Warum die Edelmetallpreise steigen und die Aktien- und Bondmärkte crashen werden

Vatapitta @, Sonntag, 15.03.2015, 13:24 vor 3955 Tagen 7090 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 15.03.2015, 13:36

Moin moin in die gelbe Runde,

die Auswahl dieser Überschrift soll ein breites Interesse wecken oder auch entsprechende Reflexe des Widerspruchs aktivieren. Nur so gibt es eine umfassende Betrachtung der Lage aus verschiedenen Blickwinkeln. [[zwinker]]

Ich gehe davon aus, dass das aktuelle wirtschaftliche Handeln der FED und der verantwortlichen oder einflussreichen Kreise in den USA nicht zufällig geschieht, sondern mit einer Absicht verbunden ist.
Die entsprechenden Personen handeln jedenfalls nicht dumm oder gar planlos.

Wenn ich planvolles Handeln unterstelle, dann muss ich die Puzzleteile, die ich finden kann, zu einem Bild zusammensetzen, um den Plan zu verstehen. Das Bild, das ich für Euch zusammensetze, könnt ihr dann betrachten, ergänzen oder unpassende Teile entfernen oder austauschen.

Zum zeitlichen Ablauf des Geschehens kann ich leider keine Aussagen machen, da ist die ELLIott Wave Analyse besser geeignet.

Anlass für diesen Beitrag ist das scheinbar widersprüchliche Verhalten der FED, die trotz genauer Kenntnisse aller Wirtschaftsdaten den Dollar stärkt, indem sie Zinserhöhungsängste/-phantasie erzeugt.

Unzweifelhaft bringt eine handelsgewichtete Steigerung des Dollarkurses amerikanische Unternehmen, die auf dem Weltmarkt konkurrieren in eine nachteilige Position. Ca. 2/3 der Unternehmen des Dow Jones dürften erheblich unter dem gestiegenen Dollar leiden.

Der Anteil der arbeitenden Bevölkerung der USA an der Gesamtbevölkerung (vermutlich ist die arbeitsfähige Bevölkerung gemeint) ist von 1999 mit über 67% auf 2014 unter 63% zurückgegangen und liegt damit auf dem Niveau vom Ende der 1970er Jahre. Die Gruppe der arbeitsfähigen nicht in Arbeit befindlichen Personen umfasst knapp 93 Mio. Amerikaner. (Zahlen Claus Voigt - Krisensicher Investieren, 07.03. 2015) Die aktuelle Politik wird dieses Problem verschärfen. Den größte Jobzuwachs der letzten Jahre gab es im Öl- & Gasbereich. In diesem Sektor führen die Preisrückgänge zu umfangreichen Investitionskürzungen und Entlassungen.


Die wirtschaftliche Situation in den USA scheint momentan jedoch hinter machtpolitischen Interessen zurückzustehen. Schließlich ist die halbe Welt short in Dollar (Kredite) und hat mit der Rückzahlung Schwierigkeiten, wenn die wirtschaftliche Entwicklung stagniert. - Außerhalb der USA gibt es Dollarschulden von mehr als 10 Billionen Dollar. Bei einer handelsgewichteten Abwertung von 20% ergeben sich für die Kreditnehmer Währungsverluste von 2 Billionen Dollar, was konjunkturdämpfend wirken sollte. Unternehmen in China haben Schulden in Höhe von ca. 3 Billionen $. Das entspricht ca. 250% Schulden vom BSP. China muss gut 7% Zinsen, das entspricht ungefähr 18% des Bruttoinlandsprodukts für Zinszahlungen aufbringen, was bei wirtschaftlicher Schwäche schwerer ist, als in Zeiten hohen Wirtschaftswachstums: Zins, den die Industrie zahlt: 4,8% Deflation plus 7,2% Zins entspricht 12% Realzins. (Zahlen aus der Finanzwoche Nr. 09 - 2015, Dr. Jens Ehrhardt) - Wie lange kann das funktionieren?

Aufgrund der globalen Situation bleibt die Nachfrage nach Rohstoffen und Energie zurückhaltend und die Preise in dem Sektor könnten weiter bröckeln. - Auf mittlere Sicht ist ein deutlicher konjunktureller Einbruch weltweit zu erwarten.

Der einzige Sektor, der von diesem Szenario profitiert sind Edelmetallminen. Verminderte wirtschaftliche Aktivität im Rohstoffsektor führt zu einem Preisrückgang der entsprechenden Inputs: Energiekosten, Bohrgeräte, Transportfahrzeuge, Labordienstleistungen, geologische Messverfahren usw.. Zudem gibt es dann eine Menge qualifizierte Leute, die in dem Bereich Arbeit suchen. - Ich erwarte überraschend starke Kostensenkungen. Besonders Gesellschaften, bei denen ein großer Teil der Kosten nicht in Dollar anfällt, sollten daraus Gewinnwachstum schöpfen.


Auf der anderen Seite entsteht Bedarf an sicherer Geldanlage, da industrielle und private Schuldner in höherem Maße in einer Rezession von Insolvenz bedroht sind. Geldanlage in Schulden, egal ob staatlich, industriell oder privat (Hypotheken, Auto- oder Studentenloans) könnte sich dann als Fehler erweisen. Schulden haben einen Termin und müssen zu diesem bedient werden, was in einer Rezession schwierig sein kann. In einem solchen Umfeld könnte die Nachfrage nach Sicherheit die Edelmetallpreise auf überraschende Höhen bringen. - Gold statt Bonds!


Wenn den Verantwortlichen die Arbeitslosigkeit und Armut von fast 93 Mio. Bürgern so am Arsch vorbei geht, was könnten dann die übergeordneten Ziele sein?

Der Angriff der USA auf den Euroraum
Zitat von Kissinger: "Amerika hat keine Freunde, Amerika hat Interessen."


Wer Schulden hat, ist „Sklave“ der Bank - er muss zum Termin liefern.

Das wichtigste Exportgut der USA ist der Dollar - die Bereitstellung von Investitionskapital. Wer $-Schulden hat, muss grüne Zettel liefern und zusätzlich zur geliehenen Summe auch die Zinsen. Das wird erschwert, wenn politische Vorgaben die Geldpolitik bestimmen. Der Dollar ist die schärfste (nicht militärische) Waffe der amerikanischen Machtpolitik.

Der Euro hat das Finanzierungsmonopol des Dollars in Frage gestellt. Die Eurozone/Kernländer brauchten für ihr Wachstum die neuen Mitglieder, die als Sicherheit für ihre Kredite normalerweise beleihbare Sicherheiten hätten stellen müssen. - Da hat man z.B. bei Griechenland nicht so genau hingesehen.

Auch russische Unternehmen haben Euro Kredite aufgenommen. Russland bot den europäischen Unternehmen hervorragende Wachstumsaussichten, zumal die Verschuldung des Landes gering ist und entsprechende Sicherheiten für Kredite vorhanden sind. Dies gefährdete die Vormachtstellung des Dollars und damit der wichtigsten Waffe der USA im globalen Wirtschaftskrieg.

Die jahrelange Vorbereitung des Putsches in der Ukraine durch die USA hat als ein wichtiges Ziel die nachhaltige Störung der europäisch-russischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

Die Europäer halten dieses unausgesprochene Ziel amerikanischer Politik nur für eine unvermeidbare Nebenwirkung der amerikanischen Politik und lassen sich naiv vor den amerikanischen Karren spannen. Sie haben nicht bemerkt oder wollen sich nicht eingestehen, dass der Euro und die Länder Europas Opfer amerikanischer Hegemonialpolitik sind.

Die aktuelle Phase der Kapitalverknappung ist, aus machtpolitischen Erwägungen, genau so gewollt. Da spielen auch Aktienkurse, Bondpreise oder die Gewinne amerikanischer Unternehmen für eine gewisse Zeit nur eine Nebenrolle. Die Wirtschaftsdaten werden gnadenlos schöngerechnet, um den wirtschaftspolitischen Kurs zu rechtfertigen. Man ist intelligent genug, das passende zeitliche Setup zu wählen.

Daraus schließe ich, dass die aktuellen Marktbewegungen, wie die Aufwertung des Dollars und die Korrektur an den Börsen noch deutlich weiter gehen werden. Die in die Strategie involvierten US-Banken werden glänzende Gewinne für das erste Quartal abliefern.


Bedanken möchte ich mich bei azur für seinen Beitrag zum amerikanischen Finanzkrieg.

Bei GodmodeTrader habe ich dieses sehr sehenswerte und bewegende Youtube Video von Eisenhauer und Kennedy zum militärisch industriellen Komplex gefunden.


Herzliche Grüße in die gelbe Runde

Vatapitta

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

Ganzheitlich betrachtet sehr lesenswert! :) (oT)

mabraton @, Sonntag, 15.03.2015, 13:26 vor 3955 Tagen @ Vatapitta 3483 Views

- kein Text -

Die europäischen "Unterschiede" werden "befeuert", damit der Euro ausgeschaltet werden kann.

Olivia @, Sonntag, 15.03.2015, 13:51 vor 3955 Tagen @ Vatapitta 4342 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 15.03.2015, 13:59

Auch hier nochmals der Vortrag von Friedmann.
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=oaL5wCY99l8

Seit Beginn der Krise feuern die amerikanischen Medien und Publizisten auf die "unüberwindbaren" Unterschiede beim Euro. Es ist sehr klar, dass er "aus dem Wege geschafft werden soll". Die Probleme sind da, keine Frage. Ich fürchte aber, wenn der Euro dann weg sein sollte, haben die Europäer nichts mehr zu lachen. Sie haben dann als Verrechnungseinheit den Dollar und sind eine komplette amerikanische Kolonie. Keine Chance, irgendwelche eigenen Interessen zu vertreten, weil sie zersplittert sind.

Die meisten europäischen Regierungen wissen das. Bisweilen konnte man entsprechende Äußerungen von ihnen hören. Aber offiziell wird nicht geredet!
Dafür redet Friedmann sehr deutlich und klar!

Insofern "investieren" die USA derzeit in die Zersplitterung Europas. Ich gehe davon aus, dass diese Kräfte in allen europäischen Staaten "wirksam" sind und "unterstützt" werden ohne dass es "alle Instrumentalisierten" groß merken. Natürlich überall unter dem "humanitären" Ansatz und der Maßgabe, "den Menschen" zu helfen. Die Ergebnisse dieser "Hilfe" für die Völker kann man in Nordafrika und der Ukraine sehen. Mission erfolgreich. Die Staaten sind lahmgelegt und stellen keinerlei potentielle Gefahr mehr dar.
Gut, unter russischer "Besatzung" möchte ich auch nicht sein, daher wäre mein Wunsch ein starkes Europa mit einer eigenen militärischen Eingreiftruppe und eigenen militärischen, elektronischen Abwehrmöglichkeiten.

Sowohl China als auch Russland als auch die USA haben sehr unterschiedliche Staaten in ihrem Staatsgebiet. Trotzdem funktionier die "übergeordnete" Währung. Wie auch immer und mehr oder weniger gut. Man wird sich auch in Europa damit auseinandersetzen müssen. Die Alternativen jedenfalls sehen nicht "rosiger" aus, auch wenn einige alte Männer das annehmen. DAS galt aber für gestern. Heute haben wir Finanzkriege und kleine Staaten werden "zerrieben" wenn sie keinen "Sponsor" haben. Welche Sponsoren werden sich solche Staaten wie "Griechenland" dann wohl suchen? Jeder einen anderen und jeder den, der am meisten zahlt!

Amerikas Strategie ist es, ein Bollwerk zwischen Europa/Deutschland und Rußland zu bringen. DAS haben sie geschafft. Die ehemaligen Ostblockstaaten lassen sich nun jubelnd in Raketenstützpunkte für die Amis verwandeln. Und Europa leidet unter den "Sanktionen", die Bevölkerung domonstriert und rumort. Die Ukraine ist zerrissen, Deutsche und Russen vom Krisenmanagement absorbiert.
SEHR erfolgreich, muß ich schon sagen. Ich kann nur hoffen, dass viele Europäer das Spiel begreifen und sich nicht manipulieren lassen.

--
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Nicht der Euro, die EU ist das Problem

aliter @, Sonntag, 15.03.2015, 23:05 vor 3955 Tagen @ Olivia 3073 Views

Eine vielleicht provokante These möchte ich doch mal unabhängig vom US-EU Verhältnis loswerden:

Die Tatsache, dass ein grosses mehrere Staaten umfassendes Gebiet eine gemeinsame Währung nutzt, ist zunächst mal harmlos. M.W. galten in Grossbritanien und Irland beide Währungen. Und kein Engländer wäre auf die Idee gekommen, die Pensionen der Iren oder deren Staatsdefizit zu übernehmen.

Analog galt im gesamten Ostblock die DM als Reservewährung ohne Probleme für die Stabilität der DM.

Das Problem scheint mir die EU mit ihren gemeinschaftlichen Gesetzen und Regelungen und insbesondere die Freizügigkeit zu sein. Ein Indiz ist ja die von den Griechen als Drohung ausgesprochene Absicht tausende von Asylbewerbern weiter nach Deutschland zu leiten, da die Deutschen - genauer die Parteifunktionäre - diese als willkommene Zuwanderung empfinden.

Bei staatlicher Unabhängigkeit mit normalen Grenzsicherungen wäre das nicht möglich . Falls z.B. Griechenland sich zwar des Euros bedienen würde, aber nicht die finanzielle Absicherung durch die BRD hätte, wäre Griechenland eben - wie vor der EU - arm, mit den Konsequenzen, dass es nicht mehr Devisen ausgeben könnte, als es einnähme.

Ich erinnere mich sehr genau an meinen ersten Aufenthalt in Griechenland in den 70ern, ein balkanoides armes aber sehr freundliches und überaus gastfreundliches Land. Der letzte Aufenhalt vor wenigen Jahren zeigte asiatische SUVs in Mengen, neue Autos, teure Hotels. Ich fürchte das Problem werden wir nicht los und für die Bundesbürger wird es ein nicht absehbarer Kapitalabfluss, der unsere Infrastruktur allmählich "vergriechenlandet". mfg

Natürlich ist die EU ein Problem! Trotzdem.....

Olivia @, Montag, 16.03.2015, 16:52 vor 3954 Tagen @ aliter 2566 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 16.03.2015, 16:56

Das Problem scheint mir die EU mit ihren gemeinschaftlichen Gesetzen und
Regelungen und insbesondere die Freizügigkeit zu sein. Ein Indiz ist ja
die von den Griechen als Drohung ausgesprochene Absicht tausende von
Asylbewerbern weiter nach Deutschland zu leiten, da die Deutschen - genauer
die Parteifunktionäre - diese als willkommene Zuwanderung empfinden.

Bei staatlicher Unabhängigkeit mit normalen Grenzsicherungen wäre das
nicht möglich . Falls z.B. Griechenland sich zwar des Euros bedienen
würde, aber nicht die finanzielle Absicherung durch die BRD hätte, wäre
Griechenland eben - wie vor der EU - arm, mit den Konsequenzen, dass es
nicht mehr Devisen ausgeben könnte, als es einnähme.

Ich erinnere mich sehr genau an meinen ersten Aufenthalt in Griechenland
in den 70ern, ein balkanoides armes aber sehr freundliches und überaus
gastfreundliches Land. Der letzte Aufenhalt vor wenigen Jahren zeigte
asiatische SUVs in Mengen, neue Autos, teure Hotels. Ich fürchte das
Problem werden wir nicht los und für die Bundesbürger wird es ein nicht
absehbarer Kapitalabfluss, der unsere Infrastruktur allmählich
"vergriechenlandet". mfg

............

Ja, da hast du ähnliche Erfahrungen in Griechenland gemacht, wie ich. Das waren DAMALS aber völlig andere Verhältnisse. HEUTE hat Griechenland eine wichtige strategische Funktion (daher auch das gesammelte Waffenarsenal) UND es hat Bodenschätze, an die SEHR viele "Interessenten" heranwollen.

Zielsetzung der derzeitigen Regierung scheint es zu sein, die Forderungen der EU abzuschmettern und sich "neu" zu verkaufen. An ihre Oligarchen wollen sie alle nicht heran, auch die jetzige Regierung nicht. Die Schweiz hat der griechischen Regierung das Angebot gemacht, bei der "Suche nach den Steuersündern behilflich zu sein". Da kämen einige Milliarden heraus. KEINE Antwort vom mediensüchtigen Finanzminister, obwohl das doch etwas wäre, womit er die "Wahlversprechen" einlösen könnte.
Ich gehe davon aus, dass Syriza das trojanische Pferd der Oligarchen ist (nach dem Motto: "alles so wie früher"). Deshalb wurde die Bevölkerung die letzten Jahre gequält!
Die Schulden/Verpflichtungen sollen weg. Alles soll "fallen" und dann kaufen die mit ihren in Großbritannien "gehorteten" Vermögenswerten alles auf.....
Und bitte daran denken, dass der ERSTE Ministerpräsident Griechenlands nach "Bekanntwerden" der Krise direkt aus den USA "eingeflogen" wurde. Er lebte dort, seine Familie auch. Die Amis wollten Griechenland im EURO haben etc. - Ich gehe davon aus, dass die auch nicht wollen, dass man bei den "Oligarchen" so ganz genau nachschaut. Lieber die EU zahlen lassen.

Und genau DAS weiß die Führungstruppe von Syriza vermutlich ziemlich genau.

Und die EU weiß es auch!
Und wenn Griechenland sich nun von Putin "bezahlen" lassen würde, dann wäre das vermutlich der Startschuß für einen Bürgerkrieg dort. Das haben die "Zocker" inzwischen wohl auch kapiert. - Ähhhhhmmmm, ich meine natürliche eine ganz neue demokratische Bewegung...... na ja..... wir haben jetzt ja gerade so eine neue.... aber es gibt sicherlich Möglichkeiten, weitere "gerechtfertigte" ..... "Bewegungen" entstehen zu lassen. Mitläufer, denen man das Paradies versprechen kann, die finden sich immer.

--
For entertainment purposes only.

Das Szenario ist schlüssig, nur die Überschrift momentan verfehlt?

FESTAN, Sonntag, 15.03.2015, 14:26 vor 3955 Tagen @ Vatapitta 4253 Views

Aufgrund der globalen Situation bleibt die Nachfrage nach Rohstoffen und
Energie zurückhaltend und die Preise in dem Sektor könnten weiter
bröckeln. - Auf mittlere Sicht ist ein deutlicher konjunktureller Einbruch
weltweit zu erwarten.

Der einzige Sektor, der von diesem Szenario profitiert sind
Edelmetallminen. Verminderte wirtschaftliche Aktivität im Rohstoffsektor
führt zu einem Preisrückgang der entsprechenden Inputs: Energiekosten,
Bohrgeräte, Transportfahrzeuge, Labordienstleistungen, geologische
Messverfahren usw.. Zudem gibt es dann eine Menge qualifizierte Leute, die
in dem Bereich Arbeit suchen. - Ich erwarte überraschend starke
Kostensenkungen. Besonders Gesellschaften, bei denen ein großer Teil der
Kosten nicht in Dollar anfällt, sollten daraus Gewinnwachstum schöpfen.

Oder fallende Gold, insbesondere Silberpreise?

Die aktuelle Phase der Kapitalverknappung ist, aus machtpolitischen
Erwägungen, genau so gewollt. Da spielen auch Aktienkurse, Bondpreise oder
die Gewinne amerikanischer Unternehmen für eine gewisse Zeit nur eine
Nebenrolle. Die Wirtschaftsdaten werden gnadenlos schöngerechnet, um den
wirtschaftspolitischen Kurs zu rechtfertigen. Man ist intelligent genug,
das passende zeitliche Setup zu wählen.

Daraus schließe ich, dass die aktuellen Marktbewegungen, wie die
Aufwertung des Dollars und die Korrektur an den Börsen noch deutlich
weiter gehen werden. Die in die Strategie involvierten US-Banken werden
glänzende Gewinne für das erste Quartal abliefern.

Das Spiel kann also noch ein ganze Weile dauern bis der Knoten platzt. Wie lange noch?

Danke für die Lagebeschreibung, FESTAN


vgl. auch:

http://www.goldseiten.de/artikel/236430--Strategische-Rueckschlaege-der-US-Politik-Teil...

http://www.goldseiten.de/artikel/236950--Strategische-Rueckschlaege-der-US-Politik-Teil...

--
„…Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Lebensgewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in demokratischen Gesellschaften. Diejenigen, die diesen unsichtbaren Mechanismus der Gesellschaft manipulieren, bilde

ja, aber...

J. v. Liebig @, Sonntag, 15.03.2015, 14:30 vor 3955 Tagen @ Vatapitta 4182 Views

ebenfalls Moin Moin an das Forum,

..aber die Möglichkeiten seitens der Zentralbanken oder wem auch immer, auf den Preis für Edelmetalle einzuwirken, scheinen erheblich zu sein. In Anbetracht des Zinsumfeldes und der Anlagemöglichkeiten müsste der Kurs für bspw. Gold bereits ein ganz anderer sein. Daher sind EM seit Jahren eigentlich eine Enttäuschung im wahrsten Sinne des Wortes.

Gruß JvL

1 x Hongkong-Zeit und 1 x New-York-Zeit und Kursverlauf beobachten. Das wars! (oT)

Olivia @, Montag, 16.03.2015, 16:58 vor 3954 Tagen @ J. v. Liebig 2605 Views

- kein Text -

--
For entertainment purposes only.

EU und Euro insbesonders sind Werkzeuge zur "Kontrolle" Deutschlands!

FOX-NEWS @, fair and balanced, Sonntag, 15.03.2015, 18:07 vor 3955 Tagen @ Vatapitta 3927 Views

Mit Hinweis auf das weiter untern verlinkte STRATFOR-Video sei angemerkt, daß eine "Freisetzung" Deutschlands durch Zerstörung von EU und Euro nicht im Interesse der USA sind. Allerdings schreitet die innere Zerüttung der USA, allen CNBC-Jubelperser-Meldungen zum Trotz (Job-Data), immer weiter vorran. Auch Japan wankt.

Es ist so spannend! Welches System reisst als erstes "die Hufe hoch"? Die aalglatte Merkel hat zumindest die "Fähigkeit", D-Land aus dem Gröbsten herauszuhalten ... [[zwinker]]

Grüße

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

"Made in Germany" - war als STRAFE gedacht! :-)))

Olivia @, Montag, 16.03.2015, 17:00 vor 3954 Tagen @ FOX-NEWS 2720 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 16.03.2015, 17:15

Noch Fragen?

Die Frage ist immer, was man aus der Situation macht!

Tatsache aber war, dass unglaubliche Fehlallokationen von Geld in den Mittelmeerländern von "unseren" Banken gemacht wurden. Das war natürlich über Brüssel gesteuert und auch politisch gewollt. Das Ganze ist dann eine unselige Verbindung mit hochkriminellen mafiösen Strukturen eingegangen.

Die haben JEDES Land im Griff. Die Art und Weise, wie die Länder "ausgezockt" werden ist Länderspezifisch. Deutschland wird über das Sozialsystem "ausgezockt". Das sehen wir noch nicht, aber das Erwachen wird fürchterlich sein. Und das alles noch bei unserer demografischen Struktur und den "Schuldkomplexen", die inzwischen jeder Deutsche "eingeimpft" bekommen hat.

Niemand darf sich gegen die "veröffentlichte" Meinung zur Wehr setzen, ohne zugleich als Nazi verunglimpft zu werden. Das ist aber in Großbritannien, in Frankreich, in den skandinavischen Ländern genauso.

Wenn Behörden einer kleineren Stadt in Großbritannien "nicht ermitteln" obwohl regelmäßig "weiße" junge Mädchen aus der Unterschicht mißbraucht und vergewaltigt werden, weil die Täter aus "einem gewissen Kulturkreis" kommen, dann sagt das schon alles!
Es ist eine Krankheit. Genauso schlimm wie in Indien (auch dort werden Frauen aus der Unterschicht........) und Afrika (selbst kleine Mädchen wurden bereits in hohen Prozentzahlen vergewaltigt - Erfahrungen von Schulen).

Es gilt, diesen allgegenwärtigen MAULKORB abzuwerfen!.

--
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Der Tom + Jerry Effekt, der S&P, die FED am Mittwoch und die US-Unternehmensergebnisse Q1/2015

Vatapitta @, Dienstag, 17.03.2015, 18:34 vor 3953 Tagen @ Vatapitta 2589 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 17.03.2015, 18:58

Moin moin,

vielen Dank den Lesern und den Kommentatoren des Artikels.

@Olivia - Danke für den Hinweis auf Friedman. Hatte ich noch nicht gelesen. Wer schafft auch schon alle Artikel hier im Gelben. Das hat die Diskussion über die Geostrategie der USA hier noch mal angeregt und das Thema hat viele weitere Leser gefunden.

@Festan - Früher habe ich die Artikel von Jim Willie gerne gelesen. Heute halte ich das für unnötig.
Er hält die Verantwortlichen in Washington für dumm und planlos (und sich selber für klug). Das passt keineswegs zu mächtig und einflussreich. Die Eliten wissen, was sie tun und handeln planvoll, allerdings sehr egoistisch und gewissenlos.

Ich habe in dem politischen Kontext noch eine Pressekonferenz mit Putin zur politischen Lage gefunden. - kurz und aussagekräftig

Ebenfalls möchte ich den Beitrag von Willi Wimmer: "Von Deutschland bleibt nichts übrig im Falle eines Natokrieges mit Russland" hier noch einmal verlinken.


Zu der Überschrift hat mich der Beitrag von Marco Feiten veranlasst:
Ein Bild sagt mehr ...

Überraschenderweise scheinen schwache Wirtschaftsdaten die Aktienmärkte in den USA anzutreiben. Diese Sicht auf die Märkte scheint mir nur ein temporäres Phänomen zu sein. Man braucht etwas, um sich weiter auf das dünne Eis hinauszuwagen. Die Bewertung der konjunkturellen Schwäche, als positiv für den Aktienmarkt, kann sich jederzeit ändern. Ein willkommener Anlass für die Profis könnte das morgige Statement der FED sein. Ansonsten werden die Gewinnrückgänge großer US-Unternehmen für das erste Quartal, mit Sicherheit auch dem letzten Anleger, Klarheit über die Bewertungen am US-Aktienmarkt verschaffen.

Es erscheint mir sinnvoll, spätestens Ende März auf die short-Seite für den US-Markt zu gehen.
Wenn die Stimmung kippt, geht es nicht mit dem Fahrstuhl abwärts. [[zwinker]]

Vielleicht können unsere Elliott Wave Spezialisten etwas Genaueres zu einem sinnvollen Einstieg
sagen.

VG Vatapitta

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

Ein historischer Moment - Die Europäer steigen bei der von China initiierten internationalen Entwicklungsbank AIIB ein

Vatapitta @, Dienstag, 17.03.2015, 19:30 vor 3953 Tagen @ Vatapitta 2572 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 17.03.2015, 20:04

Moin moin,

es gibt Grund zur Freude. Unsere Eliten haben das böse Spiel der US Strategen nicht nur durchschaut, sondern handeln entsprechend unseren Möglichkeiten.

Bei GodmodeTrader gefunden: "Langfristig nachteilig für die US-Aktienmärkte könnte ein historisches Ereignis sein, das heute stattgefunden hat: Deutschland hat sich entschieden, bei dem von China initiierten Projekt der internationalen Entwicklungsbank AIIB als Gründungsmitglied einzusteigen, wie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble CDU in Berlin ankündigte. Auch Frankreich und Italien wollten bei der Asian Infrastructure Investment Bank als Gründungsmitglieder einsteigen, erklärte Schäuble. Die Bank will Infrastrukturinvestitionen für die weitere Entwicklung in Asien bereitstellen. In den USA wird das Projekt der AIIB als Konkurrenz zu der von den USA dominierten Weltbank gesehen und sorgte für Beunruhigung in Washington. Nachdem auch Großbritannien in die von der Regierung in Peking initiierte Bank einsteigen will, gewinnt die Verstimmung der US-Politik an Schärfe."


Ohne Frage werden die USA jetzt alles tun, um den Konflikt in der Ukraine zu verschärfen.

Wenn Deutschland und Russland bei ihrer gegenseitigen wirtschaftlichen Entwicklung kooperieren, ohne die Amerikaner zu beteiligen, dann haben wir den Krieg. Willi Wimmer - Minute 42:55 - 44:00
- Beitrag im Moment nicht zu erreichen?

VG Vatapitta

--
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Tom und Jerry in zehn US-Charts ...

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 20.03.2015, 16:54 vor 3950 Tagen @ Vatapitta 2374 Views

Danke der Erwaehnung von Tom und Jerry. Da lag ich ja mit 2012 jetzt schon drei Jahre daneben ... [[sauer]]

Habe auf Daily Sheeple eine schoene Zusammenstellung zur Ergaenzung unserer Forums-Sammlung "Steiler als senkrecht geht nicht" gefunden:

"10 Charts Which Show We Are Much Worse off Than Just Before the Last Economic Crisis"

"#1 The National Debt
Just prior to the last recession, the U.S. national debt was a bit above 9 trillion dollars. Since that time, it has nearly doubled. ...
#2 Total Debt
Back in 1975, our total debt level was sitting at about 2.5 trillion dollars. ... today we are rapidly closing in on 60 trillion dollars.
#3 The Velocity Of Money
#4 The Homeownership Rate

... rate of homeownership in the United States has fallen to a 20 year low ...
#5 The Employment Rate
... prior to the last recession, approximately 63 percent of the working age population of the United States was employed. ... this ratio fell to below 59 percent and it stayed there for several years. ... recently it has peeked back above 59 percent, ...
#6 The Labor Force Participation Rate
... the 'labor force participation rate' has fallen substantially since the end of the last recession ...
#7 The Inactivity Rate For Men In Their Prime Working Years
Just prior to the last recession, the inactivity rate for men in their prime working years was about 9 percent. Today it is just about 12 percent.
#8 Real Median Household Income
-39 percent of American workers make less than $20,000 a year.
-52 percent of American workers make less than $30,000 a year.
-63 percent of American workers make less than $40,000 a year.
-72 percent of American workers make less than $50,000 a year.
#9 Inflation
... the cost of food and beverages has gone up nearly 50 percent just since the year 2000.
#10 Government Dependence
... the federal government is now spending about twice as much on food stamps as it was just prior to the last recession."

Staats- und Gesamtverschuldung vervielfachten sich. Geldumlaufsgeschwindigkeit und Hauseigentum (Eigenheime) auf Tiefststaenden. Beschaeftigungs-Niveau and Anteil der Arbeitsfaehigen, die produktiv arbeiten, sinken. Preise und die Abhaengigkeit immer groesserer Bevoelkerungskreise von Regierungszuwendungen steigen, waehrend der Median der Haushaltseinkommen faellt.

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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