Newtopia - ein 1-Jahres-Experiment? Oder Fake?

Olivia @, Montag, 23.02.2015, 16:50 vor 4027 Tagen 6886 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.02.2015, 16:53

Sat 1 macht in den letzten Tagen sehr viel Werbung für ein sogenanntes TV-Experiment, das 1 Jahr dauern soll. Geplant ist, es täglich um 19.00 Uhr über den Bildschirm flimmern zu lassen. Es wird vermutlich auch in der Mediathek verfügbar sein.

Worum geht es und warum schreibe ich hier darüber?

Geplant ist, eine Gruppe von 15-16 Leuten 1 Jahr in eine Situation zu versetzen, in der sie sich zum einen selbst erhalten müssen und zudem eigene Sozialstrukturen aufbauen müssen. Sie sollen ihre eigene „neue Welt“ aufbauen. Zur Verfügung gestellt wird ein Stück Land, eine (relativ) unwirtliche Scheune, ein Stromanschluß, ein Wasseranschluß, einige Tiere, etwas Geld (genaueres habe ich nicht erfahren können). Die Teilnehmer werden vom Produzenten ausgewählt. Sie kennen sich vorher nicht, kommen aber aus unterschiedlichen Lebensumfeldern und sind nicht ZU alt.

Das „Experiment“ beginnt heute um 19:00 Uhr in SAT 1.
Ich habe keinerlei Ahnung ob und inwieweit es ein „fake“ ist.

Alles in allem ist davon auszugehen, dass diese „zusammengewürfelte“ Gruppe von Menschen miteinander in einer Ausnahmesituation eine Lebens-(Überlebens-)Umgebung schaffen muß. Ich habe relativ wenig über die Teilnehmer gelesen und gehe davon aus, dass sie sich in der ersten Sendung vorstellen.

Mich persönlich interessieren zum einen die Kommunikations- und Machtstrukturen, die sich herausbilden und die Frage, inwieweit eine solche Gruppe fähig sein wird, zu kooperieren und eine funktionierende Arbeits- und Lebensumgebung zu gestalten. Mich interessiert auch die Persönlichkeitsstrukturen der Menschen, die am schnellsten „aufgeben“. Aber auch die Frage, ob dieses „Experiment“ ein ganzes Jahr durchgeführt werden kann oder ob es abgebrochen werden muß, weil „Schäden für Leib und Leben“ eintreten könnten.

Eines zumindest ist von vorneherein klar: Ältere Menschen, die nicht TOPFIT sind, könnten gar nicht erst mit diesem Experiment beginnen. Die Außen-Temperaturen und die ungeheizte, zugige Scheune würden das bereits verbieten.

Hat jemand bereits von dieser Sendung gehört? Wenn ja, interessiert das jemanden?

Nachtrag:
Mich interessieren diese „Reality-Shows“ normalerweise nicht. Diese jedoch hinsichtlich ihres Settings schon. Allerdings gehe ich davon aus, dass das Ganze (ohne massive Unterstützung von „Außen“) kein Jahr durchgehalten werden kann. Bin gespannt.

--
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Haben die (k)einen Sexualtrieb?

CrisisMaven ⌂ @, Montag, 23.02.2015, 17:02 vor 4027 Tagen @ Olivia 5674 Views

... und wenn ja - wie verhueten sie?

- Spinnen sie Leinen und machen daraus, wie im Mittelalter, Praeservative? (Was die getaugt haben, weiss ich nicht, bin doch nich sooo alt ...)

- Oder haben sie eine Packung Anti-Baby-Pillen und/oder Kondome mit auf den Weg bekommen? (Was ja echt urzeitlich waere.)

- Steht der Notarztwagen umme Ecke? Man koennte sich ja mal Tetanus holen. Oder einen eingewachsenen Zehnagel.

- Wurden sie fuer die Zeit von der deutschen Krankenversicherungspflicht befreit?

Na ja, Sat1 laesst ja davon ausgehen, dass es eine Marskolonie sein koennte [[lach]] ...

Ich lach' mich schlapp. Hoffentlich haben die MMS dabei ...

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Vom Produzenten ausgewählt

Rybezahl, Montag, 23.02.2015, 17:21 vor 4027 Tagen @ Olivia 4712 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.02.2015, 17:31

Die
Teilnehmer werden vom Produzenten ausgewählt. Sie kennen sich vorher
nicht, kommen aber aus unterschiedlichen Lebensumfeldern und sind nicht ZU
alt.

Entweder, das läuft wie alle anderen Shows, dass der "Produzent" nämlch wie bei "Frauentausch" möglichst unterschiedliche Charaktere auswählt, um Sensation, Krach und Intrigen zeigen zu können.

Oder es handelt sich tatsächlich um einen echten wissenschaftlichen Versuch. Auch dabei müssen unterschiedlichste Charaktere ausgewählt werden.

Der Unterschied besteht nur darin, in dieser Show wissen alle: alle werden überleben. Es gibt keine "rote Linie", wie es in einer realen Situation der Fall wäre.

Damit ist das Experiment eigentlich auch schon völlig unrealistisch. Man kann keinen Extremfall simulieren. Simulationen von Extremfällen haben immer Rückfallebenen. Echte Extremsituationen haben das aber nicht.
Das Experiment* ist damit von vornherein unrealistisch.

* Dies gilt auch für den Film "Das Experiment", dem ein reales Experiment zugrunde liegt. Obwohl ich zugeben muss, dass der Mensch scheinbar erstaunlich fähig ist, seine Vergangenheit zu vergessen, so behaupte ich doch, dass niemand in diesem Experiment seine ursprüngliche Vergangenheit vergessen hat - und somit jeder Teilnehmer diese auch in die dort stattfindende Situation einbezogen hat (mit Wissen um die Rückfallebene).

Hinkt bisschen, meinst du nicht?

Rybezahl, Montag, 23.02.2015, 18:13 vor 4027 Tagen @ CrisisMaven 3949 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.02.2015, 18:18

"Die Entscheidung, auf profanen Kannibalismus (bei dem menschliches Fleisch als Nahrungsmittel angesehen wird) als bloße Überlebensstrategie zurückzugreifen, wurde nicht leichtfertig gefällt bzw. hingenommen, da sich unter den Toten viele Verwandte, Freunde oder zumindest Bekannte derer befanden, die noch ums Überleben kämpften. Einige weigerten sich zunächst aus moralischen Gründen. Die verzweifelte und hoffnungslose Lage drängte aber nach wenigen Tagen alle dazu, auf menschliches Fleisch als Nahrung zurückzugreifen. Ungefähr sechs Leichen blieben aus Respekt vor den noch lebenden Angehörigen vorerst unangetastet und sollten lediglich dem Überleben im äußersten Notfall dienen. Am Ende waren lediglich die Leichen der Mutter und der Schwester Fernando Parrados, der sich mit Roberto Canessa auf der Suche nach Rettung befand, unversehrt. Sie wurden auf dem Berg begraben."
(Wikipedia)

Ohne große Worte machen zu wollen, der Vergleich hinkt doch etwas, meinst du nicht? Ja, dieses Beispiel zeigt sogar, wie sehr der Mensch in der Lage ist, Gemeinsamkeit und Kooperation zu pflegen (ja, man kann es auf Egoismus zurückführen, wenn man will), auch wenn das auf den ersten Blick etwas absurd klingt.

"Das Experiment" hingegen zeigt eine ganz andere Situation. Quasi eine urplötzliche Meister-Sklave-Situation. Die Verhältnisse waren dort eindeutig geklärt, niemandem drohte unmittelbare Gefahr; während im Eis erstmal überhaupt gar keine Situation vorherrschte, außer der, dass dort ein Flugzeug abgestürzt war.

Ich denke, solche "Experimente" sind grundsätzlich unrealistisch. Ist ja auch klar, es ist halt kein realistischer Background gegeben (alle wissen, es ist ein Experiment).

Nein, das hinkt eben NICHT ...

CrisisMaven ⌂ @, Montag, 23.02.2015, 18:31 vor 4027 Tagen @ Rybezahl 4173 Views

Ohne große Worte machen zu wollen, der Vergleich hinkt doch etwas, meinst du nicht? Ja, dieses Beispiel zeigt sogar, wie sehr der Mensch in der Lage ist, Gemeinsamkeit und Kooperation zu pflegen (ja, man kann es auf Egoismus zurückführen, wenn man will), auch wenn das auf den ersten Blick etwas absurd klingt.
"Das Experiment" hingegen zeigt eine ganz andere Situation.

Ich weiss nicht genau, "was das" Experiment "genau" zeigt. Das wird man fruehestens hinterher wissen. Vorher weiss ich nur Olivias Ankuendigung.

Quasi eine urplötzliche Meister-Sklave-Situation. Die Verhältnisse waren dort eindeutig geklärt, während im Eis erstmal überhaupt gar keine Situation vorherrschte, außer der, dass dort ein Flugzeug abgestürzt war.

Ja, aber genau da "bewaehrt sich" der Mensch.

Ich denke, solche "Experimente" sind grundsätzlich unrealistisch. Ist ja auch klar, es ist halt kein realistischer Background gegeben (alle wissen, es ist ein Experiment).

Wenn ich mal dran erinnern darf: 1978/79 hatten wir einen "Jahrhundertwinter".

Ein deutscher Mercedes-Diesel-Fahrer war unterwegs Richtung Bremen. Ploetzlich alles voller Schneeverwehung, Stillstand. Insgesamt ca. zwei Dutzend Autos, jedes mit laufendem Motor.

Der gute Mann ausgestiegen, bei allen nacheinander die Autotueren aufgerissen und gebruellt: "Seid Ihr verrueckt? Wenn jetzt alle ihren Kraftstoff verbrauchen, erfriert Ihr hier elendiglich!"

Alle im Kommandoton auf drei darunter befindliche Kleinbusse verteilt.

Was ja noch den Vorteil hat, dass die Koerperwaerme der Einzelnen sich auf kleinere Raeume verteilt ...

Ohne diese "Ansage" haetten die alle gewartet, bis erst das Benzin alle gewesen und sie dann erfroren waeren ...

Als ob es nie ein Stalingrad gegeben haette.

Wie dem auch sei, nicht allzuviel spaeter kam ein Raeumpanzer der Bundeswehr vorbei (was man ja aber vorher nicht hatte wissen koennen - Deutschland stand quasi still!). Der gute Mann und der junge Bundeswehrsoldat zogen ein Auto nach dem andern mittels eines speziellen Abschleppseiles, das der gute Mann dabei hatte, und das Baumaschinen ziehen konnte, aus dem Schnee auf eine geraeumte Landstrasse.

Als alle ca. zwei Dutzend Fahrzeuge solcherart gerettet waren, schauten der junge Soldat und der gute Mann sich an, drueckten sich die Hand in gegenseitiger Anerkennung - nass und verschwitzt. Waehrend die Geretteten in ihren geheizten Autos, ohne einen Finger krumm zu machen, weggefahren waren - ohne dass ein einziger sich bedankt haette.

Weshalb ich mir lebhaft vorstellen kann, was hier nach "GO" los ist.

Und: DIESE Bundeswehr gibt es auch nicht mehr, wie 1978 ...

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Verwechslung?

Rybezahl, Montag, 23.02.2015, 18:54 vor 4027 Tagen @ CrisisMaven 3851 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.02.2015, 19:02

Ich weiss nicht genau, "was das" Experiment "genau" zeigt. Das wird man
fruehestens hinterher wissen. Vorher weiss ich nur Olivias Ankuendigung.

Ich auch nicht, ich bezog mich allerdings auf den Film "Das Experiment" und nicht auf das neue "Experiment" auf Sat1.

Weshalb ich mir lebhaft vorstellen kann, was hier
nach
"GO"
los ist.

Das kann ich mir auch. In vielen verschiedenen Varianten; und ich kann mir sogar vorstellen, mir nicht alle Varianten vorstellen zu können.

Erstens kommt es anders, und Zweitens als du denkst. Und wenn nicht, dann ist das eigentlich auch ziemlich egal. Jeder kann sich selbst ausrechnen, was man an Nahrung und Wasser so braucht. Und was du nicht berücksichtigen kannst, das kannst du einfach nicht berücksichtigen - so ist das mit den Memoiren, gefunden in der Badewanne. (Spontaner pragmatischer Denkvorschlag)

Ja, da sind wir uns einig ... ;-) (oT)

CrisisMaven ⌂ @, Montag, 23.02.2015, 19:33 vor 4027 Tagen @ Rybezahl 3363 Views

- kein Text -

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Erinnerst Du Dich noch an meine Story aus der Nähe von Darwin? (mT)

DT @, Montag, 23.02.2015, 21:28 vor 4027 Tagen @ CrisisMaven 3602 Views

Als ich mit einer kleinen Gruppe im Hochwasser der Regenzeit in Jabiru eingeschlossen war und organisiert hatte, wie wir mithilfe eines Abschleppwagens durch die reißenden Fluten der krokodilverseuchten Flüsse gelangt sind? Wie auch da zB eine alleinreisende Dame einfach mitgefahren ist und die anderen hat zahlen lassen, auch da sind die anderen abgehauen und haben kein Wort des Dankes gesagt.

Gab es eigentlich Kannibalismus bei den Bergleuten in Lengede oder in Chile?
Da herrscht doch auch so eine no way out Extremsituation vor.

Wenn die Jungs vom "Experiment" schlau wären: zur Bank gehen, für 0% einen schönen Kredit holen, ein paar gute Ölcalls kaufen, abwarten, und der Ofen ist finanziert...

Sowas ähnliches gab es auch schonmal mit TV-Kameras

Kaltmeister ⌂ @, Montag, 23.02.2015, 18:32 vor 4027 Tagen @ Olivia 4108 Views

"Zwei Monate haben sich sieben Erwachsene und sechs Kinder auf das Experiment eingelassen, in einem abgegrenzten Gebiet im Schwäbischen ein paar tausend Jahre zurück in der Zeit zu reisen und für eine Dokumentation so zu tun, als hätten sie gerade erst gelernt, Feuer zu machen. Zwei aus der Sippe sollen sogar ohne Ausrüstung die Alpen überqueren.
Die Serie wurde im Sommer 2006 an einem kleinen See im Altdorfer Wald bei Erbisreute (Gemeinde Schlier) in einem originalgetreu rekonstruierten kleinen Pfahlbau-Dorf gedreht, welches speziell für diese Zwecke errichtet wurde.[1] Bei Drehbeginn fanden die Teilnehmer das Dorf so vor, als wäre es erst von anderen Bewohnern verlassen worden. Es lebten dort Tiere, es wuchs Getreide auf einem Feld und in der Vorratskammer lagerte ein wenig Nahrung. Nach den letzten Dreharbeiten im Winter Anfang 2007 wurden die Steinzeithäuser am Ufer wieder abgebaut. Sie sind heute im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen zu sehen."


Zeitreise in die Steinzeit

"... fanden die Teilnehmer das Dorf so vor, als wäre es erst von anderen Bewohnern verlassen worden ..."

CrisisMaven ⌂ @, Montag, 23.02.2015, 18:37 vor 4027 Tagen @ Kaltmeister 4068 Views

Genau ...

Nach drei Tagen finden sie den Supermarkt so vor, wie er neu erbaut wurde ...

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Genügt es nicht, William Golding gelesen zu haben? (oT)

XERXES @, Montag, 23.02.2015, 18:55 vor 4027 Tagen @ Olivia 3584 Views

- kein Text -

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“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Wolfzeit von Haneke

Langmut @, Montag, 23.02.2015, 19:35 vor 4027 Tagen @ Olivia 3997 Views

Hallo in die Runde,

eine zwar etwas langweilige, aber sehr gute Verfilmung einer Endzeitsituation ist "Wolfzeit" von Michael Haneke::

http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfzeit

https://www.youtube.com/watch?v=pnJ9AE-TYOc

Und dann gibt's da noch den guten Cormac McCarthy "Die Straße - The Road".

http://de.wikipedia.org/wiki/The_Road

Was da bei Sat1 läuft, dient der Unterhaltung, der Zerstreuung und der Quote. Man sollte das daher getrost den entsprechenden Zielgruppen zur Abendstunde vorsetzen lassen.

Gruß
Langmut

Der tägliche Kampf um´s nackte Dasein

BBouvier @, Montag, 23.02.2015, 20:06 vor 4027 Tagen @ Langmut 3998 Views

Was da bei Sat1 läuft, dient der Unterhaltung...

Jau, Langmut! [[top]]

"Überleben mit elektrischem Strom und mit Wasser aus der Leitung." ?? [[freude]]

Wirklich "ausgesetzt in der Natur" bekämen die Probanden
(allein schon wegen des Fehlens von Feuersteinknollen)
nicht mal ein Steinbeil oder eine simple Messerklinge gebacken,
... Feuer auch nicht ... und die könnten dann ja mal versuchen,
Gras zu esssen.
Nach so 4 Wochen wären die alle jämmerlich verreckt.

Vor einiger Zeit lief im Fernsehen mal eine Folge
(soweit ich mich erinnere)
in der ein Paar mit halbwüchsigen Kindern im Frühsommer
in einen abgelegenen Schwarzwaldhof gesetzt wurde:
- einiges an "Viechern"
- Saatgut
- alles Gerät (altertümlich) war vorhanden
- volle Marmeladengläser
- und so weiter =>

Im Herbst waren die Tiere sämtlich im Kochtopf
gelandet, das Korn aufgegessen, und das Unternehmen
mußte abgebrochen werden.
Den Winter hätten die nicht überlebt!

Bitte, jetzt nicht auf irrigen Keindetails meinerseits
herumhacken zu wollen:
Es geht hier nur um das "Prinzip".

Worauf ich hinauswill:
Unsere Vorfahren waren absolut erfahrene Profis,
was Landwirtschaft, was Tierhaltung, was Weben
und dergleichen betrifft.
Und sie waren hart!

Alle anderen waren im täglichen Kampf um´s nackte Dasein
längst unter der Erde.

Grüße!
BB

Erinnert mich an die Pilgerväter auf der Mayflower, 1620 (mL)

DT @, Montag, 23.02.2015, 21:34 vor 4027 Tagen @ BBouvier 3736 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.02.2015, 21:38

Die haben doch auch nur überlebt, weil ihnen Indianer Truthähne geschenkt haben und ihnen beigebracht haben, wie man Mais anbaut. Daher ja bis heute "Thanksgiving".

http://de.wikipedia.org/wiki/Mayflower
http://en.wikipedia.org/wiki/Mayflower

http://www.history.com/topics/thanksgiving/first-thanksgiving-meal
http://en.wikipedia.org/wiki/Thanksgiving_%28United_States%29#Harvest_festival_observed...

Das war 1621.

Indianische Gutmenschen

Leisereiter @, Montag, 23.02.2015, 21:59 vor 4027 Tagen @ DT 3672 Views

Die haben doch auch nur überlebt, weil ihnen Indianer Truthähne geschenkt
haben und ihnen beigebracht haben, wie man Mais anbaut. Daher ja bis heute
"Thanksgiving".

Na, ob die Indianer das nicht später bereut haben ...

Unsere Vorfahren waren "Profis" und "Hart"! JA!

Olivia @, Dienstag, 24.02.2015, 11:33 vor 4026 Tagen @ BBouvier 3279 Views


Worauf ich hinauswill:
Unsere Vorfahren waren absolut erfahrene Profis,
was Landwirtschaft, was Tierhaltung, was Weben
und dergleichen betrifft.
Und sie waren hart!

Alle anderen waren im täglichen Kampf um´s nackte Dasein
längst unter der Erde.

Grüße!
BB

........................

Absolute Zustimmung.
Deshalb dachte ich zunächst, dass "dieses" Experiment nicht allzu lange dauern würde. Da wußte ich allerdings auch nicht, dass die Strom und Wasser (vermutlich kostenlos) zur Verfügung haben und auch "das Experiment" vermarkten dürfen.

Keine Ahnung welche "Vorgaben" die von den Produzenten bekommen haben. Aber prinzipiell denke ich, dass die (sie haben ja ein Handy) alle möglichen Handwerker und "Ausstatter" anklingeln könnten und um kostenlose "Bereitstellung" bitten. Da würde sich sicherlich keiner lumpen lassen. Alleine die Vorstellung, die eigenen "Wohltaten" mit Namen und Firmenadresse im Fernsehen zu sehen, ist doch allzu verlockend.

Das "Experiment" wäre damit dann zu Ende!

Erfolgreich VERMARKTET!

Die Teilnehmer können anschließend noch eine Zeit lang durch die unterschiedlichen "Sender" tingeln...

Mal gespannt!

--
For entertainment purposes only.

1. Abend

Olivia @, Dienstag, 24.02.2015, 11:00 vor 4026 Tagen @ Olivia 3622 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 24.02.2015, 11:19

Ich stelle jetzt erst mal die "Ergebnisse" des "Startabends" ein und lese danach erst die Kommentare.

Nun ja, nicht sehr begeisterned, allerdings haben sie prinzipiell außerordentlich gute Karten.

Das „Team“ hat folgende Schlüsselpersonen, die helfen können, einen „Start“ vernünftig hinzubekommen:

1. Architektin
2. Buchhalterin mit guten Organisationskenntnissen
3. Landwirt
4. Koch
5. Soweit bisher ersichtlich: einige Personen mit handwerklichen Fähigkeiten

Jemand der über „Gesundheitskenntnisse“ ist bisher noch nicht hervorgetreten.

Es wird folgendes zur Verfügung gestellt:

1. Dach über dem Kopf für alle
2. Stromanschluß (prüfen, ob Stromverbrauch kostenlos?)
3. Wasseranschluß (prüfen, ob Wasserverbrauch kostenlos)
4. Startkapital von 5.000 Euro
5. Handy mit 25 Euro Guthaben (prüfen, ob es vom Startkapital aufgeladen werden darf)
6. 2 Kühe
7. Hühner (Anzahl unbekannt)

Es sind 15 Personen insgesamt, also eine ungleiche Zahl an Männern und Frauen.
Jeder der Teilnehmer durfte in 15 Minuten zu Hause all die Dinge, die er/sie für wesentlich hielt, in einer vorgegebenen Kiste zusammenpacken und mitnehmen.

Alles in allem eine wirklich komfortable Startposition mit der man einiges anfangen könnte.

Bereits am ersten Abend tauchte das Problem: „Toilette“ auf. Hygiene-Themen wie „Hände waschen“ war noch nicht aktuell. :-)))

Da es 15 Personen sind, dürfte das Thema „Fäkalienentsorgung“ und „Hygiene“ als eines der dringlichsten Themen anliegen. Ob das von allen so gesehen wird, ist allerdings bereits fraglich.
Da der „Landwirt“ vorsorglich „Spaten“ und Ähnliches mitgebracht hat, dürfte das umgehende Ausheben einer Jauchegrube (Sickergrube) prinzipiell kein Problem sein. Bin gespannt, wie weit der „Abstand“ zum Haus konzipiert wird.

Die Gruppe wird planen müssen.
Zunächst einmal die schnell und kurzfristig zu lösenden Themen (Nahrung, Fäkalien-Entsorgung, Hygiene, Schlafen, Tierversorgung, Tiernahrungsmittel und Schutz der Tiere).

Danach die mittel- und langfristige Planung.
Sie wird auch daran denken müssen, dass sie ab dem Herbst einen Winter „überstehen“ muß. Der könnte auch sehr kalt werden. :-)))

Bin gespannt, inwieweit die Versorgung, Fütterung und der Schutz (Hühner) der Tiere bereits auf dem „Radar“ sind. Einen Hund würde ich umgehend anschaffen, damit er die „Flieger“ vor Marder und Fuchs schützt. Spätestens im März kämen dann zwei Katzen dazu, die sich um Mäuse und Ratten kümmern sollen. Möglichst alles geimpft und mit reichlich „Zeckenprophylaxe“ versehen, falls einige Gruppenmitglieder auf den Gedanken kommen, mit den Viechern ins Bett zu gehen, was ja in unseren Breiten nicht so unüblich sein soll.

Ergänzung:
Wenn die Gruppe weiteres Geld benötigt, so muß sie es sich "beschaffen". Es gibt eine Person in der Gruppe, die sich mit "Marketing" beschäftigen will. Da diese Serie sehr beworben wurde und täglich über die Bildschirme flimmert, wäre es prinzipiell möglich, FAN-Artikel u.ä. zu vermarkten.

Bereits daran sieht man, dass die "Gesellschaft" nicht "ausgeschlossen" wird.
Da die Gruppe ja auch Geld zur Verfügung hat, kann sie sich (nach ihrer Ansicht) wesentliche Dinge "kaufen".

Meiner Ansicht nach "sinnvolle" Käufe:

Toilette(n) mit Spülkasten
Abwasserrohre
Zuleitungsrohre für Frischwasser
Waschbecken für sanitär-Räume
Wasserhahn, Duschbrause
Küchenspielbecken
Verteiler für Elektroinstallation
Elektrokabel
Energiesparlampen :-)))
Die könnten sich vielleicht sogar einen Zugang zum Internet schaffen.:-)))
billige Feldbetten mit Matratze
Medkamente
Kartoffel für mind. 3 Monate
getrocknete Hülsenfrüchte mind. für 3 Monate
Öl und Kokosfett
Zwiebeln
Salz / Pfeffer / Knoblauch /Zucker
Toilettenpapier :-)))
Kochmöglichkeit (ggf. Elektro - wenn kostenloser Strom oder Gas, wenn Gas-Flaschen und Kochfelder insgesamt billiger als Elektro-Ofen)
Tierfutter!!!!!!!!!!! für den Winter
Schreibmaterialien zum Planen

etc etc. etc. etc.......

--
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"Ideen" im luftleeren Raum

BBouvier @, Dienstag, 24.02.2015, 14:12 vor 4026 Tagen @ Olivia 3370 Views

Danke sehr, Olivia!

Das ganze ist also - wie bereits geahnt - ein einziger Witz.
Die Ähnlichkeit mit "Big Brother" sowie mit dem "Dschungelcamp"
ist mir offensichtlich.

Interessant wäre hingegen ein Versuch, bei dem
eine solche Gruppe in eine abgelegene Waldlichtung
gebracht wird und ohne Außenkontakte wirklich
"gefordert" würde.

Jedoch - das dürfe klar sein - ein solches
Experiment würde binnen weniger Tage
ganz kläglich scheitern.

In einem anderen Forum schrieb vor nicht langer Zeit
jemand, in einer kommenden Notzeit bräuchten die Leute
doch nur ein paar Kaninchen zu jagen.

BB darauf:
"Dann nehmen wir doch mal Köln mit rund
einer Million Einwohner.
Am ersten Tage gehen die alle an den Stadtrand
und fangen sich dort dann jeweils ein Kaninchen:
Also eine Million.
Und am nächsten Tag?? *hehe*?
Oh, heilige Einfalt!"

Das sind alles so "Ideen" im luftleeren Raum.

Obige Fernsehgruppe mit ringsum florierendem
Wohlstand und Kontakt zu dem
- das ist ein einziger TV-Witz!

Beste Grüße!
BB

Ganz einfach ...

CrisisMaven ⌂ @, Dienstag, 24.02.2015, 16:23 vor 4026 Tagen @ BBouvier 3142 Views

... am ersten Tag halt zwei Kaninchen fangen, jeder.

Die Bild-Zeitung schrieb mal vor vielen Jahren sinngemaess: "Wenn alle eine Viertelstunde frueher oder eine Viertelstunde spaeter losfuehren, gaebe es nicht soviel Stau im Berufsverkehr".

Seither probieren das alle aus. ...

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Mein Kommentar:

KK, Dienstag, 24.02.2015, 14:20 vor 4026 Tagen @ Olivia 3404 Views

Hallo Olivia,

Dein Interesse für eine solche Sendung bei Shit1 finde ich ausgesprochen bemerkenswert.
Dass Du dies mit uns allen im Gelben teilst, ist suuuper.

Vielleicht kannst Du eine ähnlich Abhandlung über das Dschungelcamp einstellen, würde das Gelbe sicher auch ganz toll bereichern.

Gruß
KK

PS Bitte unbedingt die nächsten 300 Sendungen und auch die Folgestaffeln kommentieren. Möchte nichts versäumen.

Wunderbarer Kommentar! Soviel Engagement! :-)))

Olivia @, Dienstag, 24.02.2015, 15:34 vor 4026 Tagen @ KK 3206 Views

Wow,

das ist aber eine heißblütige Liebe! Tja, wenn ich nur wüßte, wie ich Dir helfen könnte?
Das Beste wird sein, dass du dich mit den entsprechenden Mediatheken vertraut machst.
Da dürftest du alles finden, was du brauchst.

Gestatte mir eine Frage: Bist du Sozialwissenschaftler oder „reiner“ Liebhaber dieser Sendung? Ich meine, nicht dass dies einen Unterschied machen würde. Außerdem geht es mich natürlich auch nichts an.

Es ist aber immer wieder schön, so begeisterungsfähige junge/oder alte Menschen zu sehen.

Wirklich: Eine Inspiration! Und viel Vergnügen bei deinen anderen Sendungen. Wie hießen sie nochmal?

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Wunderbare Antwort...

KK, Dienstag, 24.02.2015, 16:10 vor 4026 Tagen @ Olivia 3097 Views

dachte nicht, dass der Schuss ins Zentrum geht.
Toll - Treffer - versenkt.

Gruß
KK

Ist immer schön, wenn man sich so gut versteht! :-)))

Olivia @, Dienstag, 24.02.2015, 16:43 vor 4026 Tagen @ KK 3050 Views

Gruß
KK

...........

Ist doch immer schön, wenn man sich so gut versteht? Nicht wahr?
Morgen kannst du weiter lesen. Du wirst ja kaum warten können :-)))

Und ich nehme mir gerade v i e l Zeit.

Bin schließlich im eigenen Hamsterrad und in keinem fremden.

--
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Parallel Aktion zu SAT1: REAL-Utopia nähe Marburg

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Dienstag, 24.02.2015, 19:47 vor 4026 Tagen @ Olivia 3254 Views

Die Menschen von SAT1 haben sich zur Vorbereitung der Show auch an Öff Öff (Gründer der Schenkerbewegung) gewandt. Über diesen Kontakt wurden einige Menschen ins Casting gerufen, die sehr viel Erfahrung im alternativen Leben haben. Unter anderem ist auch ein Bekannter von mir bis in die Endrunde des Castings gekommen, wurde dann aber doch nicht ausgewählt.

Die Vermutung ist, dass die Macher von SAT1 realisiert haben, dass diese echt alternativen Kandidaten ihre Weltanschauung vermitteln würden, was wohl nicht TV-politisch korrekt wäre.

Jetzt machen diese Menschen eine parallel Aktion in der Region Marburg!

Öff Öff ist wohl seit 2 Tagen auf der Real-Utopia-Wiese. Es soll gezeigt werden was alternativ wirklich machbar ist.

Statt TV gibt es einen Youtube Kanal.

Hier die Webseite:
www.real-utopia.de

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Leider wirklich ein FAKE! Reality-Show mit z.T."gebrieften" Darstellern etc.

Olivia @, Mittwoch, 25.02.2015, 21:21 vor 4025 Tagen @ Olivia 2831 Views

Abend 2 und 3

Was soll ich dazu sagen?: Es ist natürlich ein FAKE!

Ich gehe davon aus, dass zumindest ein Teil der Leute entsprechend „gebrieft“ ist, sich so zu verhalten, dass die Zuschauer „in Emotionen“ kommen. Ein Teil der Leute versucht, sich mit diesem Fernsehauftritt einen „Karriereschub“ zu verschaffen.

Offensichtlich gibt es eine ähnliche „Show“ (das ist eigentlich der richtige Name) bereits seit einiger Zeit in Holland. Eine riesige und ziemlich ekelhafte „Soap Opera“ mit dem Plattreten jeglicher „Befindlichkeit“ vor der Kamera und Riesen-Happings „Offene Türe“. rtc. Etc.

Schade! Ich dachte, da würde wirklich einmal der Versuch eines Experiments laufen. Aber das wäre vermutlich nicht „interessant“ genug. Es braucht „Action und selbstgemachte Probleme“ um das „Publikum“ bei der Stange und die Quoten hoch zu halten.

Also: Außer Spesen nix gewesen!
Sorry.........

--
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