Da ich noch nicht an fortgeschrittener Demenz leide, kann ich mich noch an ein paar Preise hier zu Beginn der 90er-Jahre erinnern:
- Benzin kostete "3 Mark und 10" (= ca. 1,60 Euro) nur in gewissen Popsongs der "Neuen Deutschen Welle", was damals eher heiteres Gelächter auslöste.
- Man bekam für 500 DM im Monat eine anständige Wohnung in guter Lage zur Miete. Heutzutage kommte man für 250 Euro nicht einmal in einer WG unter.
- Bananen kosteten das Kilo 1 DM (= 51 Cent) im Angebot.
- Qualitäts-Kaffee gab's teilweise für 3,50 DM pro Pfund. Heutzutage bezahlt man in Euro das Dreifache.
- Heute im Elektromarkt gesehen: Das 5er-Pack VHS-Kassetten für 20 Euro. Das sind umgerechnet pro Kassette fast 8 DM. Die gab's in den 90ern auch einmal für 1 DM das Stück. Die billigsten CDs / DVDs "im Angebot" für 5 Euro. Auch so etwas wurde einen in den 90er für 1 DM das Stück hinterhergeschmissen.
Das einzige, was wirklich billiger wird, ist das Zeug, das keiner wirklich braucht und das jeder sowieso schon hat: Smartphones zum Beispiel. Aber auch die werden nicht wirklich billiger, jedenfalls nicht, wenn man den jeweils neuesten Marketing-Hype mitmachen will.
Kurz: Der Euro ist für den Konsumenten eine einzige Sch... Selbst mit der "hedonisierten" Inflationsrate hat die überwältigende Mehrheit der Konsumenten in Deutschland einen realen Einkommenverlust erlitten. Wenn man nur die "lebensnotwendigen" Dinge betrachtet, ist der Euro ein Desaster.
Gruß,
Phil.M.