Hinkt bisschen, meinst du nicht?
"Die Entscheidung, auf profanen Kannibalismus (bei dem menschliches Fleisch als Nahrungsmittel angesehen wird) als bloße Überlebensstrategie zurückzugreifen, wurde nicht leichtfertig gefällt bzw. hingenommen, da sich unter den Toten viele Verwandte, Freunde oder zumindest Bekannte derer befanden, die noch ums Überleben kämpften. Einige weigerten sich zunächst aus moralischen Gründen. Die verzweifelte und hoffnungslose Lage drängte aber nach wenigen Tagen alle dazu, auf menschliches Fleisch als Nahrung zurückzugreifen. Ungefähr sechs Leichen blieben aus Respekt vor den noch lebenden Angehörigen vorerst unangetastet und sollten lediglich dem Überleben im äußersten Notfall dienen. Am Ende waren lediglich die Leichen der Mutter und der Schwester Fernando Parrados, der sich mit Roberto Canessa auf der Suche nach Rettung befand, unversehrt. Sie wurden auf dem Berg begraben."
(Wikipedia)
Ohne große Worte machen zu wollen, der Vergleich hinkt doch etwas, meinst du nicht? Ja, dieses Beispiel zeigt sogar, wie sehr der Mensch in der Lage ist, Gemeinsamkeit und Kooperation zu pflegen (ja, man kann es auf Egoismus zurückführen, wenn man will), auch wenn das auf den ersten Blick etwas absurd klingt.
"Das Experiment" hingegen zeigt eine ganz andere Situation. Quasi eine urplötzliche Meister-Sklave-Situation. Die Verhältnisse waren dort eindeutig geklärt, niemandem drohte unmittelbare Gefahr; während im Eis erstmal überhaupt gar keine Situation vorherrschte, außer der, dass dort ein Flugzeug abgestürzt war.
Ich denke, solche "Experimente" sind grundsätzlich unrealistisch. Ist ja auch klar, es ist halt kein realistischer Background gegeben (alle wissen, es ist ein Experiment).