OT: Mal was Positives - Dieses Jahr jaehrt sich die Abschaffung der Sklaverei in den USA zum 150. Mal ...

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 12.02.2015, 17:18 vor 4037 Tagen 3677 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 12.02.2015, 17:22

Da man sich ja ueber meinen beginnenden Zynismus Sorgen macht, hier mal was uneingeschraenkt Positives: 1865, vor 150 Jahren wurde in den USA die Sklaverei abgeschafft.

Dem widmet auch die Welt heute einen rundum positiven Artikel:

"Der Gefangene wurde mit einem glühenden Schürhaken gequält. Die Folterknechte höhlten ihm die Augenhöhlen aus und pressten schließlich den Schürhaken durch den Mund die Kehle hinunter. Mit heißen Bügeleisen quälten sie ihr Opfer am gesamten Körper. Sie kastrierten den Mann, bevor er über einem kleinen Feuer langsam bei lebendigem Leib vor einer großen Menge an Schaulustigen verbrannt wurde."

Diese schlimmen Zeiten sind zum Glueck ueberwunden.

Dazu hat sicher auch der maessigende europaeische Einfluss beigetragen.

Von George Washington ueber seine Mitunterzeichner der Unabhaengigkeitserklaerung und US-Verfassung ueber Abraham Lincoln bis zu Franklin Delano Roosevelt haben viele US-Politiker vorbildlich sich gegen Folter und gegen Sklaverei eingesetzt. Immer wieder auch aus Europa behutsam ermahnt.

Diese Periode der Unterdrueckung und Marginalisierung von Mitmenschen liegt zum Glueck hinter uns!

Heute kann jeder frei demonstrieren oder sonst seine Meinung ausdruecken!

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Falsch, wurde erst im Februar 2013 rechtskräftig (Ratifizierung Mississippis am 16. März 1995)!

XERXES @, Donnerstag, 12.02.2015, 17:42 vor 4037 Tagen @ CrisisMaven 3305 Views

"Mississippi stimmte am 16. März 1995 als letzter Bundesstaat der Vereinigten Staaten der Unterzeichnung des Verfassungszusatzes zu. Da die Ratifizierung dem Kongress versehentlich nicht mitgeteilt wurde, wurde sie allerdings erst nach Bekanntwerden dieses Versehens im Februar 2013 rechtskräftig."

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“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Ah ... danke ... man lernt immer noch was dazu ...

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 12.02.2015, 17:49 vor 4037 Tagen @ XERXES 3122 Views

die Ratifizierung dem Kongress versehentlich nicht mitgeteilt wurde,

Hoffentlich liegt da nicht noch irgendwo eine Kriegserklaerung 'rum, die jemand versehentlich vergessen hat, zuzustellen.

Das wuerde ja manche Konflikte der letzten Zeit in ein weit besseres, weniger anruechiges, Licht ruecken.

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Es gibt da so einiges, was die USA nicht ratifiziert haben. Z.B. Genfer Konvention....

XERXES @, Donnerstag, 12.02.2015, 17:53 vor 4037 Tagen @ CrisisMaven 3236 Views

.....und Deutschland befindet sich im Status des Waffenstillstands mit seinem "Freund".

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“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Muss gar nicht Feindstaat sein, z.B. Niederlande....

XERXES @, Donnerstag, 12.02.2015, 17:55 vor 4037 Tagen @ Reffke 3258 Views

....wo sich die USA vorbehalten, US-Bürger auch mit Waffengewalt aus den Fängen des int. Gerichtshofes in Den Haag zu "befreien".

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“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Ein Leser widerspricht: Amendment bereits frueher inkraft getreten ...

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 12.02.2015, 19:13 vor 4037 Tagen @ XERXES 2997 Views

"Mississippi stimmte am 16. März 1995 als letzter Bundesstaat der Vereinigten Staaten der Unterzeichnung des Verfassungszusatzes zu.

Tinte war knapp ...

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Eine Leserzuschrift macht mich auf folgendes aufmerksam:

"...
https://en.wikipedia.org/wiki/Article_Five_of_the_United_States_Constitution

Die erfolgreiche Annahme eines Verfassungszusatzes in USA haengt von der Zustimmung durch die Legislativen von (derzeit) 38 Bundesstaaten ab*.

Mississippi mag die Mitteilung seiner Ratifikation verpennt haben, nur war die Verfassungsaenderung schon laengst in Kraft, auch in Mississippi.

*) Es existiert auch eine andere Methode, die allerdings bisher nur einmal beim 21. Amendmend angewendet wurde. Das zugleich auch das bisher einzige war, das ein anderes ausser Kraft setzte (https://en.wikipedia.org/wiki/State_ratifying_conventions)"

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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Mit der Nichtratifizierung hätte man (wie üblich in des USA) ein Exit-Argument gehabt! (oT)

XERXES @, Donnerstag, 12.02.2015, 20:05 vor 4037 Tagen @ CrisisMaven 2660 Views

Siehe Behandlung von Kriegsgefangenen......

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And meaning.”

Die Amis waren damit in christl.-westl. Welt verdammt spät dran

Dieter, Donnerstag, 12.02.2015, 18:51 vor 4037 Tagen @ CrisisMaven 2939 Views

Das allererste Land welches das Sklaventum/den Sklavenhandel verbot war?

und zwar schon 1761.

Damals handelten praktisch alle europ. Länder mit Sklaven, größtenteils kauften sie diese von den Arabern, die halt vor dem Ölboom das Einfangen und verkaufen von Schwarzafrikanern (falls sie es überlebten) als Geschäftsmodell hatten.

Gruß Dieter

Sklaverei ist ein Staatsbastard und in jedem Staat nachweisbar

Silke, Donnerstag, 12.02.2015, 19:26 vor 4037 Tagen @ CrisisMaven 3059 Views

bearbeitet von Silke, Donnerstag, 12.02.2015, 20:06

Gut, dass Du es ansprichst...

irgendwer hat mal gesagt, dass die US-Wirtschaft auf die Mexikaner angewiesen ist...
https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=Mexikanische+Sklaven
...jährlich 400 Tsd.- 1 Mio "Illegale".
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-05/usa-einwanderung-obama-elpaso

So wie in BRD auch genügend Sklaven zu finden sind.
http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/tausende-verkauft-sklaverei-in-deutschland,716...

Sklaven waren seit Zivilisationsstart neben Söldnern ein wichtiges Handelsgut.

Weltweit 21 Mio...
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-10/moderne-sklaverei-studie
https://zeitschrift-ip.dgap.org/de/article/getFullPDF/15452

Die 10 Länder mit den meisten Sklaven
https://www.youtube.com/watch?v=MTnX61kFKMw

Sklaverei,
http://de.wikipedia.orghttp://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei
Zwangsarbeit,
http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsarbeit
und Prostitution.
http://de.wikipedia.org/wiki/Prostitution

Danke für die Bereicherungen des Forums
Liebe Grüße
Silke

PS.
@Imperator hat mal gerechnet 89 % Steuern
knapp an der Sklaverei vorbeigeschrammt...
http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=386468
Ich denke er hat sich verrechnet - es sind mehr.

Steuern - das siehst Du falsch, die dienen Deiner Befreiung ...

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 13.02.2015, 12:48 vor 4037 Tagen @ Silke 2553 Views

... aus der Sklaverei!

Das sollte es Dir wert sein!

Steuern steuern, sonst wuerden wir ruder- und antriebslos dahinvegetieren. Wie die Bonobos. Die das ja bekanntlich mit dem Sex schamlos ueberteiben.

PS.
@Imperator hat mal gerechnet 89 % Steuern knapp an der Sklaverei vorbeigeschrammt...
http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=386468
Ich denke er hat sich verrechnet - es sind mehr.

Ja, erst ab 120% fuehlt es sich ueberhaupt erst an.

Steuern sind ein progressives Element staatlicher Wirtschaftslenkung!

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Auf den Papierkram würde ich nich viel geben

trosinette @, Freitag, 13.02.2015, 09:48 vor 4037 Tagen @ CrisisMaven 2644 Views

Guten Tag,

Da man sich ja ueber meinen
beginnenden
Zynismus
Sorgen macht

dann erlaube ich mir mal zu übernehmen.

Ein Historiker, der vorgibt, sich auszukennen – seinen Namen habe ich im Moment nicht auf dem Schirm – verglich das Verhältnis des Sklavenhalters zu seinen Sklaven mit dem damaligen Verhältnis von Eltern zu ihren Kindern. Und sicherlich gab es damals wie heute Kinderschänder.

Der 14. Zusatzartikel der Verfassung, der nach meinem Wissen in dieser Angelegenheit den entscheidenden Schritt auf Papier festhält, hat nicht viel bewirkt. Die Sklaven sind nicht massenweise in die Freiheit geflüchtet, sondern haben an Ort und Stelle unter den vorherrschenden Bedingungen weiterhin das gemacht, was sie vorher auch gemacht haben. Vielmehr führten erst wirtschaftliche Entwicklungen und Zwänge zu nennenswerten Veränderungen, die nur marginal durch den 14. Zusatzartikel determiniert waren.

Unser Bild vom Sklavenhalter wird vermutlich eher durch die Kinoleinwand geprägt. Da verkauft es sich natürlich besser, wenn dem Neger mit der Peitsche das Fleisch vom Rücken geschält wird. Mit diesen Bildern im Kopf kann man dann mit gutem Gewissen und gezücktem Smartphone aus dem Kino in die heile Welt treten. Apropos Smartphone: Wieviel Sklavenarbeit steckt eigentlich in so einem Stullenbrett? In Abhängigkeit von der persönlichen Perspektive bestimmt so zwischen 100 und 0%.

Wenn ich mich zwischen einem Baumwollfeld in den Südstaaten und einer Chip-Fabrik irgendwo in China entscheiden müsste, ich würde eher zum Baumwollfeld tendieren. Da kann man während der Arbeit wenigstes noch Gospels singen.

Noch ein kleine Detail-Story: Wenn während eines Sklaventransports zwischen Afrika und Amerika mal die Fressalien knapp wurden, wurde zuerst die Mannschaft bis zur Streckgrenze an der kurzen Leine gehalten, da das Hauptaugenmerk darauf lag, dass die Wahre unversehrt beim Kunden ankommt.

Und noch eine Kleinigkeit zu Thema: 10er-Pachken FRUIT OF THE LOOM T-SHIRTS 19,99 - dafür kannst du's nicht selber machen...

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

So viel ich weiß

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 13.02.2015, 10:18 vor 4037 Tagen @ trosinette 2623 Views

Wenn ich mich zwischen einem Baumwollfeld in den Südstaaten und einer
Chip-Fabrik irgendwo in China entscheiden müsste, ich würde eher zum
Baumwollfeld tendieren. Da kann man während der Arbeit wenigstes noch
Gospels singen.

aber kündigen kannst du nicht. [[freude]]

So viel ich weiß, ist die Arbeit in einer chinesischen Chip-Fabrik immer noch selbstgewählt.
Die Arbeiter müssen sich bewerben und können natürlich auch kündigen, wenn es ihnen zu viel wird.
Die bekannt gewordenen Selbstmorde bei den Chip-arbeitern (soll es übrigens bei den Sklaven sehr wenige gegeben haben, gibt es da Untersuchungen?) lassen sich wohl eher auf das Urschuldproblem zurückführen.
Wer bezahlt die Miete und das Essen für die Familie incl. Eltern, wenn sie ihre Arbeit kündigen?

Dieses Urschuldproblem haben Sklaven nicht, aber sie können nicht kündigen.
Das Urschuldproblem hat eher der Sklavenhalter, und darauf wird sich wohl auch ein Großteil der bekannten Brutalität gegenüber den Sklaven zurückführen lassen.

Dottore würde dem Vernehmen nach ein Kloster bevorzugen: Kein Urschuld-Problem, keine Brutalität, und kündigen kann man heutzutage im Notfall auch. [[zwinker]]
Nachtrag: Und natürlich keine Verantwortung für die Familie!!![[euklid]]

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

selbstgewählt

trosinette @, Freitag, 13.02.2015, 10:55 vor 4037 Tagen @ Mephistopheles 2557 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 13.02.2015, 11:24

Guten Tag,

So viel ich weiß, ist die Arbeit in einer chinesischen Chip-Fabrik immer
noch selbstgewählt.

Da gehe ich auch von aus. Es erinnert mich aber ein wenig an die Wahl zwischen Pest und Cholera, die hier hin und wieder thematisiert wird, wenn man den totalen Zivilisationskritikern vorhält, wieso sie nicht die Klappe halten und sich per Helikopter im Urwald absetzen lassen.

Ich habe das Gefühl, dass der Mensch mit der Freiheit des wählen Könnens sowieso irgendwie überfordert ist und man sich mehrheitlich für irgendwelchen Müll entscheidet. Dies gilt sowohl für die Materielle- als auch für die Ideenwelt.

Dottore würde dem Vernehmen nach ein Kloster bevorzugen

Gibt’s da WLAN? Als praktizierender Familienvater kenne ich die entscheidenden Fragen.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Nachtrag: Und natürlich keine Verantwortung für die Familie!!!

Nachtrag: Verantwortung für die Familie ist doch bei Menschen in ihrer natürlichen Umgebung sowieso Frauensache?! Im modernen Sinne ist mein Verantwortungsgefühl für meine Familie auch ohne Kloster schon total unterbelichtet. Zahnputzterror – Stichwort „Elmex Gelee“ - oder Nachhilfe in Schulangelegenheiten liegen mir total fern.

Sklavenarbeit??? Das war bezahlte Freizeit!

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 13.02.2015, 12:35 vor 4037 Tagen @ trosinette 2725 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 13.02.2015, 20:33

Ein Historiker, der vorgibt, sich auszukennen – seinen Namen habe ich im Moment nicht auf dem Schirm

Solche tendiert man zu vergessen, solche Namen.

– verglich das Verhältnis des Sklavenhalters zu seinen Sklaven mit dem damaligen Verhältnis von Eltern zu ihren Kindern.

Na, das sage ich, gerade fuer Deutschland, doch auch: das Schicksal heutiger Kinder gleicht dem der damaligen Sklaven. Da sind wir uns voll einig. Egal, wie der Historiker hiess.

Und sicherlich gab es damals wie heute Kinderschänder.

Na ja, heute wird das weniger geahndet, darum weiss man das jetzt nicht mehr so genau.

Der 14. Zusatzartikel der Verfassung, der nach meinem Wissen in dieser Angelegenheit den entscheidenden Schritt auf Papier festhält, hat nicht viel bewirkt.

Nein, das haben Verfassungen, die auf dem Papier stehen, so an sich. Da bewirkt Shades of Grey deutlich mehr.

Die Sklaven sind nicht massenweise in die Freiheit geflüchtet, sondern haben an Ort und Stelle unter den vorherrschenden Bedingungen weiterhin das gemacht, was sie vorher auch gemacht haben.

Ja, weil sie, wie die "Displaced Persons" in den befreiten Konzentrationslagern, sonst verhungert waeren.

Wenn ich heute alle Gefaengnisse der Welt oeffnete, wuerden die Leute auch erst fragen, ob draussen fuer sie gesorgt ist oder ob sie nicht wenigstens solange bleiben koennen, bis sie draussen Arbeit und Wohnung gefunden haetten.

Vielmehr führten erst wirtschaftliche Entwicklungen und Zwänge zu nennenswerten Veränderungen,

"wirtschaftliche Entwicklungen und Zwänge" sollen ja schon oefter zu Veraenderungen gefuehrt haben.

die nur marginal durch den 14. Zusatzartikel determiniert waren.

Ja, denn, wenn ich die Redefreiheit einfuehre und die Zensur per Verfassung abschaffe, aendert sich der Aufdruck auf dem Butter-Einwickelpapier nicht zwangslaeufig.

Unser Bild vom Sklavenhalter wird vermutlich eher durch die Kinoleinwand geprägt.

Meines war es durch Forschungen. Aber Du beginnst, mir die Augen zu oeffnen dafuer, warum mein Eindruck von dem anderer so abweicht.

Da verkauft es sich natürlich besser, wenn dem Neger mit der Peitsche das Fleisch vom Rücken geschält wird.

Kann ich bei "Gone with the Wind" jetzt nicht bestaetigen, aber das ist so wie mit Namen von Historikern, man vergisst leicht ...

Mit diesen Bildern im Kopf kann man dann mit gutem Gewissen und gezücktem Smartphone aus dem Kino in die heile Welt treten.

Ich habe weder

- ein gutes Gewissen

- noch ein Smartphone und

- gehe nie ins Kino.

Daher verlasse ich mich da ganz auf Deinen Augenzeugenbericht ...

Apropos Smartphone: Wieviel Sklavenarbeit steckt eigentlich in so einem Stullenbrett?

Ich glaube, das kann man mit dem Ding "googlen".

In Abhängigkeit von der persönlichen Perspektive bestimmt so zwischen 100 und 0%.

Ja, im Schnitt also 50%. Ich telefoniere daher nur halb so viel, da hab' ich dann ein reines Gewissen.

Wenn ich mich zwischen einem Baumwollfeld in den Südstaaten und einer Chip-Fabrik irgendwo in China entscheiden müsste, ich würde eher zum Baumwollfeld tendieren.

Ja. Zum Glueck sind die in den Suedstaaten nicht mit abgereichertem Uran ...

Da kann man während der Arbeit wenigstes noch Gospels singen.

Was natuerlich nie nicht dem Klischee von der Kinoleinwand entspraeche. Ich hatte ja auch mal so 'nen Backstage-Pass - da konnte ich die Leinwand von hinten sehen. Da gingen mir die Augen auf: es is' ja alles 180 Grad annersrum!!!

Noch ein kleine Detail-Story: Wenn während eines Sklaventransports zwischen Afrika und Amerika mal die Fressalien knapp wurden, wurde zuerst die Mannschaft bis zur Streckgrenze an der kurzen Leine gehalten, da das Hauptaugenmerk darauf lag, dass die Wahre unversehrt beim Kunden ankommt.

Ja, und dennoch sind da bis zu zwei Drittel in ihren Faekalien angekettet verreckt. Wie undankbar, bei der Ernaehrung. Und Frischluft. Na ja, da unten waren jetzt keine Filmteams zugelassen, wegen der Privatsphaere der Kabinen-Inhaber. Daher ist das jetzt schwer nachzupruefen.

Aber danke fuer den Beitrag, die Schicksale werden von den nachfolgenden Generationen meist viel schlimmer dargestellt, als die Betroffenen sie empfunden haben. Das geschieht, um von den heutigen Problemen der organisierten Arbeiterschaft abzulenken. Durchschaubares Manoever.

dafür kannst du's nicht selber machen ...

Meine grell-bunten selbst-gebatikten Shirts aus der Zeit der Musterung (wurde trotzdem nicht fuer schwul ausgemustert ...) habe ich heute noch ...

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Atomkraft | in English

Du hast natürlich recht, früher war’s beschissen

trosinette @, Freitag, 13.02.2015, 14:47 vor 4037 Tagen @ CrisisMaven 2461 Views

und manchmal will ich nur ein wenig kontroverse Unruhe stiften.

Guten Tag,

Da kann man während der Arbeit wenigstes noch Gospels singen.

Was natuerlich nie nicht dem Klischee von der Kinoleinwand entspraeche.

Wenn du, im Gegensatz zu mir, über jedes Thema forschend arbeitest bevor du dich äußerst, solltest du die Musikgeschichte nicht auslassen. Das Singen während der Arbeit entspricht nämlich keinem Klischee, sondern dem kleinen 1 mal 1 der Geschichte des Blues.

Da verkauft es sich natürlich besser, wenn dem Neger mit der Peitsche das Fleisch vom Rücken geschält wird.

Kann ich bei "Gone with the Wind" jetzt nicht bestaetigen

„The Butler“ wäre in der Tendenz noch so ein "etwas anderer" Film.


Über das Sklavendasein habe ich noch das folgende Zitat aufgegriffen. Angeblich aus „Die Geschichte von Suriname“ von Zutphen.

„Wenn die Sklaven nicht beaufsichtigt wurden, arbeiteten sie langsam und schlecht, führten die Aufträge nur halb aus, ließen das Vieh verwahrlosen, usw. In Übertretung der Regeln besuchten sie andere Plantagen, schwärmten nachts herum, veranstalteten Tanz- und Singfeste, auf denen nicht selten Spottlieder über die Weißen gesungen wurden.“

Das Zitat erscheint mir irgendwie hoch modern und erinnert mich an die Diskussion um die verluderten IT-Mitarbeiter: „Studenten entdecken Tausende offene Firmen-Datenbanken im Internet“. Klar, der IT-Mitarbeiter wird nicht ausgepeitscht und wenn ihm die Aufsicht des Managements nicht passt, steht es ihm frei zu gehen, nur wohin soll er gehen? Vorschläge, die über Hartz IV und über die Selbstständigkeit, in der man dann selber Aufseher spielen darf, hinausgehen, sind ausdrücklich erbeten!

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

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