De Soto

Fabio ⌂, München, Dienstag, 17.03.2015, 02:08 (vor 3955 Tagen) @ BillHicks1953 Views

Hi Bill,

Ab 41:00 spricht er über Hernando de Soto, welcher u.a. völlig zu Recht
darauf hinweist, dass nicht etwa "Entwicklungshilfe", sondern vielmer
wirtschaftlich wirksame(s) Eigentum(stitel), die sog. dritte Welt
wirtschaftlich voranbringen würde.

De Soto ist mir gerade deswegen bekannt, weil er unter Austrians so gerne erwähnt wird, dass ich eine Weile dachte, er sei selber Austrian (er ist aber sympathisch pragmatisch, würde ich sagen und eigentlich ja garkein Ökonom, sondern Unternehmer). (Privat!)Eigentumsrechte sind für Austrians ja zentral und die Minimalstaatler (wie z.B. Hayek) unter den Austrians sehen in der Sicherung der (Privat)Eigentumsrechte den einzig legitimen Zweck des Staates (="Nachtwächterstaat"). Die anarchistischen Austrians (Anarchokapitalisten) versuchen ja bloß Alternativen dazu zu entwickeln, weil Staaten traditionell die größte Gefahr für Privateigentum darstellen (siehe eben u.a. De Soto).
Ich wünschte mir, er würde unter Umverteilern ähnlich intensiv rezipiert werden, wie unter Austrians, denen Du ihn ans Herz legst.
Er hatte übrigens mal einen Schäferhund, den er Karl Marx genannt hat, weil er «deutsch und haarig ist und keinen Respekt vor dem Privateigentum hat".
Seine Aussagen zur "Zerstörung ökonomischer Fakten" lese ich mit meiner Austrian-Brille auch als die Zerstörung des Preismechanismus und dessen Informationsfunktion - und als Versagen des allwissenden Regulators, wie es mir mit privatwirtschaftlichen Schiedsgerichten schwer vorstellbar erscheint.

LG

Fabio

PS:
Das mit rehypothecation muss ich überhört haben, höre es mir nochmal an.

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“We are on strike against the dogma that the pursuit of one’s happiness is evil. We are on strike against the doctrine that life is guilt." John Galt

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