Stratfor: Die "Deutsche Frage" stellt sich wieder
Hallo Forum,
laut George Friedman von Stratfor stellt sich wieder die seit 1871 bestehende "Deutsche Frage". Er präsentiert sie als quintessentielle Frage im gegenwärtigen geostrategischen Spiel der Mächte. Friedman war im Dezember in Moskau...
"In der ersten Dezemberhälfte war der Chef des privaten US-amerikanischen Nachrichtendienstes »Stratfor«, George Friedman, zu Gesprächen in Moskau. Er traf sich mit US-, Westeuropa- und NATO-Experten russischer Thinktanks und des Außenministeriums sowie mit international operierenden russischen Geschäftsleuten und Studenten, um sich ein Bild von den wirtschaftlichen und politischen Erwartungen des Landes zu machen.[...]"
https://www.jungewelt.de/2014/12-29/001.php
...und hat dann kürzlich eine Rede gehalten, die in puncto Klartext nicht viele Wünsche offen lässt. Dass die Verhinderung eines Bündnisses zwischen Deutschland und Russland seit über einem Jahrhundert das oberste Ziel amerikanischer / angelsächsischer Politik war, ist sicher kein von Friedman ausgeplaudertes Geheimnis. Aber dann: "Wer mir sagen kann, was die Deutschen [in der Causa Ukraine / Russland] machen, erzählt mir die nächsten 20 Jahre Geschichte." Die Deutschen hätten sich aber unglücklicherweise noch nicht entschieden, und dies sei das ewige Problem mit den Deutschen. Die nächste zu adressierende Frage sei die "Deutsche":
https://www.youtube.com/watch?v=oaL5wCY99l8&index=1&list=UUTAAUjBA90XyIa0QwZOzkSA
Kann man Friedmans Fragestellung anders auslegen, als man sie bereits die vergangenen 100 Jahre ausgelegt hat? Ich glaube nicht, wundere mich aber auch darüber, dass das besetzte Deutschland laut Friedman diese Wahl überhaupt habe.
Grüße,
M