In welcher Phase der Immobilienblase(?) befinden wir uns?

Sylvia @, Samstag, 21.02.2015, 21:55 vor 4029 Tagen 6708 Views

Immer wenn ich zu meinem EC-Automaten gehe sehe ich mir gegenüber ein Schild mit dem aktuellen Zinssatz für Immobilienkredite. Schon seit längerer Zeit denke ich mir: So, jetzt ist aber Schluss. Das dachte ich mir bei 4%. Und bei 3%. Und bei ...

Letztes mal stand dort: 1,02%

Gestern erzählte mir ein Arbeitskollege von seiner Ex, die gerade bei der Bank war weil sie ein Haus bauen will. Sie ist Ende 30, alleinerziehend (zwei Kinder), arbeitet nicht, will aber in "nächster Zeit" (ja ja, gaaaaanz sicher) wieder Vollzeit arbeiten. Das war der Zeitpunkt als ich mich fragte: "Werden jetzt Hausfrauen und Frisösen in den Immobilienmarkt getrieben?".

Darum Frage in die Runde: Stehen wir am Ende der Immobilienblase? In der Mitte? Erst am Anfang? Oder gibt es vielleicht gar keine Immobilienblase?

Angenommen Niedrigzinspolitik und QE gehen die nächsten 30 Jahre noch so weiter: Werden dann Immobilien weiterhin pro Jahr um 20 Prozent steigen? Und der DAX pro Quartal um 20 Prozent? Oder kommt es - bald - zu einer Sättigung? Bei der nicht einmal mehr ein Kreditzins von 0,01% Anreiz genug ist um sich für eine Immobilie zu verschulden.

Eine Blase ist es noch lange nicht.

Durran @, Samstag, 21.02.2015, 23:05 vor 4029 Tagen @ Sylvia 5728 Views

Wir sind noch sehr weit von einer Blase entfernt. Sicher sind in manchen Regionen Deutschlands die Preise schon sehr gestiegen und auch sehr hoch.
Aber das beschränkt sich doch lediglich auf ganz gezielte Städte oder sogar Stadtteile.

In weiten Landesteilen gibt es eher das Gegenteil. Real stabile Preise seit Jahren. Da reden wir im Prinzip über Ostdeutschland, aber auch über Nordhessen, weite Teile Nordrhein Westfalens, Emsland, die Rhön, Franken,
Niedersachsen um nur einige Beispiele zu nennen.

Und gerade dieser Umstand ist es, dass eben trotz der niedrigen Zinsen die Preise in weiten Teilen nicht inflationieren. Noch nicht.

Aus Bankenkreisen hört man gerade, dass die Schweizer anfangen den Markt zu kaufen. Auch in Ostdeutschland billigste Immobilien.

Ich habe auch gerade vor ein paar Tagen ein Haus in Mitteldeutschland besichtigt. 1500qm Grundstück, Gutshaus teilsaniert - Dach neu, Heizung neu,Wasser, Stromanschlüsse neu, massiv gebaut. Mit Garten, großer Scheune, Stallungen usw. Eigentlich ein Traum. Will selbst für 20 000€ keiner haben. Wir reden hier von einer Immobilie die etwa 30 Minuten von Erfurt bzw. Jena entfernt liegt.

Erst wenn solche Immobilien für das zehnfache weggehen sprechen wir von einer Blase. Und das wird noch eine Zeit lang brauchen.

Die Leute wollen Innenstadtlagen, ein Town- und Countryhaus ohne viel Grundstück und vollfinanziert. Und nur weil die teuer sind haben wir eben keine Blase.

Also immer locker bleiben.

Wo finde ich das?

Sylvia @, Samstag, 21.02.2015, 23:22 vor 4029 Tagen @ Durran 5278 Views

Ich habe auch gerade vor ein paar Tagen ein Haus in Mitteldeutschland
besichtigt. 1500qm Grundstück, Gutshaus teilsaniert - Dach neu, Heizung
neu,Wasser, Stromanschlüsse neu, massiv gebaut. Mit Garten, großer
Scheune, Stallungen usw. Eigentlich ein Traum. Will selbst für 20 000€
keiner haben.

Das würde ich mir gerne mal anschauen. Wo finde ich das?

Dt. Grundstücksauktionen AG (mL)

DT @, Samstag, 21.02.2015, 23:55 vor 4029 Tagen @ Sylvia 6867 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 22.02.2015, 00:01

http://www.dga-ag.de/

Vor 5-7 Jahren hab ich das schon mal eingestellt. Da gab es Grundstücke und Immobilien im Osten für zB unter 10000 EUR.

Das Problem ist, 30 min nördlich von Jena ist das Mansfelder Land. Tot, töter, ...

Leider sind selbst in Baden-Württemberg oder Rheinland Pfalz, selbst nicht weit weg von Mainz oder Ludwigshafen, Gegenden dermaßen tot. Es ist unglaublich.

Alzey, Wörrstadt, Nähe Mainz, Häuser für 500 000 EUR.

Nur 20 km weiter westlich, Gegend Bad Kreuznach und Umgebung, Häuser oder sogar ganze Höfe incl. Garten für unter 100000 EUR.

http://www.immobilienscout24.de/Suche/S-T/Haus-Kauf/Rheinland-Pfalz/Bad-Kreuznach-Kreis...

Haus 225 m² Wohnfläche, 139 kEUR asking price.
96 m² Wohnfläche, 79 kEUR asking price.
147 m² WF, mitten in der Stadt, Grundstück 206 m², asking price 72500 EUR.

Oder hier: Waldböckelheim, nicht weit von Mainz/Rhein-Main (über A61 und A60 leicht zu erreichen):
http://www.immobilienscout24.de/Suche/S-T/Haus-Kauf/Rheinland-Pfalz/Bad-Kreuznach-Kreis...
137 m² 139 kEUR asking price.

Da sollte man erstmal schaun und nicht 30 min nördlich von Jena gehen, wo WIRKLICH fast nichts ist.

Geht man noch ein paar km weiter nach Westen oder Süden, erreichen die Preise DDR Niveau:

http://www.immobilienscout24.de/Suche/S-T/Haus-Kauf/Rheinland-Pfalz/Donnersbergkreis/Al...
Alsenz: 214 m² WF, Grundstück 300 m², 7 Zimmer, 50 kEUR (kein Witz)

Ein ganzer Bauernhof mit Scheune: 45 kEUR. No joke.
http://www.immobilienscout24.de/expose/78248012?referrer=RESULT_LIST_LISTING&naviga...

Und dort gibt es Industrie und Arbeitsplätze in der Nähe. Anders als im Mansfelder Land.

Und für 29 kEUR bekommt man in Frankfurt oder München wahrscheinlich noch keinen PKW Stellplatz. Hier gibts ein ganzes Haus dafür:
"Weiterhin kann ein Pkw-Stellplatz in unmittelbarer Entfernung für 5€ angemietet werden." Mitten in Rheinland-Pfalz, mitten in Westdeutschland, mitten in der Pfalz, nicht in der Eifel oder im Hunsrück oder Nordtaunus oder im Vogelsberg.

http://www.immobilienscout24.de/expose/77545595?referrer=RESULT_LIST_LISTING&naviga...


Hier ein echtes Schnäppchen:
Haus 95m² WF, 75 kEUR, mit 500 m² Grundstück und wunderschönem Garten:

http://www.immobilienscout24.de/expose/76016145?referrer=RESULT_LIST_LISTING&naviga...

Aber wer geht da rein? Kurden? Türken? Syrer? Sinti? Roma?

Es sind halt Auktionen...

Prophet @, Sonntag, 22.02.2015, 13:02 vor 4028 Tagen @ DT 3979 Views

Und daher kann es sein, dass dein Wunschobjekt für 10'000 EUR Startgebot aufgerufen wird, aber für 48'000 EUR weggeht. Genauso kann es sein, dass du der einzige Bieter bist. Oder es gibt überhaupt keinen Interessenten und das Haus geht das nächste Mal für 5'000 EUR an den Start. Die Preise in deren Katalog sind also keineswegs unbedingt die Endpreise für eine solche Immobilie. Es macht daher wenig Sinn zu sagen: "Dort und dort gibt es einen Bauernhof für 20'000 Euros zu kaufen" (gilt für die Grundstücksauktionen). Bei den Angeboten in den Immo-Portalen kannst du meistens sogar noch 10-30% runterhandeln. Viele sind einfach froh, den Steinhaufen endlich vom Hals zu haben. [[zwinker]]

Grüße,
Prophet

Danke für den Einblick - Steigende Immobilienpreise vs Demographie

Kropotkin @, Sonntag, 22.02.2015, 16:11 vor 4028 Tagen @ DT 3885 Views

Was ich mich am meisten frage:

Demographisch ist Deutschland "erledigt".

Steigende Immobilienpreise kann ich mir eigentlich nur vor einer steigenden oder zumindest konstanten Bevölkerungszahl vorstellen.

Die ländliche Preisimplosion ist eine Folge des wirtschaftlichen und demographischen Kollaps.
Die deutschen Zentren sind erst einmal weder wirtschaftlich noch demographisch betroffen, allerdings würden mich hier einige Prognosen von euch interessieren.

Prof Adrian hatte jedenfalls in einem seiner Vorträge vor Immobilien aus besagten Gründen gewarnt.

Viele Grüße,
K.

Das ist absolut korrekt. Die Demographie in den ländlichen Regionen ist furchtbar. (mT)

DT @, Sonntag, 22.02.2015, 16:38 vor 4028 Tagen @ Kropotkin 4510 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 22.02.2015, 16:51

So muß es in Deutschland nach dem 30-jährigen Krieg 1648 oder nach der Pest ausgesehen haben.

Wenn man sich anschaut, welche Familien in unseren Dörfern angesiedelt waren, so findet man ab 1700 relativ konstante Namensverteilungen. Viele sind damals aus der Schweiz (u.a. Mennoniten, Hutterer, Hugenotten) oder Holland in ein mehr oder weniger verwaistes Land zugewandert.

Etwas ähnliches findet JETZT gerade wieder statt. Es ist absolut erschreckend und man kann praktisch dabei zuschauen oder es mit den Händen greifen, wie ganze Generationsfolgen, ganze Familien dabei sind, aus den Dörfern zu verschwinden. Vielleicht gibt es noch die ein oder anderen Kinder, aber dann leben die in Frankfurt, München, Hamburg, Stuttgart oder Berlin oder sind im Ausland. Wer auch nur ein paar Prozent Grips im Hirn hatte, hat Orte wie ich sie weiter oben genannt habe bereits von 20 oder 30 Jahren verlassen.

Die Politik hat es ganz bewußt versäumt, in diesen Regionen durch gezielte Steuererleichterungen für Ansiedelungen mittelständischer Industrie zu sorgen. Der Morgenthauplan mußte eben umgesetzt werden.

Was man in Dörfern dort sehen kann, ist ein ungeheuer rapider Verfall der Bausubstanz und der Dorfstrukturen. Ich war neulich bei einer Beerdigung im Saarland in einer dörflichen Region, und beim Essen danach mußte ich fast schreien. Die Leute, die man vor 25 Jahren noch beim 50. oder 60. Geburtstag gesehen hat, waren alle schon jenseits der 75, oder der 80, und NICHTS kommt hinterher. Viele Familien haben keine Enkel, die Kinder sind auch schon jenseits der 50, deren Kinder sind auch weg oder sie haben keine.

In den Dörfern hat sich seit 30 Jahren NICHTS verändert. Die Dreckshxxx, die uns an die Besatzer verkauft hat, hat dafür gesorgt, daß die unglaublichen Gewinne, die von den Firmen in den letzten 30 Jahren eingefahren wurden, NICHT beim dt. Volk angekommen sind, damit sie einmal ihre Häuser hätten renovieren können, die Dorfstrassen neu teeren oder pflastern, etc.
Man kann zusehen, wie ganze Straßen aussterben.

Und das wird sich fortsetzen in den nächsten 15 Jahren in den Neubaugebieten der 60er Jahre, in den ehemaligen "Speckgürteln". Häuser, die 1000m² Grundstücke und 200+ m² Wohnfläche haben, die aber mehr als 30-40 km von einer Metropole weg sind und ohne SBahnanschluß, werden leer stehen, genauso wie jetzt schon die großen Bauernhöfe in den Dörfern, deren letzten verbliebenen Rentnern eine Regenwasserabgabe von über 1000 EUR pro Jahr für die viel zu groß dimensionierte Kläranlage die Luft zum Atmen nimmt.

Wenn ich das sehe, daß eine Lufthansa einen Gewinn macht von 1 Mrd., ein Daimler einen Gewinn von fast 8 Mrd, daß aber Spohr und Zetsche trotzdem von Blackstone und den Kriminellen an der East Coast und CoL gezwungen werden, Sparprogramme ohne Ende aufzulegen, und ZWAR NUR, weil Asmussen dafür gesorgt hat, im Auftrag seiner Hintertanen, die Deutschland AG aufzubrechen, anstatt die DAX Firmen weiterhin in der Hand des dt. Volkes, der Lebensversicherten bei der Allianz usw. zu lassen, dann will ich nur noch schreien.

Die paar Gewinne, die vielleicht noch bei den Daimler und BMW Mitarbeitern ankommen (Daimler Mitarbeiter bekamen grade über 4000 EUR pro Nase Sonderbonus für 2014), die kann man sich dann im Stuttgarter und Münchner Raum an den neu renovierten Häusern anschauen, aber schon bei den Zulieferern, die im Umland sitzen, und deren Mitarbeiter 50 km und weiter weg wohnen und die pendeln, kommt schon nichts mehr an. Die sind genauso zu Hungerlöhnen gezwungen, und bei deren Häusern wird auch schon lange nichts mehr investiert.

Das ganze Geld fließt in die Taschen einiger weniger, zB VW Chef Martin Winterkorn mit über 10 Mio EUR, während VW Vorstände in den 90ern noch unter 1 Mio DM im Jahr verdient hatten. Und es fließt via massiver Steuern UND ABGABEN und via Konstrukte wie EURO, Griechenland, IWF, Bankbailouts direkt in die Taschen der Hintertanen, die damit Party feiern. Wie schon gesagt, Spanien, Irland und ein paar wenige haben ihre Infrastruktur klug aufgepeppt und auch für langfristige Effekte gesorgt, GR hat Party gefeiert, aber die Gelder sind größtenteils über den Atlantik gewandert und halten das entindustrialisierte England noch einigermaßen über Wasser und ebenso das bis auf die Küsten und die Detroit-Region deindustrialiesierte Amerika.

Die Häuser in diesen verlassenen Orten kann man vielleicht in der ersten Generation noch mit Syrern, Kurden, Armeniern, etc füllen, die erste Generation Rußlanddeutsche haben auch mit viel Fleiß einiges aufgebaut und renoviert, aber auch dort zieht die 2. Generation schon wieder weg.

Dabei wäre es so einfach: Steuerfreiheit für Gewerbeansiedlungen und niedrigere Einkommensteuer und Hebesätze bei Gemeinden ab 50 km außerhalb von Ballungsräumen, Anhebung der Pendlerpauschale, endlich die Abschaffung des ungeheuerlichen Finanzausgleichs und der Umlagen von den Kommunen zum Kreis, von dort zum Land und von dort zum Bund, und von dort direkt in die Taschen der Besatzer. Das war ein Werk der Schröder-Regierung, von da an ging es den Kommunen richtig dreckig.

Würde man das föderale und Subsidiaritätsprinzip ernst nehmen, was bis 1990 der Fall war, könnte das Ausbluten gestoppt werden. Aber das ist in dieser zentralistischen, oligarchichen EU Diktatur mit Zentralkopf Brüssel nicht gewollt und nicht vorgesehen.

Es ist eine Tragödie. Man schaut besser nicht hin, geht raus und macht die Augen zu. Fuck you, Besatzer. Fuck you, Morgenthau. Fuck you, Erika & Co. Die sitzt am warmen Ofen am Kupfergraben in Berlin, fußläufig von einer kaputten und ruinierten SBahn, ohne Kinder und Nachkommen. Nach ihr die Sintflut.

Was habt Ihr mit meinem Deutschland gemacht?

Wer noch nicht genug hat, schaue sich diese Links an. Wir reden hier vom WESTEN, von Hessen, von NRW, von SH.

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/hessen/weissenborn-wenn-ein-dorf-stirbt-11037206....
"Bewohnbare Häuser mit Grundstücken kosten hier 30.000 Euro"

http://www.bild.de/lifestyle/2012/bild-serie/varenholz-wir-bleiben-unserem-dorf-treu-27...

http://www.shz.de/lokales/sylter-rundschau/wenn-die-schule-stirbt-stirbt-auch-das-dorf-...

https://www.youtube.com/watch?v=B5xcr80yUyM

Alle Prognosen haben doch bisher versagt.

Durran @, Sonntag, 22.02.2015, 18:06 vor 4028 Tagen @ DT 3894 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 22.02.2015, 20:51

Ich wohne ja nun selbst fast im Mansfelder Niemandsland, obwohl es sicherlich auch seine Reize hat.

Allerdings möchte ich auf ein paar Dinge hinweisen.
Nachdem hier, etwa 30 Minuten von Jena entfernt, die Preise derart gesunken sind, dass selbst ich mir einen Bauernhof kaufen musste, so haben es andere auch getan.

Alternativ hätte ich in Nürnberg wohl 30 Jahre für die Bank gearbeitet.
Nun, ich habe damals einen neuen Job gefunden, arbeite nur noch in Teilzeit etwa 25 Stunden die Woche und lasse es mir gut gehen. Das Haus ist fertig und bezahlt, es gibt keine Kredite dafür.

Damals dachte ich mir schon, dass Wichtigste, was man braucht, ist schnelles Internet. Hier habe ich jetzt 50000VDSL und bin zufrieden.
Es gibt alles, was man braucht, angefangen beim Landambulatorium, Hausarzt,
Konsum usw. Bäcker und Fleischer kommen vor die Haustür, man hat Hühner, viel Platz und einen Bach am Grundstück.

Flugplatz Leipzig sind auch nur 80 km.

Aber nun das Erstaunliche. Es gab hier massiven Zuzug. Bei 240 Einwohnern im Dorf sind in den letzten 3 Jahren 24 Kinder zugezogen. Eben wegen der billigen Häuser. Gerade große Familien. Hier wird nichts aussterben.
Es steht nichts Wesentliches leer. Alles wird verkauft.
Klar, der Altersdurchschnitt ist hoch, aber es fällt irgendwie nicht auf.
Es gibt praktisch keine Ausländer. Auch nicht in den Schulen. Es werden ringsum neue Kindergärten gebaut. Fast in jedem Dorf ist ein Kindergarten.

Es gibt stündliche Verbindungen mit ÖPNV nach Weimar, Erfurt, und sogar Leipzig.

Meiner Frau ist nur wichtig, dass Zalando auch ins Hinterland liefert.
Das tun sie sehr schnell.

Von daher, alles nicht so eng sehen.

Wow. Das ist erstaunlich. (mT)

DT @, Sonntag, 22.02.2015, 18:17 vor 4028 Tagen @ Durran 4025 Views

Ich weiß von einem Dorf in Rheinland-Pfalz, ca 1800 Einwohner, dieses Jahr zum
ersten Mal seit dem 30-jährigen Krieg kein EINZIGES Konfirmationskind.

24 Kinder ist erstaunlich. Das begründet ja tatsächlich wieder einen Kindergarten und eine Dorfschule. Gott sei Dank werden die Lehrer im Mansfelder Land genauso bezahlt als wenn sie in Jena oder Erfurt wären, das ist noch ein Glück gegenüber den USA.

Nicht alles, was glänzt, ist Gold, aber..

Durran @, Sonntag, 22.02.2015, 18:58 vor 4028 Tagen @ DT 3734 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 22.02.2015, 20:55

...es tut sich etwas. Je billiger die Immos auf dem Land werden, je mehr zieht es hin. Der Boden war vor Jahren erreicht, nun steigt es moderat.
Aber es steht wenig leer. Vielleicht sollte man auch umdenken.

Ich hatte gerade ein interessantes Gespräch mit einem Aussiedler hier.
Der Mann war alt und etwas gebrechlich. Er züchtet hier indische Wasserbüffel. Mein Gott, was für Tiere. Selbst mein Schäferhund hatte Angst und hat sich zurückgezogen. Der Büffel wiegt 1 Tonne!!!

Er hat 10 Tiere. Er bekommt für so ein Tier etwa 1000 €. Was ist das für ein Preis? Das ist absolut nichts. Und spätestens dann, wenn wir wieder realistische Preise für normale Lebensmittel hier sehen, spätestens dann entscheidet der Nutzwert einer Immobilie und nicht mehr die Lage über den Preis.

Ich brauche einen Nutzgarten, Platz für Hühner und einen Stall. Platz für Heu und Stroh, Brennholz usw.

Und dann brauche ich auch wenig Geld. Ich esse heute immer noch meine eigenen Kartoffeln, eigene Eier und eigenes Fleisch. Was soll ich in der Stadt. Wenn ich Stadt haben will, dann fahre ich halt hin.

Und bezüglich des Mansfelder Landes - ist es nicht besser, ein wenig Abseits des Schusses zu leben? Dass diese Gesellschaft pervertiert ist, sich alle Werte verschoben haben und die Vernunft auf der Strecke geblieben ist, darüber dürften wir uns einig sein.
Ob dies für alle Zeiten so bleiben wird, sei dahingestellt.

Danke für deine Ansichten

Kropotkin @, Sonntag, 22.02.2015, 19:35 vor 4028 Tagen @ DT 3472 Views

Hi DT,

danke für deine Ausführungen.
Ich verstehe nicht, warum die meisten Leute die Probleme nicht sehen, nicht sehen wollen.

Permanente Hirnwäsche durch die Medien, die einen Daueraufschwung verkünden?
Meiner Meinung nach liegt die Ursache des Ganzen im Kannibalismus in der Gesellschaft. Jeder gegen Jeden, seit dem Kindergarten.

Das brennt sich ein, irgendwann ist man so abgestumpft, dass man sich über das Elend der anderen freut.

Für mich ist die Abwärtsspirale die Folge der "Konkurrenzgesellschaft".

Danke für deine Ausführungen!

Viele Grüße,
Kropotkin

Dabei wäre es so einfach

cassi @, Mitten in der EUdSSR, Sonntag, 22.02.2015, 19:56 vor 4028 Tagen @ DT 3592 Views

Dabei wäre es so einfach: Steuerfreiheit für Gewerbeansiedlungen und
niedrigere Einkommensteuer und Hebesätze bei Gemeinden ab 50 km außerhalb
von Ballungsräumen, Anhebung der Pendlerpauschale, endlich die Abschaffung
des ungeheuerlichen Finanzausgleichs und der Umlagen von den Kommunen zum
Kreis, von dort zum Land und von dort zum Bund, und von dort direkt in die
Taschen der Besatzer. Das war ein Werk der Schröder-Regierung, von da an
ging es den Kommunen richtig dreckig.

Bspl. Monheim/ Rhein

Der Ortsversteher
Daniel Zimmermann wurde mit 27 Bürgermeister in Mohnheim am Rhein. Was macht er anders als die Älteren? Und was macht das Amt mit ihm?

Aha, gibt nicht nur Putinversteher, sondern auch Ortsversteher! Vorsorglich gleich mal eins überziehen!

Zimmermann schaut zu Boden, als ihm plötzlich im Gewühl Ursula von der Leyen die Hand entgegenstreckt. »Wie viele Einwohner haben Sie in Monheim?« – »43.000«, sagt Zimmermann. »Da kommen schwere Zeiten auf Sie zu«, sagt sie. »Die Gewerbesteuer wird einbrechen. Glauben Sie mir, ich war selbst mal Bürgermeisterin.« (Quelle: beides http://www.zeit.de/2010/30)

Aha, die Universal-Dilettantin weiß mal wieder Bescheid!

Aber: Was nicht sein darf, kann auch nicht! Oder?

Bürgermeister von Monheim - der Steuerrebell

Wie ein Genie-Bubi es als Bürgermeister schafft, dass seine Stadt mit dem Geld auskommt – und wie er nun vom Staat dafür bestraft wird.

Seitdem prosperiert die Stadt, über der ein Geldregen niedergeht. Unter den aktuellen Top 20 der Gewerbesteuerzahler Monheims befänden sich immerhin elf Unternehmen, die sich erst nach 2011 dort angesiedelt hätten, berichtet Zimmermann stolz. (Quelle: http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/buergermeister-von-monheim-der-steuerrebel...

Die NRW-Kraft(-und-saftlos) sonderte auch schon ihr Gift dazu ab, genauso wie Peer-Schwein-im-Glück. [[kotz]]

--
Gruß ©
"Dummheit ist ein menschliches Privileg" (S. von Radecki)
"Versuche niemals in keinem System die herrschende Macht mit Vernunftgründen zu überzeugen." (@Meph)

Genau so, Cassi! (mT)

DT @, Sonntag, 22.02.2015, 21:56 vor 4028 Tagen @ cassi 3361 Views

Wenn die Tribute an die Besatzer, die sich auf über 250 Mrd EUR pro Jahr summieren, nicht wären, könnten auch bei uns Straßen, Schulen und Unis geflickt werden, die Schwimmbäder saniert und günstig betrieben, die Brücken und Bahnhöfe saniert, die Schuftenden der vergangenen Jahrzehnte würden eine ordentliche Rente bekommen, die E- und Wasserwerke wären noch in öffentlicher Hand und und und.

Während die Asylanten und Kulturbereicherer alles nachgeschmissen bekommen, die Mieten, die Heizrechnung, die Arztrechnung, selbst Renten und Krankenversicherung für die Oma in Kurdistan. Während ein deutscher Arbeiter, der sich 40 Jahre lang den Buckel krumm geschafft hat und mit 60 vom Schröder in Hartz IV geschickt wurde, ein Almosen bekommt. Der Schwanz soll ihm abfaulen, dem Drecksack! Und dem Namensgeber, der die brasilianischen Huren begattet hat, gleich mit.

Aber Asmussen und seine Verbrecherbande mußten ja unbedingt die Deutschland AG aufbrechen, alles mußte "privatisiert" werden, der größte Raubzug der Geschichte, Mehdorn und Grube haben die Bahn verschachern wollen und ruinieren sie doch, um ihren eigenen Geldbeutel zu füllen, und und und.

Es wäre soo viel Geld da. Das wäre keine Umverteilung von oben nach unten, sondern einfach nur eine faire Verteilung. Diejenigen, die hart schuften, sollen dafür auch keine extra Kiga und Kitagebühr zahlen, sie sollen mäßige Strom- und Wasserpreise haben, sollen günstig ins Schwimmbad können und und und. Natürlich verdienen dann keine Besatzerkonzerne und kein Blackrock dabei mit.

Auch würden die kommunalen Wohnungen nicht verscherbelt, wie zB die Liegenschaften der LBBW in Stuttgart für unter 1000 EUR pro qm oder die LG in NRW für einen Appel und ein Ei, an private "Investoren", die die Politiker mit einem Judaslohn bestochen haben.

So funktioniert ein soziales Gemeinwesen, zum größten Teil kann man das an der Schweiz noch sehen, wo diese Strukturen von den Besatzerheuschrecken noch nicht geknackt wurden.

Und das ganze geht mit highspeed weiter, Trojaner Schäuble und Dobrindt führen die Maut für alle ein, und mehr und mehr Autobahnen werden durch "PPP" Public Private "Partner"ships in Besatzerhand gebracht und können wie früher die Wegelagerer und Zöllner die arbeitende und mobile Bevölkerung ausplündern.

Was für Schwerverbrecher, die unser einstmals so freies Land komplett den Besatzern übereignen. Sie gehören vor ein Tribunal und danach gemäß der Schwere ihrer Judas-Verbrechen ihren gerechten Strafen zugeführt, allerdings nach Enteignung ihrer ganzen verbrecherischen Sippe, wie das vor allem auch bei den Bankstern der Fall ist. Was Verbrecher wie der Ortseifen, der Jaschinski, der Funke, der Joe, der Leusder usw. beiseite geschafft haben und wie die sich an der Allgemeinheit bereichert haben, das schädigt die Allgemeinheit auf Jahrzehnte und nachhaltig.

Deutschland ist das Problem

Leserzuschrift @, Montag, 23.02.2015, 12:28 vor 4027 Tagen @ DT 3192 Views

Hallo @DT,

Immer und immerwieder stimme ich deinen Ausführungen (teilweise sehr berechtigten "Schimpftiraden") vollumfänglich zu. Es ist oftmals eine Wohltat für mich, dass auch andere Menschen ähnlich denken wie ich selbst.

Die Fragen die - auch bei mir - dann immer wieder auftauchen sind folgende:
Wo ist der Hebel anzusetzen um wirtschaftlich und politisch in diese Richtung vorstoßen zu können?
Welche wirtschaftlichen und politischen Verwerfungen kämen auf uns zu, wenn wir in diese Richtung agieren wollten?
Welche Person oder Personengruppe soll für einen Vorstoß in diese Richtung prädestiniert sein?

Mein persönlicher erster Gedanke im Bereich des €-Problems ist immer: Nicht der Olivengürtel + Irland ist das Problem, sondern Deutschland ist das Problem. Zu Beginn des € war Deutschland der krake Mann Europas. Mittlerweile marschieren wir mit sieben Meilnstiefeln den anderen immer weiter vorraus. Wenn Deutschland als (in meiner Sicht) Problem die €-Zone verlassen würde und zur D-Mark zurück ginge, währen die wirtschaftlichen Schockwellen rund um den Globus zu spüren.
Dieses nur mal so als ein Beispiel.

Mit freundlichen Grüßen
H-4 Licht

Daß Deutschland das Problem gewesen sei (mT)

DT @, Montag, 23.02.2015, 12:58 vor 4027 Tagen @ Leserzuschrift 2983 Views

wurde von den MSM im Auftrag der Initiative NSM gebetsmühlenartig behauptet. Auch daß die Deutschland AG aufgebrochen werden müsse. Ich hab noch die Zeitungsartikel vom Ende der 90er.

Das hat nur den Boden bereitet, um eine neoliberale Umverteilung von unten nach oben und eine feudalistische Oligarchie zu installieren, die hauptsächlich der Ausplünderung dient.

Man muß sich mal "Confessions of an economic hit man" durchlesen und die Rolle des IWF bei Südkorea, Indonesien und den Tigerstaaten Ende der 90er anschauen.

Das wurde in den letzten 25 Jahren auch mit D gemacht und geht wohl bis 2099 weiter, wenn dann noch was übrig ist. Ich denke, in 2045/2050 ist der Käse gegessen, dann sind die meisten Babyboomer (bis zu 1.4 Mio Kinder pro Jahrgang der Jahrgänge 1955-1970) tot, der Rest ist nicht wirklich ausplünderbar.

DT

Verhaeltnis Miete-Kaufpreis / Einkommen-Kaufpreis

CalBaer @, Sonntag, 22.02.2015, 00:07 vor 4029 Tagen @ Sylvia 5590 Views

Damit die Preise weiter steigen koennen, muessten auch die Mieten entsprechend steigen, sonst macht es oekonomisch keinen Sinn, zu kaufen.

Das gleiche trifft auf die Einkommen zu. Sobald die Raten nicht mehr durch die Einkommen tragbar sind, kann man nicht kaufen, egal wie niedrig der Zinssatz ist. Die Banken schauen da genau hin.

Ob Mieten und Einkommen in einem deflationaeren Umfeld steigen koennen, ist fraglich.

Allerdings, derzeit ist der Investitionsnachfrage sehr hoch. Vor allem treibt Kapitalflucht die Immobilienpreise, nicht der reale Bedarf (niedriges Wirtschaftswachstum, niedriges Lohnwachstum, niedriges Bevoelkerunsgwachstum).

Die Kaeufer schauen vor allem auf die Preisentwicklung (Immobilien als Kapitalanlage). Sobald diese Erwartungen nicht mehr erfuellt werden, kann es crashen. Zudem ist das Renditepotential bei Mietobjekten begrenzt durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (z.B. Loehne). Investoren, die sich verkalkuliert haben, koennen pleite gehen. Dann kommt es zu Zwangsversteigerungen.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Zwangsversteigerungen?

Sylvia @, Sonntag, 22.02.2015, 00:20 vor 4029 Tagen @ CalBaer 5381 Views

Dann kommt es zu Zwangsversteigerungen.

Kommt das in der Praxis überhaupt noch in nennenswertem Ausmaß vor? Ich hab mal gehört Zwangsversteigerungen gibts fast nicht mehr.

Nach dem Platzen einer Blase sieht das anders aus

CalBaer @, Sonntag, 22.02.2015, 01:11 vor 4029 Tagen @ Sylvia 5432 Views

Zwangsversteigerungen kommen in Boom-Zeiten natuerlich kaum vor, weil es auf Grund steigender Bewertungen fuer den Kreditnehmer immer genug frisches Geld gibt. Nach dem Platzen einer Blase sieht das anders aus, die Banken drehen den Geldhahn zu und dann sind ein hoher Anteil am Markt zwangslaeufig Zwangsversteigerungen.

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Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
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DEN Immobilienmarkt gibt es nicht,

lowkatmai @, Sonntag, 22.02.2015, 10:50 vor 4028 Tagen @ Sylvia 4384 Views

wie schon gezeigt, gibt es Immobilien Abseits der wirtschaftlichen Zentren "fast" geschenkt.

Im Rhein-Main Gebiet z.B. werden für Reihenhäuser aus den 70er Jahren (Wucher-)Preise aufgerufen, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren.


Gruß l[[zwinker]]

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Wandere aus, solange es noch geht.