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<title>Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht - Meine frühere Bewunderung hat stark gelitten</title>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/</link>
<description>yet another little forum</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Meine frühere Bewunderung hat stark gelitten (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Jazznow,</p>
<blockquote><p>Ich habe ihn immer gemocht, den streitbaren und unerschütterlichen, an die<br />
eigentliche Form der Demokratie glaubenden, einer der  letzten großen<br />
Intellektuellen mit der Verbindung an die Unrechtszeiten (er hat Dresden<br />
als Zeitzeuge überlebt) ohne moralische Überhöhung.</p>
</blockquote><p>Ging mir nicht anders, allerdings hat, wie bei Helmut Schmidt, meine frühere Bewunderung inzwischen stark nachgelassen.</p>
<blockquote><p>&quot;Fundamentale Weichenstellungen der Republik sind schon seit vielen<br />
Jahren himmelschreiend unsozial für die kommenden Generationen, unsere<br />
Kinder und Enkel, wegen des immensen Schuldenberges, den wir angehäuft<br />
haben.&quot;</p>
</blockquote><p>Wer ist wir? Die entrechteten, in jedem Sinne ihrer Stimme beraubten Bürger, oder nicht doch Regierende, Eliten, Banken, EU, Besatzer, Transatlantikimperium, Israel und einige sehr einflußreiche Lobbies mit vollem Durchgriff auf das deutsche Steuersäckel?<br />
 </p>
<blockquote><p>&quot;Es geht um etwas Selbstverständliches, Banales, nämlich endlich um die<br />
Einsicht, dass Deutschland schon lange chronisch krank ist, dass wir seit<br />
drei Jahrzehnten über unsere Verhältnisse gelebt haben und daher kräftig<br />
sparen, die Ansprüche aller Gruppen und Schichten eine Zeit lang<br />
reduzieren müssen.&quot;</p>
</blockquote><p>Wer ist wir? Wie Baring, ein Liberaler mit exclusiv angloamerikanischer Orientierung vorgeht, bekomme ich den Eindruck, er plädiert dafür, die geschundenen Deutschen weiter auszuquetschen, aber alle anderen ungeschoren zu lassen, wegen unserer Verantwortung vor der Geschichte und *den Verbrechen Hitlers*.</p>
<blockquote><p>&quot;Es festigt sich im Lande die Überzeugung, dass unser Parteiensystem, in<br />
welcher Farbkombination auch immer, den heutigen Herausforderungen in<br />
keiner Weise gewachsen ist und daher von der Krise verschlungen werden<br />
wird, wenn es nicht die Kraft zur durchgreifenden Erneuerung findet.&quot;</p>
</blockquote><p>Wer sagt, daß das Parteiensystem dazu da ist, Probleme zu lösen? Es gibt starke Hinweise, daß man das Gegenteil annehmen muß. Auf diesen ketzerischen und sich jeden Tag erneut bestätigenden Gedanken kommt man leider nicht, wenn man sich ausschließlich an Angelsächsischem und Henry Kissinger orientiert.<br />
 </p>
<blockquote><p>&quot;Wir müssen ernsthaft darüber nachdenken, ob die Verfassung von 1949 mit<br />
ihrer vorsichtig ausgeklügelten Machtverteilung nicht jede energische<br />
Konsolidierung Deutschlands verhindert.&quot;</p>
</blockquote><p>Wieso nennt er das Grundgesetz Verfassung und verliert keine Silbe über die Besatzerherrschaft?</p>
<blockquote><p>Ich glaube, daß die Deutschen sich überhaupt mit der Realität<br />
schwertun, daß sie sich am liebsten im Reich des Wünschbaren aufhalten.<br />
An vielen meiner Landsleute verdrießt mich seit langem, daß sie sich als<br />
bessere Menschen fühlen, indem sie â€“ in der Regel folgenlos â€“ edle<br />
Absichten verkünden. Wir haben Schwierigkeiten mit unserer eigenen<br />
Überlebensfähigkeit, arbeiten aber an Rezepten für die Welt.</p>
</blockquote><p>Diese Aussage hat bestimmt schon viele zum Schäumen gebracht, wenn sie von einem Tempradingsbums kam, der das mit der Romantik in Beziehung setzte und nicht dem erlauchten Professor Baring.<br />
 </p>
<blockquote><p>Ich halte es für gefährlich, daß Kohl die Bevölkerung bei einem<br />
Experiment dieser Art nicht offen über die Risiken aufklärt. Es gibt in<br />
allen drei Parteien Politiker, die hinter vorgehaltener Hand sagen: Bei<br />
einer Volksabstimmung kämen wir mit dem Euro nie durch. Es fragt sich, was<br />
diese Leute für ein Demokratieverständnis haben.</p>
</blockquote><p>Über die Risiken des Demokratismus (Lüge, Betrug, Raub, Krieg, Staatenzerstörung, Kulturvernichtung und Völkermord) wird die Bevölkerung noch weniger informiert als über die des Euro.</p>
<p>Das Demokratieverständnis der Politiker ist zu hundert Prozent richtig, das des in diesem Punkt deutsch-romantischen oder angloamerikanisch verpeilten  Arnulf Baring weist starke Defizite auf.</p>
<p>Der Euro ist ein Projekt jener Sphäre, die uns Baring so gerne als Vorbild präsentiert, Angloamerika. In Clarence Kirshman Streits 1938 erschienenem *Union now* wäre das nachzulesen. Die Videos Pierre Hillards, Alain Sorals und FranÃ§ois Asselineaus sowie diverse französische Internetseiten wären ebenfalls hervorragende Quellen, die man um Bernard Henri LÃ©vy und Jacques Attali erweitern könnte.</p>
<p>Ob Barings wirklichkeitsentfernte Anglophilie etwas damit zu tun hat, daß wir den Namen Baring mit City of London sowie Rothschild und Montefiore verbinden müssen (Edouard Drumont, La France juive, Paris 1886), weiß ich nicht, habe jedoch einen stillen Verdacht.</p>
<blockquote><p>Was ist, wenn die Sache<br />
schiefgeht â€“ und die Bevölkerung ist vorher nicht in die Haftung<br />
einbezogen worden? Eine Währung ist nicht nur Zahlungsmittel, sondern auch<br />
eine psychologisch heikle Sache. Wir Deutschen haben ja wenig gemeinsame<br />
Symbole; wir könnten möglicherweise auf Hymne, Fahne, Hauptstadt<br />
verzichten â€“ aber auf die Mark? Das Verschwinden der D-Mark kann eine<br />
tiefe Erschütterung auslösen.</p>
</blockquote><p>Interessiert keine Sau. Seit Benjamin Disraelis Unterhaus-Rede  vom 9. Februar 1871 ist klar, für England gilt: *Germany must perish!*<br />
 </p>
<blockquote><p>Die Ansicht, Europa werde die Nationalstaaten aufheben, ist nur hier<br />
verbreitet, in den anderen Ländern nicht. </p>
</blockquote><p>Hätte der Herr Professor nicht nur angloamerikanische Quellen herangezogen, hätte er gewußt, diese Tendenz gibt es in allen europäischen Staaten, auch Italien und Frankreich, aber mehr unterirdisch, verdeckt von einem zur Schau getragenen Risorgimento- und  Kikeriki-Patriotismus.</p>
<p>Diese Tendenz kann man auf 1717 zurückführen, Gründung der ersten englischen Loge, wo wir neben Rothschild einige bekannte Namen wiederfinden, oder 1789, der Revolution und den Menschenrechten.</p>
<blockquote><p>Europa hat keine Zeitung, die in<br />
allen Ländern in der jeweiligen Sprache gelesen würde, es gibt keinen<br />
europäischen TV-Kanal und daher auch keine öffentliche europäische<br />
Meinung. Wenn Sie Zeitungen in anderen Ländern lesen, bekommen Sie jeweils<br />
ein vollkommen anderes Bild der Welt. Die Mentalität der europäischen<br />
Völker ist nach wie vor außerordentlich verschieden. </p>
</blockquote><p>Europas Sprachen werden durch Englisch und Kanakgerülpse ersetzt, seine Kulturen, Eigenheiten und Völker im Rahmen der liberalkapitalistischen Massenimmigration beseitigt.</p>
<blockquote><p>Die deutsche Politik hat jahrzehntelang davon gelebt, daß sie Zuteilungen<br />
unter die Leute bringen konnte und Zustimmung zur Demokratie mit der<br />
Dankbarkeit für diese Zuteilungen erzielte. Heute ist die Politik so<br />
sprachlos, weil sie nicht mehr Zuteilungen, sondern Zumutungen den Menschen<br />
plausibel machen muß.</p>
</blockquote><p>Ich weiß, Herr Baring, Zumutungen für Deutsche, Vorteile für andere.<br />
 </p>
<blockquote><p>Baring wurde übrigens schon 1983 aus der SPD als langjähriges Mitglied<br />
ausgeschlossen...</p>
</blockquote><p>*Du hast es so gewollt, George Dandin, Du hast es so gewollt.*</p>
<p>Mit dem Ausschluß aus der wie die gesamte BRD-Demokratie am Nasenring USraels geführten SPD bekam der anglophile Arnulf Baring die Justice immanente zu spüren.</p>
<p>Tempranillo</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=482486</link>
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<pubDate>Mon, 04 Mar 2019 11:53:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Tempranillo</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Noch mehr bemerkenswerte Barings (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Danke Jazznow, für diese schönen Zitate. Muss man sich eigentlich einrahmen.</p>
<p>Hier noch ein paar mehr, die ich zusammengetragen habe.</p>
<p><a href="https://www.politplatschquatsch.com/2019/03/best-of-baring-unterwegs-in-die-ddr.html">Best of Baring</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=482468</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=482468</guid>
<pubDate>Mon, 04 Mar 2019 07:15:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>PPQ</dc:creator>
</item>
<item>
<title>In Memoriam Arnulf Baring...Bürger auf die Barrikaden!</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe ihn immer gemocht, den streitbaren und unerschütterlichen, an die eigentliche Form der Demokratie glaubenden, einer der  letzten großen Intellektuellen mit der Verbindung an die Unrechtszeiten (er hat Dresden als Zeitzeuge überlebt) ohne moralische Überhöhung. Nachfolgend einige Zitate aus <a href="https://web.archive.org/web/20131227033437/http://www.arnulf-baring.de/html-dateien/presse_buergeraufdiebarrikaden.htm">[link=http://]<strong>Bürger auf die Barrikaden</strong><br />
</a> vom <strong>19.11.2002</strong></p>
<p><em>&quot;Fundamentale Weichenstellungen der Republik sind schon seit vielen Jahren himmelschreiend unsozial für die kommenden Generationen, unsere Kinder und Enkel, wegen des immensen Schuldenberges, den wir angehäuft haben.&quot;</em></p>
<p><em>&quot;Es geht um etwas Selbstverständliches, Banales, nämlich endlich um die Einsicht, dass Deutschland schon lange chronisch krank ist, dass wir seit drei Jahrzehnten über unsere Verhältnisse gelebt haben und daher kräftig sparen, die Ansprüche aller Gruppen und Schichten eine Zeit lang reduzieren müssen.&quot;</em></p>
<p><em>&quot;Es festigt sich im Lande die Überzeugung, dass unser Parteiensystem, in welcher Farbkombination auch immer, den heutigen Herausforderungen in keiner Weise gewachsen ist und daher von der Krise verschlungen werden wird, wenn es nicht die Kraft zur durchgreifenden Erneuerung findet.&quot;</em></p>
<p><em>&quot;Wir müssen ernsthaft darüber nachdenken, ob die Verfassung von 1949 mit ihrer vorsichtig ausgeklügelten Machtverteilung nicht jede energische Konsolidierung Deutschlands verhindert.&quot;</em></p>
<p><em>Ich glaube, daß die Deutschen sich überhaupt mit der Realität schwertun, daß sie sich am liebsten im Reich des Wünschbaren aufhalten. An vielen meiner Landsleute verdrießt mich seit langem, daß sie sich als bessere Menschen fühlen, indem sie â€“ in der Regel folgenlos â€“ edle Absichten verkünden. Wir haben Schwierigkeiten mit unserer eigenen Überlebensfähigkeit, arbeiten aber an Rezepten für die Welt.</em></p>
<p>Auszüge aus einem <a href="https://www.focus.de/politik/deutschland/deutschland-sagen-sie-mal-arnulf-baring--_aid_163386.html">Interwiew im Focus</a> vom <strong>24.02.1997</strong> ,  geführt von <strong>Michael Klonovsky</strong> (sic!)</p>
<p><em>Ich halte es für gefährlich, daß Kohl die Bevölkerung bei einem Experiment dieser Art nicht offen über die Risiken aufklärt. Es gibt in allen drei Parteien Politiker, die hinter vorgehaltener Hand sagen: Bei einer Volksabstimmung kämen wir mit dem Euro nie durch. Es fragt sich, was diese Leute für ein Demokratieverständnis haben. Was ist, wenn die Sache schiefgeht â€“ und die Bevölkerung ist vorher nicht in die Haftung einbezogen worden? Eine Währung ist nicht nur Zahlungsmittel, sondern auch eine psychologisch heikle Sache. Wir Deutschen haben ja wenig gemeinsame Symbole; wir könnten möglicherweise auf Hymne, Fahne, Hauptstadt verzichten â€“ aber auf die Mark? Das Verschwinden der D-Mark kann eine tiefe Erschütterung auslösen.</em></p>
<p><em>Die Ansicht, Europa werde die Nationalstaaten aufheben, ist nur hier verbreitet, in den anderen Ländern nicht. Europa hat keine Zeitung, die in allen Ländern in der jeweiligen Sprache gelesen würde, es gibt keinen europäischen TV-Kanal und daher auch keine öffentliche europäische Meinung. Wenn Sie Zeitungen in anderen Ländern lesen, bekommen Sie jeweils ein vollkommen anderes Bild der Welt. Die Mentalität der europäischen Völker ist nach wie vor außerordentlich verschieden. <strong>Die Stärke dieses Kontinents ist eben die Einheit in der Vielfalt</strong>, und wir müssen, statt in visionäre Fernen zu schweifen, zunächst unseren eigenen Laden in Ordnung bringen. Unser Beitrag zur europäischen Konsolidierung besteht in unserer eigenen.</em></p>
<p><em>Immer, wenn ich höre, etwas müsse auf europäischer Ebene gelöst werden, weiß ich, es wird ein Alibi benutzt, um nicht selber handeln zu müssen. Natürlich haben viele gehofft, daß uns Europa Schwierigkeiten abnehmen würde, beispielsweise bei der Ausländereinwanderung, aber da das nicht in absehbarer Zeit passieren wird, müssen wir die Dinge eben für uns selber regeln. Deutschland zukunftsfähig zu machen, ist entscheidend â€“ nicht irgendwelche europäischen Träume.</em></p>
<p><em>Die deutsche Politik hat jahrzehntelang davon gelebt, daß sie Zuteilungen unter die Leute bringen konnte und Zustimmung zur Demokratie mit der Dankbarkeit für diese Zuteilungen erzielte. Heute ist die Politik so sprachlos, weil sie nicht mehr Zuteilungen, sondern Zumutungen den Menschen plausibel machen muß.</em></p>
<p>Baring wurde übrigens schon 1983 aus der SPD als langjähriges Mitglied ausgeschlossen...</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=482455</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=482455</guid>
<pubDate>Sun, 03 Mar 2019 20:38:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jazznow</dc:creator>
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