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<title>Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht - Sag mir wo die Blumen sind</title>
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<description>yet another little forum</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Sag mir wo die Blumen sind (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sag mir wo die Blumen sind,<br />
wo sind sie geblieben<br />
Sag mir wo die Blumen sind,<br />
was ist geschehen?<br />
Sag mir wo die Blumen sind,<br />
Mädchen pflückten sie geschwind<br />
Wann wird man je verstehen,<br />
wann wird man je verstehen?<br />
...<br />
Sag wo die Soldaten sind,<br />
wo sind sie geblieben?<br />
Sag wo die Soldaten sind,<br />
was ist geschehen?<br />
Sag wo die Soldaten sind,<br />
über Gräben weht der Wind<br />
Wann wird man je verstehen?<br />
Wann wird man je verstehen?<br />
...</p>
<p>Songtext vom US-amerikanischen Songwriter Pete Seeger. Von Max Colpet unter dem Titel &quot;Sag mir, wo die Blumen sind&quot; ins Deutsche übertragen.</p>
<p>Müssen wir den vielen Menschen in Somalia, Libyen, Syrien, Irak, Afghanistan etc. nicht dankbar sein, dass sie sich kostenlos als Waffentest-Dummies zur Verfügung stellen? <br />
Hängen nicht hunderttausende von Arbeitsstellen allein in Deutschland direkt oder indirekt vom Verkauf unserer Waffen ab?<br />
Was haben &quot;wir&quot; selber, d.h. unsere Eltern und Großeltern, unseren geflüchteten Landsleuten(!) aus den deutschen Ostgebieten an Wohlwollen entgegengebracht - im Sinne von &quot;Wir sitzen alle in einem Boot&quot;?</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=353380</link>
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<pubDate>Wed, 06 May 2015 08:51:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Leser68</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wir haben uns daran gewöhnt (vom Hinterbänkler inspiriert)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben uns daran gewöhnt, Experten zu vertrauen,<br />
wir haben uns daran gewöhnt, nicht in uns selbst zu schauen.<br />
Wir haben uns daran gewöhnt, die Fremden zu erhöhen,<br />
wir haben uns daran gewöhnt, uns selber nicht zu sehen.<br />
Wir haben uns daran gewöhnt, dass Sicherheit sehr recht ist,<br />
und wenn dafür die Freiheit leidet, dies nicht unbedingt schlecht ist,<br />
wir haben uns daran gewöhnt, die Reichen immer reicher â€“<br />
und da darüber kaum geredet, istâ€™s gleich und immer gleicher.</p>
<p>Wir haben uns daran gewöhnt, für Toleranz zu werben,<br />
vergessen sind dabei Geschichte, die Ahnen und die Erben.<br />
Wir haben uns daran gewöhnt, Fleischesser zu bedauern,<br />
und nicht zu sehn, dass sehr wohl auch Fleischlose mal â€žversauernâ€œ,<br />
bzw. sauer werden â€“ mit Fleisch und wohl auch ohne â€“<br />
es wird so gerne missioniert in selbstgerechtem Tone.</p>
<p>Wir haben uns daran gewöhnt, zu glauben wir wärn frei.<br />
Üns tätowiern, uns epiliern, doch was ist schon dabei?<br />
Die Freiheit, jung und stark zu scheinen, die kostet Zeit und Geld â€“<br />
und wer oft  diesem Drange folgt, ist nicht frei in der Welt.<br />
Wir haben uns daran gewöhnt, Demokratie zu loben,<br />
und exportieren sie metallisch â€“ aus Flugzeugen â€“ von oben<br />
fällt Bombenlast auf Bombenlast und bringt den Völkern Frieden â€“<br />
Afghanistan, Irak und Syrien, auch Jemen jetzt und Libyen.</p>
<p>Wir haben uns daran gewöhnt, manches nicht mehr zu denken â€“<br />
und denen, die uns raten: Macht dies! Zunächst Glauben zu schenken.<br />
Egal ob gegen Rassen, Frauen, Behinderte und Juden â€“<br />
ist hier ein Wort zu viel gesagt, so heisst es: Was willst DU denn?<br />
Du bist doch frei, zu kritisieren, zu sagen, was DU willst â€“<br />
Solange DU damit nicht etwa böse Triebe stillstâ€¦..<br />
Denn Kritik ist heut an manchen Stellen ein Ausdruck nur von Hass.<br />
Und zeigt Dein Wesen in diese Richtung, so rät dies Werk nur: Lass.<br />
â€”â€”â€”â€”â€”â€”<br />
Denn wir haben uns daran gewöhnt, mit schiefem Blick zu schauen,<br />
und Schlagworten genauso wie einst Schlägen zu vertrauen.<br />
Und kommt da einer und hebt an, was ganz anderes zu sagen.<br />
so scheint es uns als wolle dieser Mensch uns damit schlagen.<br />
Wir haben uns daran gewöhnt, potenziell krank zu sein.<br />
Und schmeißen uns daher auch gerne recht viel Tabletten ein.<br />
Egal ob Depression, ob Leid, ob Schmerzen oder Kummer,<br />
die einen werfen Pillen ein, die andern essen Hummer.</p>
<p>Wir haben uns daran gewöhnt, uns vor andern zu verbergen,<br />
und träumen davon, Riesen zu sein (und zählen uns zu Zwergen),<br />
die Wünsche werden mit den Jahren bei den Meisten immer kleiner,<br />
doch wird mit kleinen Wünschen auch der Mensch nicht immer feiner.<br />
Wir haben uns daran gewöhnt, die Glotze anzubeten,<br />
und farblich-bunt und laut und schrill die Stille abzutöten,<br />
so dass wir Stille nicht ertragen, wenn sie dann einmal da ist â€“<br />
ein Griff zu Smartphone/Fernbedienung â€“ damit es wieder klar ist.<br />
Wir haben uns daran gewöhnt, immer mehr abzustumpfen,<br />
Erbrochenes essen, immer mehr essen, und dabei zu versumpfenâ€¦<br />
Denn was ist vieles in den Medien heutâ€˜ andres als erbrochen?<br />
Ist Galle, unterdrückte Wut, ein Nagen wie an Knochen.<br />
â€”â€”â€”â€”â€”â€”<br />
Wir haben uns daran gewöhnt, die Sprache zu missbrauchen,<br />
und sind nun immer wenâ€™ger bereit, in Altes einzutauchen â€“<br />
so gehn dahin die Ahnen alle â€“ der Luther wie der Schiller.<br />
(Die Bild bildet derweil weiter Leute und warnt vor einem Killer).<br />
Wir haben uns daran gewöhnt, Verstand nicht einzusetzen,<br />
bzw. ihn manches Mal durch Gefühl zu ersetzen.<br />
Bei Tugce ist der Täter klar, bei MH 17 auch â€“<br />
Prüfung von Sachverhalten? Forensik? Ach was â€“ hier herrscht der Bauch.</p>
<p>Wir haben uns daran gewöhnt, die Kinder zu vergöttern,<br />
und machen sie zu unsern Freunden, zu Engeln, Wundern, Rettern,<br />
und dabei sind es â€“ KINDER nur, so wie wir auch mal warenâ€¦..<br />
und damals konnten sich UNSRE Eltern noch manchen Unfug sparenâ€¦..<br />
Wir haben uns daran gewöhnt, beobachtet zu werden,<br />
Big Brother Rundumüberwachung und überall auf Erden.<br />
Gefilmt zu werden, Selfies knipsen, was ist denn schon dabei?<br />
Und wieder ist ein Augenblick des Spürens grad vorbeiâ€¦..<br />
Wir haben uns daran gewöhnt, den Mammon anzubeten,<br />
und dafür â€“ wenn es nötig ist â€“ selbst Bestimmung abzutöten,<br />
denn GELD und MEHR und NOCHMAL MEHR, das ist der neue Götzeâ€¦<br />
und ihm nur immer nachzujagen - das ist die neue Krätzeâ€¦..</p>
<p>Wir haben uns daran gewöhnt, Zuwanderung zu begrüßen.<br />
Und sehen nicht wie andere Länder sich genau davor verschließen â€“<br />
Australier, Kanada, Neuseeland â€“ tun die Ausländer hassen?<br />
Wie kommts, dass Einwanderungsländer, die schlicht nicht zu sich lassen?<br />
Wir haben uns daran gewöhnt, den Kopf unten zu halten,<br />
bieten uns technische Geräte doch so viel hübsch Gestalten.<br />
Wir haben uns daran gewöhnt, auf Bildschirme zu stieren,<br />
den Nachbarn nicht zu grüßen und â€“ wenns sein muss â€“ zu prozessieren,<br />
ragt da ein Zweig aufs Grundstück rüber, machen die Kinder Lärm,<br />
regt sich die Kampflust in der Brust â€“ wir prozessieren gern.<br />
â€”â€”â€”â€”â€”â€”<br />
Wir haben uns daran gewöhnt, an soviel tausend Sachenâ€¦..<br />
Wir haben es uns abgewöhnt â€“ einfach herzlich zu lachen.<br />
Wir haben es uns abgewöhnt, den andern sehn zu wollen â€“<br />
Gelernt haben wir neu dafür das Stalken, Haten, Trollen.<br />
Die Sprache spricht nicht aus dem Herz, das Wesen ist verschüttet â€“<br />
Es ist ein dumpfer, tauber Schmerz â€“ das Sein, es ist zerrüttet.</p>
<p>Zerrissen in zigtausend Fetzen, wie Stille auch zerstörtâ€¦<br />
Ach, dass doch die, die gerne hetzen, sich selber mal gehört.<br />
Doch bleibt die Hoffnung beim Gewöhnen an all die schlechten Dinge â€“<br />
Es bleibt der Drang zum Guten, Schönen, zum Lachen und zum Singen.<br />
Und solange dies nicht vergeht, solange lohnt*s zu leben â€“<br />
Vergeben, was man Böses sieht, und lieben, teilen, geben.<br />
Das ist es.</p>
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<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=353369</link>
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<pubDate>Wed, 06 May 2015 06:17:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kurz_vor_Schluss</dc:creator>
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