Hallo Rybezahl,
danke für den Verweis zu den historischen Quellen. Weitere z. B. hier: http://www.geschichte.uni-mainz.de/NeuereGeschichte/480.php#L_Historische_Lexika_und_Wo...
Das berühmte Grimmsche Wörtebuch: http://dwb.uni-trier.de/de/
"geld, n.
1)
a) Es ist ursprünglich das einfachste subst. verb. zu gelten (s. d.), daher ahd. kelt, gelt, mhd. gelt und noch nhd. bis ins 18. jh. (s. b); alts. geld n. zu geldan, lohn, vergeltung, zahlung, aber auch noch opfer (s. 2, a). goth. noch mit ungebrochnem vocal gild n. zins, wie gildan, auch langob. in launegild Haupt 1, 555, widrigild RA. 652, fränk. widrigildus 653 und noch ags. gild, gyld neben gield n., wie auch gildan, gyldan, gieldan; altn. gjald (giald) wie gjalda (gialda), daneben gildi n. mnd.
[Bd. 5, Sp. 2890]
gelt, geldes, wie mnl. ghelt, gheldes, nnl. geld. altfries. jeld (geld), neufries. jeld, jild Richth. 840a, altengl. Ê’eld, Ê’ield, yeld (vgl. engl. to yield), mit dem anlaut wie auch bei uns im 16. jh. yeldt (sp. 1108) in nordöstl. mitteldeutsch, nach der aussprache die noch dort gilt, während nordengl. geld a tax or imposition (s. 2, c) Halliwell 396a im anlaut zur oberd. form stimmt. schwed. gäld m., norw. gjeld f., dän. gjeld schuld (s. 3, g) neben gälda, gjelde bezahlen, gelten.
b) auch nhd. ist gelt anfangs das vorherschende, man fühlte es noch deutlich mit gelten zusammengehörend, wie noch gegenwärtig entgelt und entgelten, obschon man auch auf entgeld verfiel, z. b. Lessing 3, 47; bei einer beutetheilung am tag nach der schlacht:
des morgens blies man zu der beut ..
harnisch und pferd, das ward vil wert,
es tet vil geltes geiten (einbringen).
Liliencron 1, 537b, vergl. geldgültig;
virtus post nummos, ist gelt da, so gelts. Frischart podagr. trostb. 653 Sch., für gilts dem anklang von gelt zu gefallen; noch im 17. jh.: wer nicht gelt hat, der gilt nichts, denn was gilt, das ist gelt. Lehman flor. 1, 168. am längsten hielten die Oberdeutschen an dem -t fest, in den wbb. z. b. gelt, gen. gelts Dasyp. 338b, gält, gälts Maaler 154 fg., im 17. jh. gelt, geltle Schönsleder T 5a, Henisch 1462 ff. (auch noch gelte dat. 1465, 6), selbst im 18. jahrh. noch: das gebet ist ein gelt, ein zelt u. s. w. Conlin narrenwelt Augsp. 1709 5, 450; es ist ein gelt, mit dem man alles zeitliches und ewiges kan einhandeln. 451, neben geld, gold und geld 471fg., geldnarr 3, 104 ff.; in Denzlers clavis Basel 1716 2, 127 nur gelt. im 16. jh. oft gellt, z. b. Brant 46, 51, Luther bei Dietz 2, 60 fg., Kiechel 433.
c) geld stammt von nordd. einflusse. auch oberd. zwar schon früh z. b. gelde (: selbe) Diemers gen. 104, 3, aber nur dem erweichenden l zu gefallen und ohne das sprachbewusztsein zu stören (Weinhold bair. gramm. 151, vergl. schon altfränk. geldom neben gelton unter 2, a), wie im Lohengrin 4226 im reim auf velde (vgl. doch Rückert s. 269); md., in demselben reim, gelde Herbort 1863, pass. K. 600, 20, im Leipziger Sachsenspiegel durchgehend gelt, geldes, wie zwigelde (s. 4, f), gelden, vergelden (s. z. b. u. 2, e), auch schon geld II, 11, 3, in den Magdeb. fragen s. 176 gelt, geldis, wie gelden. im 15. jh. z. b. in einer Erfurter gerichtsordnung gelde neben gelt Michelsen rechtsd. 346, aber auch schon geld 348, daneben vermittelnd geldt 354; vgl. u. 3, h schon bei Rothe geld (: feld). bei Luther ist anfangs gelt die form, auch noch in den schriften Jenaer ausg., aber in der bibel von 1545 geld 1 Mos. 23, 9 ff., doch wieder gelt 5 Mos. 14, 25 ff. 2 kön. 12, 9 ff.; auch bei S. Frank in den sprichw. unter lauter gelt (gelte dat. 1, 119b) doch einzeln geld 1, 33a. 118b, wie bei H. Sachs 4, 231 K. dann geld z. b. Mathes. Sar. 64b ('geld oder feld') neben gelt 160b; s. auch schon gelddieb, geldpeen in der Carolina, geldnarr Alberus, die entscheidung dafür gieng vielleicht von den Hansestädten aus, die ja auf das geldwesen einflusz haben muszten. übrigens suchte man noch im 18. jh. die fühlung mit dem zeitwort wiederzugewinnen: dem es unmöglich ist, mehr geld aufzubringen, als die früchte seines hofes gelden mögen. Möser phant. 3, 118, umgekehrt wie am ende des 17. jh. Stieler 680 'gelt, pl. gelter, non geld, ut fere omnes scribunt, est enim immediate a gelten.'
d) der pl., jetzt und schon im 17. jh. gelder, war im 16. jh. noch gelt, wie mhd.: umb zwei gelt. Luther 3, 112b, s. 4, f; oberd. noch später: die ewige gelt. Münchner gantordn. von 1616 Schm.2 1, 906.
e) neben dem n. galt ursprünglich ein masc., ahd. mhd. und oberd. noch später, z. b.:
mîn grôʒer gelt (schuld) ist abe geslagen.
Walther 100, 26 in A;"
http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GG06414#XGG06414
Wichtig ist die Akzeptanz eines Dritten.
Der Empfänger von Geld erwartet, dass er erwarten kann, dass es ein Nächster (Dritter) akzeptiert.
Siehe insofern auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Erwartungserwartung
Auch hierzulande ist gesetzlich bestimmt, was als Zahlungsmittel zu akzeptieren ist: § 14 BBankG.
Wenn das Geld nicht von anderen akzeptiert wird, dann ist es wertlos. Eben nur Metall oder Papier.
Geld soll nun, so eine andere These, nur aus seiner Herkunft her zu Geld werden.
Wenn nun z. B. eine Stadt eine Münzprägerecht hat, dann entstand dort Geld, ganz ohne jede Zentralbank.
"Vom 9. bis ins 10. Jahrhundert war Haithabu mit seinen mindestens tausend ständigen Einwohnern ein wichtiger, überregional bekannter Handelsplatz. Hier wurden auch eigene Münzen geprägt."
http://de.wikipedia.org/wiki/Haithabu#Geschichte
Mehr zu dieser Regalie ( http://de.wikipedia.org/wiki/Regalien / http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnzregal ): http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/muenzhoheit.html?referenceKeywordName=Pr...
Ein Zahlungsmittel ist zweifelsohne Geld. Jedes Geld, das gilt, ist ein Zahlungsmittel.
Es ist darauf abzustellen, wozu es dient.
Ein Fahrzeug ist ein Fahrzeug, weil es zum Fahren dient, und nicht durch die Eigenschaft geprägt, wie es entwickelt und hergestellt wurde. Es gibt Fahrzeuge unterschiedlichen Antriebes. Gerade alte Geldsorten sind nicht an Repos oder ZBs gebunden, und doch existierten sie.
Als bereits mit Anweisungen, Guthaben und Buchgeld gearbeitet wurde, gab es noch keine ZBs usw.
Bei Geld allein auf die EZB abzustellen ist eh viel, viel zu dünn (wo ist Dein Nachtrag Mephisto?).
Viele freundliche Grüße
azur
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