/Syndicates ein Interview von Jason Calacanis (selber high on syndicates) mit
Gil Penchina: https://www.youtube.com/watch?v=flX3NEb5bf0

Man kann den Hype jetzt nutzen, darf aber den Ausstiegszeitpunkt nicht verpassen

sensortimecom ⌂ @, Montag, 23.03.2015, 18:45 vor 3949 Tagen @ pigbonds 2686 Views

Es gilt das Gleiche wie 2000/2001. Ich selber würde in keinen Start-Up mehr investieren, beim nächsten Crash gibts noch größere Rasur als damals.

Dann auf negative Rendite setzen

pigbonds @, Montag, 23.03.2015, 20:18 vor 3949 Tagen @ sensortimecom 2617 Views

Es gilt das Gleiche wie 2000/2001. Ich selber würde in keinen Start-Up
mehr investieren, beim nächsten Crash gibts noch größere Rasur als
damals.

Das ist eben das Problem, dann bleibt noch Griechenland, teure Aktien dividendenstarker
Konzerne oder eben negative Rendite (inkl Bargeld - der Tresor kostet).

Zentralbankpolitik und Politik als Risikotransmissionsriemen?

Leserzuschrift @, Dienstag, 24.03.2015, 12:01 vor 3948 Tagen @ pigbonds 2501 Views

Hallo pigbonds.

Die Erklärung die Du für gewisse Entwicklungen gibst, klingen wie aus einem Handbuch für positive Banker-Propaganda.

Wer schon mal gut geschulte Arbeitgeber/Vorgesetzte in Gesprächen erlebt hat, in denen sie subtil, aber völlig überzogen die Verantwortung bzw. Schuld an allem und jedem ihren Mitarbeitern zuweisen, hat wahrscheinlich eine Vorstellung von dem, was ich meine.

Die Zinssätze für Anleihen der ganzen EU-Südschiene repräsentieren in keiner Weise das Risiko, das ihnen innewohnt.
Davon gehst Du aber scheinbar aus, hat ja wahrscheinlich der "Markt" auch so festgelegt.

Zentralbankpolitik und die Politik via Rettungsmaßnahmen und -fonds, sowie diverse Schattenhaushalte etc haben da sicherlich keine Einfluss drauf. Zumindest hast Du es nicht erwähnt, wahrscheinlich weil es unnötig ist und sowieso falsch.
Denn ansonsten wären natürlich auch die Zinssätze leicht verzerrt und zumindest nicht ganz risikogerecht.

Irgendwie vermisse ich aber diesen Aspekt in Deiner tollen Rechtfertigung, warum gewisse Teile der Bevölkerung mit ihren Investments halt enteignet werden oder besser enteignet werden müssen.

Sollen die Rentner-Deppen ihre Kohle halt woanders hinstecken.
Bspw. Venezuela oder die Ukraine. Die Ukraine ist zwar finanziell ein failed state, eine Investition in ukrainische Anleihen stellt eher eine Wette auf Rettungspakete und -geschenke via EU (da wird der Rentner-Depp wahrscheinlich wieder wider Willen bluten müssen) oder anderer Institutionen dar.

Zu Griechenland sagt inzwischen selbst jeder deutsche Hinterbank-Politiker und jeder MSM-Fuzzi, die werden ihre Schulden niemals zurückbezahlen können, man gibt sich noch nicht mal mehr die Mühe das propagandatechnisch zu überdecken. Aber aus Deiner Sicht sind die aktuellen Zinssätze risikoadäquat? Respekt!

Aber da muss er hin, der Rentner-Depp, wenn er Rendite will?

Ich bin mir sicher, wenn der Rentner-Depp da in Massen investieren und dann seine ganze Kohle verlieren würde (die EU rettet Soros, aber nicht die Rentner-Deppen, die müssen bluten), wärest Du der erste, der kommen würde und sagen würde: "Tja, kann gar nicht verstehen, warum sich jemand aufgeregt, das war doch vorher klar."

Viele wollen bzw. können nicht in das von Dir als positiv beschriebenen Risiko gehen, sagst Du selbst, um dann den Ball wieder den Rentner-Deppen zurückzuspielen a la selbst schuld.

Viele von den Rentner-Deppen würden wohl gerne auf die Rettungsaktionen der Zentralbank und der Politik verzichten, dann gäbe es sicherlich auch wieder risikoadäquate Verzinsungsmöglichkeiten. Das geht aber leider aus irgendwelchen Gründen nicht.

Die tollen Möglichkeiten, die sich für die cleveren Investoren auftun, sind aber natürlich alle auf deren Mist gewachsen und haben auch nichts mit der irren Liquiditätsschwemme zu tun, die sich in den letzten Jahren über die cleveren Investoren daherschwappt.
Das Daherschwappen hat natürlich auch nichts mit der o.g. Politik sowie Zentralbankpolitik im besonderen sowie deren Folgeerscheinungen zu tun? Zumindest bist Du da freundlicherweise nicht darauf eingegangen.

Früher gab es ja die Grundregel, dass in Zeiten der politisch induzierten Liquiditätschwemme die Nähe zu gewissen Institutionen sehr vorteilhaft ist, da die eigenen Boote dann zuvorderst von der Flut erfasst werden und am höchsten getragen werden. Wer weiter weg steht kriegt wenig oder nichts und das auch erst später.

Ist jetzt wahrscheinlich nicht mehr so, sonst hättest Du es der Vollständigkeit halber und um der korrekten Darstellung willen sicherlich in Deine Betrachtung mit einbezogen. Das hätte dann aber auch gleich einen ganz anderen Tenor Deiner Beiträge nach sich gezogen. Wäre aber wohl beides falsch gewesen.


Interessant sind Deine Marktbetrachtungen schon immer, weil sie auch immer sehr stark, aber gleichzeitig sehr subtil den Staat und die Staatsmacht/-gewalt mit einbeziehen (leider oft ohne dies auch allzu direkt zu benennen). Von daher ein Debitist der reinsten Schule.
Dass ausgerechnet Zara sich mit Dir so gut versteht wundert mich deshalb eigentlich auch nicht.

Grüße
s

Hoffe natürlich, Du kannst mit den tollen Investitionsmöglichkeiten Deinen Reibach machen und bist nicht irgendwann mal gezwungen zum Deppen-Investor zu mutieren.

Ich schon, ich würde investieren!

Olivia @, Dienstag, 24.03.2015, 14:56 vor 3948 Tagen @ sensortimecom 2285 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 24.03.2015, 15:01

Es gilt das Gleiche wie 2000/2001. Ich selber würde in keinen Start-Up
mehr investieren, beim nächsten Crash gibts noch größere Rasur als
damals.

.........

In sinnvolle Startups mit guten Produkten und gutem Personal. Sicher. Man muß schauen, ob sie arbeiten oder "spinnen", wie sie mit Geld umgehen und wenn möglich, die Persönlichkeitsstruktur der "treibenden Kräfte" analysieren und einkalkulieren.

2001 bin ich raus, als es sich wirklich "komisch" anfühlte. Ohne "Gründe" aber Gott sei Dank zum richtigen Zeitpunkt!

--
For entertainment purposes only.

Gute Erklärung der Minuszinsen

Orlando ⌂ @, Montag, 23.03.2015, 12:34 vor 3949 Tagen @ pigbonds 3336 Views

Es ist kein Diebstahl. Die Minus-Zinsen sind auch Ausdruck davon, dass
eine
Rentnergesellschaft mehr an "Return of Investment" als an "Return on
Investment"
interessiert ist.

Das erklärt, warum nicht investiert wird, obwohl die Wirtschaft doch leidlich "läuft".

.. einmal "volks"wirtschaftlich betrachtet: (edit.)

Beo2 @, NRW Witten, Montag, 23.03.2015, 13:50 vor 3949 Tagen @ Apostroph 3092 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.03.2015, 14:00

Die Folgen der Negativ-Zinsen sind kaum abschätzbar. Einmal initialisiert sind sie ein veritabler Freipass für Diebstahl an den Ersparnissen, Renten, Pensionen und Spar-Verträgen.

Du bemängelst lediglich die individuellen Folgen der Negativzinsen auf Geld-/Spareinlagen bzw. gehortete Geldvermögen, fragst jedoch nicht nach den volkswirtschaftlichen. Das ist typisch .. und nur bis zu eigener Nasenspitze gesehen.
"Volks"wirtschaftliche Prosperität ist etwas anderes als große Geldvermögen bei einem kleinen Teil der Bevölkerung. Die Mehrheit der Bürger braucht sich wegen der Negativzinsen nicht den Kopf zu zerbrechen, denn sie gibt ihr Geld notgedrungen vollständig aus.

Volkswirtschaftlich betrachtet sind solche Negativzinsen notwendig, wenn die monetäre Sparquote (Konsum- & Investitionsverzicht) zu hoch ist - d.h. weit höher als das BIP-Wachstum - und infolge dessen eine chronische Deflation und Rezession droht. Sie führen dazu, dass weniger gespart und mehr konsumiert bzw. investiert wird.
Die Güternachfrage in der Realwirtschaft sollte dadurch angekurbelt werden. Tun dies nämlich nicht die Privaten in ausreichendem Maße, so muss es ersatzweise der Staat tun, indem er einen Teil der privaten Geldvermögen (Einkommensüberschüsse) abschöpft und selbst ausgibt.
Hierbei wäre es allerdings auch wichtig, die Umsätze an den Zockerbörsen zu besteuern, da hier sich der Großteil der (liquiden) Geldvermögen nutzlos tummelt.

Negativzinsen braucht sich kein Bürger gefallen zu lassen, wenn er nur weniger spart und mehr ausgibt. Das wäre ein Segen für die Wirtschaft und die Erwerbseinkommen vieler (evtl. verarmter) Bürger.

Klamme und bankrotte Staaten besitzen einen Einfalls-Reichtum, dass uns noch Sehen und Hören vergehen wird.

Ja natürlich, auch der Staat braucht regelmäßiges und ausreichendes Einkommen, um Schulden tilgen, solvent und kreditwürdig bleiben zu können.

Von den Minus-Zinsen direkt zum offiziellen Diebstahl, weil es so verdammt einfach ist.

Die regelmäßige Besteuerung der Geldvermögen ist der Königsweg der Bürgerbesteuerung. Geldvermögen sind ja nicht unbedingt benötigte, gehortete Einkommensüberschüsse, die der Realwirtschaft fehlen.

Im übrigen: GELD ist primär dazu da, um reale Wirtschaftsgüter nachzufragen, statt weggelegt und gehortet zu werden. Das ist der Sinn & Zweck der Geldwirtschaft, wie wir sie haben.

Mit Gruß, Beo2

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