Bürgerschaft HH - Wahlbeteiligung 54% - Fassadendemokratie

XERXES @, Sonntag, 15.02.2015, 19:11 vor 4035 Tagen 6172 Views

Nicht einer der Vertreter der Blockparteien zeigt sich betroffen.

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“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Deswegen ist die PEGIDA friedfertiger Widerspruch der Nichtwähler!

Reffke @, Sonntag, 15.02.2015, 19:57 vor 4035 Tagen @ XERXES 5443 Views

https://www.youtube.com/watch?v=qIJAQlC_oy4&feature=youtu.be
Immer mehr Bürger sehen, daß sich ihre Interessen nicht mehr mit Parteiprogrammen decken
[image]
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/wahl/Live-Ticker-zur-Hamburg-Wahl,ticker130.html

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Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Zieht man alle ab, die abhängig vom (wiederzuwählenden) Staat sind, bleiben keine 20% übrig

Dirk-MV @, Punta Cana, Sonntag, 15.02.2015, 21:11 vor 4035 Tagen @ XERXES 4798 Views

Nicht einer der Vertreter der Blockparteien zeigt sich betroffen.

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Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.

Meinst du solche "Leistungsträger" wie Rechtsanwälte, Steuerberater, Ärzte und ähnliche?

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Montag, 16.02.2015, 00:22 vor 4034 Tagen @ Dirk-MV 4168 Views

Für die fleißige Wahlteilnahme solcher ohne den Staat gar nicht darstellbarer Berufsgruppen spricht, dass die FDP in Hamburg über die 5%-Hürde gekommen ist...

Gruß,
Phil.M.

Betroffenheit wegen der "Mischpoke"?

Rybezahl, Montag, 16.02.2015, 00:30 vor 4034 Tagen @ XERXES 4399 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 16.02.2015, 00:39

Stimmt nicht ganz.

Ich schätze 2/3 Mischpoke, 1/3 "Ist-mir-egal"-Leute.

Weißt du was ich glaube? Wir werden niemals eine Bundestagswahl in diesem aktuellen Staat mit weniger als 50% Wahlbeteiligung erleben.
Das ist quasi das Pendant zu den 99% Zustimmung in der DDR.

Kein Wunder

politicaleconomy @, Montag, 16.02.2015, 00:32 vor 4034 Tagen @ XERXES 4350 Views

Wenn nach 30 Jahren der antipolitischen und antistaatlichen Indoktrination das Volk alle Schuld allein in der Politik sucht und kein Interesse mehr an dieser hat, haben die eigentlich herrschenden (US-Großkonzerne, US-Finanzindustrie, US-Rüstungsindustrie, etc.) schon gewonnen:

- sie haben die Politik dazu gebracht, gegen die INteressen der Mehrheit des Volks zu machen:

- sie haben große Teile des Volks dazu gebracht, sich von aktivem politischen Engagement abzuwenden und sich ganz auf sich selbst und ihre private Welt zurückzuziehen, wo nur noch vor sich hingelitten und gemeckert und gehaßt wird - ohne Engagement für eine Veränderung, in dumpfer haßerfüllter Hoffnungslosigkeit

D.h. große Teile des Volks wurde KOMPLETT manipulierbar und funktionalisierbar für die Interessen der oben genannten Kartelle gemacht. TTIP is a case in Point.

Die Antwort kann nur sein: Re-Politisierung FÜR die Interessen des Volks. Da sind durchaus Koalitionen zwischen ganz rechten und ganz linken und wieder linken Parteien möglich, wenn der gemeinsame Feind identifiziert und über die Eroberung der Staatsmacht wieder in Ketten gelegt ist.

Interessante Grafik

Rybezahl, Montag, 16.02.2015, 01:52 vor 4034 Tagen @ Reffke 4270 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 16.02.2015, 02:07

[image]

Ich frage mich spontan, nach welchen Kriterien die Anordnung der farbigen Balken gestaltet wurde. Wird Grün dort politisch eingeordnet?

Grün mit einem Gipfel zwischen Gelb und Blau. Interessant, da sonst eine absteigende Linie zu bemerken ist (kontinuierliches Gefälle Rot -> Grau, wie erwähnt ist Grün die Ausnahme).

Oder ist das einfach nur ein kleiner "Brecher", um der Grafik etwas lebendiges, nicht-statisches zu verleihen, um eine gewisse Dynamik in's Auge zu bringen? Oder richtet sich die Anordnung an den Stimmen, die eine Partei zulegen konnte?

Man könnte aber auch einen gewissen weiteren Effekt unterstellen, mit Rot als Spitze und Grün als Gipfel. Wie Grün es da so hervorsprießt zwischen Gelb und Blau. Das sticht doch auch in's Auge. Und daneben die große, rote Säule. Rot-Grün. Voll geil.

Korrigierte Grafik

Rybezahl, Montag, 16.02.2015, 02:17 vor 4034 Tagen @ Rybezahl 4246 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 16.02.2015, 02:55

Nur zum Vergleich, hier die schnell korrigierte Grafik:

http://www.myimg.de/?img=hochrechnung9b6cc.jpg

Na, wie wirkt das? Wer will 'ne Gif-Animation daraus basteln? DIE wirkt! [[top]]

Lustiges Detail: plötzlich ist die Linke in der Mitte. Vorher war's die FDP. Na, die brauchen das ja aber auch sehr, gerade jetzt. Viel Liebe und Aufmerksamkeit.
Da kann mir doch keiner erzählen, dass das nicht auch seine Wirkung entfaltet im Rezipienten. Das sind doch keine Bilder mit neutraler Aussage - vielmehr soll bewusst etwas suggeriert werden, könnte man meinen!

Vorläufiges Ergebnis!

Reffke @, Montag, 16.02.2015, 03:42 vor 4034 Tagen @ Rybezahl 3963 Views

Nur zum Vergleich, hier die schnell korrigierte Grafik:

http://www.myimg.de/?img=hochrechnung9b6cc.jpg

Na, wie wirkt das? Wer will 'ne Gif-Animation daraus basteln? DIE wirkt!
[[top]]

Lustiges Detail: plötzlich ist die Linke in der Mitte. Vorher war's die
FDP. Na, die brauchen das ja aber auch sehr, gerade jetzt. Viel Liebe und
Aufmerksamkeit.
Da kann mir doch keiner erzählen, dass das nicht auch seine Wirkung
entfaltet im Rezipienten. Das sind doch keine Bilder mit neutraler Aussage
- vielmehr soll bewusst etwas suggeriert werden, könnte man meinen!

Hier das vorläufige Ergebnis, das erheblich abweicht:
[image]
Tatsächlich interessante Beobachtungen!

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SPD kann alles

Rybezahl, Montag, 16.02.2015, 03:52 vor 4034 Tagen @ Reffke 3704 Views

Die SPD kann mit allen koalieren. Aber wie die Grafik nahelegt, werden es wohl die Grünen werden. [[zwinker]]

Haeufig werden diese Grafiken einfach in Reihenfolge der Nummern auf dem Wahlzettel strukturiert. Ob in Hamburg auch? (oT)

CrisisMaven ⌂ @, Montag, 16.02.2015, 14:45 vor 4034 Tagen @ Rybezahl 2931 Views

- kein Text -

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Aha ... aber das "sah auffaellig aus" hat dennoch ein sozialwissenschaftliches "Nachgeschmaeckle" ...

CrisisMaven ⌂ @, Dienstag, 17.02.2015, 12:23 vor 4033 Tagen @ Rybezahl 2870 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 17.02.2015, 12:33

Wer sich selbst überzeugen will:
hamburg.de/bv-stimmzettelmuster/

DENN: es gibt genuegend Untersuchungen darueber, dass die Nennung bestimmter Auswahlalternativen in bestimmter Reihenfolge in sog. "Tests" zu unterschiedlichen Ergebnissen fuehrt (das koennen Multipl-Choice-Tests fuer das Basiswissen Volkswirtschaftlehre sein, aber auch einfache "Umfragen" zu Zigarettenmarken-Praeferenzen oder zur Frage "Todesstrafe ja oder nein?").

Hinsichtlich der Unmoeglichkeit pharmakologischer Blindstudien hatte ich einen aehnlichen Effekt schon skizziert.

Auf die Wahlzettel gewendet hiesse das ganz einfach: in einer wahren Demokratie (von der aber andere hier im Forum viel mehr verstehen als ich) wuerde man alle Wahlzettel zufallsgesteuert ("randomisiert") drucken. D.h. man haette GAR keine Listen-Nummern (nicht auf den Zetteln - im Antragsverfahren kann man das ja beibehalten). Stattdessen wuerde es genau gleich viele Zettel mit CDU "oben" geben wie mit "Linke", "Gruene" oder der "Oekologischen D...-Partei".

Die Zettel wuerden gemischt angeliefert und im Wahllokal in der Zufallsreihenfolge ausgehaendigt.

Und ja, jetzt muesste jeder "seine" Partei erstmal suchen.

Wuerde das die "Fehlerquote" erhoehen? Ja, geringfuegig. Dafuer wuerde eine andere, der starren Reihenfolge geschuldeten, die sich aber ab und zu aendert, wegfallen. Am Ende bliebe sie gleich. Die gibt es naemlich auch jetzt schon, weil sich Menschen in der Position taeuschen etc.

Und: man koennte durchaus erlauben, den Wahlzettel umzutauschen gegen Vernichtung des falsch ausgefuellten.

Im Wahlkampf George W.Bush vs. Al Gore gab es genau diese Probleme auch.

Meine Ansicht: in einer Demokratie sollte man gerade bei Abstimmungen, die ja deren (einziges) Rueckgrat sind (bis auf Demonstrationen derer, die sich nicht durchsetzen konnten), nichts dem Zufall ueberlassen, wenn man es denn ernst meinte mit der Demokratie.

Man koennte auch die Fuenf-Prozent-Huerde durch flexiblere Loesungen ersetzen, die denselben Zweck erfuellten, aber nicht bestimmte Kleinparteien "auf ewig" niederhielten.

Stattdessen hat man aber das demokratische Wahlrecht in den neunziger Jahren hinsichtlich Bundestagswahlen abgeschafft.

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Noch 'ne Antwort ... Position der Gruenen auf Quahlzettel und Statistik ...

CrisisMaven ⌂ @, Dienstag, 17.02.2015, 13:17 vor 4033 Tagen @ Rybezahl 2805 Views

www.hamburg.de/bv-stimmzettelmuster/

Eine Leserzuschrift teilt mir mit, dass die Gruenen zuvor noch als GAL (Gruen-Alternative Liste) angetreten waren.

Als Gruene sind sie daher "neue" Partei und daher ungewohnt weit hinten auf dem Wahlzettel zu finden.

Die GAL, das waren die, die man emphatisch besang ... (vgl. Elbfisch Zander).

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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Stimmt.

Rybezahl, Mittwoch, 18.02.2015, 16:28 vor 4032 Tagen @ CrisisMaven 2678 Views

Die nächste Frage, die sich mir stellte, war: nach welchen Kriterien wird die Reihenfolge der Parteien auf den Stimmzetteln festgelegt. "Zufällig"? Nach Alter der Partei (Antwort: nein)? Eigentlich stellen sich die Fragen aus meinem ersten Beitrag dazu erneut.

Da gibt/gab es verschiedene Systeme der Festlegung ...

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 18.02.2015, 16:49 vor 4032 Tagen @ Rybezahl 2741 Views

... habe aber keine Lust mehr, nachdem das demokratische Wahlrecht fuer zumindest den Bundestag in den Neunzigern abgeschafft wurde, zu recherchieren.

Und in 16 Landeswahlgesetzen mag es jeweils anders geregelt sein (oder nicht).

Die nächste Frage, die sich mir stellte, war: nach welchen Kriterien wird die Reihenfolge der Parteien auf den Stimmzetteln festgelegt. "Zufällig"?

Nein, nicht zufaellig (was ich ja befuerworten wuerde). Urspruenglich (d.h. bei der ersten Wahl) nach Einreichung der Listen mit den vollstaendig vorhandenen Mindestzahlen der Buerger-Unterstuetzer-Unterschriften.

M.E. haette da dann z.B. bei der allerersten Bundestagswahl die Kommunistische Partei auf Listenplatz 1 kommen koennen.

Fuer alle nachfolgenden Wahlen haengt es vom Abschneiden bei der vorausgegangenen Wahl ab (Bundeswahlleiter):

"... die Reihenfolge der nachfolgenden Landeslisten in der rechten Spalte des Stimmzettels richtet sich nach dem Zweitstimmenergebnis der einzelnen Parteien bei der letzten Bundestagswahl 2009 in dem jeweiligen Bundesland."

Wobei es wegen Direktkandidaten zu Verschiebungen kommen kann und wegen der unterschiedlich je nach Landesliste antretenden Parteien (und nochmal unterschiedlicher Direktkandidaten OHNE Parteizugehoerigkeit) z.B. 2013 zu insges. 299 unterschiedlichen Stimmzetteln im Bundesgebiet kam.

(Im obigen Link nachzulesen.)

Siehe auch Bayerische Staatszeitung:

"Über die Reihenfolge der Parteien auf den Wahlzetteln, die so genannten Ordnungszahlen, bestimmt der Leiter des Wahlausschusses."

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Landesrecht.hamburg.de

Rybezahl, Mittwoch, 18.02.2015, 17:05 vor 4032 Tagen @ CrisisMaven 2738 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 18.02.2015, 17:17

www.hamburg.de/bv-stimmzettelmuster/


Eine Leserzuschrift teilt mir mit, dass die Gruenen zuvor noch als GAL
(Gruen-Alternative Liste) angetreten waren.

Als Gruene sind sie daher "neue" Partei und daher ungewohnt weit hinten
auf dem Wahlzettel zu finden.

Die GAL, das waren die, die man emphatisch besang ... (vgl.
Elbfisch Zander).

Landesrecht.hamburg.de

"§ 27
Stimmzettel

(3) Die Reihenfolge der Wahlkreislisten richtet sich nach der Zahl der im Wahlvorschlag benannten Personen, die Reihenfolge der Landeslisten nach der Zahl aller in den Wahlkreislisten der Partei oder Wählervereinigung benannten Personen. Bei gleicher Personenzahl entscheidet die Zahl der Landesstimmen, die die Partei oder Wählervereinigung bei der letzten Wahl zur Bürgerschaft erreicht hat. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet die alphabetische Reihenfolge der Namen der Parteien oder Wählervereinigungen oder bei Einzelbewerbungen des Kennwortes."

Siehe auch §25 + §26. Daraus lässt sich ableiten, dass es sich um eine relativ kleine Partei handelt, die aber in Verhältnis zu den größeren Parteien mehr Stimmanteile aus der Bevölkerung erhält. Interessant!

Kurz und knackig: Die Parteien (oder Wählervereinigungen) nominieren Personen. Die Reihenfolge auf dem Wahlzettel richtet sich nach der Anzahl der Nominierungen. Im Falle der Grünen heißt das, es gab weniger Nominierungen, als bei SPD/CDU/Linke/FDP. Dafür aber mehr Stimmen für die nominierten Personen (der Grünen) aus der Bevölkerung als für FDP und Linke.

Nachbetrachtung

Rybezahl, Mittwoch, 18.02.2015, 21:18 vor 4032 Tagen @ Rybezahl 2643 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 18.02.2015, 21:38

Aus dem Gesagten ergibt sich für mich eine klare Tendenz dahingehend, dass die Balken der Parteien in Hamburg in solchen Grafiken automatisch dazu neigen, in absteigender Reihenfolge angeordnet zu werden. Ausnahmen bilden nur besondere Verwerfungen bzw. Ereignisse, oder die Gründung einer neuen Partei.

Sobald die Partei etabliert ist, neigt sie dazu, sich in die absteigende Reihenfolge einzuordnen. Das liegt einfach daran, dass die Größe der Partei dem Wählerpotential ungefähr entspricht, meine ich. Wenige Wähler = kleine Partei; viele Wähler = große Partei. Besondere Ereignisse können dann neue "Unordnung" in diesen allgemeinen Trend bringen.

Im Falle der Grünen gab es also - Vermutung - ein internes Aufräumen. Eine Umstrukturierung, etwas in dieser Art. Wo Köpfe rollen.

Grundsätzlich würde ich die Zufalls-Methode, die CrisisMaven vorschlägt, eher bevorzugen. Auch wenn die Methode in Hamburg ziemlich clever ist, so bietet sie doch auch Potential für subtile (wenn auch unbeabsichtigte) Beeinflussungen. Herdentrieb und so. Ein möglichst neutrales Wahlgesetz sollte nach dem Zufallsprinzip funktionieren, dem kann ich mich nur anschließen.

Andererseits steigt dann die Gefahr, dass Leute wie ich immer wieder behaupten, die Anordnung der Balken rufe eine gewisse Beeinflussung hervor.
Verdammt. Wie man es auch macht, man macht es falsch. [[freude]]

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