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<title>Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht - ..die, die zentralbänkeln;-)</title>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/</link>
<description>yet another little forum</description>
<language>de</language>
<item>
<title>..die, die zentralbänkeln;-) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sali Rybezahl</p>
<blockquote><p>Wo ist der Passiv-Posten für die Münzen bei der ZB? </p>
</blockquote><p>Lass uns &quot;zentralbänkeln&quot;: (Hübsches Verb, finde ich;- )</p>
<p>Nur nicht zu weit suchen.<a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=345681">Du hast  es hier bereits richtig heraus gearbeitet</a>:</p>
<p><br />
Die ZB legt die Münzen simpel in ihre Kasse: Sie verbucht diesen Vorgang via.. </p>
<p>...a) ihr  Kasssa-Konto(ZB-Aktiven) bzw. </p>
<p>...b) erteilt Gutschrift via Girokonto des Staates (ZB-Passiv) und schickt ihm diese im Original und verbucht die Kopie davon. </p>
<p>(Fibu-Grundsatz der Belegpflicht: &lt;&lt;Kein Buchung ohne Beleg. Kein Beleg ohne Buchung&gt;&gt;</p>
<p><br />
Freundlicher Gruß<br />
Liated</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350985</link>
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<pubDate>Sat, 11 Apr 2015 08:15:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Liated mi Lefuet</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Zettelwirtschaft (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Liated mi Lefuet!</p>
<p>Danke für die Ergänzung. Das Thema Münzen lässt mich nicht los, schaue mir die verlinkten Beiträge heute Abend nochmal an. So langsam komme ich dahinter, was du da sagst. Ja! - Wo ist der Passiv-Posten für die Münzen bei der ZB? Die Münzen sollen ja eigentlich, laut dt. Münzgesetz, bei Bedarf wieder an den Bund zurückwandern.</p>
<blockquote><p>Â² Stichwort Bargeld abschaffen, wie offenbar vorgesehen in Schweden,<br />
Dänemark, Finnland. M.E. nicht ungefährlich: Alle könnten perfekt<br />
überwacht werden: Der Staat seine Bürger. Die Banken ihre Kunden. Und wer<br />
bewacht dann die Wächter? Aber das ist ja nicht unser Thema.</p>
</blockquote><p>Das ist ein Argument gegen die Abschaffung des Bargeldes, dem ich mich anschließe! Zahle selbst viel mit Bargeld.</p>
<p>Viele Grüße vom<br />
Rybezahl.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350926</link>
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<pubDate>Fri, 10 Apr 2015 10:47:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Rybezahl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Münzen und deren Clearing auf &quot;null&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sali Rybezahl</p>
<blockquote><blockquote><p>Eine Clearing Union verhindert Aufschuldung (Liateds Thema). Eine<br />
globaleCU wurde 1944 von den USA verhindert, jetzt aber wieder von den<br />
Chinesen,Dominique Strauss-Kahn, Varoufakis und anderen vorgeschlagen. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Das vorgeschlagene Szenario gleicht der Idee, das dt. Münzgesetz auf das<br />
gesamte Finanzsystem zu übertragen + Clearing der Einzelstaaten<br />
untereinander. <br />
Das sehe ich doch richtig, oder?</p>
</blockquote><p>Ja, könnte man so sagen.</p>
<p>Ich würde aber Deine Frage mit einem leicht abgeänderten Schumpeter ZitatÂ¹ präziser so beantworten: <em>Sie sollten das Geldwesen als gefährlich wucherndes, reines Clearingsystem begreifen (lernen), in dem Forderungen(+) und Schulden (-) gegeneinander  aufgerechnet und die wuchernden Salden zeitlich vorwärts getragen werden. â€žBargeldâ€œ-Zahlungen stellen darin nur eine weitere Variante des Clearings ohne heraus ragende Bedeutung dar.</em></p>
<p>Mit &lt;&lt;... - â€žBargeldâ€œ-Zahlungen als banale Variante des Clearings&gt;&gt; meine ich : Zahlte Herr oder Firma Maier vor 150 Jahren einen Barkredit von einer Zettelbank (--&gt;Emittent) bar zurück, clearte er seine Schulden (â€˜Forderung der Zettelbank an ihnâ€™) auf null und senkte die Notenmenge im Umlauf (â€˜Schulden der Zettelbank ggü den Besitzern von Bargeldnotenâ€™) entsprechend. Da aber die heutigen Zettelbanken (aka:  Zentralbanken) keine Geschäfte mehr mit dem Publikum abwickeln, ist dieser Clearing Fall relativ selten geworden. Man könnte ihn sogar ganz eliminieren: Stichwort Bargeld abschaffenÂ².</p>
<p>Für die Emission von <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=339570">Münzen gelten dieselben Fibu-Regeln bzw. müssten eigentlich laut Fachliteratur gelten</a>. Aber der Staat <a href="http://www.duden.de/rechtschreibung/foutieren">foutiert </a> sich seit vielen Generationen <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=304713">darum</a>: Was heute nicht  mehr so wichtig ist,  da die â€žBargeldmenge im Umlaufâ€œ vergleichsweise nur (noch) winzig klein ausfällt.</p>
<p>Freundlicher Gruß<br />
Liated</p>
<p>PS: </p>
<p>Â¹ Schumpeterâ€™s Originalsatz lautet: &lt;&lt;Es könnte vorteilhafter sein....(.)â€¦das kapitalistische Geldwesen als Clearingsystem zu betrachten, in dem Forderungen und Schulden gegeneinander aufgerechnet und die Differenzen vorgetragen werden â€“ so dass â€žGeldâ€œ-Zahlungen nur als Sonderfall ohne grundlegende Bedeutung auftreten.&gt;&gt;<br />
Quelle: Joseph A. Schumpeter, Geschichte der ökonomischen Analyse, [1954] 2009, S. 876</p>
<p><br />
Â² Stichwort Bargeld abschaffen, wie offenbar vorgesehen in Schweden, Dänemark, Finnland. M.E. nicht ungefährlich: Alle könnten perfekt überwacht werden: Der Staat seine Bürger. Die Banken ihre Kunden. Und wer bewacht dann die Wächter? Aber das ist ja nicht unser Thema.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350889</link>
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<pubDate>Thu, 09 Apr 2015 20:30:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Liated mi Lefuet</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Echt krass: christliches oder islamisches Natrium-Chlorid? ;-) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sali Bill </p>
<p>Ich habe mich gefreut über Deinen obigen Beitrag.</p>
<p>Ergänzend möchte ich noch ausführen: Wennâ€¦ </p>
<p> a) bspw.  jenen ca.  10Â´000 dezentral vernetzen Geschäfts-Banken auf dem Planeten vorgeschrieben wäre, ihre bilateralen Salden (--&gt;Salden aus dem dezentralem Clearing) einmal pro Jahren in einem Clearing House verrechnen zu lassen -sagen wir via CLS, New York- dann sänken weltweit schlagartig Guthaben und Schulden des Interbank-Sektors um Faktor 100Â¹. Also vom heutigen 2-stelligen Billionen-Bereich(10 hoch 14) in den vielen tieferen 3-stelligen Milliarden-Bereich. </p>
<p>b) Dagegen: Ein weltweites Netz-Werk  aus 200 ZBen,  zentral verknüpft  mit einem gCH = globalen Clearing House (wie es Keynes, Varoufakis usw. vorschwebt),  ergäbe noch einen viel dramatischeren Effekt: Ein solch zentral verknüpftes Netz aus 200-ZB &amp; gCH wiese  im Vergleich mit  dezentralen 10Â´000 GB-Netz ein viele günstigere Clearing-Quote (aka: Netting ratio) von etwa 1/707Â¹ auf. </p>
<p>Kaum nötig zu erwähnen, welche dieser Clearing-Netzwerk-Varianten einem Schwarzen Schwan am wenigsten â€žLandeflächeâ€œ böte.</p>
<p>Â¹Falls Du zu a) und b) mathematische Details wünschst: einfach nachhaken.  Nebenbei: <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=311240">(de)zentrale Netzwerke, hier bildlich dargestellt.</a></p>
<p>Eigentlich zeigt sich doch bei diesem Thema eine Tragödie des Homo Sapiens:  Die Natur-Gesetze beim Clearing sind m.E. unabhängig davon wirksam, ob (de)zentrales Clearing weltweit inâ€¦ </p>
<p>â€¦einer kommunistischen  *huch*;- ) </p>
<p>â€¦einer neoliberalen *ui-ui-ui* ;- )</p>
<p>â€¦einer weltweiten Hippie-Kultur *Mama mia.*; - )</p>
<p>stattfände. </p>
<p>Anders formuliert: Das globale Clearing House ideologisch zu bekämpfen / zu verteufeln,  halte ich etwa so â€žvernünftigâ€œ (um es höflich auszudrücken),  wie ein blutiger  Streit darüber, ob christliches  oder islamisches Natrium-Chlorid (aka: reines Kochsalz) besser, gesünder, giftiger, ketzerischer sei;- )</p>
<p>Freundlicher Gruß<br />
Liated</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350862</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350862</guid>
<pubDate>Thu, 09 Apr 2015 15:50:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Liated mi Lefuet</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Leider nicht (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Denn der Staat muss doch das Loch stopfen, das er verursacht hat. Und das - mit neu geprägten Münzen! Es führt kein Weg daran vorbei...</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350806</link>
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<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 23:58:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>Rybezahl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Die Einheit spielt keine Rolle, lass es von mir aus nur Zahlen sein! (oT) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[- kein Text -]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350805</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350805</guid>
<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 23:55:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>Rybezahl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Nö, Inflation für Gläubiger, gleichzeitig Deflation für Schuldner (oT) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[- kein Text -]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350803</link>
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<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 22:50:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wie meinst Du das? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi, </p>
<blockquote><blockquote><p>Eine Clearing Union verhindert Aufschuldung (Liateds Thema). Eine</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>globale</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>CU wurde 1944 von den USA verhindert, jetzt aber wieder von den</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Chinesen,</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Dominique Strauss-Kahn, Varoufakis und anderen vorgeschlagen. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Das vorgeschlagene Szenario gleicht der Idee, das dt. Münzgesetz auf das<br />
gesamte Finanzsystem zu übertragen + Clearing der Einzelstaaten<br />
untereinander. <br />
Das sehe ich doch richtig, oder?</p>
</blockquote><p>Beschreibe mal genau, was Du unter Clearing Union verstanden hast. Die hat mit Münzen nichts zu tun, sondern mit einer globalen Verrechnungseinheit. Ein Bedarf an Münzen oder Scheinen besteht da nirgends. </p>
<p>Gruß.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350801</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350801</guid>
<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 22:46:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Clearing on Top ... and down the pyramid? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Noch hierzu: <br />
 </p>
<blockquote><p>Denk mal an Mehrlings Hierarchy of Credit. Erst Restsalden auf einer Ebene<br />
machen überhaupt &quot;Geld&quot; als &quot;credit&quot; der nächsthöheren Ebene nötig,<br />
nicht wahr?  Wolfgang Stützel: &quot;Bei Gleichschritt von Käufen und<br />
Verkäufen entsteht gar kein nennenswerter Kredit- und<br />
Zahlungsmittelbedarf&quot; ... </p>
</blockquote><p>
 </p>
<p>Was nun, wenn von der Spitze der Kreditpyramide her systematisch Anreize für clearing gesetzt werden - also weder Positiv- noch Negativzins, sondern Positivzins für Schuldner UND Negativzins für Gläubiger? </p>
<p>Wie verändert dies die Handlungsstrategien der Wi-Teilnehmer &quot;down the pyramid&quot;? </p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=j09hpp3AxIE">An Tagen wie diesem</a> ... bei Fragen wie diesen ... sollte man dranbleiben.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350797</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350797</guid>
<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 22:37:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Clearing Unions (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi, </p>
<blockquote><p>Wenn weniger Salden offen stehen, die finanziert werden müssen verdienen<br />
die Banken weniger. <br />
[Sarkasmus]Das darf dann freilich keine Option sein.[/Sarkasmus]</p>
</blockquote><p>Bingo. </p>
<p>Denk mal an Mehrlings Hierarchy of Credit. Erst Restsalden auf einer Ebene machen überhaupt &quot;Geld&quot; als &quot;credit&quot; der nächsthöheren Ebene nötig, nicht wahr?  Wolfgang Stützel: &quot;Bei Gleichschritt von Käufen und Verkäufen entsteht gar kein nennenswerter Kredit- und Zahlungsmittelbedarf&quot; ... </p>
<p>Gleichschritt von Käufen und Verkäufen hieße beispielsweise global, daß alle Handelsbilanzen über längere Zeiträume hinweg im wesentlichen ausgeglichen werden. Ziel der ICU war es, genau dafür Anreize zu schaffen - und zwar symmetrisch auf Schuldner UND Gläubiger verteilte Anreize. Quasi Zins <strong>UND</strong> Negativzins gleichzeitig: Zins für Schuldner, Negativzins für Gläubiger (!!). Da merkt man auch sehr schön, wo die Verkürzungen des Hypes für &quot;Negativzinsen statt Positivzinsen&quot; (Gesellianer, &quot;Guthabenkrisler&quot; etc.) liegen ... und die grundlegendsten Fragen rund um Banken und Finanzierung stellen sich völlig neu und müssen aus der Perspektive dieser Möglichkeit neu durchdacht werden. </p>
<p>Keynes war mit dem Problem der Ungleichgewichte seit Versailles und den Reparationen mit diesem Problem beschäftigt (kurz beschrieben von Niko Kowall <a href="http://blog.kowall.eu/wp-content/uploads/standortwettbewerb.pdf">hier</a>, ab S. 11) und im Lauf der Weltwirtschaftskrise darauf gekommen, daß <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=330841">Ungleichgewichte den Frieden gefährden</a> könnnen. </p>
<p>Jetzt denk mal vom Standpunkt der Banken. </p>
<p><em>&quot;Je mehr offene Salden zu finanzieren sind, desto besser ... wie können wir für möglichst hohe offene Salden sorgen, deren Finanzierung wir dann übernehmen können?&quot;. <br />
</em><br />
Ist Gleichschritt gut oder schlecht für die Banken? Schlecht. Was ist gut? Kauf-/Verkaufs-UNgleichgewichte. Nicht nur auf der Ebene von Ländern - ganz generell. Worauf also werden die Banken hinwirken? </p>
<p>Das ist aber nur der Standpunkt des KREDITgeschäfts - Varoufakis erklärt ja schön, wer die größten ökonomischen Ungleichgewichte der Wi-Geschichte liebend gern finanziert und wie. Wie, Finanzzentrum Wall Street? Oooooch woher denn ... die sorgen doch nur für eine effiziente Ressourcenallokation, gell? </p>
<p>Varoufakis hat es begriffen ... dito Keynes, Kregel, etc. Von MMTlern oder Mehrling hört man diesbezüglich bezeichnenderweise nichts ... von &quot;debitisten&quot; meineswissens ebenfalls nicht (falls doch, bitte ich um Hinweise z.B. auf alte Postings des dottore). </p>
<p>Jetzt denken wir mal vom Standpunkt des INVESTMENTgeschäfts: </p>
<p><em>&quot;Je stärker die Kurse schwanken, desto größer die Gewinnmöglichkeiten ... wie können wir für möglichst große Kursausschläge sorgen? Hm ... Deregulierung der Finanzmärkte? Börsenboom erzeugen? Viele Leute zum Aktienkaufen bringen? Massenverhalten auslösen? Oh, Privatisierung der Altersvorsorge! Werte runter-hypen / -verkaufen und dann hoch-hypen / -kaufen? Oh ... Demographie-Hype? Der ließe sich da prima funktionalisieren ... da müssen wir was dafür tun, daß die Politik das &quot;einsieht&quot; ... schöner Auftrag für unsere Think Tanks ... &quot; </em></p>
<p>etc. etc. etc. </p>
<p>Nun zähle mal 1 und 1 zusammen. <br />
 </p>
<blockquote><p>Sooooo schwer sollte das eigentlich gar nicht sein... rein theoretisch. </p>
</blockquote><p>Die Theorie ist deswegen ja auch schon <a href="http://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik/Bankor">lang vorhanden</a> (dort Link zum Originaltext von Keynes) - und gut vergessen, seit man ihre praktische Anwendung erfolgreich verhindert hat. </p>
<p>Keynes zum in Bretton Woods von White (statt Keynes' ICU) durchgesetzten Plan - dem Bretton-Woods-System mit IWF und Weltbank, einem müden Abklatsch der Clearing Union, die wie das gesamte System von Bretton Woods die US-Hegemonie bewahren sollte: </p>
<p><em>&quot;Das ist kein Währungssystem mehr, sondern eine Kneipe, in der der Wirt seine Gäste verführt, mitzuhalten. Wer unangemessen nüchtern bleiben will, fliegt raus. Der beschwipste Wirt setzt ihn eigenhändig vor die Tür.&quot;</em></p>
<p>Na, wenn das mal nicht schön ausgedrückt ist. </p>
<p>Wilhelm Lautenbach zum Keynes-Plan: <br />
<em><br />
&quot;Daß man vom Keynes-Plan den Rückschritt zum Währungsfonds gemacht hat, scheint zu zeigen, daß die Vereinigten Staaten nicht gewillt sind, auf die Ausnutzung ihrer finanziellen Machtdisposition zu verzichten.&quot; (<a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=330887">Quelle</a>)</em></p>
<p>Hab das Konzept der Clearing Union aber erst in Ansätzen im Detail durchdacht, muß ich zugeben. Aber daß sich aus dieser Perspektive ganz grundlegende Fragen völlig neu stellen, ist mir schon klar. </p>
<p>Beispielsweise wäre klar, daß eine globale Clearing Union praktisch kein Eigenkapital bräuchte. Warum? Weil die globalen Salden sich per definitionem ja zu Null aufaddieren würden, somit Aktiva und Passiva der Clearing Union sich entsprechen würden ... </p>
<p>Wie genau wurde Keynes' ICU verhindert? Sehr schön kurz dargestellt von Massimo Amato und Luca Fantacci (Mailand): </p>
<p>Back to which Bretton Woods? Liquidity and clearing as alternative principles for reforming international finance.<br />
in: Maria Cristina Marcuzzo (Hrsg.): Speculation and Regulation in Commodity Markets: The Keynesian Approach in Theory and Practice. Rom 2010, <strong>S.225-242</strong><br />
<a href="http://mpra.ub.uni-muenchen.de/44131/1/MPRA_paper_44131.pdf">http://mpra.ub.uni-muenchen.de/44131/1/MPRA_paper_44131.pdf</a></p>
<p>Vortrag dazu von Fantacci, auf der Jahreskonferenz des International Network for Economic Research 2014:<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=FbJz6Rf5pGk">https://www.youtube.com/watch?v=FbJz6Rf5pGk</a> </p>
<p>Ähnlich auch bei Georg Zoche: WeltMacht Geld. </p>
<blockquote><p>Wieviel mehr als Ideologie und stupide, einzelwirtschaftliche<br />
(Klientel-)Interessenspolitik steht eigentlich zwischen diesem<br />
manisch-depressiven, positiv rückgekoppelten Irrsinn und einem<br />
architektonisch einigermaßen sinnvoll gebauten Finanzsystem?</p>
</blockquote><p>Alte Wahrnehmungsprobleme ... Interessen bestimmen die Wahrnehmung. </p>
<blockquote><p>Ich persönlich fange an deutlich klarer zu sehen!</p>
</blockquote><p>Wir nähern uns dem Kern der &quot;westl. Welt&quot; samt ihrer Geschichte. Und kriegen den Eindruck, daß das, was Keynes tatsächlich bewegte, mit dem, was gewohnheitsmäßig an ihm &quot;gebasht&quot; wird, recht wenig zu tun hat, weil das für Keynes sekundär war; und daß das, was ihn wirklich bewegt hat, lange Zeit komplett vergessen und verdrängt wurde (Kregel hat seinen bancor-plan erst 1988 ins Deutsche übersetzt - irre angesichts der Bedeutung gerade speziell für die deutsche Geschichte).</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350784</link>
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<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 21:27:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Treffender Betreff (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo pe,</p>
<blockquote><p>Hi, </p>
</blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><p>Konsequent wäre: </p>
<p>Entweder im Euro bleiben und die EU zu einem demokratischen und<br />
handlungsfähigen, wirtschaftspolitisch sinnvoll managbaren System</p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><p>einer</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><p>sozialen Marktwirtschaft ausbauen. Dafür fehlen Wille und Kompetenz</p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><p>bei</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><p>Merkel/Schäuble. </p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><p><br />
Sie setzen also voraus, dass die beiden könnten, wenn sie nur wollten,<br />
aber doch nicht können, weil sie nicht wissen, dass sie könnten?</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Merkel/Schäuble wissen nicht, wie es ginge. Ihre ökonomische Kompetenz<br />
geht gegen Null (Physikerin/Jurist). </p>
</blockquote><p>Wie was ginge?</p>
<p>Welche ökonomische Kompetenz?<br />
Geht's auch mit anderer, vielleicht sogar mit wissenschaftlicher?</p>
<blockquote><blockquote><p>Schaut man sich die letzten Dekaden der Europäisierung an, kann man</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>nur</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>wenig entdecken von einem Ausbau eines handlungsfähigen,<br />
wirtschaftspolitisch sinnvoll managbaren System einer sozialen<br />
Marktwirtschaft.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Weil sie über die letzten 3 Dekaden<br />
<a href="http://stephan.schulmeister.wifo.ac.at/fileadmin/homepage_schulmeister/files/EuroabwicklungDerFinaleSchrittInDenWirtschaftskrieg.pdf">von<br />
der falschen Ideologie geleitet</a> wurde (neoklassischer<br />
Marktfundamentalismus, made in Chicaco, USA und übernommen von<br />
Reagan/Thatcher/Schröder bis hin zu Merkels Perversion der &quot;marktkonformen<br />
Demokratie&quot;). Fuck that, wir brauchen demokratiekonformen Markt im<br />
Interesse der unteren 90%, nicht marktkonforme Demokratie im Interesse der<br />
oberen 1%. </p>
</blockquote><p>Falsche Ideologie? Falsch für wen?<br />
Gibt es eine richtige Ideologie? Vielleicht Ihre?<br />
Wie sieht die denn aus?</p>
<p>Ja ja, neoklassischer Marktfundamentalismus ist des Teufels.</p>
<p>Was ist denn marktkonforme Demokratie?<br />
(Demokratie = Herrschaft Weniger über den Rest!!!!)<br />
(Markt = Summe der Menschen, die Überschuss für sich erwirtschaften wollen)<br />
Was soll denn da konformiert werden?</p>
<p>Ahh, also ist demokratiekonformer Markt nicht des Teufels - also eine gute Ideologie. </p>
<blockquote><blockquote><blockquote><p>Oder konsequent im Alleingang aussteigen und einen eigenen Weg gehen.<br />
Dafür fehlt der Mut. </p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><p><br />
Warum Mut?<br />
Kein Land kann seinen eigenen Weg gehen, ohne souveräne</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Überzeugungen,</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>ohne potente Partner und ohne ein klares, der Bevölkerung</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>vermittelbares</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Ziel.<br />
Deutschland hat derzeit nichts davon, das wissen die diversen Köche</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>heute</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>und vergangener Zeiten.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Deutschland fehlt Strategie und volkswirtschaftlich kompetente Führung.<br />
Ein Land, das nach nach einem Sandkasten-BWL-Modell (&quot;schwäbische<br />
Hausfrau&quot;) geführt wird, leidet v.a. an einem: an Dummheit. </p>
</blockquote><p>Welche Strategie - politische, wirtschaftliche, soziale...?</p>
<p>Ja ja, eine der stärksten Volkswirtschaften wird als BWL-Modell geführt.<br />
Wissen das die Wirtschaftenden, machen die da mit? </p>
<p>Wenn Sie so gar keine schwäbische Hausfrau mögen, was dann?<br />
  </p>
<blockquote><blockquote><blockquote><p>Ich plädiere für ersteres.</p>
</blockquote></blockquote></blockquote><p>Na ja, mit dem Plädieren ist noch gaaarnichts erklärt und noch gargarnichts geändert.</p>
<blockquote><blockquote><p>Ja, aber selbst vom Paradies haben die dabei Beteiligten völlig<br />
unterschiedliche Auffassungen.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Daß 11 Fußballspieler 11 zu jedem Zeitpunkt unterschiedliche<br />
Perspektiven auf das Spielfeld haben, ändert nichts am allgemeinen<br />
gemeinsamen Ziel. Sondern es dient ihm.</p>
</blockquote><p>Das Beispiel kann ja nicht mal hinken - es ist völlig beinlos.</p>
<p>Vielleicht können Sie ja mit etwas Gehaltvollerem antworten.<br />
Zumindest hat der selbst gewählte Betreff zum Inhalt gepaßt.</p>
<p>Gruß<br />
KK</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350729</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350729</guid>
<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 16:17:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>KK</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Man könnte auch von exponentiell steigender Inflation sprechen... (oT) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[- kein Text -]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350709</link>
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<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 12:59:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Rybezahl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Clearing (edit) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo! </p>
<blockquote><p>Eine Clearing Union verhindert Aufschuldung (Liateds Thema). Eine globale<br />
CU wurde 1944 von den USA verhindert, jetzt aber wieder von den Chinesen,<br />
Dominique Strauss-Kahn, Varoufakis und anderen vorgeschlagen. </p>
</blockquote><p>Das vorgeschlagene Szenario gleicht der Idee, das dt. Münzgesetz auf das gesamte Finanzsystem zu übertragen + Clearing der Einzelstaaten untereinander. <br />
Das sehe ich doch richtig, oder?<br />
Dann hat der Staat aber eben doch ein Finanzierungsproblem und <em>muss</em> aufschulden bzw. nach einiger Zeit einen Schuldenschnitt vornehmen.</p>
<p><br />
========</p>
<p>Siehe: <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/m_nzg_2002/">Münzgesetz (MünzG)</a>.</p>
<p>(Eingekürzte Version des Â§6, Â§7 und Â§8 des MünzG:)<br />
Die deutschen Euro-Münzen und die deutschen Euro-Gedenkmünzen werden von denjenigen Münzstätten der Länder ausgeprägt, die sich dazu bereit erklären und die der Bund beauftragt. Die Deutsche Bundesbank bringt die deutschen Euro-Münzen nach Maßgabe der Bedürfnisse in den Verkehr. Zu diesem Zweck ist sie verpflichtet, die ausgeprägten Münzen vom Bund gegen Gutschrift des Nennbetrages zu übernehmen. Euro-Münzen und deutsche Euro-Gedenkmünzen*, die infolge längeren Umlaufs und Abnutzung an Gewicht oder Erkennbarkeit erheblich eingebüßt haben, werden von der Deutschen Bundesbank angenommen. Sie sind für Rechnung des Bundes einzuziehen.</p>
<p>Also:<br />
1. Bund beauftragt Münzstätten, Münzen zu prägen.<br />
2. BuBa muss Münzen des Bundes gegen Gutschrift des Nennbetrages der Münzen dem Bund gegenüber übernehmen.<br />
3. Bundesbank verteilt Münzen an Geschäftsbanken.<br />
4. BuBa nimmt &quot;alte&quot; Münzen für Rechnung des Bundes wieder zurück.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350705</link>
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<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 12:33:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Rybezahl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Doppelbingo! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hi, </p>
</blockquote><p>Hi PE,<br />
 </p>
<blockquote><p>Eine Clearing Union verhindert Aufschuldung (Liateds Thema). Eine globale<br />
CU wurde 1944 von den USA verhindert, jetzt aber wieder von den Chinesen,<br />
Dominique Strauss-Kahn, Varoufakis und anderen vorgeschlagen. </p>
<p><a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=345504">http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=345504</a> <br />
<a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=348348">http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=348348</a> </p>
</blockquote><p>und nötiger denn je!?!<br />
 </p>
<blockquote><p>Eine europäische CU gab es mit der europäischen Zahlungsunion schon in<br />
den 50er Jahren. Regionale Clearing Unions können sinnvoll sein, wie<br />
J<a href="http://www.levyinstitute.org/publications/emerging-market-economies-and-reform-of-the-international-financial-architecture-back-to-the-future">an<br />
Kregel zeigt</a>. </p>
</blockquote><p>Bingo!<br />
 </p>
<blockquote><p>Klar ist, daß das gegen die Interessen der Finanzindustrie geht, doch die<br />
müßte wie schon nach 1929ff. einfach wieder strikt reguliert und auf die<br />
Kreditvergabe an die Realwirtschaft zurückgeschnitten werden. </p>
</blockquote><p>Doppelbingo.<br />
Wenn weniger Salden offen stehen, die finanziert werden müssen verdienen die Banken weniger. <br />
[Sarkasmus]Das darf dann freilich keine Option sein.[/Sarkasmus]</p>
<p>Sooooo schwer sollte das eigentlich gar nicht sein... rein theoretisch. <br />
Wieviel mehr als Ideologie und stupide, einzelwirtschaftliche (Klientel-)Interessenspolitik steht eigentlich zwischen diesem manisch-depressiven, positiv rückgekoppelten Irrsinn und einem architektonisch einigermaßen sinnvoll gebauten Finanzsystem?<br />
Ich persönlich fange an deutlich klarer zu sehen!</p>
<p>Beste Grüße</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350704</link>
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<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 12:25:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>BillHicks</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Sehr gerne! + Link auf einen Vortrag von Prof. Kruse aus 2014 (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hi Bill!</p>
</blockquote><p>Hallo Heinz!</p>
<blockquote><p>Danke für den Link von Kruse <img src="images/smilies/top.gif" alt="[[top]]" /></p>
</blockquote><p>Sehr gerne, hier im Forum hatte ich kürzlich einen aktuellen Vortrag von ihm verlinkt: <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=348164">http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=348164</a><br />
Die Resonanz darauf war bisher gering. Vielleicht hast Du ja Lust Dir den Vortrag von ihm anzusehen und zu schreiben was Du daraus mitgenommen hast. Für mich war ein Aha-Erlebnis dabei. Viel Spaß beim Anschauen<img src="images/smilies/top.gif" alt="[[top]]" /> </p>
<p>Beste Grüße</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350700</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350700</guid>
<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 12:03:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>BillHicks</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kruse (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Bill!</p>
<p>Danke für den Link von Kruse <img src="images/smilies/top.gif" alt="[[top]]" /></p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350699</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350699</guid>
<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 11:34:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Heinz</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Aufschuldung vs. Clearing (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi, </p>
<blockquote><p>Ändert aber nichts am Aufschuldungsprozess, der<br />
Sicherheiten verlangt, was Ausbeutung der Erde bedeutet.<br />
Man müsste zusätzlich einen regelmäßigen Schuldenschnitt durchführen.<br />
Am Ende landen wir also wieder beim Jubeljahr.</p>
<p>Könnte schwierig werden, aber nichts ist unmöglich.</p>
</blockquote><p>Eine Clearing Union verhindert Aufschuldung (Liateds Thema). Eine globale CU wurde 1944 von den USA verhindert, jetzt aber wieder von den Chinesen, Dominique Strauss-Kahn, Varoufakis und anderen vorgeschlagen. </p>
<p><a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=345504">http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=345504</a> <br />
<a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=348348">http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=348348</a> </p>
<p>Eine europäische CU gab es mit der europäischen Zahlungsunion schon in den 50er Jahren. Regionale Clearing Unions können sinnvoll sein, wie J<a href="http://www.levyinstitute.org/publications/emerging-market-economies-and-reform-of-the-international-financial-architecture-back-to-the-future">an Kregel zeigt</a>. </p>
<p>Klar ist, daß das gegen die Interessen der Finanzindustrie geht, doch die müßte wie schon nach 1929ff. einfach wieder strikt reguliert und auf die Kreditvergabe an die Realwirtschaft zurückgeschnitten werden. <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Oder bist Du noch in der TINA-Trance, [...]?</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Ich weiß nicht was das heißt, aber danke, bin auf interessante Beiträge<br />
gestoßen. Solltest du meinen, ich wäre der Meinung, die Welt, wie sie<br />
ist, sei alternativlos, liegst du falsch. Ich denke, man muss die Umstände<br />
erkennen um Lösungen zu finden. Und die Vernunftwerdung der Menschheit<br />
muss stattfinden. Möglicherweise kommt Heute noch jemand, der die ganze<br />
Welt auf den Kopf zu stellen weiß (am Besten unblutig, das wäre mir sehr<br />
lieb).</p>
</blockquote><p>Dann sind wir uns ja in dem Punkt einig.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350687</link>
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<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 09:38:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Antwort (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der Staat hat die Steuerhoheit. Er finanziert sich, indem die Regierung<br />
ausgewählten Bevölkerungsgruppen die Pistole auf die Brust setzt: Geld<br />
oder Freiheit. Daraus resultiert seine Kreditwürdigkeit. Ist 1x1 des<br />
hiesigen &quot;debitismus&quot;, hat der dottore von Randall Wray und seiner<br />
<a href="http://books.google.de/books/about/Modern_Money_Theory.html?id=K3APzaggLo4C&amp;redir_esc=y">Modern<br />
Monetary Theory</a> übernommen: &quot;taxes drive money&quot;.  </p>
</blockquote><p>Das ist durchaus denkbar. Ändert aber nichts am Aufschuldungsprozess, der Sicherheiten verlangt, was Ausbeutung der Erde bedeutet.<br />
Man müsste zusätzlich einen regelmäßigen Schuldenschnitt durchführen. Am Ende landen wir also wieder beim Jubeljahr.</p>
<p>Könnte schwierig werden, aber nichts ist unmöglich.</p>
<blockquote><p>Oder bist Du noch in der TINA-Trance, [...]?</p>
</blockquote><p>Ich weiß nicht was das heißt, aber danke, bin auf interessante Beiträge gestoßen. Solltest du meinen, ich wäre der Meinung, die Welt, wie sie ist, sei alternativlos, liegst du falsch. Ich denke, man muss die Umstände erkennen um Lösungen zu finden. Und die Vernunftwerdung der Menschheit muss stattfinden. Möglicherweise kommt Heute noch jemand, der die ganze Welt auf den Kopf zu stellen weiß (am Besten unblutig, das wäre mir sehr lieb).</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350683</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350683</guid>
<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 09:07:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Rybezahl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Die (Pleite-)Banken werden für nur 1 € gekauft :-) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Rybezahl,</p>
<blockquote><blockquote><p>Dieses Mal sollten die wankenden Banken verstaatlicht werden: der Staat<br />
KAUFT die Pleitebanken für wenig Geld.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Mit welchem Geld denn zum Beispiel? Mit dem Geld der Steuerzahler?</p>
</blockquote><p>müsste europaweit wahrscheinlich über den ESM gehen. (Pleite-)Bank für (Pleite-)Bank. Deutschland, Österreich, Niederlande, ... können ihre Banken freilich auch selbst kaufen, wenn sie wollen. Manch anderer Nationalstaat in €pa hat die Option wohl nur dann, wenn die Banken tatsächlich für den sprichwörtlichen 1 € zu haben sind.</p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nick_Leeson">Leeson</a>, übernehmen Sie! (<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8886068.html">ING kaufte 1995 die Barings für 1 Pfund</a>)</p>
<p>Die Frage ist ob man so lange warten kann bis die Eigenkapitale tatsächlich ganz aufgebraucht, bzw. die Verluste groß genug sind oder ob aus Gründen des Produktivwirtschaftsschutzes erneut früher gehandelt wird.</p>
<p>Wo ist eigentlich der Politiker, der im Fall der Fälle zu den Herren der Bankrottokratie sagt: &quot;Gentlemen, you're out.&quot;</p>
<p>Frage: gibt es eigentlich ein live-taugliches Abwicklungsinstrument in Europa? Also im Sinne: man ist so gut aufgestellt, dass man Banken, die sich in Schwierigkeiten spekuliert haben in Gläubigerschutz gehen lassen kann ohne das System als Ganzes zu gefährden?<br />
Hat man die Bank erst mal in Gläubigerschutz kann man als Nationalstaat die equities sicher sehr günstig einsammeln.<br />
Dass GR sowas nicht hat nehme ich mal an. Aber z.B. D, GB, F usw. hätten doch genügend manpower.<br />
Also: gibt es dieses Instrumentarium?</p>
<p>Beste Grüße</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350661</link>
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<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 21:41:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>BillHicks</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Falsche Frage (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Staat hat die Steuerhoheit. Er finanziert sich, indem die Regierung ausgewählten Bevölkerungsgruppen die Pistole auf die Brust setzt: Geld oder Freiheit. Daraus resultiert seine Kreditwürdigkeit. Ist 1x1 des hiesigen &quot;debitismus&quot;, hat der dottore von Randall Wray und seiner <a href="http://books.google.de/books/about/Modern_Money_Theory.html?id=K3APzaggLo4C&amp;redir_esc=y">Modern Monetary Theory</a> übernommen: &quot;taxes drive money&quot;.  </p>
<p>Wir - die 90% - müssen dafür sorgen, daß die &quot;richtigen&quot; die Pistole auf die Brust gesetzt bekommen. Die Top 10%. </p>
<p>Oder ist Dir lieber, daß die unteren 90% den oberen 10% nicht nur ihren Reichtum, sondern auch noch ihre Pleiten finanzieren? </p>
<p>Oder bist Du noch in der TINA-Trance, erfolgreich gebrainwashed?</p>
<p>Vielleicht mal bei <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7zlzC_XMQzI">Ragnar Grimsson</a> reinschauen (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=DDexDNn6vSM">hier kürzer</a>).</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350660</link>
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<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 21:33:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Und die Steuerzahler haben ihr Geld von wem? (oT) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[- kein Text -]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350659</link>
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<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 21:26:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>Rybezahl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Voll daneben (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Dieses Mal sollten die wankenden Banken verstaatlicht werden: der Staat<br />
KAUFT die Pleitebanken für wenig Geld.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Mit welchem Geld denn zum Beispiel? Mit dem Geld der Steuerzahler?</p>
</blockquote><p>Mit welchem denn sonst?</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350657</link>
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<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 21:19:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Bullshit (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi, </p>
<blockquote><blockquote><p>Konsequent wäre: </p>
<p>Entweder im Euro bleiben und die EU zu einem demokratischen und<br />
handlungsfähigen, wirtschaftspolitisch sinnvoll managbaren System</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>einer</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>sozialen Marktwirtschaft ausbauen. Dafür fehlen Wille und Kompetenz</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>bei</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Merkel/Schäuble. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Sie setzen also voraus, dass die beiden könnten, wenn sie nur wollten,<br />
aber doch nicht können, weil sie nicht wissen, dass sie könnten?</p>
</blockquote><p>Merkel/Schäuble wissen nicht, wie es ginge. Ihre ökonomische Kompetenz geht gegen Null (Physikerin/Jurist). </p>
<blockquote><p>Schaut man sich die letzten Dekaden der Europäisierung an, kann man nur<br />
wenig entdecken von einem Ausbau eines handlungsfähigen,<br />
wirtschaftspolitisch sinnvoll managbaren System einer sozialen<br />
Marktwirtschaft.</p>
</blockquote><p>Weil sie über die letzten 3 Dekaden <a href="http://stephan.schulmeister.wifo.ac.at/fileadmin/homepage_schulmeister/files/EuroabwicklungDerFinaleSchrittInDenWirtschaftskrieg.pdf">von der falschen Ideologie geleitet</a> wurde (neoklassischer Marktfundamentalismus, made in Chicaco, USA und übernommen von Reagan/Thatcher/Schröder bis hin zu Merkels Perversion der &quot;marktkonformen Demokratie&quot;). Fuck that, wir brauchen demokratiekonformen Markt im Interesse der unteren 90%, nicht marktkonforme Demokratie im Interesse der oberen 1%. </p>
<blockquote><blockquote><p>Oder konsequent im Alleingang aussteigen und einen eigenen Weg gehen.<br />
Dafür fehlt der Mut. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Warum Mut?<br />
Kein Land kann seinen eigenen Weg gehen, ohne souveräne Überzeugungen,<br />
ohne potente Partner und ohne ein klares, der Bevölkerung vermittelbares<br />
Ziel.<br />
Deutschland hat derzeit nichts davon, das wissen die diversen Köche heute<br />
und vergangener Zeiten.</p>
</blockquote><p>Deutschland fehlt Strategie und volkswirtschaftlich kompetente Führung. Ein Land, das nach nach einem Sandkasten-BWL-Modell (&quot;schwäbische Hausfrau&quot;) geführt wird, leidet v.a. an einem: an Dummheit. <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Ich plädiere für ersteres.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Ja, aber selbst vom Paradies haben die dabei Beteiligten völlig<br />
unterschiedliche Auffassungen.</p>
</blockquote><p>Daß 11 Fußballspieler 11 zu jedem Zeitpunkt unterschiedliche Perspektiven auf das Spielfeld haben, ändert nichts am allgemeinen gemeinsamen Ziel. Sondern es dient ihm.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350656</link>
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<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 21:18:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Links, links, links, rechts, links (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dieses Mal sollten die wankenden Banken verstaatlicht werden: der Staat<br />
KAUFT die Pleitebanken für wenig Geld.</p>
</blockquote><p>Mit welchem Geld denn zum Beispiel? Mit dem Geld der Steuerzahler?</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350654</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350654</guid>
<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 21:04:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>Rybezahl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wofür fiskalische Stimuli? Wie mit den bankrotten Banken umgehen? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ergänzung: </p>
<blockquote><p>Fiskalische Stimuli werden kommen müssen und WERDEN<br />
kommen. Ist nur die Frage, in welcher Form und wofür. In den 30ern war es<br />
Kriegswirtschaft. </p>
</blockquote><p>Heute war es bisher nur Bankenrettung, die sich dafür mit dem Ausbau ihrer Macht bedankten und locker sogar die <a href="http://www.wifo.ac.at/jart/prj3/wifo/resources/person_dokument/person_dokument.jart?publikationsid=47272&amp;mime_type=application/pdf">Einführung einer Finanztransaktionssteuer (die nach 2008 in aller Munde war) abbogen</a>. </p>
<p>Roosevelt hatte 1933 dagegen sofort die Banken reguliert (Trennbankensystem, Glass-Steagall-Act, den Clinton kippte, paar Jahre später kam konsequenterweise der Kollaps des Finanzsystems). </p>
<p>Die nächste &quot;nötige Bankenrettung&quot; kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. </p>
<p>Wie sollte man vorgehen? </p>
<p>Dieses Mal sollten die wankenden Banken verstaatlicht werden: der Staat KAUFT die Pleitebanken für wenig Geld. Wenn der Steuerzahler zahlt, soll er auch mitreden dürfen, was mit den Banken passiert. Die Banken werden rekapitalisiert, die Pleitemanager entlassen, es wird ein Trennbankensystem und eine Finanztransaktionssteuer eingefürt, und der Staat verkauft die rekapitalisierten Banken wieder - mit Profit zugunsten der Steuerzahler. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7zlzC_XMQzI">Islands Vorgehen</a> kann als Modell dienen, von dem man lernen kann. </p>
<p>Der fiskalische Stimulus (New Deal) sollte in einen Marshallplan für die Südländer fließen, geknüpft v.a. an die Bedingung juristischer Reform: Einführung eines verläßlichen Privatrechts und Steuerrechts. Weiterhin in massive Investitionen im Infrastruktur- und Bildungsbereich sowie im Forschungs- und Entwicklungsbereich für Gesamteuropa. Spezielle Mittel müssen für die Entwicklung einer zureichenden politischen Ökonomie bereitgestellt werden. </p>
<p>Finanziert werden sollte dies über die europäische Investitionsbank (wie von Varoufakis/Holland/Galbraith in ihrem <a href="http://www.amazon.de/Bescheidener-Vorschlag-zur-L%C3%B6sung-Eurokrise/dp/3956140516/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1428439208&amp;sr=8-1&amp;keywords=varoufakis+bescheidener+vorschlag">bescheidenen Vorschlag</a> beschrieben). </p>
<p>Das nur als kleinen Einblick in die Fülle von Maßnahmen, die eine <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=350595">sinnvolle alternative Strategie für Europa</a> beinhalten könnte.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350653</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350653</guid>
<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 20:54:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>4. Trivialisieren (edit) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte mal behaupten, es wird in der Hauptsache trivialisiert in der Form, dass man glaubt, die Sparpolitik biete mehr als Verelendung, Rezession und Deflation.</p>
<p>Also zum Beispiel wird schlicht behauptet: &quot;Nein wir brauchen uns gar nicht mit unserer Lebensgrundlage beschäftigen, die schützen wir ganz automatisch, wenn wir einfach nur weniger Ausgaben haben.&quot;</p>
<p>Aus meiner Sicht gibt es genau zwei Wege:<br />
1. Schneller Schulden machen<br />
2. Schuldenschnitt</p>
<p>Im Moment wird Sparpolitik favorisiert, zugleich werden Kredite gewährt. Das federt den Abschwung ab und verteilt ihn auf den Rest der EU. Der Vorstoß Griechenlands, einige Reformen (vorläufig) rückgängig zu machen, dürfte einen weiteren Abfederungseffekt haben.<br />
Jetzt kommt es darauf an, ob sie bei anderen Schuldenmachern Schulden machen dürfen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350640</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350640</guid>
<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 18:26:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>Rybezahl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Lernen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Bill, </p>
<blockquote><p>3. Rationales Durchdringen, Verstehen über die Details - Sind wir seeehr<br />
stolz darauf in unserer Kultur. Leider für Komplexität ebenfalls<br />
ungeeignet, sorry. Da würden wir mit Details studieren niemals fertig...</p>
</blockquote><p>Versuchen, unterschiedlicher Detailaspekte und der Struktur des Ganzen rational zu durchdringen = Lernen/Üben. Aufbau innerer Komplexität und Differenzierung (von Wahrnehmung, Bedürfnissen und darauf basierenden Handlungsstrategien).</p>
<blockquote><p>4. Trivialisieren - also zum Beispiel schlicht behaupten: &quot;Nein wir<br />
brauchen uns gar nicht mit unserer Lebensgrundlage beschäftigen, die<br />
schützen wir ganz automatisch, wenn wir einfach nur den CO2 Ausstoß<br />
verringern.&quot;<br />
Und wer's glaubt wird seelig. Ganz bestimmt.</p>
</blockquote><p>Klammern ans Ideologiegerüst - gibt Stabilität, beschränkt aber die Lernmöglichkeiten auf das, was das Ideologiegerüst zuläßt. </p>
<blockquote><p>Fazit: Trivialisieren hilft auch nicht, dabei wird die Komplexität<br />
nämlich gerade zerstört und verunmöglicht so sinnvolle Entscheidungen.</p>
</blockquote><p>Meister ihres Fachs können beliebig differenzieren, kennen aber den für das jeweils vorliegende Problem/Ziel nützlichste Auflösungsgrad (der weder zu sehr vereinfacht noch zu sehr in die Details geht). Deshalb können sie effektiv und elegant handeln. Sei es nun ein Handwerksmeister, ein Meister der Improvisation an seinem Instrument, oder ein Meister eines anderen Fachs. </p>
<blockquote><p>5. Emotionales Bewerten, intuitives Agieren<br />
Durch Erfahrungen, die sich aufgebaut haben durch eine lange<br />
Lerngeschichte am Rande der Überforderung, sind wir in der Lage<br />
Komplexität durch Musterbildung, die jenseits des individuellen rationalen<br />
Verstehens liegen, zu reduzieren. Hoppla!<br />
[Quelle: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=m3QqDOeSahU">Peter Kruse<br />
über steigende Komplexität</a>]</p>
</blockquote><p>Nun, die Qualität und Angemessenheit der Handlungen, die daraus resultiert, hängt von der Lerngeschichte ab. Wer nicht geübt und gelernt, sondern hauptsächlich ideologisiert hat, hat keine Handlungsfähigkeit aufgebaut. </p>
<p>Dummheit ist dadurch definiert, schon einmal gemachte Lernerfahrungen auf eine ähnliche Situation nicht anzuwenden, sondern dieselben Fehler von &quot;damals&quot; zu wiederholen. Das findet seit 2008ff. - mit gewissen Einschränkungen - statt (kurzfristig hat man im groben &quot;richtig&quot; reagiert - allerdings, indem man das zugrundeliegende Problem nicht gelöst, sondern per Banken-Bailout perpetuiert hat - außer in Island). </p>
<p>Die Theorie in der Mehrheit der Köpfe ist wieder dieselbe wie in den 20ern/30ern. <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>für Europa ist es der worst bet,<br />
denn seine Krise wird sich nicht von selbst erledigen, sondern es<br />
implodieren lassen.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Bisher herrscht in Europa ganz sicher 2. vor. Es wird fleißig<br />
ausgeblendet. Sicher, es wird auch ein bißchen rumprobiert (1.), wenn es<br />
ganz akut wird (wie z.B. im Mai 2010), zwischendurch vielleicht ein<br />
bißchen Trivialisierung (4., &quot;Die faulen Griechen sind schuld, wenn doch<br />
einfach alle so fleißig wie die Deutschen wären...&quot;) aber eigentlich wird<br />
hauptsächlich nichts getan. Vogel Strauß. Na servus.</p>
</blockquote><p>Und wie ordnest Du da z.B. Varoufakis ein? Deine Auflistung strategischer Möglichkeiten erscheint mir ehrlich gesagt wenig nützlich ... eher trivialisierend. Wären nicht eher sinnvolle Fragen: auf welche Lernerfahrungen kann zurückgegriffen werden (Nachkriegsordnung!), welche neuen Lernschritte und Fragestellungen wären angesichts der zwar ähnlichen, aber eben doch auch spezifischen Situation (z.B. Eurozone, die zwar dem Goldstandard der 20er Jahre analog ist, aber zusätzlich Spezifika aufweist) zusätzlich nötig? </p>
<p>Gruß<br />
PE</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350632</link>
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<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 15:55:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>6. Stückwerkstechnik ... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Moin Bill und pe,</p>
<p>klingt nicht so gut wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kritischer_Rationalismus">â€žpiecemeal-engineeringâ€œ</a>. War die Strategie der Wahl für die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fabian_Society">Fabian Society</a>, deren Symbol die Schildkröte ist, die gerade wieder auf dem <a href="https://socioecohistory.files.wordpress.com/2015/01/economist_magazine_jan2015.jpg">Cover des Economist</a> ein Comeback feiern durfte.</p>
<p>Die Strategie des Zauderns und Zögerns scheint - bei rasanten Anstieg der Komplexität - doch zur Explosion des Systems direkt in die &quot;Katastrophe&quot; zu führen, da die Gegensätze nicht länger überbrückbar sind. Ich bin sicher, dass es einige Kräfte gibt, die genau darauf setzen.</p>
<p>Beste Grüße, FESTAN</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 10:36:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>FESTAN</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wie Menschen auf steigende Komplexität reagieren... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hi, </p>
</blockquote><p>Hi FESTAN und PE,</p>
<blockquote><blockquote><p>Also, abwarten und Met trinken (der Engländer darf beim Tee bleiben),</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>ist</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>jetzt die Strategie der Wahl.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Ich habe für eine 4. Möglichkeit plädiert. Nichtstun und Warten ist<br />
m.E. nicht nur keine sinnvolle Strategie,</p>
</blockquote><p>Möglichkeiten um mit steigender Komplexität umzugehen:<br />
1. Rumprobieren oder auch &quot;trial and error&quot; - nette Strategie aber für ein komplexes Umfeld auf Dauer ungeeignet, stabile Ordnungen sind durch bloßes &quot;trial and error&quot; in einem komplexen Umfeld kaum zu erwarten<br />
2. Ausblenden (der steigenden Komplexität) - Einfach beim alten Muster bleiben. Sehr beliebt.<br />
3. Rationales Durchdringen, Verstehen über die Details - Sind wir seeehr stolz darauf in unserer Kultur. Leider für Komplexität ebenfalls ungeeignet, sorry. Da würden wir mit Details studieren niemals fertig...<br />
4. Trivialisieren - also zum Beispiel schlicht behaupten: &quot;Nein wir brauchen uns gar nicht mit unserer Lebensgrundlage beschäftigen, die schützen wir ganz automatisch, wenn wir einfach nur den CO2 Ausstoß verringern.&quot;<br />
Und wer's glaubt wird seelig. Ganz bestimmt.<br />
Fazit: Trivialisieren hilft auch nicht, dabei wird die Komplexität nämlich gerade zerstört und verunmöglicht so sinnvolle Entscheidungen.<br />
5. Emotionales Bewerten, intuitives Agieren<br />
Durch Erfahrungen, die sich aufgebaut haben durch eine lange Lerngeschichte am Rande der Überforderung, sind wir in der Lage Komplexität durch Musterbildung, die jenseits des individuellen rationalen Verstehens liegen, zu reduzieren. Hoppla!<br />
[Quelle: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=m3QqDOeSahU">Peter Kruse über steigende Komplexität</a>]</p>
<blockquote><p>für Europa ist es der worst bet,<br />
denn seine Krise wird sich nicht von selbst erledigen, sondern es<br />
implodieren lassen.</p>
</blockquote><p>Bisher herrscht in Europa ganz sicher 2. vor. Es wird fleißig ausgeblendet. Sicher, es wird auch ein bißchen rumprobiert (1.), wenn es ganz akut wird (wie z.B. im Mai 2010), zwischendurch vielleicht ein bißchen Trivialisierung (4., &quot;Die faulen Griechen sind schuld, wenn doch einfach alle so fleißig wie die Deutschen wären...&quot;) aber eigentlich wird hauptsächlich nichts getan. Vogel Strauß. Na servus.<br />
 </p>
<blockquote><p><strong>4. Alternative: </strong><br />
- Modest Proposal<br />
(<a href="http://yanisvaroufakis.eu/euro-crisis/modest-proposal/">Varoufakis</a>)<br />
- New Deal<br />
(<a href="http://www.amazon.de/Mitten-gro%C3%9Fen-Krise-Deal%C2%AB-Europa/dp/3854525869/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1428358430&amp;sr=8-1&amp;keywords=new+deal+f%C3%BCr+europa+schulmeister">Schulmeister</a>,<br />
download<br />
<a href="https://de.scribd.com/doc/218788496/Stephan-Schulmeister-Ein-New-Deal-fur-Europa">hier</a>)<br />
- Politische Union<br />
(<a href="http://www.metropolis-verlag.de/Die-Verfassung-Europas/1049/book.do">Roloff</a>)<br />
und Rechtsunion (Privat- und Steuerrecht)<br />
- <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=347936 ">Eurasische<br />
Union</a></p>
</blockquote><p>Danke für die Zusammenstellung.</p>
<p>Beste Grüße</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350600</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350600</guid>
<pubDate>Mon, 06 Apr 2015 23:04:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>BillHicks</dc:creator>
</item>
<item>
<title>4. Alternative (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi, <br />
 </p>
<blockquote><p>Was macht ein militärisch geschlagenes Reich, dass de jure fortexistiert,<br />
bis 2099 besetzt sein soll mit einem (damals) überlegenen Gegner, der<br />
seine Trojaner allerorten im Vereinigten Wirtschaftsgebiet eingeschleust<br />
und die Bevölkerung 70 Jahre hirngewaschen hat, wenn die Konfrontation<br />
fortbesteht?</p>
<p>Drei strategische Möglichkeiten im Konflikt:</p>
<p>1. Flucht - Hat die Reichsdeutsche Absetzbewegung möglicherweise<br />
vollbracht.</p>
<p>2. Kampf - Führten Bundesbank (Status der wertstabilen Reservewährung)<br />
und  <br />
deutsche Industrie auf dem Gebiet der - überlegenen - Wirtschaft.</p>
<p>3. Totstellen - Heißt geduldig warten bis der Gegner sich aufgesplittert<br />
und <br />
selbst zerlegt hat. Das erleben wir gerade.</p>
<p>Also, abwarten und Met trinken (der Engländer darf beim Tee bleiben), ist<br />
jetzt die Strategie der Wahl.</p>
</blockquote><p>Ich habe für eine 4. Möglichkeit plädiert. Nichtstun und Warten ist m.E. nicht nur keine sinnvolle Strategie, für Europa ist es der worst bet, denn seine Krise wird sich nicht von selbst erledigen, sondern es implodieren lassen.</p>
<p><strong>4. Alternative: </strong><br />
- Modest Proposal (<a href="http://yanisvaroufakis.eu/euro-crisis/modest-proposal/">Varoufakis</a>)<br />
- New Deal (<a href="http://www.amazon.de/Mitten-gro%C3%9Fen-Krise-Deal%C2%AB-Europa/dp/3854525869/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1428358430&amp;sr=8-1&amp;keywords=new+deal+f%C3%BCr+europa+schulmeister">Schulmeister</a>, download <a href="https://de.scribd.com/doc/218788496/Stephan-Schulmeister-Ein-New-Deal-fur-Europa">hier</a>)<br />
- Politische Union (<a href="http://www.metropolis-verlag.de/Die-Verfassung-Europas/1049/book.do">Roloff</a>) und Rechtsunion (Privat- und Steuerrecht)<br />
- <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=347936 ">Eurasische Union</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350595</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350595</guid>
<pubDate>Mon, 06 Apr 2015 22:01:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Strategie statt TINA - im DFG sicher nicht (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Bill,</p>
<blockquote><p>Hi PE,</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><p>dort wird doch im Vorwort von &quot;Der stabile Euro<br />
und seine Feinde&quot; fast alles gesagt.</p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><p><br />
Leider ist Stadermann zu strategischem Denken unfähig </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
warum nicht etwas leiser <img src="images/smilies/zwinker.gif" alt="[[zwinker]]" />, z.B.: &quot;bisher habe ich nichts zu<br />
(Geo-)Strategie von Stadermann gelesen&quot;. <br />
Woher könntest Du wissen, dass Stadermann (grundsätzlich) unfähig dazu<br />
wäre?</p>
</blockquote><p>Wissen kann ich es nicht, nur sehe ich nirgends irgendeinen Anhaltspunkt, daß er es könnte, wie generell nicht allzuviel kohärentes. Siehst Du welche? </p>
<blockquote><blockquote><p>- wie es<br />
Deutschland insgesamt an strategischen Denkern  und Strategie mangelt.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
An veröffentlichter Strategie jedenfalls ganz sicher.</p>
</blockquote><p>Keineswegs. Man muß nur Helmut Schmidt lesen. Leider gehört der nicht mehr zur handelnden Generation. DER fehlt jegliche Strategie. Das mit &quot;den Besatzern&quot; erklären zu wollen, akzeptiere ich nicht, denn den Schmidt haben die auch nicht daran gehindert, realistisch und strategisch zu denken. </p>
<blockquote><p>Wenn es Friedman braucht um für die Deutschen überhaupt erst<br />
darzustellen, <em>dass</em> sie etwas entscheiden können... was sagt das<br />
wohl über veröffentlichte (Geo-)Strategie in D?</p>
</blockquote><p>Oder Varoufakis. Offensichtlich ist man sich in D dieser neu erwachsenen Machtstellung bisher nicht bewußt. Es funktioniert ja auch wunderbar, diese Machtstellung so zu nutzen, daß man sich als braver neoliberaler Musterschüler der USA und Chicago ausgibt, nach dem Motto: &quot;wir machen doch alles richtig wie vorgeschrieben - uns kann keiner was!&quot;</p>
<blockquote><blockquote><p>Es<br />
kommt meist nur anklägerische US-Kritik, aber keine eigenständige<br />
Strategie.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Ja. Jetzt müsste man genau unterscheiden. Die öffentliche Meinung mag<br />
durchaus US-kritisch sein, die <em>ver</em>öffentlichte Meinung ist es<br />
(noch) nicht.<br />
Eigenständige Strategien hingegen kann ich weder in einer öffentlichen,<br />
noch in einer veröffentlichten Meinung finden. Strategien sind auch hier<br />
im Forum nicht zu finden oder sie sind zumindest Mangelware. </p>
</blockquote><p>So ist es. Während ein Brzezinski oder ein Helmut Schmidt diesen Mangel nicht kennen. </p>
<blockquote><p>[Dass es kein<br />
Interesse an einer staatlichen (Geo-)Strategie gibt wird sofort<br />
verständlich dann, wenn alle Staatlichkeit grundsätzlich abgelehnt<br />
wird.]</p>
</blockquote><p>Die Staatsablehner belügen zuerst sich selbst, dann ihre Leser. Ihre einschlägigen Vertreter machen sich ja zum Sprachrohr des Hegemonen - sei es nun bei BILD oder im DGF. Das spricht Bände. Ob nun Demokratie oder Staatsablehnung vorgeschoben werden, das cui bono ist dabei ebenso klar wie verleugnet. <br />
  </p>
<blockquote><blockquote><p>Gesamteuropa zu lähmen, ist keine längerfristig tragfähige Strategie<br />
für D. Sie wird früher oder später auf D zurückschlagen. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Natürlich wird das früher oder später auf D zurückschlagen.<br />
Es scheitert allerdings aktuell noch immer am Verständnis, dass das<br />
deutsche Verhalten (die deutsche Wirtschaft als Ganzes) überhaupt eine<br />
gesamteuropäische Lähmung zur Folge hat. Stichwort: Saldenmechanik. Wenn<br />
es deutsche Staatsraison sein und bleiben sollte Nettoexportüberschüsse<br />
machen zu wollen, dann muss geklärt werden wo die Nettoexportdefizite sein<br />
sollen. Der &quot;globale Minotaurus&quot; (die alles importierende USA) scheint<br />
dafür nicht mehr unbegrenzt und dauerhaft zur Verfügung stehen zu<br />
können. Imperium hin oder her.</p>
</blockquote><p>Das auch. Dummheit kommt zur Strategielosigkeit noch hinzu. </p>
<blockquote><blockquote><p>Konsequent wäre: </p>
<p>Entweder im Euro bleiben und die EU zu einem demokratischen und<br />
handlungsfähigen, wirtschaftspolitisch sinnvoll managbaren System</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>einer</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>sozialen Marktwirtschaft ausbauen.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Das ist eine (theoretische) Möglichkeit.</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Dafür fehlen Wille und Kompetenz bei<br />
Merkel/Schäuble. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Selbst wenn sie Willen und Kompetenz hätten:<br />
Fehlt ihnen nicht auch der politische Rückhalt in D für soetwas? </p>
</blockquote><p>Sicher, die &quot;Wähler&quot; haben ja die Regierenden &quot;gewählt&quot;, die das exekutieren, was über 30 Jahre hinweg ALLEN als das angebliche Nonplusultra eingebläut wurde. Wir haben ein massives Wahrnehmungsproblem - das ist das Kernproblem, ähnlich wie schon nach Versailles. In Deutschland ist erstaunlicherweise dieses Wahrnehmungsproblem am massivsten - verbunden mit einem extrem verzerrten Blick auf die eigene Geschichte. Natürlich ist dieser Blick auch aufgeherrscht und war im Interesse anderer, die damit ihre nicht ganz weiße Weste reingewaschen erscheinen lassen konnten. </p>
<blockquote><p>Würden<br />
sie nicht in Bausch und Bogen vom Hof gejagt werden, wenn sie tatsächlich<br />
tun würden was derzeit für sinnvoll gehalten werden könnte? </p>
</blockquote><p>Vermutlich, wie man an den Reaktionen auf diesen Thread ja sieht. </p>
<blockquote><p>Z.B.: europäische clearing union plus Recycling der deutschen<br />
Überschüsse, Lohnerhöhungen in D (mindestens 25% fehlen, wenn man die<br />
Produktivitätszuwächse in den letzten 15 Jahren berücksichtigt),<br />
außerdem Herstellung zivilrechtlicher und fiskalischer<br />
Infrastrutkurvoraussetzungen insbesondere in GR, BG, RO aber auch<br />
Verbesserungen in Teilen von IT, PT, ES.<br />
Das Ganze müsste zudem dem &quot;deutschen Steuerzahler&quot; so verkauft werden,<br />
dass er einerseits nun nicht doch &quot;für alles&quot; zahlen muss und dem Rest<br />
Europas müsste gleichzeitig nahe gebracht werden, dass das kein &quot;am<br />
deutschen Wesen soll die Welt genesen&quot; ist.</p>
</blockquote><p>So - plus einem massiven europäischen &quot;New Deal&quot; a la Varoufakis und Schulmeister (inkludiert Vermögenssteuer-Neuregelung) - müßte es sinnvollerweise laufen. Modest Proposal (Varoufakis) - New Deal (Schulmeister/Varoufakis) - European Clearing Union (<a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=347999">Amato/Fantacci</a>). </p>
<p>In die Hirne ist das derzeit nicht reinzubekommen, da kommt so gut wie überall nur klischeehafte Abwehr. </p>
<blockquote><p>Eine dafür erforderliche &quot;Kompetenz&quot; kann ich bis dato nicht erkennen. </p>
</blockquote><p>Ich auch nicht. </p>
<blockquote><p>Wo<br />
sind die deutschen/europäischen, deutsch/europäisch finanzierten,<br />
(geo-)strategischen think tanks, die auch unbequeme Fragen stellen und<br />
bearbeiten können?</p>
</blockquote><p>In Österreich, Griechenland und Italien ... nur nicht in D. <br />
  </p>
<blockquote><blockquote><p>Oder konsequent im Alleingang aussteigen und einen eigenen Weg gehen.<br />
Dafür fehlt der Mut. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Man <em>könnte</em> zwar, aber es würde die deutsche Wirtschaft als<br />
plötzlicher, harter Schnitt, heftig erschüttern, weil Anpassungen extrem<br />
schnell erfolgen müssten. Ob die Anpassungs-,<br />
Veränderungsgeschwindigkeiten in der deutschen Wirtschaft en gros<br />
ausreichen für so einen Schock? Es würde sicher 'irgendwie' gehen,<br />
wahrscheinlich zum Preis einer deftigen Rezession (2008 war dagegen ein<br />
Kindergeburtstag). </p>
</blockquote><p>Es ging ja vor dem Euro auch. Allerdings war da die Weltwirtschaft nicht in einer deflationären Situation. Ein Ausstieg D's würde D die Möglichkeit nehmen seine Arbeitslosigkeit über den Euro zu exportieren. Die Exportindustrie würde zurückschrauben müssen, die Arbeitslosigkeit würde steigen, ggf. auf den europäischen Durchschnitt v. 13%. </p>
<p>Die Weltwirtschaft dürfte auf diesen Schock auch nicht gerade mit begeisterten Wachstumsimpulsen reagieren. </p>
<p>Aber es wäre wenigstens ein konsequenter Schritt, kein planloses destruktives Herumgeeiere (Soros <a href="https://www.youtube.com/watch?v=EzA0-p88-G8">hat das ja auch vorgeschlagen</a>: &quot;only germany can put it right&quot;. Textversion <a href="http://www.georgesoros.com/interviews-speeches/entry/how_to_save_the_european_union_from_the_euro_crisis/">hier</a>). </p>
<blockquote><p>Mutig sein für diesen Schritt (Raus aus dem Euro,<br />
eigenen Weg mit der DM 2.0) müsste man mindestens, wenn nicht ein<br />
Hazardeur.<br />
Halte ich heute für eine kaum gangbare Lösung.</p>
</blockquote><p>Ich auch nicht. </p>
<blockquote><blockquote><p>Ich plädiere für ersteres.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Verstehe ich sehr gut.<br />
Was wird denn eigentlich aktuell gemacht: <br />
- aktuell wird versucht die Deflation dadurch abzuwenden, dass bestimmte<br />
Vermögenspreise durch die Zentralbank hochgekauft werden, vorwiegend durch<br />
Staatsanleihenankauf; das hat zur Folge, dass zwar die Banken<br />
(Arbitrage-)Gewinne machen können, aber mehr Kredit für die KMUs gibt es<br />
von diesen Banken deshalb noch lange nicht (deshalb mein Plädoyer für ein<br />
<a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=324569">CF<br />
2.0</a>) </p>
</blockquote><p>Funktioniert nicht dort, wo es funktionieren soll (Gütermärkte, da wo Infla gemessen wird). Fiskalische Stimuli werden kommen müssen und WERDEN kommen. Ist nur die Frage, in welcher Form und wofür. In den 30ern war es Kriegswirtschaft. </p>
<blockquote><p>- die tatsächliche deutsche Wettbewerbsfähigkeit (i.e. Innovationskraft,<br />
nicht billige Arbeitskraft) wird stückchenweise dadurch ausgehölt, dass<br />
die exportorientierten Unternehmen immer wieder durch den Weich-Euro<br />
warmgeduscht werden, obwohl ihnen der (relativ zum Dollar) schwache Euro<br />
nur bedingt hilft.</p>
</blockquote><p>Durch den Weicheuro und durch das vergleichsweise niedrige Lohnniveau in D. Das nimmt Innovationsdruck raus. </p>
<blockquote><p>Der Versuch eine europäische soziale Marktwirtschaft aufzubauen erscheint<br />
mir intuitiv die gangbarste Zielrichtung. Kann mir nur schwer vorstellen,<br />
dass ein deutscher Alleingang etwas wirklich Positives bewirken könnte.</p>
</blockquote><p>Ein deutscher Alleingang kann zu nichts allzu sinnvollem führen, aber immerhin den Lähmungszustand Europas beenden. </p>
<p>Die Konsequenz ist: Deutschland sollte sich für die Integration entscheiden, aber seine Macht nutzen, um eine sinnvolle Konstruktion der EU - mit den von Dir angemahnten privat- und steuerrechtlichen Grundlagen - voranzutreiben. </p>
<p>Das würde - überspitzt gesprochen - auf eine quasi-preußische EU hinauslaufen (wer könnte den Neo-Bismarck-Part übernehmen?), die sicherlich im Süden nicht unbedingt nur auf Begeisterung stoßen würde. Ebensowenig in den USA, die einen Weich-Euro lieber sähen. </p>
<p>Dazu ist D derzeit unfähig - doch das Pushen für die rechtlichen Grundlagen könnte am ehesten aus D kommen und dürfte weniger aus GR, I, etc. kommen, die nicht daran interessiert sind, nicht von Soros, weil er es nicht begriffen hat und möglicherweise auch nicht daran interessiert ist (weiß ich nicht). Auch nicht aus den USA, die ebenfalls nicht an einem allzu starken Euro interessiert sein dürften. </p>
<blockquote><p>Na dann, wo sind die think tanks? Wo finden öffentliche, konstruktive<br />
Diskussionen statt? Wo wird diese &quot;deutsche Frage&quot; endlich ernsthaft und<br />
klar gestellt? </p>
</blockquote><p>In D leider nicht, im DGF (TINA-Forum) sicherlich erst recht nicht. Da gibt es hauptsächlich &quot;Sink Tanks&quot; - mit geschlossenen Augen. </p>
<blockquote><p>Sogar hier im Forum lese ich immer wieder zwischen den<br />
Zeilen, dass es in D ja gerade <em>nichts</em> zu entscheiden gäbe. Ist dann<br />
eine sehr komfortable Position, wenn man den status quo gut findet und<br />
gerne möchte, dass alle anderen auch glauben sollen, man könne gar nicht<br />
anders.</p>
</blockquote><p>So ist es: TINA ist eben bequem, und ja auch lang eintrainiert. Das Gegenteil von Proaktivität und strategischem Handeln: institutionalisierte Dummheit. </p>
<p>Es ist bezeichnend, daß in diesem Forum BEIDE Optionen abgelehnt oder ignoriert werden, und stattdessen mehrheitlich lähmende TINA-Kommentare kommen. Das war in diesem TINA-Forum immer schon so - vielleicht besteht ja genau DARIN auch seine ideologische Funktion: Perpetuierung von Handlungsunfähigkeit. Jedenfalls besteht sein EFFEKT darin. </p>
<p>Cui Bono?</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350594</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350594</guid>
<pubDate>Mon, 06 Apr 2015 21:44:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Vernetzung + Spontanaktivität + kreisende Erregung = alles mögliche ist möglich (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hallo BillHicks, </p>
</blockquote><p>Hallo KK, </p>
<blockquote><p>Na, wir haben doch schon seit langer Zeit genug think tanks im Land. </p>
</blockquote><p>deutsch/europäisch finanziert? </p>
<blockquote><p>In denen wird zwar diese \&quot;deutsche Frage\&quot; nicht diskutiert, aber immerhin <br />
beantwortet. </p>
</blockquote><p>Jetzt frag ich mal blöd: Welche think tanks genau? Wie beantworten diese think tanks eine Frage, die nicht diskutiert wird? </p>
<blockquote><p>Selbst wenn think tanks der neuen Art entstünden, sie bräuchten Köpfe <br />
der neuen Art und ebenso Medien den neuen Art zwecks Transport und <br />
Kommunikation. </p>
</blockquote><p>Neue Köpfe, neue Medien.<br />
Check, check. </p>
<blockquote><p>Die Köpfe mag es geben; sie sind aber z.Zt. nicht gesellschaftsfähig - <br />
zu viel VT eben. </p>
</blockquote><p>Und ließe man die Verschwörungs<em>theorien</em> weg und konzentrierte sich auf die Strategie allein? </p>
<blockquote><p>Es wird in absehbarer Zeit nicht gelingen,</p>
</blockquote><p>Steigende (explodierende) Vernetzungsdichte (\&quot;Internet\&quot;) <br />
+<br />
Erhöhung der Spontanaktivität innerhalb der Netze (\&quot;Web 2.0\&quot;)<br />
+<br />
\&quot;Kreisende Erregung im Netzwerk\&quot; (z.B. Retweets usw.)<br />
=<br />
Man weiß nicht wann und wo und schon gar nicht wodurch ausgelöst, aber eines weiß man: es ist mit diesem Setup <em>alles</em> mögliche möglich.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=sboGELOPuKE">Kruse (nun schon 5 Jahre her!)</a>:<br />
\&quot;Wir bekommen einen extrem starken Kunden, einen extrem starken Mitarbeiter und einen extrem starken Bürger.\&quot; </p>
<blockquote><p>bestehende, seit 60 Jahren <br />
gewachsene und wohl mitlerweile ziemlich wasserdichte Strukturen zu ändern <br />
(will das überhaupt ein relevanter Teil der Gesellschaft?).</p>
</blockquote><p>Auf etwas zu warten - wenn man sich selbst als Teil des Systems erkennt - macht wohl nur dann Sinn, wenn man eigentlich selbst jedwede Veränderung scheut. <br />
Das was wir hier tun, geht übrigens wahrscheinlich schon nicht mehr als reines \'Warten\' durch (auch wenn bloßes Posten in einem Online-Forum noch recht nahe dran sein kann <img src="images/smilies/zwinker.gif" alt="[[zwinker]]" /> ).<br />
Übrigens: gerade die \&quot;wasserdichten Strukturen\&quot; der vergangenen 60 Jahre sind gerade rund um uns in Auflösung begriffen. Nur mal so. Überall dort wo möglichst wasserdicht gemacht wurde, steigt der Druck um so schneller. Der Dammdurchbruch wird dann entsprechend dynamisch... <br />
Dem Netzwerk sei Dank <img src="images/smilies/top.gif" alt="[[top]]" /> </p>
<blockquote><blockquote><p>Nachdenkliche beste Grüße </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Grüße <br />
KK </p>
</blockquote><p>Vernetzte beste Grüße</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350582</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350582</guid>
<pubDate>Mon, 06 Apr 2015 20:46:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>BillHicks</dc:creator>
</item>
<item>
<title>ThinkTanks (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo BillHicks,</p>
<blockquote><p>Na dann, wo sind die think tanks? Wo finden öffentliche, konstruktive<br />
Diskussionen statt? Wo wird diese &quot;deutsche Frage&quot; endlich ernsthaft und<br />
klar gestellt? Sogar hier im Forum lese ich immer wieder zwischen den<br />
Zeilen, dass es in D ja gerade <em>nichts</em> zu entscheiden gäbe. Ist dann<br />
eine sehr komfortable Position, wenn man den status quo gut findet und<br />
gerne möchte, dass alle anderen auch glauben sollen, man könne gar nicht<br />
anders.</p>
</blockquote><p>Na, wir haben doch schon seit langer Zeit genug think tanks im Land.<br />
In denen wird zwar diese &quot;deutsche Frage&quot; nicht diskutiert, aber immerhin beantwortet.</p>
<p>Selbst wenn think tanks der neuen Art entstünden, sie bräuchten Köpfe der neuen Art und ebenso Medien den neuen Art zwecks Transport und Kommunikation.<br />
Die Köpfe mag es geben; sie sind aber z.Zt. nicht gesellschaftsfähig - zu viel VT eben.</p>
<p>Es wird in absehbarer Zeit nicht gelingen, bestehende, seit 60 Jahren gewachsene und wohl mitlerweile ziemlich wasserdichte Strukturen zu ändern (will das überhaupt ein relevanter Teil der Gesellschaft?).</p>
<blockquote><p>Nachdenkliche beste Grüße</p>
</blockquote><p>Grüße<br />
KK</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350543</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350543</guid>
<pubDate>Mon, 06 Apr 2015 17:25:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>KK</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Traum vom Paradies (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo pe,</p>
<blockquote><p>Konsequent wäre: </p>
<p>Entweder im Euro bleiben und die EU zu einem demokratischen und<br />
handlungsfähigen, wirtschaftspolitisch sinnvoll managbaren System einer<br />
sozialen Marktwirtschaft ausbauen. Dafür fehlen Wille und Kompetenz bei<br />
Merkel/Schäuble. </p>
</blockquote><p>Sie setzen also voraus, dass die beiden könnten, wenn sie nur wollten, aber doch nicht können, weil sie nicht wissen, dass sie könnten?</p>
<p>Schaut man sich die letzten Dekaden der Europäisierung an, kann man nur wenig entdecken von einem Ausbau eines handlungsfähigen, wirtschaftspolitisch sinnvoll managbaren System einer sozialen Marktwirtschaft.<br />
Demnach haben sich viele Köche probiert und nichts erreicht (oder wollten etwas anderes erreichen).<br />
Der letzte große Koch war der lange Charles mit seinem Europa der Vaterländer.</p>
<blockquote><p>Oder konsequent im Alleingang aussteigen und einen eigenen Weg gehen.<br />
Dafür fehlt der Mut. </p>
</blockquote><p>Warum Mut?<br />
Kein Land kann seinen eigenen Weg gehen, ohne souveräne Überzeugungen, ohne potente Partner und ohne ein klares, der Bevölkerung vermittelbares Ziel.<br />
Deutschland hat derzeit nichts davon, das wissen die diversen Köche heute und vergangener Zeiten.</p>
<blockquote><p>Ich plädiere für ersteres.</p>
</blockquote><p>Ja, aber selbst vom Paradies haben die dabei Beteiligten völlig unterschiedliche Auffassungen.</p>
<p>Gruß<br />
KK</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350539</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350539</guid>
<pubDate>Mon, 06 Apr 2015 17:07:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>KK</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Die Strategie des Reiches (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Stadermann lässt doch so einiges anklingen. Was er nicht sagen darf, ergänze ich hier: </p>
<p>Was macht ein militärisch geschlagenes Reich, dass de jure fortexistiert, bis 2099 besetzt sein soll mit einem (damals) überlegenen Gegner, der seine Trojaner allerorten im Vereinigten Wirtschaftsgebiet eingeschleust und die Bevölkerung 70 Jahre hirngewaschen hat, wenn die Konfrontation fortbesteht?</p>
<p>Drei strategische Möglichkeiten im Konflikt:</p>
<p>1. Flucht - Hat die Reichsdeutsche Absetzbewegung möglicherweise vollbracht.</p>
<p>2. Kampf - Führten Bundesbank (Status der wertstabilen Reservewährung) und  <br />
   deutsche Industrie auf dem Gebiet der - überlegenen - Wirtschaft.</p>
<p>3. Totstellen - Heißt geduldig warten bis der Gegner sich aufgesplittert und <br />
   selbst zerlegt hat. Das erleben wir gerade.</p>
<p>Also, abwarten und Met trinken (der Engländer darf beim Tee bleiben), ist jetzt die Strategie der Wahl.</p>
<p><br />
FESTAN</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350538</link>
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<pubDate>Mon, 06 Apr 2015 16:52:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>FESTAN</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Die &quot;deutsche Frage&quot;: Alleingang oder managbare europäische soziale Marktwirtschaft? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hi, </p>
</blockquote><p>Hi PE,</p>
<blockquote><blockquote><p>dort wird doch im Vorwort von &quot;Der stabile Euro<br />
und seine Feinde&quot; fast alles gesagt.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Leider ist Stadermann zu strategischem Denken unfähig </p>
</blockquote><p>warum nicht etwas leiser <img src="images/smilies/zwinker.gif" alt="[[zwinker]]" />, z.B.: &quot;bisher habe ich nichts zu (Geo-)Strategie von Stadermann gelesen&quot;. <br />
Woher könntest Du wissen, dass Stadermann (grundsätzlich) unfähig dazu wäre?</p>
<blockquote><p>- wie es<br />
Deutschland insgesamt an strategischen Denkern  und Strategie mangelt.</p>
</blockquote><p>An veröffentlichter Strategie jedenfalls ganz sicher.<br />
Wenn es Friedman braucht um für die Deutschen überhaupt erst darzustellen, <em>dass</em> sie etwas entscheiden können... was sagt das wohl über veröffentlichte (Geo-)Strategie in D?</p>
<blockquote><p>Es<br />
kommt meist nur anklägerische US-Kritik, aber keine eigenständige<br />
Strategie.</p>
</blockquote><p>Ja. Jetzt müsste man genau unterscheiden. Die öffentliche Meinung mag durchaus US-kritisch sein, die <em>ver</em>öffentlichte Meinung ist es (noch) nicht.<br />
Eigenständige Strategien hingegen kann ich weder in einer öffentlichen, noch in einer veröffentlichten Meinung finden. Strategien sind auch hier im Forum nicht zu finden oder sie sind zumindest Mangelware. [Dass es kein Interesse an einer staatlichen (Geo-)Strategie gibt wird sofort verständlich dann, wenn alle Staatlichkeit grundsätzlich abgelehnt wird.]<br />
 </p>
<blockquote><p>Gesamteuropa zu lähmen, ist keine längerfristig tragfähige Strategie<br />
für D. Sie wird früher oder später auf D zurückschlagen. </p>
</blockquote><p>Natürlich wird das früher oder später auf D zurückschlagen.<br />
Es scheitert allerdings aktuell noch immer am Verständnis, dass das deutsche Verhalten (die deutsche Wirtschaft als Ganzes) überhaupt eine gesamteuropäische Lähmung zur Folge hat. Stichwort: Saldenmechanik. Wenn es deutsche Staatsraison sein und bleiben sollte Nettoexportüberschüsse machen zu wollen, dann muss geklärt werden wo die Nettoexportdefizite sein sollen. Der &quot;globale Minotaurus&quot; (die alles importierende USA) scheint dafür nicht mehr unbegrenzt und dauerhaft zur Verfügung stehen zu können. Imperium hin oder her.</p>
<blockquote><p>Konsequent wäre: </p>
<p>Entweder im Euro bleiben und die EU zu einem demokratischen und<br />
handlungsfähigen, wirtschaftspolitisch sinnvoll managbaren System einer<br />
sozialen Marktwirtschaft ausbauen.</p>
</blockquote><p>Das ist eine (theoretische) Möglichkeit.</p>
<blockquote><p>Dafür fehlen Wille und Kompetenz bei<br />
Merkel/Schäuble. </p>
</blockquote><p>Selbst wenn sie Willen und Kompetenz hätten:<br />
Fehlt ihnen nicht auch der politische Rückhalt in D für soetwas? Würden sie nicht in Bausch und Bogen vom Hof gejagt werden, wenn sie tatsächlich tun würden was derzeit für sinnvoll gehalten werden könnte? <br />
Z.B.: europäische clearing union plus Recycling der deutschen Überschüsse, Lohnerhöhungen in D (mindestens 25% fehlen, wenn man die Produktivitätszuwächse in den letzten 15 Jahren berücksichtigt), außerdem Herstellung zivilrechtlicher und fiskalischer Infrastrutkurvoraussetzungen insbesondere in GR, BG, RO aber auch Verbesserungen in Teilen von IT, PT, ES.<br />
Das Ganze müsste zudem dem &quot;deutschen Steuerzahler&quot; so verkauft werden, dass er einerseits nun nicht doch &quot;für alles&quot; zahlen muss und dem Rest Europas müsste gleichzeitig nahe gebracht werden, dass das kein &quot;am deutschen Wesen soll die Welt genesen&quot; ist.<br />
Eine dafür erforderliche &quot;Kompetenz&quot; kann ich bis dato nicht erkennen. Wo sind die deutschen/europäischen, deutsch/europäisch finanzierten, (geo-)strategischen think tanks, die auch unbequeme Fragen stellen und bearbeiten können?<br />
 </p>
<blockquote><p>Oder konsequent im Alleingang aussteigen und einen eigenen Weg gehen.<br />
Dafür fehlt der Mut. </p>
</blockquote><p>Man <em>könnte</em> zwar, aber es würde die deutsche Wirtschaft als plötzlicher, harter Schnitt, heftig erschüttern, weil Anpassungen extrem schnell erfolgen müssten. Ob die Anpassungs-, Veränderungsgeschwindigkeiten in der deutschen Wirtschaft en gros ausreichen für so einen Schock? Es würde sicher 'irgendwie' gehen, wahrscheinlich zum Preis einer deftigen Rezession (2008 war dagegen ein Kindergeburtstag). Mutig sein für diesen Schritt (Raus aus dem Euro, eigenen Weg mit der DM 2.0) müsste man mindestens, wenn nicht ein Hazardeur.<br />
Halte ich heute für eine kaum gangbare Lösung.<br />
 </p>
<blockquote><p>Ich plädiere für ersteres.</p>
</blockquote><p>Verstehe ich sehr gut.<br />
Was wird denn eigentlich aktuell gemacht: <br />
- aktuell wird versucht die Deflation dadurch abzuwenden, dass bestimmte Vermögenspreise durch die Zentralbank hochgekauft werden, vorwiegend durch Staatsanleihenankauf; das hat zur Folge, dass zwar die Banken (Arbitrage-)Gewinne machen können, aber mehr Kredit für die KMUs gibt es von diesen Banken deshalb noch lange nicht (deshalb mein Plädoyer für ein <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=324569">CF 2.0</a>)<br />
- die tatsächliche deutsche Wettbewerbsfähigkeit (i.e. Innovationskraft, nicht billige Arbeitskraft) wird stückchenweise dadurch ausgehölt, dass die exportorientierten Unternehmen immer wieder durch den Weich-Euro warmgeduscht werden, obwohl ihnen der (relativ zum Dollar) schwache Euro nur bedingt hilft.</p>
<p>Der Versuch eine europäische soziale Marktwirtschaft aufzubauen erscheint mir intuitiv die gangbarste Zielrichtung. Kann mir nur schwer vorstellen, dass ein deutscher Alleingang etwas wirklich Positives bewirken könnte.</p>
<p>Na dann, wo sind die think tanks? Wo finden öffentliche, konstruktive Diskussionen statt? Wo wird diese &quot;deutsche Frage&quot; endlich ernsthaft und klar gestellt? Sogar hier im Forum lese ich immer wieder zwischen den Zeilen, dass es in D ja gerade <em>nichts</em> zu entscheiden gäbe. Ist dann eine sehr komfortable Position, wenn man den status quo gut findet und gerne möchte, dass alle anderen auch glauben sollen, man könne gar nicht anders.</p>
<p>Nachdenkliche beste Grüße</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350511</link>
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<pubDate>Mon, 06 Apr 2015 14:36:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>BillHicks</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stadermann kann nicht strategisch denken (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi, </p>
<blockquote><p>dort wird doch im Vorwort von &quot;Der stabile Euro<br />
und seine Feinde&quot; fast alles gesagt.</p>
</blockquote><p>Leider ist Stadermann zu strategischem Denken unfähig - wie es Deutschland insgesamt an strategischen Denkern  und Strategie mangelt. Es kommt meist nur anklägerische US-Kritik, aber keine eigenständige Strategie. </p>
<p>Gesamteuropa zu lähmen, ist keine längerfristig tragfähige Strategie für D. Sie wird früher oder später auf D zurückschlagen. </p>
<p>Konsequent wäre: </p>
<p>Entweder im Euro bleiben und die EU zu einem demokratischen und handlungsfähigen, wirtschaftspolitisch sinnvoll managbaren System einer sozialen Marktwirtschaft ausbauen. Dafür fehlen Wille und Kompetenz bei Merkel/Schäuble. </p>
<p>Oder konsequent im Alleingang aussteigen und einen eigenen Weg gehen. Dafür fehlt der Mut. </p>
<p>Ich plädiere für ersteres.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350454</link>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2015 21:49:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ich kann Deinen Standpunkt verstehen, und ... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>es ist mir auch klar, dass damit letztlich die Gläubiger (Banken und reiche Privatiers) ihren Ar... retten wollen. Die Frage ist also, wem kommen solche Ausgaben zugute, und da schadet ein bisschen Umverteilung nicht, sonst kommt es zum Dottorschen Midas-Phänomen, dass nämlich die Ultrareichen an ihrem Geld ersticken.</p>
<p>Grüße, FESTAN</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350405</link>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2015 13:41:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>FESTAN</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Am griechischen Wesen soll Deutschland genesen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Festan,</p>
<blockquote><p>Angeblich aus dem Nichts, faktisch stehen dahinter neue Investitionen<br />
insbesondere in die Infrastruktur Europas. Kosten gleich Null, der Gewinn<br />
liegt in einer besseren Versorgung für dei europäischen Völker.</p>
</blockquote><p>vielen Dank für die kurze knackige Zusammenfassung. Das erspart mir eine Stunde Videogucken, die ich nicht investiert hätte.</p>
<p>Jetzt verstehe ich: </p>
<p><strong>Autobahnen, aber diesmal ohne Mefo-Wechsel.<br />
Wenn das der Führer wüsste!<br />
</strong></p>
<blockquote><p>So einfach ist das, FESTAN</p>
<p>P.S.: Wenn wir's nicht machen, die Chinesen machen's sicher (AIIB). Dann<br />
fallen wir halt noch weiter gegenüber den Asiaten zurück.</p>
</blockquote><p>Wir könnten ja einfach mal für den Anfang einen neuen Flughafen in jedem Bundesland bauen. Wir brauchen die aber nicht zu benutzen, genauso wie die riesigen leeren chinesischen Trabantenstädte auch nicht genutzt werden.</p>
<p>Der Staat ist doch der beste Investor, schöner geht's ja gar nicht mehr!</p>
<p>Ich fordere zu erst einmal die Einrichtung von Lehrstühlen für Planwirtschaft an allen Universitäten mit wirtschaftswissenschaftlicher Fakultät.</p>
<p>Das ist eine bittere Notwendigkeit, die wir unterlassen haben, nachdem wir uns nach dem Fall der Mauer der Planwirtschaft immer weiter angenähert haben.</p>
<p>Ich muss mal in den Koalitionsvertrag hineingucken, vielleicht ist das ja so ein verkappter Vierjahresplan!</p>
<p>Gruß<br />
paranoia</p>
<p>Nachtrag: <br />
Die Griechen sollten raus aus dem Euro. Dann können sie drucken so viel sie wollen, ohne dass ihnen irgendjemand Vorschriften machen müsste.</p>
<p>Die Nummer, fremde Währung &quot;für einen guten Zweck&quot; (wer wollte schon bei &quot;Infrastrukturinvestitionen&quot; [in die Schiffe griechischer Reeder?] nein sagen?) drucken, die erinnert mich irgendwie an das Figaro-Zitat: &quot;Versailles ohne Krieg&quot;.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350401</link>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2015 12:31:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>paranoia</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Du hast doch kürzlich auf den Stadermann verlinkt , ... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>dort wird doch im Vorwort von &quot;Der stabile Euro<br />
und seine Feinde&quot; fast alles gesagt.</p>
<p>Gruß, FESTAN</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350397</link>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2015 11:40:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>FESTAN</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Niemand muss sein Portemonnaie aufmachen, die EIB schöpft einfach neues Geld! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Angeblich aus dem Nichts, faktisch stehen dahinter neue Investitionen, insbesondere in die Infrastruktur Europas. Kosten gleich Null, der Gewinn liegt in einer besseren Versorgung für die europäischen Völker.</p>
<p>So einfach ist das, FESTAN</p>
<p>P.S.: Wenn wir's nicht machen, die Chinesen machen's sicher (AIIB). Dann fallen wir halt noch weiter gegenüber den Asiaten zurück.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350395</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350395</guid>
<pubDate>Sun, 05 Apr 2015 11:33:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>FESTAN</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ergebnisse der &quot;Handlungen&quot; einbeziehen! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Mein  Eindruck ist, dass dieser Mann â€žgebrieftâ€œ ist. Welche der Interessenten im Hintergrund daran ein übergeordnetes Interesse haben könnten, massive Unruhe in die EU zu bringen und sie zu schwächen, das darf sich jeder selbst überlegen. Im Zusammenhang mit der derzeitigen geopolitischen Situation sicherlich sehr interessant.</p>
<p>Seit Beginn seiner â€žAmtszeitâ€œ polemisiert und polarisiert er - und â€“ stellt sich selbst dar. Nicht vergessen: Deutschland muß in eine gewisse â€žRolleâ€œ gepreßt werden. Den â€žKernâ€œ anzugreifen, wenn man die EU als Ganzes schädigen und schwächen will ist zwingend notwendig. Dazu paßt auch die Veröffentlichung einer Nazizeichnung von Schäuble in der Parteizeitschrift. Fürs Volk.....</p>
<p>Diese Art der Polemik und Manipulation hat bisher NICHT die gewünschten Ergebnisse gezeigt. </p>
<p>Hier die elaborierte Version!<br />
 <br />
Einem Keil zwischen Deutschland und Frankreich sollte es doch gelingen, die EU  handlungsunfähig machen. Oder etwa nicht? - Jedenfalls auf französische Gemüter sollten seine Ausführungen entsprechenden Eindruck machen und den Stolz herausfordern. Dass gleich noch Erfolg beim masochistischen Deutschen erzielt werden kann, das versteht sich von selbst.</p>
<p>Menschen mit â€žgewissenâ€œ Persönlichkeitsstrukturen sind oft für ihre Umgebung â€žsehr interessantâ€œ. Es lohnt sich, darüber zu googeln und sich ggf. mit der umfangreichen Sach- und Fachliteratur vertraut zu machen.</p>
<p>Die Ergebnisse der Handlungen sind der zentrale Punkt, der zu beachten ist!<br />
UND - wer daran ein Interesse haben könnte!</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350366</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350366</guid>
<pubDate>Sun, 05 Apr 2015 06:45:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>Olivia</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Woran es scheitert (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=qNItYoJhgmk#t=50m20">Ab 50:20</a>:</p>
<p><em>&quot;The only institution - and that is the german government - that has the power to end the euro crisis fears that when it uses its power to end the crisis, it will lose its own power vis a vis Paris.&quot;</em> </p>
<p>Deutschland hat deshalb ein Interesse daran, zwar den Euro zu erhalten - aber die Krise am köcheln zu halten und sie NICHT zu beenden. </p>
<p>Volltreffer: das dürfte etwas aussprechen, was hier im Forum viele spüren (mich eingeschlossen), aber nicht zu sagen wagen. Ich hab mir wirklich die Augen gerieben ... muß aber zugeben, das ergibt sehr viel Sinn und trifft ins Schwarze. </p>
<p>Das war mir vorher so nicht bewußt - da spricht er einen Zwiespalt an, den ich selber (als Deutscher) unerkannt in mir hatte und der mir jetzt bewußt geworden ist. </p>
<p>Wie geht's Euch - ähnlich?</p>
<p>Ich habe mich auch an Friedman erinnert, der auf die kritische Bedeutung von Deutschland für die Ukraine hingewiesen hat (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=QeLu_yyz3tc#t=1h09m42s">Direktlink zu seiner diesbezüglichen Aussage ab 1:59:42</a>). </p>
<p>Eine für meine, nach WK II im Kalten Krieg aufgewachsene Generation seltsame Position, in der wir Deutschen uns da befinden. Wir sind es gewohnt, daß es uns gut geht, wir ökonomisch stark sind, aber politisch macht- und bedeutungslos - damals gegenüber den Supermächten, zwischen denen Deutschland aufgeteilt war. </p>
<p>Ist es wirklich so, daß auch jetzt wieder so viel an Deutschlands Entscheidung hängt? </p>
<p>Was wäre eine sinnvolle deutsche Strategie für die Gegenwart, ein sinnvolles Ziel? Wie ließe es sich bestmöglich erreichen?</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350350</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350350</guid>
<pubDate>Sat, 04 Apr 2015 21:25:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Bitte genauer hinschauen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>nicht einfach Stundenvideos verlinken, sondern bitte den Kern<br />
zusammenfassen.</p>
</blockquote><p>Ich habe absichtlich nur direkt zu den entsprechenden Stellen des Interviews verlinkt (anklicken führt direkt zur relevanten Stelle, daher Zeitangabe am Ende des Links).</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350343</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350343</guid>
<pubDate>Sat, 04 Apr 2015 19:45:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Bitte nicht einfach Stundenvideos verlinken (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo politicaleconomy,</p>
<p>nicht einfach Stundenvideos verlinken, sondern bitte den Kern zusammenfassen.<br />
Dass &quot;die Krise gelöst werden kann&quot; finde ich als Resüme zu kurz.</p>
<p>Vielleicht kannst Du ja kurz schildern, wer sein Portemonnaie aufmachen soll?</p>
<p>Gruß<br />
paranoia</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350338</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350338</guid>
<pubDate>Sat, 04 Apr 2015 18:17:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>paranoia</dc:creator>
</item>
<item>
<title>2 Wochen - oh - fast so gut wie der französische Staatsanwalt! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Und nun mein Bauchgefühl:</p>
<p>Finger weg!</p>
<p><img src="images/smilies/smile.png" alt=":-)" />))</p>
<p>Ist sicherlich besser so. Alle Theorie ist grau!</p>
<p>Waren nicht auch die verbrieften Hypothekenkredite vollkommen ausfallsicher?</p>
<p>Und fast hätte er mich auch erwischt. Nur die Begründung war dann ein bißchen zu dick aufgetragen. <img src="images/smilies/smile.png" alt=":-)" />)) - Gott sei Dank immerhin.</p>
<p>Der Michel ist halt sehr gutglaubig und zum Schluß sitzt er dann im Schlamassel. - Wie war das noch mit dem schnellen Geld mit dem die Rentner geködert wurden? ***ggggg****</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350335</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350335</guid>
<pubDate>Sat, 04 Apr 2015 16:56:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>Olivia</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Die Eurokrise kann in 2 Wochen gelöst werden</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>... und noch dazu ohne Fiskalunion, ohne politische Union, sogar ohne Eurobonds - mit recht bescheidenen Mitteln - wenn nur der politische Wille da wäre. </p>
<p>Erklärt dieser Herr hier genauer: <br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=qNItYoJhgmk#t=34m30s">https://www.youtube.com/watch?v=qNItYoJhgmk#t=34m30s</a> </p>
<p>Er hat diesen Weg auch hochrangingen französischen Politikern und hochrangingen deutschen Ökonomen und Politikberatern vorgeschlagen. </p>
<p>Sie haben zugestimmt, daß dies funktionieren würde und gemacht werden sollte. </p>
<p>Woran es dennoch scheitert, haben sie interessanterweise auch dazugesagt: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=qNItYoJhgmk#t=45m2s">https://www.youtube.com/watch?v=qNItYoJhgmk#t=45m2s</a> </p>
<p>Das dürfte den Bauchgefühlen des Forums recht treffend entsprechen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350324</link>
<guid>https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=350324</guid>
<pubDate>Sat, 04 Apr 2015 15:15:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>politicaleconomy</dc:creator>
</item>
</channel>
</rss>
