Verschaukelt uns die USA?

ebbes @, Freitag, 13.03.2015, 20:53 vor 3956 Tagen 5834 Views

Wenn ich mir die Konjunkturdaten (außer der Arbeitslosenquote, wenngleich ich die natürlich anzweifle) anschaue, gibt es keinen Grund die Anleiheankäufe zu drosseln.

Langsam habe ich den Verdacht, dass sie damit einfach nur ihre Zinsen steigen lassen wollen, um den Euro zu schwächen.

Ein Schachzug für den großen Plan?

--
Jedes blinde Huhn, das an der Börse einmal erfolgreich war, denkt gleich, es sei ein Adler.

Schwacher Euro ist doch gut

CalBaer @, Freitag, 13.03.2015, 21:00 vor 3956 Tagen @ ebbes 4863 Views

Wenn ich mir die Konjunkturdaten (außer der Arbeitslosenquote, wenngleich
ich die natürlich anzweifle) anschaue, gibt es keinen Grund die
Anleiheankäufe zu drosseln.

Arbeitslosenstatistik ist wie jede Statistik. Die Quote ist nur eine Nummer, die die reale Situation verschleiert.

Langsam habe ich den Verdacht, dass sie damit einfach nur ihre Zinsen
steigen lassen wollen,

Steigende Zinsen druecken auf die Aktien- und Immobilienmaerkte. Glaube kaum, dass "die USA" das wollen.

um den Euro zu schwächen.

Erhoeht die Margen der Exporteure. Die fallenden Rohstoffpreise kompensieren den staerkeren Dollar.

Ein Schachzug für den großen Plan?

Welcher Plan?

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Ja klar, schwacher Euro ist gut. Nur nicht für die Konsumenten.

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Freitag, 13.03.2015, 21:53 vor 3956 Tagen @ CalBaer 4557 Views

Da ich noch nicht an fortgeschrittener Demenz leide, kann ich mich noch an ein paar Preise hier zu Beginn der 90er-Jahre erinnern:

- Benzin kostete "3 Mark und 10" (= ca. 1,60 Euro) nur in gewissen Popsongs der "Neuen Deutschen Welle", was damals eher heiteres Gelächter auslöste.

- Man bekam für 500 DM im Monat eine anständige Wohnung in guter Lage zur Miete. Heutzutage kommte man für 250 Euro nicht einmal in einer WG unter.

- Bananen kosteten das Kilo 1 DM (= 51 Cent) im Angebot.

- Qualitäts-Kaffee gab's teilweise für 3,50 DM pro Pfund. Heutzutage bezahlt man in Euro das Dreifache.

- Heute im Elektromarkt gesehen: Das 5er-Pack VHS-Kassetten für 20 Euro. Das sind umgerechnet pro Kassette fast 8 DM. Die gab's in den 90ern auch einmal für 1 DM das Stück. Die billigsten CDs / DVDs "im Angebot" für 5 Euro. Auch so etwas wurde einen in den 90er für 1 DM das Stück hinterhergeschmissen.

Das einzige, was wirklich billiger wird, ist das Zeug, das keiner wirklich braucht und das jeder sowieso schon hat: Smartphones zum Beispiel. Aber auch die werden nicht wirklich billiger, jedenfalls nicht, wenn man den jeweils neuesten Marketing-Hype mitmachen will.

Kurz: Der Euro ist für den Konsumenten eine einzige Sch... Selbst mit der "hedonisierten" Inflationsrate hat die überwältigende Mehrheit der Konsumenten in Deutschland einen realen Einkommenverlust erlitten. Wenn man nur die "lebensnotwendigen" Dinge betrachtet, ist der Euro ein Desaster.

Gruß,
Phil.M.

Und dennoch gibt es in Dtld. genügend Schwachklöpfe, die meinen, dass man mit dem Euro gut gefahren sei (oT)

stocksorcerer @, Samstag, 14.03.2015, 08:42 vor 3956 Tagen @ Philip Marlowe 3155 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 14.03.2015, 13:29

- kein Text -

Top-Down Meinungsbildung

Kropotkin @, Samstag, 14.03.2015, 08:49 vor 3956 Tagen @ stocksorcerer 3413 Views

Die Masse ist in jeder Hinsicht völlig ahnungslos.

Die plappert das nach, was sie im Fernsehen, in den Zeitungen und im Radio hört. Selberdenken von Kindesbeinen abtraininert.

Überall wird gesagt, der Euro sei toll, dann ist er es auch.

Rekordarbeitslosigkeit in Europa, eine Schuldenkrise nach der anderen etc KANN also mit dem Euro nichts zu tun haben.

Deflation

Zarathustra, Samstag, 14.03.2015, 08:48 vor 3956 Tagen @ Philip Marlowe 3556 Views


- Heute im Elektromarkt gesehen: Das 5er-Pack VHS-Kassetten für 20 Euro.
Das sind umgerechnet pro Kassette fast 8 DM. Die gab's in den 90ern auch
einmal für 1 DM das Stück. Die billigsten CDs / DVDs "im Angebot" für 5
Euro. Auch so etwas wurde einen in den 90er für 1 DM das Stück
hinterhergeschmissen.

Musik gibt's heute gratis zu konsumieren, Zeitungen ebenso. Nahezu die gesamte Information ist gratis abrufbar. Mehr Deflation geht nicht.

Das einzige, was wirklich billiger wird, ist das Zeug, das keiner wirklich
braucht und das jeder sowieso schon hat: Smartphones zum Beispiel.

Warum kaufen es denn alle? Weil sie es nicht brauchen? Städteflüge mittlerweile für ein paar Euro, weil es keiner braucht? Anscheinend hat jeder noch genug Geld, um Dinge zu kaufen, die er nicht braucht. Kommunikation kostet auch nur noch einen Bruchteil dessen, was früher dafür verlangt werden konnte.

Aber
auch die werden nicht wirklich billiger, jedenfalls nicht, wenn man den
jeweils neuesten Marketing-Hype mitmachen will.

Was für ein Argument!


Grüsse, Zara

Was zum Leben notwendig ist, ist sehr teuer

Otto Lidenbrock @, Nordseeküste, Samstag, 14.03.2015, 09:07 vor 3956 Tagen @ Zarathustra 3641 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 14.03.2015, 13:34

Argumente sind doch genug vorhanden: Alles, was man wirklich zum Leben braucht, ist teuer. Dazu gehören eben hochwertige Lebensmittel, Wasser, eine beheizte Wohnung, elektrischer Strom und auch Kraftstoff, wenn man im ländlichen Raum wohnt. Diese Dinge sind im Verhältnis zum Einkommen sehr teuer geworden.
Billige Flüge und Bahnreisen sind reine Schnäppchenprodukte, die ich monatelang im Voraus buchen muss, um einen günstigen Preis zu erhalten. Buche ich einen Städteflug für in drei Tagen, zahle ich mich regulär dumm und dämlich.

--
"Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

Arthur Schopenhauer

Teuer ist das Lebensnotwendige in den Entwicklungsländern, und bei uns vor 100 Jahren

Zarathustra, Samstag, 14.03.2015, 10:41 vor 3956 Tagen @ Otto Lidenbrock 3285 Views

... als der überwiegende Teil des Einkommens dafür aufgewendet werden musste.
Heutzutage ist das anders. Es wird immer mehr Nichtnotwendiges konsumiert, und die Wohnfläche pro Kopf wird immer grösser.

Mein Vater konnte noch in den 80er und 90er Jahren alle 6-7 Jahre einen NEUEN Mittelklassewagen kaufen

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Samstag, 14.03.2015, 16:30 vor 3955 Tagen @ Zarathustra 3146 Views

aus deutscher oder japanischer Produktion.

Und jetzt kommt's: Bezahlt von den ZINSEN aus seinem Ersparten. Und er war in seinem Arbeitsleben wirlich nur Durchschnittsverdiener. Keine Reichtümer.

Das wäre heutzutage VÖLLIG UNMÖGLICH.

Gruß,
Phil.M.

Etatismus ist halt kein System, das funktioniert

Zarathustra, Samstag, 14.03.2015, 17:34 vor 3955 Tagen @ Philip Marlowe 2839 Views

aus deutscher oder japanischer Produktion.

Und jetzt kommt's: Bezahlt von den ZINSEN aus seinem Ersparten. Und er war
in seinem Arbeitsleben wirlich nur Durchschnittsverdiener. Keine
Reichtümer.

Das wäre heutzutage VÖLLIG UNMÖGLICH.


Das ist ja der Witz. Da durch hohe Zinsen (und etatistische Verhinderung von Bankrotten) ein paar Jahrzehnte lang die Verschuldung in die Höhe getrieben wurde, kann jetzt nicht mehr weiter aufgeschuldet werden. Mangelndes Aufschuldungsvermögen resultiert in tiefen Zinsen.

Gruß,
Phil.M.

Grüsse, Zara

Deutschland geht es so gut wie noch nie. Geht das denn nicht in deinen Kopf??

Kropotkin @, Sonntag, 15.03.2015, 10:57 vor 3955 Tagen @ Philip Marlowe 2634 Views

Lern gefälligst, wie alle anderen auch, deine eigenen Gedanken und Erfahrungen zu Gunsten der Propaganda zu leugnen.

Wirtschaftswunder, Arbeitsplatzwunder, Arbeitskräftemangel, Fachkräftemangel....

Gewusst wie

Orlando ⌂ @, Sonntag, 15.03.2015, 12:40 vor 3954 Tagen @ Philip Marlowe 2560 Views

An Anleihemarkt kann man eigentlich bei jedem Zinsverhältnis verdienen, es ist halt bloß nicht "leistungslos".

Euro Bund Future in den letzten 12 Monaten über 10%:
[image]

Hier hätte es den neuen Wagen schon nach einem Jahr geben können:
Republik Oesterreich, A1G6UV, AAA, 2012-2044, fast 50%:
[image]

Wenn's so einfach wäre, wären wir alle Millionäre

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Sonntag, 15.03.2015, 16:14 vor 3954 Tagen @ Orlando 2360 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 15.03.2015, 16:20

Kein vernünftiger Anleger investiert 100% seines Geldes in eine einzige Asset-Klasse, auch wenn es Staatsanleihen sind. Und ich bezweifle, dass sich etwas derartiges, wie von dir gezeigt, auf Dauer reproduzieren lässt.

Früher hatte der DURSCHNITTS-SPARER noch etwas von seinem Geld. Heutzutage nur noch eine kleine Minderheit.

Der Euro hat ja auch seine Vorteile, falls man bei einem Unternehmen arbeitet, dass in den Nicht-Euro-Raum exportiert oder bei den das Ganze finanzierenden Banken. Aber wie viele Prozent der Bevölkerung sind das? Soll man jetzt jedem sagen: Du hättest ja auch bei Daimler am Band oder bei der Deutschen Bank arbeiten könnnen?

Was soll das für eine Gesellschaft sein, bei der alle bei den Autobauern oder bei den Banken arbeiten? Wer macht die anderen Jobs? Sind das jetzt alles Idioten, die im Einzelhandel arbeiten, oder in den Pflegeeinrichtungen, oder die unseren Müll entsorgen? Nicht einmal der Mindestlohn wird denen von einigen gegönnt.

Gruß,
Phil.M.

Warum die Leute leistbare Dinge kaufen, die sie eigentlich nicht brauchen

sensortimecom ⌂ @, Samstag, 14.03.2015, 10:00 vor 3956 Tagen @ Zarathustra 3504 Views

Ganz einfach: Um sich davon abzulenken, dass sie tagtäglich von allen Seiten belogen und bestohlen werden, und dass sie sich hochwertige Dinge aus inländischer Produktion von nachhaltigem Bestand längst nicht mehr leisten können. Das ganze elektronische IT-Zeugs dient der Realitätsflucht. Es ist eigentlich Messie-tum einer eigenen Ausprägung.

Hat der Schachzug etwas mit den Goldreserven des Kreml zu tun?

pigbonds @, Freitag, 13.03.2015, 21:41 vor 3956 Tagen @ ebbes 4941 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 13.03.2015, 22:26

Ein Schachzug für den großen Plan?

Die Frage ist nur scherzhaft gemeint, aber ist das die normale nächtliche
Aktivität vor dem Kreml?

[image]

[image]

Wahrscheinlicher ist, dass irgend eine Feier wegen der Krim Bühnenmaterial
benötigt, aber momentan sind alle Kommentatoren relativ nervös.


... edit:

and here we go:

[image]

Ich gehe davon aus, dass im großen Stil Währungsmanipulationen stattfinden.

Olivia @, Samstag, 14.03.2015, 10:26 vor 3956 Tagen @ ebbes 3448 Views

Und dass die politische Situation gezielt dazu genutzt wird, diese Manipulationen durchzuführen bzw. dass wir diese politische Situation "auch" deshalb haben, damit die entsprechenden "Währungssituationen" entstehen.

--
For entertainment purposes only.

Zum großen Plan

ebbes @, Samstag, 14.03.2015, 15:11 vor 3955 Tagen @ ebbes 3303 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 14.03.2015, 15:16

Europa als Industriestandort unattraktiv machen.

Denn die Unsicherheit einer schwachen Währung und die Gefahr eines großen Krieges wiegt mehr, als der Vorteil der schwachen Währung.

In den Staaten wächst die jährliche Industrieproduktion um 4 bis 5 Prozent; bei uns in Deutschland und Europa um die 1 Prozent.

--
Jedes blinde Huhn, das an der Börse einmal erfolgreich war, denkt gleich, es sei ein Adler.

Zum großen Plan, Fortsetzung

Oberbayer @, Sonntag, 15.03.2015, 10:10 vor 3955 Tagen @ ebbes 2771 Views

Illustrierter Beitrag, wer wo stänkert:
http://edition.cnn.com/2015/03/13/world/army-convoy-through-europe/index.html

Europa als Industriestandort unattraktiv machen.

Denn die Unsicherheit einer schwachen Währung und die Gefahr eines
großen Krieges wiegt mehr, als der Vorteil der schwachen Währung.

In den Staaten wächst die jährliche Industrieproduktion um 4 bis 5
Prozent; bei uns in Deutschland und Europa um die 1 Prozent.

Danke und Gruß @Barbara K.

Ja, zu Sowjet-Zeiten konnte die Ostkurve auch noch

Zarathustra, Sonntag, 15.03.2015, 10:56 vor 3955 Tagen @ Oberbayer 2521 Views

... mithalten in diesem Wettstreit der Psychopathen und Präsenz markieren um den halben Planeten herum. Jetzt können sie nicht mehr, und genau dies ist für deren Anführer bekanntlich 'die grösste geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts'. Arme Irre.

Hier drückt wirklich der Schuh - Dienstleistungsgesellschaft eine einzige Hirnwäsche

Kropotkin @, Sonntag, 15.03.2015, 11:11 vor 3954 Tagen @ ebbes 2578 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 15.03.2015, 11:17

Europa als Industriestandort unattraktiv machen.

Denn die Unsicherheit einer schwachen Währung und die Gefahr eines
großen Krieges wiegt mehr, als der Vorteil der schwachen Währung.

In den Staaten wächst die jährliche Industrieproduktion um 4 bis 5
Prozent; bei uns in Deutschland und Europa um die 1 Prozent.

---Die Mobilmachung gegen den kleinen Mann begann schon vor Jahrzehnten mit dem Gerede nach einer Dienstleistungsgesellschaft und daher dem problemlosen Verlagern der Produktionsstätten Europas nach Fernost.

Der Michel fragte:
"Ist das nicht schlecht, wenn man meinen Arbeitsplätz exportiert..?"

Das System sagte:
"Nein, du dummer Michel. Wir werden eine Dienstleistungsgesellschaft haben basierend auf Drogen, Krankheiten, Mode, Styling und sonstigen wertlosen und sinnlosen Müll und werden uns dadurch cool und wichtig fühlen.
Die blöde Produktion von Kleidung, Technik, Elektronik und generell allem, wo man für einen dreistelligen IQ braucht, dass überlassen den dummen Asiaten."

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