(OT) Wieso ist es in Höhenlagen kälter als in Tallagen?

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Sonntag, 15.03.2015, 19:08 vor 3956 Tagen 6231 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 15.03.2015, 20:05

Es ist ein Faktum das jeder beobachten kann: Im Gebirge ist es kalt, auf den Bergspitzen kann auch Schnee liegen, im Tal ist es dagegen wärmer.

Warum eigentlich? Ich weiß, dass es so ist aus Beobachtung, aber ich weiß nicht warum es so ist.

Eigentlich müsste es doch andersrum sein:
Wärme steigt nach oben.
Man ist näher an der Sonne und die ist warm.
;)

Es gibt den Gedankengang, dass CO2 dazu beiträgt. Da CO2 schwerer ist als das Luftgemisch, ist es eher in den Tallagen, also erwärmt es sich dort stärker wenn die Sonne auf das Gas mit dem höheren CO2 Gehalt trifft.
Hm, aber wenn dem so ist, warum gibt es dann überhaupt ein CO2 Problem in der Atmosphäre? Es müsste doch absinken und sich vorzugsweise am Boden sammeln.
Ich fragte mal einen Profimeteorologen dazu: Er hat umgehend eine Graphik ausgegraben bezüglich CO2 Konzentration und Höhe über Null in der Atmosphäre. Interessanterweise ist die Konzentration (laut der damaligen Graphik) in jeder Höhe ziemlich gleich.

Daher kann es nicht am CO2 liegen, dass es kühler wird wenn man in höhere Lagen kommt.

Liegt es am Luftdruck? Kann dünnere Luft weniger Wärme aufnehmen?

Ich habe auch schon mal einen Prof. einer Uni dazu gefragt. Ich kam mir vor wie ein Kind das eine ganz dumme Frage stellt. Allerdings konnte er auch nicht erklären warum es so ist.

Die Erklärung, dass man dem 0°K Weltraum näher sei lasse ich nicht gelten, ich erlebe hier deutliche Temperaturunterschiede bei nur 50 Höhenmeter Unterschied.

Woran liegt das?
Ist die Lösung womöglich ganz einfach?

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Aber aber ...welchen Professor hast Du da gefragt? Gender Studies? Literatur? ;-)

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 15.03.2015, 19:42 vor 3956 Tagen @ Konstantin 5961 Views

Es ist ein Faktum das jeder beobachten kann: Im Gebirge ist es kalt, auf den Bergspitzen kann auch Schnee liegen, im Tal ist es dagegen wärmer.

In der Berghuette is es waermer als bei mir zuhause ...

Warum eigentlich? Ich weiß, dass es so ist aus Beobachtung, aber ich weiß nicht warum es so ist.

Das ist ein emergentes Phaenomen, wuesstest Du, warum, wuerde es aufhoeren - um dich zu foppen [[freude]] ...

Eigentlich müsste es doch andersrum sein: Wärme steigt nach oben.

Nein, warme Luft steigt nach oben. "Waerme" als solche gibt es nur als Eigenschaft von "Koerpern"!

Man ist näher an der Sonne und die ist warm.

Drum haben die Iren ihre Sonnen-Rakete nachts gestartet. Dadurch sparten sie die Kosten (und das Gewicht) fuer den Hitze-Schild. [[freude]]

Es gibt den Gedankengang, dass CO2 dazu beiträgt. Da CO2 schwerer ist als das Luftgemisch,

Was nu - Luftgemisch ist doch schon INKLUSIVE CO2!!!

ist es eher in den Tallagen, also erwärmt es sich dort stärker wenn die Sonne auf das Gas mit dem höheren CO2 Gehalt trifft.

Nein, es gibt zwar eine gewisse Dichteschichtung der Gase, auch der Gasfraktionen, aufgrund der barometrischen Hoehenfoermel, aber die relativen Anteile "von hier bis zur Stratosphaere" sind noch relativ gleich. Bei radioaktiven Edelgasen kann das schon anders sein.

Hm, aber wenn dem so ist, warum gibt es dann überhaupt ein CO2 Problem in der Atmosphäre?

Weil das gut bezahlt wird? Jedenfalls: mit Deiner Frage hat es nichts oder verschwindend wenig zu tun.

Es müsste doch absinken und sich vorzugsweise am Boden sammeln.

Nein, wegen der Brownschen Molekular-Bewegung durchmischt es sich vollstaendig!

Stickstoff N2 = 2 * 14 = 28 Mol-Gewicht, Sauerstoff O2 = 2 * 16 = 32, Kohlendioxid = CO2 = 1 * 12 + (2 * 16) = 44 Molgewicht. Wasser = (2 * 1) + 16 = 18. Weshalb warme feuchte Luft aufsteigt.

Ich fragte mal einen Profimeteorologen dazu: Er hat umgehend eine Graphik ausgegraben bezüglich CO2 Konzentration und Höhe über Null in der Atmosphäre. Interessanterweise ist die Konzentration (laut der damaligen Graphik) in jedfer Höhe ziemlich gleich.

Genau.

Daher kann es nicht am CO2 liegen, dass es kühler wird wenn man in höhere Lagen kommt.

Nein, meist liegt es daran, dass man selbst nachhilft, um dorthin zu kommen ... [[freude]] ...

Liegt es am Luftdruck? Kann dünnere Luft weniger Wärme aufnehmen?

Ja, s.o. kann sie, denn der "Waermeinhalt" ist eine Funktion der "spezifischen Waerme(kapazitaet)". Vakuum = 0 ...

Ich habe auch schon mal einen Prof. einer Uni dazu gefragt.

Bloss nicht. Jedenfalls nicht, wenn er Naturgesetze fuer emergente Phaenomene haelt.

Ich kam mir vor wie ein Kind das eine ganz dumme Frage stellt.

Es gibt nur dumme Antworten.

Allerdings konnte er auch nicht erklären warum es so ist.

Weil die Frage eben nicht dumm genug war ...

Die Erklärung, dass man dem 0°K Weltraum näher sei lasse ich nicht gelten, ich erlebe hier deutliche Themperaturunterschiede bei nur 50 Höhenmeter Unterschied.

Nearer my God to thee.

Woran liegt das? Ist die Lösung womöglich ganz einfach?

Laut Internet schon ... [[top]]

Atmosphärischer Temperaturgradient

"Eng verbunden mit der Änderung der Temperatur in der Vertikalen sind einerseits die durch die Gravitation bedingte Änderung des Luftdrucks (siehe barometrische Höhenformel) und andererseits Energietransportvorgänge über die fühlbare und latente Wärme, also letztlich ein Übergang thermischer in potentieller Energie. Es handelt sich also um ein Phänomen, das nur auf Basis der Thermodynamik und der kinetischen Gastheorie erklärt werden kann. Als theoretische Grundlage dienen folglich die verschiedenen Gasgesetze. Für einfache Prozesse kann man die allgemeine Gasgleichung als Zustandsgleichung heranziehen, jedoch nur, solange die Luft ein annähernd ideales Verhalten zeigt.

Die Kopplung zwischen Druck und Temperatur hängt von der Zustandsänderung ab. Eine Luftdrucksenkung entspricht dabei einer Höhenzunahme sowie umgekehrt eine Luftdruckerhöhung einer Höhenabnahme."

Erdatmosphäre

"Die bodennahen Schichten bis in etwa 90 km Höhe haben eine recht gleichförmige Zusammensetzung, ... "

Lufttemperatur - Abhängigkeit von der Höhe

"Für diesen atmosphärischen Temperaturgradienten gibt es zwei dynamische Modellfälle, den feuchtadiabatischen und den trockenadiabatischen. Im Mittel beträgt die statische Temperaturabnahme etwa 0,65 °C je hundert Meter, was man als geometrischen Temperaturgradienten bezeichnet. Kommt es zu keiner weiteren Temperaturabnahme, so hat man die Tropopause erreicht. Liegt diese wie in den Tropen besonders hoch, können sich in der Troposphäre auch Minimaltemperaturen von −80 °C ausbilden." (Hervorhebung CM)

Trockenadiabatischer Temperaturgradient

"Er beträgt 9,76 Kelvin bzw. Grad Celsius je einem Kilometer Höhe und wird für Höhenänderungen eines Luftpaketes verwandt, ... Die Herleitung des Gradienten basiert auf dem Ersten Hauptsatz der Thermodynamik ..." (Hervorhebung CM)

Ausbildungsseminar Klima und Wetter im WS 09/10: Druck und Temperaturschichtung in der Atmosphäre

Wetterlexikon - Abnahme der Temperatur mit der Höhe

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

"warme Sonne"

Balduin @, Sonntag, 15.03.2015, 19:53 vor 3956 Tagen @ Konstantin 5208 Views

Unsere "Wärme" stammt nicht von der Sonne, ansonsten müsste es ja wärmer werden je näher man ihr kommt. Und das tut es, wie du es ja selber sagst, nicht.

Es wird sogar kälter.

Ich denke das es in höheren Lagen weniger Luftteilchen pro Raumeinheit gibt, als in den Tälern.
Die elektromagnetische Welle, die wir von der Sonne bekommen, erzeugt eine Schwingung, je nach dem auf was sie trifft.Deswegen heizen sich Gegenstände die in der Sonne stehen ("trag kein schwarzes t Shirt im Sommer")unterschiedlich auf. Je mehr Luftmoleküle es in der Umgebung gibt, desto stärker wird die Schwingung übertragen. In höheren Lagen herrscht "dünne Luft" so das die Schwingung auf weniger Luftmoleküle trifft.Weniger Schwingung bedeutet geringere Temperatur.

Just my 2 Cents...

Sorry, aber hast Du mal nachgemessen, wieviel "naeher" Du der Sonne zu Fuss maximal kommen kannst?

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 15.03.2015, 20:13 vor 3956 Tagen @ Balduin 4996 Views

Unsere "Wärme" stammt nicht von der Sonne,

Woher denn sonst? (Ausser dem bisschen von den primordialen Nukliden und dem bisher bisschen aus der terrestrischen Energie-"Erzeugung".)

ansonsten müsste es ja wärmer werden je näher man ihr kommt.

Wenn Du hundert Meter von einem Ofen entfernt bist - und Dich ihm um EINEN MILLIMETER naeherst - erwartest Du dann, dass Du das merkst? Die max. 7 km, die Du selbst bei Aufstieg zum Mount Everest der Sonne "naeher" kommst, sind nichts im Vergleich zum mittleren Sonnenabstand und schon gar nichts gegenueber den Bahn-Unregelmaessigkeiten der Erde um die Sonne!

Und das tut es, wie du es ja selber sagst, nicht.

Ja, wenn er es sagt ...

Es wird sogar kälter.

Und die Luft wird duenner ... Und physiologisch empfundene Waerme ist immer eine Funktion auch der Dichte des umgebenden Mediums.

Ich denke das es in höheren Lagen weniger Luftteilchen pro Raumeinheit gibt, als in den Tälern.

Ja.

Zum Rest siehe meinen Vorbeitrag.

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Schon mal geflogen?

Balduin @, Sonntag, 15.03.2015, 21:29 vor 3956 Tagen @ CrisisMaven 4852 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 16.03.2015, 11:41

Wo ist sie denn die Wärme?

In Flugzeughöhe von 10.000-15.000 Metern herrschen Temperaturen von ca. minus 50 Grad...draußen im All bis minus 250 Grad.

Was soll da auch schwingen? Im All herrscht ein hohes Vakuum. Wenig Teilchen, wenig Schwingung, niedrige Temperaturen...

Wo ist die Wärme?

Rybezahl, Sonntag, 15.03.2015, 21:33 vor 3956 Tagen @ Balduin 4704 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 15.03.2015, 22:17

Ja, wo ist sie denn?

Vielleicht fangen wir mit dieser Frage an.

Also: wo kommt deiner Meinung nach die Wärme her?

Vom Erdinneren wohl kaum, sonst wäre die Erde ja auf sonnenabgewandter Seite so warm, wie auf sonnenzugewandter Seite, oder nicht?
Bekanntlich ist es aber "Nachts kälter als draußen"!

Natürlich ist die Sonne nicht warm, das ist nur die Empfindung, die wir haben. Und die Empfindung wird mit dem Wort "Warm" beschrieben. Physikalische Größen sollen ja grundsätzlich nicht subjektiv sein, darum kann sich ein Axel Stoll auch einreden, die Sonne sei kalt. Der beschreibt dann einfach die physikalische Größe mit anderen Worten (-> Die Sonne ist kalt).

@Konstantin sollte sich mal auf dem Strand die Fuesse ordentlich verbrennen

CalBaer @, Sonntag, 15.03.2015, 22:01 vor 3956 Tagen @ Rybezahl 4539 Views

Also: wo kommt deiner Meinung nach die Wärme her?

Dann wuerde ihm das alles klar werden.

--
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Lieber nicht, aber wenn schon, dann danach nur 20 cm tiefer den Versuch erneut machen. (oT)

Rybezahl, Sonntag, 15.03.2015, 22:05 vor 3956 Tagen @ CalBaer 4274 Views

- kein Text -

Wärme

Balduin @, Sonntag, 15.03.2015, 22:18 vor 3956 Tagen @ Rybezahl 4541 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 16.03.2015, 11:42

"Wärme" ist ein Energiepotential der elektromagnetischen Welle, das wir von der Sonne bekommen. Wie viel "Wärme"(besser Schwingung) erzeugt wird, hängt davon ab, auf was diese Welle trifft und wie weit in der Umgebung ein Medium vorhanden ist, das diese Schwingung aufnehmen kann.

Da in 1000 m Höhe die Luft vermutlich "dünner" ist, wird dort weniger Schwingung aufgenommen. Weniger Teilchenbewegung, niedrigere Temperatur.

Ausgleich

Rybezahl, Sonntag, 15.03.2015, 22:30 vor 3956 Tagen @ Balduin 4410 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 15.03.2015, 23:05

"Wärme" ist ein Energiepotential der elektromagnetischen Welle das wir von
der Sonne bekommen. Wie viel "Wärme"(besser Schwingung) erzeugt wird
hängt davon ab, auf was diese Welle trifft und wie weit in der Umgebung
ein Medium vorhanden ist, das diese Schwingung aufnehmen kann.

Da in 1000 m Höhe die Luft vermutlich "dünner" ist, wird dort weniger
Schwingung aufgenommen. Weniger Teilchenbewegung, niedrigere Temperatur.

Ja, es könnte sein, dass der Energieausgleich dort geringer ist, weshalb dann auch in höheren Gegenden öfter und mehr Schnee liegt, und dies bedingt durch die fließende Grenze der irdischen Atmosphäre.
Sobald man den Einflussbereich der Erde verlässt, wird es sehr kalt*. Aber je näher der Mensch der Sonne kommt, desto wärmer wird es wieder - bis man verdampft. Der Energieausgleich zwischen Sonne und Mensch wird dann immer intensiver (und natürlch verliert der Mensch dabei, was aber auch der Fall wäre, wenn die Sonne kalt wäre).
Das ist meine Vermutung.

* Und das, weil dort der Energieausgleich mit der irdischen Atmosphäre nicht vorhanden ist.

Hat aber nichts mit dem Thema zu tun!

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 15.03.2015, 21:44 vor 3956 Tagen @ Balduin 4671 Views

Wo ist sie denn die Wärme ?

Waerme ist eine Eigenschaft von Koerpern. DORT ist sie.

Kein Koerper, keine Waerme.

LESEN.

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Druck

Rybezahl, Sonntag, 15.03.2015, 20:12 vor 3956 Tagen @ Konstantin 4844 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 15.03.2015, 20:21

Der Druck in der Atmosphäre nimmt mit der Entfernung vom Erdboden ab, bis man schließlich im Vakuum landet. Je größer der Druck, desto größer die Reibung der darin befindlichen Teilchen. Das erzeugt Wärme. Das heißt, in höheren Lagen gibt es weniger Reibung, was heißt, weniger Wärme.

So kenne ich die Erklärung.

Befindet man sich im Vakuum, nimmt die Wärme mit der Annäherung an die Sonne wieder zu (bis man schließich verdampft).

Mein großes Vorbild, Axel Stoll - Allah sei mit ihm - hat aber die wahre Wahrheit gefunden: Die Sonne ist kalt!

Diese Reibung erzeugt keine Waerme ...

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 15.03.2015, 20:19 vor 3956 Tagen @ Rybezahl 4780 Views

Der Druck in der Atmosphäre nimmt mit der Entfernung vom Erdboden ab, bis man schließlich im Vakuum landet.

Ja, im relativen Vakuum.

Je größer der Druck, desto größer die Reibung der darin befindlichen Teilchen.

Nein, das sind "Stossreaktionen", keine Reibung. Reibung ist ein makroskopisches Phaenomen.

Das erzeugt Wärme.

Nein - woher kaeme die denn, wenn sie dem Teilchen nicht schon als Bewegungsenergie eignete??? Und warum kaeme sie dann nicht alsbald zum Stillstand und wir ... froeren entsetzlich?

Das heißt, in höheren Lagen gibt es wengiger Reibung, was heißt, weniger Wärme.

Nein.

So kenne ich die Erklärung.

Wer war das denn??? Der Genderstudies-Prof.???

Befindet man sich im Vakuum, nimmt die Wärme mit der Annäherung an die Sonne wieder zu.

Ja, aber doch nicht im Hinblick auf die Erde-Sonne-Entfernung!!!

--
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Von mir aus... ;-P In einem anderen Kontext sicher sehr interessant! Bin nur nicht motiviert... (oT)

Rybezahl, Sonntag, 15.03.2015, 20:28 vor 3956 Tagen @ CrisisMaven 4386 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 15.03.2015, 20:41

- kein Text -

Der Druck ist hier entscheidend

Ashitaka @, Montag, 16.03.2015, 08:14 vor 3956 Tagen @ Rybezahl 4258 Views

Der Druck in der Atmosphäre nimmt mit der Entfernung vom Erdboden ab, bis
man schließlich im Vakuum landet.

Womit die Schwingung der Teilchen (Summe) abnimmt. Wärme ist physikalisch gesehen die Bewegungsenergie von Molekülen / Atomen; d.h. Wärme ist ein physikalischer Zustand. Je mehr schwingende Teilchen (Qualität bzw. Stärke der Schwingung = Temperatur) zusammenkommen, desto größer ist die Wärmemenge. Die Quantität auf einen bestimmten Raum bezogen ist entscheidend.

Je größer der Druck, desto größer
die Reibung der darin befindlichen Teilchen. Das erzeugt Wärme.

Desto größer das Zusammenkommen der schon schwingenden Teilchen. Mit abnehmendem Druck (mBar) sinkt hier natürlich die Teilchenmenge (z.B. auf 1 m³ bezogen), wodurch auch die Wärmemenge sinkt.

Grüße,

Ashitaka

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.

Die Thermosphäre weiter oben ist aber ziemlich warm

Zarathustra, Montag, 16.03.2015, 08:22 vor 3956 Tagen @ Ashitaka 4881 Views

[image]

[image]

Herzlich

Zara

Die gemessene Temperatur ergibt sich

Positiv @, Montag, 16.03.2015, 09:31 vor 3956 Tagen @ Zarathustra 4224 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 16.03.2015, 09:37

aus einer Wechselwirkung der lokalen Strahlungsintensitaet und deren spektraler Zusammensetzung (Energieverteilung), der Dichte und materiellen Zusammensetzung der betreffenden "Luftschicht" (mit entsprechenden Absorbtionseigenschaften) und Effekten, welche nicht durch IR Licht verursacht werden. Harte Ultraviolett- und Röntgenstrahlung z.B. wechselwirkt auch mit Materie (ionisiert die Gasmolekuele) und verursacht eine Erwaermung, siehe Temperaturanstieg innerhalb der Ionosphaere.

Dies erklaert das Zustandekommen der von Dir verlinkten Grafiken und widerspricht soweit nicht Ashitakas Erklaerungsansatz innerhalb der Troposphaere.

Mit Gruessen,

Positiv

Bitte Temperatur (Qualität) und Wärmemenge (Quanität) unterscheiden

Ashitaka @, Montag, 16.03.2015, 12:01 vor 3955 Tagen @ Zarathustra 4134 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 16.03.2015, 12:07

Wenn du am 4. Advent die vierte Kerze anzündest, dann hat sich die Temperatur der Flammen (Qualität) gegenüber dem 1. Advent nicht verändert. Was sich hingegen vervierfacht hat, ist der Energieumsatz (damit die Wärmemenge).

Grüße dich,

Ashitaka

--
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...und beeinflusst die Dichte.

Positiv @, Montag, 16.03.2015, 08:58 vor 3956 Tagen @ Ashitaka 4147 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 16.03.2015, 09:43

Wo kommt die Waerme (edit: "hier unten" = innerhalb der Tropsphaere) her? Von der Sonne, konkret vom infrarotem Anteil der abgegebenen Stahlung.

Diese Infrarotstrahlung wird von bestrahlten Medien teilweise absorbiert = das Medium erwaemt sich.

Je geringer die Dichte eines Mediums, umso geringer seine spezifische Waermekapazitaet = die Faehigkeit "Waerme zu speichern".

Je geringer der Druck in einem Gas, umso geringer ist seine Dichte.

Es sind folglich in Hoehenlagen weniger "Teilchen" vorhanden, welche einerseits das infrarote Licht absorbieren koennen und anderseits diese in Waerme umgewandelte Energie an einen Beobachter oder ein Messinstrument abgeben koennen.

D.h. die Luft in Hoehenlagen ist tendentiell kaelter (energieaermer), weil weniger Materie vorhanden ist, welche die Energie aufnehmen und speichern kann.

Durch beschriebenen Effekt filtert (=absorbiert) "duenne" Luft auch weniger Anteile aller Lichtfrequenzen (=Farben inkl. IR un UV), weshalb die Stahlung auf einen dort platzierten Beobachter staerker direkt einwirken kann.
Bei direkter Sonne fuehlt es sich in den Bergen auf der Haut schneller warm an, das ankommende Licht ist intensiver und energiereicher. Dies kann bei Sonne und Windstille den gefuehlten Effekt der kalten Luft kompensieren.

Gruesse,

Positiv

Antwort

Ashitaka @, Montag, 16.03.2015, 12:33 vor 3955 Tagen @ Positiv 4026 Views

Hi Positiv,

Wo kommt die Waerme (edit: "hier unten" = innerhalb der Tropsphaere) her?
Von der Sonne, konkret vom infrarotem Anteil der abgegebenen Stahlung.

Diese Infrarotstrahlung wird von bestrahlten Medien teilweise absorbiert =
das Medium erwaemt sich.

Ja, Energieumsatz. Je weniger Stoffmenge in einem Vakuum vorhanden ist, d.h. je höher das Vakuum ist, desto geringer ist auch der dortige (auf den Raum bezogene) Energieumsatz.

Je geringer die Dichte eines Mediums, umso geringer seine spezifische
Waermekapazitaet = die Faehigkeit "Waerme zu speichern".
Je geringer der Druck in einem Gas, umso geringer ist seine Dichte.

Ganz genau.

Es sind folglich in Hoehenlagen weniger "Teilchen" vorhanden, welche
einerseits das infrarote Licht absorbieren koennen und anderseits diese in
Waerme umgewandelte Energie an einen Beobachter oder ein Messinstrument
abgeben koennen.

So ist es.

D.h. die Luft in Hoehenlagen ist tendentiell kaelter (energieaermer), weil
weniger Materie vorhanden ist, welche die Energie aufnehmen und speichern
kann.

Ja, die Quantität der Moleküle / Atome ist entscheidend.

Durch beschriebenen Effekt filtert (=absorbiert) "duenne" Luft auch
weniger Anteile aller Lichtfrequenzen (=Farben inkl. IR un UV), weshalb die
Stahlung auf einen dort platzierten Beobachter staerker direkt einwirken
kann.

Ja, die Temperatur in höheren Schichten ("dünnerer Luft") hat also nichts mit der dortigen Wärmeentwicklung zu tun. Die Wärmemenge ist neben der Temperatur vom Druck (Stoffmenge) und der Dichte dieser Stoffe abhängig.

Bei direkter Sonne fuehlt es sich in den Bergen auf der Haut schneller
warm an, das ankommende Licht ist intensiver und energiereicher. Dies kann
bei Sonne und Windstille den gefuehlten Effekt der kalten Luft
kompensieren.

So ist es. Auf ein Feedback gespannt.

Herzlichst,

Ashitaka

--
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Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
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Treibhauseffekt

Zarathustra, Sonntag, 15.03.2015, 20:18 vor 3956 Tagen @ Konstantin 4908 Views


Es gibt den Gedankengang, dass CO2 dazu beiträgt. Da CO2 schwerer ist als
das Luftgemisch, ist es eher in den Tallagen, also erwärmt es sich dort
stärker wenn die Sonne auf das Gas mit dem höheren CO2 Gehalt trifft.
Hm, aber wenn dem so ist, warum gibt es dann überhaupt ein CO2 Problem in
der Atmosphäre? Es müsste doch absinken und sich vorzugsweise am Boden
sammeln.
Ich fragte mal einen Profimeteorologen dazu: Er hat umgehend eine Graphik
ausgegraben bezüglich CO2 Konzentration und Höhe über Null in der
Atmosphäre. Interessanterweise ist die Konzentration (laut der damaligen
Graphik) in jeder Höhe ziemlich gleich.

Daher kann es nicht am CO2 liegen, dass es kühler wird wenn man in
höhere Lagen kommt.

Hallo Konstantin,

Die Strahlung, die von der Sonne auf die Erde trifft, ist kurzwellig und wird nicht vom CO2 absorbiert.
CO2 absorbiert die Strahlung, die von der erwärmten Erde ins All zurückstrahlt, weil diese langwellig ist.

Grüsse, Zara

Falsch

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 16.03.2015, 07:07 vor 3956 Tagen @ Zarathustra 4390 Views

Der Treibhauseffekt besteht darin, daß ein Glasdach warme Luft am Aufsteigen aus dem Glashaus heraus hindert und sich so daß ganze innere Luftvolumen stark aufwärmt.

Grüße

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Ja, was ein Treibhaus ist, weiss ich

Zarathustra, Montag, 16.03.2015, 07:12 vor 3956 Tagen @ FOX-NEWS 4329 Views

Es geht hier jedoch um eine Analogie. Der atmosphärische Treibhauseffekt besteht darin, dass langwellige Rückstrahlung nicht gleich gut ins All abgestrahlt werden kann, wie wenn keine Gase wie CO2, Methan, Lachgas, Wasserdampf etc. vorhanden wären.

Grüsse, Zara

Der Treibhauseffekt besteht darin, daß ein Glasdach warme Luft am
Aufsteigen aus dem Glashaus heraus hindert und sich so daß ganze innere
Luftvolumen stark aufwärmt.

Grüße

Anschauliche Erklärung (mT)

DT @, Montag, 16.03.2015, 00:20 vor 3956 Tagen @ Konstantin 5003 Views

Aus Wikipedia (manchmal hilft einfaches googeln oder das Anklicken der Links von CM). Dazu noch das Boyle-Mariottesche Gesetz: p*V/T=const.

http://de.wikipedia.org/wiki/Atmosph%C3%A4rischer_Temperaturgradient

Um zu verstehen, warum sich die Temperatur mit zunehmender Höhe ändert, hilft es, sich einen aufsteigenden Wetterballon vorzustellen. In diesem Gedankenexperiment ist es dann notwendig, den Ballon mit Luft zu füllen und (etwas weniger realistisch) anzunehmen, dass sich dessen Volumen beliebig ändern lässt, dessen Oberfläche also nicht starr ist und sich beliebig ausdehnen und zusammenziehen kann. Es handelt sich folglich um ein scharf begrenztes Luftpaket, das, isoliert von seiner Umgebung, langsam an Höhe gewinnt und sich adiabatisch ausdehnt. Am Boden wirkt der Luftdruck auf die Ballonhülle und presst diese auf ein bestimmtes Volumen zusammen. Mit zunehmender Höhe nimmt der Luftdruck jedoch ab und der Ballon dehnt sich aus, bis sein Innendruck dem der Umgebung entspricht. Obwohl dem Ballon weder Wärme zu- noch abgeführt wurde, hat sich die Temperatur der Luft im Ballon jetzt verändert. Wie kommt das? Adiabatisch bedeutet, dass zwar keine Wärme ausgetauscht wird, die Moleküle aber dennoch bei der Ausdehnung Volumenarbeit leisten auf Kosten ihrer kinetischen Energie [1]. (Und die kinetische Energie 1/2mv²=3/2kT="Wärme"). Damit verringert sich die Innere Energie im Ballon, und zwar um den Betrag, der aufgebracht werden musste, um die Umgebungsluft zu verdrängen.

Betrachten wir dazu die physikalische Größe Temperatur. Eine Möglichkeit der Temperaturmessung beruht darauf, dass die Moleküle ihre kinetische Energie durch Stoß auf ein Messgerät übertragen (als Folge dehnt sich z. B. der Alkohol im Thermometer aus). Damit ist Temperatur, neben dem individuellen Gefühl eines jeden Menschen dafür, nichts anderes als ein makroskopisches Maß für die mittlere Bewegungsenergie der Atome und Moleküle, die Teil der Inneren Energie ist. Im Gegensatz zur Energie ist die Temperatur eine intensive Größe, also unabhängig von der Stoffmenge.

Mit der Ausdehnung des Ballons hat sich die kinetische Energie der Moleküle verringert, man misst eine geringere Temperatur der Luft im Ballon.

Betrachtet man andererseits ein Luftpaket in konstanter Höhe, das aber einer Luftdruckänderung ausgesetzt ist, dann führt dies zu einer Kompression oder Expansion und damit auch immer zu einer Änderung der Temperatur, da entweder Arbeit ihm geleistet wird oder dieses Arbeit leistet und damit Energie abgibt.

Die Änderung von Temperatur und Druck können selbst wieder Auswirkungen auf den Aggregatzustand der Bestandteile der Luft haben, denn diese kommen nur unter bestimmten Bedingungen als Gase vor. Dies zeigt sich beim Wasserdampf, denn nur er kann unter atmosphärischen Bedingungen zu flüssigem Wasser kondensieren oder zu Eis resublimieren. Da die dabei freiwerdende Wärme einen Einfluss auf die Temperatur hat, unterscheidet man zwischen trocken- und feuchtadiabatischen Temperaturgradienten.

Der Luftdruck entscheidet wohl sehr viel

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Montag, 16.03.2015, 12:57 vor 3955 Tagen @ Konstantin 4213 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 16.03.2015, 13:16

Danke für die vielen Antworten.

Wenn mich ein Kind fragt, warum es kälter wird, je höher man kommt, werde ich sagen: Das liegt am Luftdruck. So ähnlich wie es auch bei Hochdruck-Wetterlage oft wärmer ist als bei Tiefdruck.

Wenn ich den Sachverhalt jedoch etwas umfassender verstehen will, dann wundern mich die eingebetteten Bilder des Beitrags von Zarathustra:
http://www.dasgelbeforum.net/mix_entry.php?id=347313#p347358

Bei wiki habe ich dazu auch ein Bild gefunden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Atmosph%C3%A4re_Temperatur_600km.png
und den Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Thermosph%C3%A4re

Hierbei verwundert mich die Schlangenlinie am linken unteren Ende der Kurve sowie die Zahlenhöhe, in denen die Kurve im rechten Bereich liegt.
Für den zu Fuß erreichbaren Bereich (max. Mt Everest) ist die Lage wohl einfach erklärbar. Darüber hinaus wird es sonderbar. Beispielsweise: Temperatur kann bis 1700°C hoch sein, während der Weltraum als ultimativ kalt gilt (0°Kelvin).

Als Erdling interessieren mich aber hauptsächlich die Bereiche die zu Fuß erwanderbar sind.

Viele Grüße
Konstantin

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