Zeitpunkt Goldkauf

Hans @, Freitag, 13.03.2015, 14:08 vor 3958 Tagen 4324 Views

Nach Anfragen waren hier im Forum ab und zu Ratschläge zu hören, auch Gold bei der langfristigen Geldanlage zu berücksichtigen. Nun bin ich unsicher, ob ich derzeit guten Gewissens Goldkauf empfehlen kann, denn man will ja seine Freunde/Verwandten nicht enttäuschen.

Ich denke dabei an Ellis Prognose eines Preisrutsches beim Gold. Zurzeit rutscht er zwar schon in Dollar, grob betrachtet. Jedoch steigt er wegen des schneller sinkenden Euros in Euro ausgedrückt. Jetzt entsteht die Frage, wie sollte man sich als Bürger in Euroland verhalten. Ich tendiere dazu, abzuwarten. Denn falls Ellis Wellen doch “Recht bekommen“, muss ja nicht unbedingt der Euro überproportional angestiegen sein. Oder?

Hier tritt aber zusätzlich noch das Elliott-Problem auf, dass die Elliott innewohnenden Regeln doch zu Zeiten entdeckt worden waren, als Märkte noch nicht derart massiv manipuliert wurden wie heute. Ich als Laie würde daraus schlussfolgern, dass es vielleicht nicht mehr gerechtfertigt sein könnte, sich auf solche Regeln zu sehr zu verlassen.

Bin auf Eure Gedanken gespannt.
Danke für diese im voraus und beste Grüße

Langfristig?

Heinz @, Freitag, 13.03.2015, 15:07 vor 3958 Tagen @ Hans 3496 Views

Was verstehst Du unter langfristig? Ich verstehe darunter einen Anlagehorizont von über 10 Jahren. Ob Dir dabei Ellis Analysen helfen können, wage ich zu bezweifeln. Ich baue mein Gold-Portfolio seit mehr als 25 Jahren auf. Und zwar nur aus folgenden 2 Gründen:
1. Gold ist liquide, sofern man Münzen kauft.
2. Gold ist anonym. Wie viel Geld ich auf der Bank habe, weiß der Staat.
Wie viel Gold ich meinem Schließfach habe, nicht.
Die aktuelle Kursentwicklung hat mich immer nur sehr marginal interessiert. Viel mehr Wert habe ich auf die politische Analyse gesetzt. Wobei ich mich nach dem Grundsatz richtete: Krieg ist gut für Gold.[[sauer]]

--
Tyger Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Dare frame thy fearful symmetry?

Kleinmengen-Aufpreise beachten

Fussgänger @, Freitag, 13.03.2015, 15:45 vor 3958 Tagen @ Heinz 3229 Views

1. Gold ist liquide, sofern man Münzen kauft.

Münzen zeigen allerdings einen deutlichen Aufpreis gegenüber grösseren Mengen Gold "am Stück". Wenn man sowieso nur für den ungefähren Münzbetrag kaufen will, dann spielt das natürlich keine Rolle. Sonst schon. Mein Gold-Bestand setzt sich aus Gold-Barren unterschiedlicher Grösse zusammen; abhängig davon, wieviel ich jeweils kaufen wollte. Wenn ich 100 g kaufen wollte, dann ist's halt ein 100 g Barren. Bei 250 g halt ein 250 g Barren. Ich besitze aber auch 10 g Stücke. ;)

Ich gehe davon aus, dass man 250 oder 100 g Barren nicht so leicht und sicher loswerden wird, wie Münzen oder andere kleine Mengen. Aber wenn nicht gerade pure Anarchie herrscht, dann wird es immer möglich sein, Gold zu tauschen.

Physisches Gold

-ELLI- ⌂ @, Freitag, 13.03.2015, 18:07 vor 3957 Tagen @ Hans 4413 Views

Nach Anfragen waren hier im Forum ab und zu Ratschläge zu hören, auch
Gold bei der langfristigen Geldanlage zu berücksichtigen. Nun bin ich
unsicher, ob ich derzeit guten Gewissens Goldkauf empfehlen kann, denn man
will ja seine Freunde/Verwandten nicht enttäuschen.

Es kommt meines Erachtens darauf an, was bezweckt werden soll. Ist es eine reine Preis-Spekulation? Wohl kaum, denn sonst würde man das nicht mit Physischem tun, sondern mit anderen Instrumenten. Und wenn du es aus den Gründen tun willst, die Heinz schon genannt hat, dann ist der Preis relativ gleichgültig – besonders, wenn regelmäßig dazugekauft wird.

Ich denke dabei an Ellis Prognose eines Preisrutsches beim Gold. Zurzeit
rutscht er zwar schon in Dollar, grob betrachtet. Jedoch steigt er wegen
des schneller sinkenden Euros in Euro ausgedrückt.

Ja, das ist seit einigen Monaten der Fall, aber nicht immer:

[image]

Auf längere Sicht kann man aber wohl davon ausgehen, dass die Preisentwicklung in Euro „gedämpfter“ verläuft als in Dollar.

Jetzt entsteht die
Frage, wie sollte man sich als Bürger in Euroland verhalten. Ich tendiere
dazu, abzuwarten. Denn falls Ellis Wellen doch “Recht bekommen“, muss
ja nicht unbedingt der Euro überproportional angestiegen sein. Oder?

Nein, nichts muss. Hier stellt sich aber wieder die Frage, ob du in erster Linie auf den Preis spekulieren willst…

Hier tritt aber zusätzlich noch das Elliott-Problem auf, dass die Elliott
innewohnenden Regeln doch zu Zeiten entdeckt worden waren, als Märkte noch
nicht derart massiv manipuliert wurden wie heute.

Kurzfristig mag das sein, aber auch darüber gibt es bekanntlich unterschiedliche Ansichten. [[zwinker]]
Langfristig gelten die Muster immer, wie man auch hier sieht:

[image]

Ich als Laie würde
daraus schlussfolgern, dass es vielleicht nicht mehr gerechtfertigt sein
könnte, sich auf solche Regeln zu sehr zu verlassen.

Es gibt zwar Regeln und Leitlinien bei Elliott, aber letztlich ist es doch eine Frage der Interpretation. Ich bin kein Hellseher.

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