Drehen die Griechen jetzt vollkommen durch? @Gaby: Einschätzung erbeten

Sylvia @, Mittwoch, 11.03.2015, 09:07 vor 3959 Tagen 8448 Views

Seit ein paar Tagen wird aus Griecheland richtig scharf gegen Deutschland (also gegen uns Nazis) geschossen - zumindest, wenn man der deutschen Presse glauben darf:

"Im Streit um Reparationen für NS-Verbrechen plant die Regierung von Alexis Tsipras die Beschlagnahmung von deutschem Eigentum in Griechenland. ..."

"Tsipras fordert: "Deutschland muss aus moralischen Gründen zahlen!" ... Die Gesamtforderungen werden darin in einer Höhe zwischen 269 und 332 Milliarden Euro beziffert. ...".

"Der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos warnt die EU: Wird Athen nicht geholfen, würden "500.000 Migranten mit Reisepapieren nach Berlin gehen". Wenn IS-Mitglieder dabei sein sollten, sei Europa selbst schuld."

Frage an Gaby: Ist das in Griechenland ernsthaft ein Thema? Oder wird das von den deutschen Medien aufgebauscht?

Das ist nicht neu,

eddie09 @, Mittwoch, 11.03.2015, 10:42 vor 3959 Tagen @ Sylvia 6307 Views

schon in 2001 sollte eine deutsche Schule in Athen gepfändet werden. Mit einer einstweiligen Verfügung wurde das abgewendet. Jetzt sind die Umstände aber andere. Ich denke, das wird kommen.

Gruß

--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

Das nennt man "Investitionssicherheit"

Olivia @, Mittwoch, 11.03.2015, 13:04 vor 3958 Tagen @ Sylvia 5716 Views

Seit ein paar Tagen wird aus Griecheland richtig scharf gegen Deutschland
(also gegen uns Nazis) geschossen - zumindest, wenn man der deutschen
Presse glauben darf:

.................

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-will-deutsches-eigentum-beschlag...

Wird ganze Gruppen von deutschen und anderen internationalen "Investoren" stark darüber nachdenken lassen, wie es um die Investitionssicherheit in Griechenland bestellt ist.

Oh Mann!

--
For entertainment purposes only.

Eldorado Gold / Griechenland / Investitionssicherheit

Sylvia @, Mittwoch, 11.03.2015, 13:06 vor 3958 Tagen @ Olivia 5939 Views

Wird ganze Gruppen von deutschen und anderen internationalen "Investoren"
stark darüber nachdenken lassen, wie es um die Investitionssicherheit in
Griechenland bestellt ist.

Oh Mann!

Zum Beispiel Eldorado Gold: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=340067

Nettes Zusatzbeispiel... hier!

Olivia @, Mittwoch, 11.03.2015, 16:24 vor 3958 Tagen @ Sylvia 5010 Views


Zum Beispiel Eldorado Gold:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=340067

............

http://www.welt.de/geschichte/article137652770/Schon-einmal-knackten-Griechen-den-deuts...

.............

Na ja, wenn die weiter solches Chaos verbreiten, wird wohl bald das Militär übernehmen, genauso wie in Ägypten, als die Muslim-Brüder das Land "unregierbar" machten.
Vielleicht ist das ja der ganze Zweck der Angelegenheit?

Fast wie in Süd-Amerika. Das kann den "dortigen" Auswanderern auch alles passieren. Wäre nicht das erste Mal. Erstaunlich ist, wie schnell das gehen kann.

--
For entertainment purposes only.

Bald, schon bald Ihr Griechen, (mT)

DT @, Mittwoch, 11.03.2015, 14:12 vor 3958 Tagen @ Sylvia 6762 Views

habt Ihr die deutsche Kuh zu Tode gemolken. In 20 Jahren ist der bulk der Baby Boomer fertig mit dem Arbeitsleben, raus aus dem Hamsterrad.

Dann könnt Ihr Griechen mal selber schauen wo die Kohle herkommt.

332 Milliarden für 10 Mio Griechen. 30000 EUR pro Nase. Geht's noch?

Wieviel des Geldes kommt dann bei einer griechischen 4-köpfigen Familie an (das sollten 120 000 EUR sein)? Und wieviel fließt direkt via IWF und GS/Rothschild Einfluß an die East Coast und zur CoL und finanziert DAS HIER:

[image]

[image]

[image]

Gibt Alexis Tsipras jetzt den Geldeintreiber für die "griechischen" Oligarchen?

FESTAN, Mittwoch, 11.03.2015, 16:56 vor 3958 Tagen @ Sylvia 4899 Views

Dass die Oligarchen eher einer "Glaubensgemeinschaft an den Mammon" anhängen, hat sich ja inzwischen rumgesprochen. Weniger allerdings, dass die sog. Nazis Griechenland massiv unterstützten gegen die englische Hungerblockade. Unsere französische Nachbarn, soweit sie nicht nämlichen "Sektierern" und ihren geflissentlichen Kollaborateuren angehören, sehen hier gelegentlich klarer:

http://robertfaurisson.blogspot.de/2011/10/das-dritte-reich-zur-rettung.html

--
„…Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Lebensgewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in demokratischen Gesellschaften. Diejenigen, die diesen unsichtbaren Mechanismus der Gesellschaft manipulieren, bilde

Dabei half das 3.Reich gegen die Briten zugunsten Griechenlands

Dieter, Mittwoch, 11.03.2015, 17:27 vor 3958 Tagen @ Sylvia 4990 Views

bearbeitet von Dieter, Mittwoch, 11.03.2015, 19:49

"Im Streit um Reparationen für NS-Verbrechen plant die Regierung von
Alexis Tsipras die Beschlagnahmung von deutschem Eigentum in
Griechenland.
..."

"Tsipras fordert: "Deutschland muss aus moralischen Gründen
zahlen!"
... Die Gesamtforderungen werden darin in einer Höhe zwischen
269 und 332 Milliarden Euro beziffert. ...".

Auf Kreta hörte ich von Griechen eher, wie dankbar sie den Deutschen waren, die Briten vertrieben/bekämpft zu haben.
Vielleicht war's nur Höflichkeitsgeplauder.

Gruß Dieter

Alles harmlos

Wellenreiter @, Mittwoch, 11.03.2015, 19:25 vor 3958 Tagen @ Sylvia 5091 Views

Hallo Sylvia,

da ist aktuell viel Getöse. Sollte man alles nicht so ernst nehmen.

Die Berechtigung der Reparationszahlungen will ich hier gar nicht näher thematisieren. Das ist ein sehr komplexes Thema.

Allerdings kann man davon ausgehen, dass GR diese Ansprüche nicht ernsthaft verfolgen wird. Das ist alles Theater.

Wenn Du Dich aber persönlich durch solche Aussagen angegriffen fühlst (wir Nazis), dann solltest Du vielleicht nachvollziehen können, wie sich der Normalbürger in GR fühlen muss, wenn er seit 5 Jahren aus D auf niedrigstem Niveau angegriffen und diffamiert wird.

Es kommt doch nicht von ungefähr, dass D zum Feindbild für viele Griechen geworden ist. In fast allen anderen europäischen Ländern wird viel differenzierter über die Krise in Griechenland geschrieben. Auch die Politiker sind wesentlich zurückhaltender.

Und jetzt mal ein kleiner Joke:

Wenn Schäuble so großen Wert darauf legt, dass der griechische Staat endlich die ganzen (Steuer)schulden und andere Forderungen eintreibt, dann wäre es nur konsequent, dass GR die mit Abstand größte offene Forderung angeht...nämlich die Reparationen:-)

Seit ein paar Tagen wird aus Griecheland richtig scharf gegen Deutschland
(also gegen uns Nazis) geschossen - zumindest, wenn man der deutschen
Presse glauben darf:

Das kann ich so nicht bestätigen / meine Griechische Freundin

Sylvia @, Donnerstag, 12.03.2015, 10:48 vor 3958 Tagen @ Wellenreiter 4312 Views

Wenn Du Dich aber persönlich durch solche Aussagen angegriffen fühlst
(wir Nazis), dann solltest Du vielleicht ...

Der Eindruck, denn man aus deutschen Mainstream-Medien erhält, nämlich dass "der Grieche" jegliche Verwntwortung für die Krise bei allen anderen, nur nicht bei sich selbst sucht, und dass wir Deutschen mehrheitlich Nazis seien, deckt sich durchaus mit meinem persönlichen Eindruck aus dem privaten Umfeld.

Eine gute Freundin von mir, die ich noch aus Kindergarten-Zeiten (meiner Jungs) her kenne, ist Griechin. Hat schon auf der halben Welt gewohnt und ist dementsprechend weltoffen. Sie sagt mir immer wieder, wie sehr sie sich für ihre Landsleute schämt.

Gelegentlich, wenn ich bei dieser Freundin eingeladen bin, sind Verwandte aus Griechenland zu Gast. Wenn die Zunge durch reichlich Alkohol etwas gelockert ist (Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit), dann kommt, gebetsmühlenartig, immer das selbe:

1. XYZ (speziell Deutschland) ist Schuld an der Misere in Griechenland, nur nicht die Griechen selber.

2. Griechenland ist die Heimat der Kultur, der Demokratie, der Philosophie, usw. und der Rest von Europa würde, ohne Griechenland, noch immer in Höhlen hausen. Wir sollten den notleidenden Griechen also auf ewig (finanziell) dankbar sein.

3. Und außerdem sind sowieso alle Nazis (das kommt aber immer erst ganz am Schluss, wenn der Anstand schon komplett flöten ging, kurz bevor es mit Vlakas, Malaka, usw. losgeht [[zwinker]] ).

Das dürfte allgemein so sein, nicht nur was GR betrifft..

sensortimecom ⌂ @, Donnerstag, 12.03.2015, 10:55 vor 3958 Tagen @ Sylvia 3796 Views

3. Und außerdem sind sowieso alle Nazis (das kommt aber immer erst ganz
am Schluss, wenn der Anstand schon komplett flöten ging, kurz bevor es mit
Vlakas, Malaka, usw. losgeht [[zwinker]] ).

Im Grunde ist diese Ansicht tief verwurzelt in den meisten Ländern, nicht nur in GR, darum macht es IMO auch gar keinen Sinn, sich mit aller Vehemenz bis zur Selbstaufgabe und zum Ethno-Suizid dagegen zu wehren. Sind wir halt Nazis. (Gilt auch für Österreicher, schließlich stammt ja der Ober-Ignaz von dort<img src=" />. Basta.

Da hast Du wohl recht

Sylvia @, Donnerstag, 12.03.2015, 11:09 vor 3957 Tagen @ sensortimecom 3762 Views

3. Und außerdem sind sowieso alle Nazis (das kommt aber immer erst ganz
am Schluss, wenn der Anstand schon komplett flöten ging, kurz bevor es

mit

Vlakas, Malaka, usw. losgeht [[zwinker]] ).


Im Grunde ist diese Ansicht tief verwurzelt in den meisten Ländern, nicht
nur in GR, darum macht es IMO auch gar keinen Sinn, sich mit aller Vehemenz
bis zur Selbstaufgabe und zum Ethno-Suizid dagegen zu wehren.

Das Traurige ist: Im Gegensatz zu Godwin's Law ("... wird der Autor des [Nazi-]Vergleiches zum „Verlierer“ der Diskussion erklärt ...") ist im echten Leben das Nazi-Argument noch immer ein Totschlag-Argument. Schon oft genug im europäischen(!) Ausland erlebt ("Und wenn schon: Was willst Du Nazi überhaupt?"). In Indien, Asien, Australien, usw. funktioniert das glücklicherweise nicht.

Da ist vermutlich mehr dran, als den Griechen bewusst ist

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 12.03.2015, 11:27 vor 3957 Tagen @ Sylvia 3813 Views

Das Traurige ist: Im Gegensatz zu
Godwin's Law ("...
wird der Autor des [Nazi-]Vergleiches zum „Verlierer“ der Diskussion
erklärt ...") ist im echten Leben das Nazi-Argument noch immer ein
Totschlag-Argument. Schon oft genug im europäischen(!) Ausland erlebt
("Und wenn schon: Was willst Du Nazi überhaupt?").

Man kann über die Nazis sagen, was man will, aber schließlich bleibt, dass sie während ihrer Zeit den Deutschen die Schmarotzer vom Hals geschafft haben.

Antworte das doch dem Sprecher und frage ihn, inwieweit er sich dadurch betroffen fühlt.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Warum ist das so?

Wellenreiter @, Donnerstag, 12.03.2015, 12:34 vor 3957 Tagen @ sensortimecom 3370 Views

3. Und außerdem sind sowieso alle Nazis (das kommt aber immer erst ganz
am Schluss, wenn der Anstand schon komplett flöten ging, kurz bevor es

mit

Vlakas, Malaka, usw. losgeht [[zwinker]] ).


Im Grunde ist diese Ansicht tief verwurzelt in den meisten Ländern, nicht
nur in GR, darum macht es IMO auch gar keinen Sinn, sich mit aller Vehemenz
bis zur Selbstaufgabe und zum Ethno-Suizid dagegen zu wehren. Sind wir halt
Nazis. (Gilt auch für Österreicher, schließlich stammt ja der Ober-Ignaz
von dort<img src=" />. Basta.

Das sehe ich anders. Bis zum Ausbruch der Krise war zumindest in Griechenland der "Nazi" überhaupt kein Thema gewesen. Wenn überhaupt, dann nur bei älteren Menschen, die die Verwüstungen im 2. Weltkrieg miterlebt und evtl. eigene Opfer zu beklagen hatten. Dass sich das schlagartig geändert hat, liegt nicht ausschließlich in der einseitigen Sichtweise vieler Griechen. Vielmehr haben viele deutsche Politiker und Medien durch eine sehr einseitige und diffamierende Berichterstattung erheblich dazu beigetragen. In Deutschland regt man sich wahnsinnig auf, wenn in einer Demonstration mit 100000 Teilnehmern ein einziges Nazi-Plakat hochgehalten wird, findet es aber gleichzeitig völlig normal und angemessen, dass nahezu täglich in deutschen Medien, die Griechen wahlweise als faul, korrupt, betrügerisch, in ihrer Entwicklung zurückgeblieben usw. beschrieben werden.

Fragt sich denn keiner, weshalb ausgerechnet Vertreter eines Landes mit historischer Verantwortung gegenüber GR die Führungsrolle beim Griechen-Bashing übernehmen mussten? Warum wird in nahezu allen anderen europäischen Ländern viel sachlicher mit der Schuldenkrise umgegangen? Warum muss der Staatsbankrott zu einem typisch griechischen Ereignis stilisiert werden, obwohl jeder historisch bewanderte weiß, dass Deutschland die gleiche Anzahl an Staatspleiten hingelegt hat? Warum muss ein deutscher Finanzminister ständig die Griechen in Sachen "Vertragstreue" belehren, obwohl D als erstes Land gegen die 3%-Regel verstoßen hat?

Kann es sein, dass sich Deutsche und Griechen ähnlicher sind, als es auf den ersten Blick aussieht? Gefallen sich nicht beide in der Opferrolle? Der eine als Opfer der Austeritätspolitik und der andere als ewiger Zahlmeister für alle offenen Rechnungen auf dieser Welt?

"Der Nazi", der einfachste Sündenbock von allen

Sylvia @, Donnerstag, 12.03.2015, 13:08 vor 3957 Tagen @ Wellenreiter 3539 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 12.03.2015, 14:56

Das sehe ich anders. Bis zum Ausbruch der Krise war zumindest in
Griechenland der "Nazi" überhaupt kein Thema gewesen.

Exakt! Wie Du selber schreibst: Bis zum Ausbruch der Krise war alles in Butter. Und dann musste ein Sündenbock her (da man natürlich niemals nicht selber Schuld am eigenen Schlamassel): Der Nazi.

Von dem her ist die Situation nicht unähnlich zu der vor 80 Jahren: Da war halt "Der Jude" der dankbare Sündenbock.

In Deutschland regt man sich wahnsinnig auf,
wenn in einer Demonstration mit 100000 Teilnehmern ein einziges Nazi-Plakat
hochgehalten wird, ...

Nette Untertreibung. Ich gehe mal davon aus, dass Du weißt, dass das Blödsinn ist.

Von mir aus können die gerne mit Nazi-Plakaten herumlaufen - damit machen sie sich nur selber lächerlich:

[image]

Was mich einfach stört, ist die "Argumentationskette":
1. Wir (Griechen) sind an unserem Schicksal nicht schuld, denn
2. Schuld sind die deutschen Nazis

In ein paar Jahren wird man merken, dass die Griechen Recht hatten. Dann wird allen klar werden, dass die EU ein einziges Nazi-Reich ist.
Die Italiener werden das merken, wenn die Krise bei ihnen ausbricht. Dann werden alle Deutschen Nazis sein.
Die Franzosen werden das merken, wenn die Krise bei ihnen ausbricht. Dann werden alle Deutschen Nazis sein.
Die ...

Und spätestens dann will ich nicht mehr hier in Deutschland sein.

In der Regel ist jemand im Hintergrund, der steuert!

Olivia @, Donnerstag, 12.03.2015, 13:35 vor 3957 Tagen @ Sylvia 3222 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 12.03.2015, 14:59

Bis zum Beginn der Krise floss das Geld ohne wenn und aber und ohne Kontrolle!!!!

Danach floss das Geld nicht mehr so. Ein normaler Haushalt beginnt dann, genau zu schauen, wo er zu viel "konsumiert" und zu wenig "investiert", d.h. er spart an einigen Stellen und investiert an anderen Stellen, damit wieder Geld hereinkommt. Ganz schwierig aber wird es, wenn SEHR viel Geld in das Land geflossen ist, man echte "Investitionen" zugesagt hat, diese aber weitgehend "im Sande" verlaufen sind. Das schreckt natürlich ALLE Investoren ab.

Und dann wird es sehr schwierig. Man kann keinen Wirtschaftsaufschwung dadurch herbeiführen, dass man Stellen doppelt besetzt oder massenhaft Häuser in die Landschaft stellt, die niemand braucht.

Das wirkliche Problem ist, dass die "Revolutionäre" kein echtes Konzept haben. Wie soll ein Professor der Spieltheorie, der auf "Streit" gebürstet ist, einem Land helfen können, das eine Aufbruchstimmung benötigt und Strukturen schaffen muss, die Investitionen ermöglichen, damit die Menschen Perspektiven haben?

Kannst es dir ja anschauen, was er macht: Bisher ist nichts als Hass und Streit dabei heraus gekommen.

Glaubt wirklich irgend jemand, dass es den Griechen hilft (damit meine ich die Bevölkerung, nicht die Oligarchen), sich auf eine Nazi-Schiene hin instrumentalisieren zu lassen und dabei zu vergessen, dass sie ihr Land und ihre Verwaltungsstrukturen wettbewerbsfähig machen müssen? Sie sollen ihre Politiker dahingehend fordern, an die Arbeit zu gehen und nicht einen Hass-Strudel nach dem anderen zu erzeugen!

Von den Strukturproblemen kann jeder griechische Unternehmer ein Lied singen.
Und das tun die auch!

--
For entertainment purposes only.

Ein sehr gewagter Vergleich

Wellenreiter @, Donnerstag, 12.03.2015, 14:00 vor 3957 Tagen @ Sylvia 3124 Views

Exakt! Wie Du selber schreibst: Bis zum Ausbruch der Krise war
alles in Butter. Dann musste ein Sündenbock her. Und da man natürlich
niemals nicht selber Schuld am eigenen Schlamassel ist musste ein
Sündenbock her: Der Nazi.

Von dem her ist die Situation nicht unähnlich zu der vor 80 Jahren: Da
war halt "Der Jude" der dankbare Sündenbock.

Sorry, Sylvia,

aber ich glaube, dass Du Dich in ein ziemlich subjektives Weltbild verrennst.

Vielleicht liegt es daran, dass Du die Äußerungen der Familie Deiner Freundin zu stark verallgemeinerst. Außerdem dürfte eine 5 Jahre anhaltende Hetzte in den deutschen Medien auch ihren Teil dazu beigetragen haben, dass sich zwischenzeitlich eine klare Vorstellung über das Profil des typischen Griechen eingebrannt hat.

Bezeichnend ist doch, dass Du Deine griechische Freundin wohl nur deshalb akzeptierst, weil sie eine "gute Griechin" ist und sich für ihre Landsleute schämt.

Jeder ist der Schmied seiner eigenen Gedanken und Meinungen. In der Beziehung möchte ich mich jedweder Belehrung entziehen.

Aber der Vergleich mit dem Juden in der Nazizeit verbietet sich in jeder Hinsicht. Nicht nur aus Rücksicht vor der historischen Verantwortung, sondern auch wegen seiner inhaltlichen Unzulänglichkeit. Der Jude ist damals ohne jegliches Dazutun seinerseits und aus reiner rassenideologischer Ideologie willkürlich zum Sündenbock gemacht worden. Er hatte keinerlei Möglichkeit sich dagegen zu wehren.

Der heutige angebliche Sündenbock ("Nazi")kann gar kein Opfer sein, weil er das Handeln diktiert. Es ist doch der von Dir so beschriebene "Nazi" (ich würde diese Bezeichnung nie wählen), der über die Macht verfügt, sowohl die Troika nach Griechenland zu schicken als auch zu diktieren, was dort umzusetzen ist und was nicht. Dieser "Nazi" hat sogar das gesamte Regierungsprogramm der zurückliegenden 5 Jahre für GR geschrieben.

Und dann soll der faule Grieche selbst Schuld daran sein, dass 40% seiner Landsleute nicht mehr krankenversichert sind und fast eben so viele unterhalb des Existenzminimums (über)leben?

Jetzt wirst Du sicherlich emotional explodieren. Aber wenn sich ansatzweise ein Vergleich anbietet, dann doch eher der Vergleich zwischen dem Juden vor 80 Jahren und dem heutigen Griechen...

Belehren immer - belehrt werden nimmer

Sylvia @, Donnerstag, 12.03.2015, 15:23 vor 3957 Tagen @ Wellenreiter 3169 Views

aber ich glaube, dass Du Dich in ein ziemlich subjektives Weltbild
verrennst.

Puh, na da habe ich ja Glück, dass ein Oberlehrer Gewehr bei Fuß steht.

Bezeichnend ist doch, dass Du Deine griechische Freundin wohl nur deshalb
akzeptierst, weil sie eine "gute Griechin" ist ...

Du kennst weder mich, noch meine griechische Freundin, von dem her ist das alles reine Mutmaßung und Klugscheisserei.

Jeder ist der Schmied seiner eigenen Gedanken und Meinungen.

Dieser Spruch könnte direkt aus dem Oberlehrer-Handbuch, Kapitel 1, sein.

In der Beziehung möchte ich mich jedweder Belehrung entziehen.

Ja wen wunderts? Belehren immer - belehrt werden nimmer.

Aber der Vergleich mit dem Juden in der Nazizeit verbietet sich in jeder
Hinsicht.

Ja auch das war klar, dass dieser Vergleich Deinem moralinsauren Zeigefinger nicht entwischen darf. War eine zu schöne Vorlage, nicht? [[zwinker]]

Das wird Dir jetzt gefallen

Wellenreiter @, Freitag, 13.03.2015, 10:22 vor 3957 Tagen @ Sylvia 2564 Views

Hallo Sylvia,

nach einer aktuellen Umfrage des ZDF-Politbarometers sind 52 % der Deutschen gegen einen Verbleib des "Schuldenstaates" in der Eurozone. Das ist ein Anstieg von 11% gegenüber der Umfrage von vor 3 Wochen :-)

Dagegen ist soweit nichts einzuwenden. Es gibt ja in der Tat gute Gründe für einen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone.

Was aber doch sehr befremdlich wirkt, ist die Tatsache, dass ein öffentlichrechtlicher Sender ein demokratisches Land als "Schuldenstaat" abqualifiziert. Die Amerikaner hatten aber auch hier die Vorreiterrolle und prägten bereits vor vielen Jahren den Begriff "Schurkenstaat" für nicht genehme Regierungen.

Aber was bedeutet das nun insgesamt für den Umgang zwischen Gläubigern und Schuldnern in unserer Gesellschaft. Muss ich mich ab sofort von meinem Bankberater als "Schuldenkunde" bezeichnen lassen, wenn ich einen Kredit habe? :-)

Und wie wollen wir zukünftig Staaten wie bspw. Italien bezeichnen, die auch knöcheltief verschuldet sind, sich aber dank EZB weiterhin über Wasser halten können? Wie wäre es mit "Staat mit Vorzugsverschuldung"?

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